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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Betrunkene Seile und warum wir uns im Moment nicht an die eigene Nase fassen sollten

Interaktionen von Viren und Menschen oder Viren und Materialien sind kompliziert und schwierig zu erforschen. Zuallererst muss man verstehen, dass es in biologischen Systemen lediglich zur Risikoreduktion kommen kann, Null-Risiko ist nicht definierbar: Niemand kann ein einzelnes Virus messen. Möglich ist lediglich, das Risiko um einen Faktor 10, 100 usw. zu reduzieren.

Bergsteiger können das sicherlich gut nachvollziehen, da sie wissen, was Restrisiko heißt und was es bedeutet, ein gewisses Zusatzrisiko relativ zu der Grundakzeptanz vom Basisrisiko zu haben. Professor Marcel Leist von der Universität Konstanz (spezialisiert auf Methodenentwicklung und -bewertung im medizinischen Bereich) sagt dazu: „Die Virusinfektion ist eine Dosisfrage, je weniger davon da ist (es braucht aber nicht null sein), desto unwahrscheinlicher wird die Infektion.“ Ein Beispiel zur Einschätzung des Restrisikos: Wer heute ins Donautal oder ins Zillertal zum Klettern fährt, hat ein wesentlich höheres Risiko, eine Borrelieninfektion mit Komplikationen zu bekommen − wegen der Zecken − als an Covid-19 zu erkranken. Allerdings ist Letzteres in unserer Wahrnehmung momentan stärker präsent.

Wie wird SARS-CoV-2 übertragen?

Es sind vor allem drei Übertragungswege bekannt: durch Tröpfchen, Aerosole und über Kontaktflächen.

Das Virus wird in den überwiegenden Fällen durch Tröpfcheninfektion übertragen (Husten, Niesen oder Sprechen).1 Dabei werden die Tröpfchen über die Schleimhäute von Mund, Nase und auch Augen des Gegenübers aufgenommen. Hier geht es um größere Tröpfchen, die im Abstand von einem halben Meter bis drei Metern (je nach Lungenvolumen oder Dauer einer Hustenattacke) einfach zu Boden fallen.

In Studien konnte auch gezeigt werden, dass Aerosole (Tröpfchen kleiner als fünf Mikrometer, die beim Husten, Niesen und sogar schon beim Ausatmen entstehen und dann sozusagen in der Luft „stehen bleiben“) bis zu drei Stunden in einem geschlossenen Raum (beispielsweise Patientenzimmer) nachweisbar waren und auch infektiöse Viren enthielten.2 Allerdings wurde hier nur in geschlossenen Räumen und ohne Luftzug gemessen: inwieweit Aerosole bei geöffnetem Fenstern oder im Freien stabil bleiben oder „verdünnt werden“, ist bisher ungeklärt. In einer anderen Studie wurde gezeigt, dass die Ausbreitung des Aerosols durch die Verwendung einer chirurgischen Maske verringert werden konnte.3 Auf die Verwendung von Masken möchte ich hier nicht weiter eingehen, empfehle aber die Lektüre einer Studie der BW Universität München, die in Strömungsexperimenten die Ausbreitung der Tröpfchen beim Husten mit und ohne Masken veranschaulicht.4

Übertragungen durch Oberflächen, auf denen das Virus „sitzt“, nennt man Kontaktinfektion. Beispielsweise greift sich eine infizierte Person an die Nase oder an den Mund, dann bedient sie das Handy, gibt das Handy einer anderen Person, welche sich daraufhin an die Nase (Mund oder Augen) greift. Dieser Übertragungsweg kann nicht ausgeschlossen werden, scheint aber weit weniger häufig zu sein als die Tröpfcheninfektion. Studien zu Infektionstracking in vielen Ländern zeigen fast lückenlos, dass die Tröpfcheninfektion durch direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung der überwiegende Hauptweg ist.5 Bisher sieht es so aus, als wenn Kontaktinfektionen (Türklinken usw.) und auch Aerosole eine untergeordnete Rolle spielen.

Wichtig zu wissen ist: Von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Symptombeginn liegen nach derzeitigem Wissensstand im Mittel fünf bis sechs Tage – die sogenannte Inkubationszeit. Die Spanne reicht jedoch von einem bis zu 14 Tagen. Allerdings kann eine infizierte Person bereits zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend sein; genau am Tag vor Symptombeginn ist eine infizierte Person gar am meisten infektiös! Überraschenderweise haben viele Infizierte (etwa 43 %) überhaupt keine Symptome.6 Wir können uns also im Moment zu keinem Zeitpunkt sicher sein, ob wir (Über-)Träger des SARS-CoV-2-Virus sind! Die Aussage: Ich bin gesund, ich merke nichts, ich kann niemanden mit dem SARS-CoV-2-Virus anstecken, gilt im Moment nicht uneingeschränkt.

Das Virus wird überwiegend von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen (Husten, Niesen). (Flug)-Übertragungen durch im Raum stehende Aerosole und Kontaktübertragungen durch Oberflächen sind eher selten. Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen durchschnittlich fünf bis sechs Tage, wobei man bereits vor Symptombeginn als infizierte Person ansteckend für andere ist.

Wie lange hält sich SARS-CoV-2 auf Oberflächen?

Bei Übertragungen durch Oberflächen spricht man von Kontaktinfektionen. Diese sind (wie bereits erwähnt) nicht so häufig wie Infektionen durch Tröpfchen, können allerdings nicht ausgeschlossen werden. Um die Überlebenszeit von vermehrungsfähigen (infektiösen) Viren auf unbelebten Oberflächen zu untersuchen, wurden verschiedene Materialien mit SARS-CoV-2-Viren „behandelt“ und dann gemessen, wie die Viruskonzentration mit der Zeit abnahm.

Übergreifendes Ergebnis: Auf allen Oberflächen nahm die Menge der Viren exponentiell ab. Allerdings mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf unterschiedlichen Oberflächen. Bei Kupfer waren nach vier Stunden, bei Pappkarton nach 24 Stunden keine Viren mehr nachweisbar. Bei Edelstahl hielten sich die Viren schon bis zu 48 Stunden, bei Plastik sogar 72 Stunden auf der Oberfläche am Leben.

Diese Studie wurde allerding mit einer niedrigen sogenannten Viruslast durchgeführt, andere Studien kommen bei höheren Viruslasten auf Überlebenswerte von bis zu sechs Tagen. Für Gewebe wie Baumwolle zeigten andere Studien eine Überlebenszeit der Viren von 24 Stunden bis zwei Tagen bei hoher Viruslast beziehungsweise von nur wenigen Minuten bis zu einer Stunde bei geringer Viruslast.7

Mögliche Erklärung der Wissenschaftler für die unterschiedlichen Überlebenszeiten des Virus: Oberflächen wie Baumwolle oder Karton „saugen“ ein Tröpfchen durch ihre offenporige Struktur auf. Das Virus wird ausgetrocknet und ist nicht mehr vermehrungsfähig. Bei geschlossenen Oberflächen wie Plastikhandschuhen bleibt ein virushaltiges Tröpfchen an der Oberfläche erhalten.

Zu diesen Studien muss man allerdings wissen, dass sie unter Laborbedingungen durchgeführt wurden, die im Alltag kaum vorkommen. Natürlich hängt die Dauer der Vermehrungsfähigkeit der Viren essenziell von der (natürlichen) Umgebung ab: Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine große Rolle (je kälter, desto länger kann das Virus intakt bleiben).8 Hängt man Kleidung beispielsweise 24 Stunden an einen warmen, trockenen Ort, sollte dies schon ausreichen, um das Virus gewaltig zu dezimieren. Die hier genannten Studien präsentieren lediglich den Nachweis von Viren auf Oberflächen nach einer bestimmten Zeit und hängen maßgeblich von der Anfangskonzentration der Viren ab. Die Ergebnisse haben keine Aussagekraft dazu, wie groß das Risiko für uns ist, uns an solch einer Oberfläche durch Kontakt zu infizieren.

Das Virus wird überwiegend von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen und im Raum stehende Aerosole übertragen (Husten, Niesen). Kontaktübertragungen durch Oberflächen sind eher selten (nach derzeitiger Erkenntnis etwa 10%). Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen durchschnittlich fünf bis sechs Tage, wobei man bereits vor Symptombeginn als infizierte Person ansteckend für andere ist.

Aber: Die hier genannten Studien präsentieren lediglich den Nachweis von Viren auf Oberflächen nach einer bestimmten Zeit. Die Ergebnisse haben keine Aussagekraft darüber, wie groß das Risiko für uns ist, uns an solch einer Oberfläche durch Kontakt zu infizieren. 

Was macht Coronaviren unschädlich?

SARS-CoV-2 sind sogenannte behüllte Viren: Sie bestehen aus einem Kern (der die Erbinformation in Form von RNA enthält) und einer Hülle (bestehend aus Proteinen). Dieses Virus ist „relativ“ empfindlich gegen Umweltbedingungen. Es muss nicht oxidativ zerstört werden, sondern es genügen Vorkehrungen wie Austrocknen lasssen oder Wasser und Seife oder Alkohol, um das Virus unschädlich zu machen.

Ich empfehle die Hinweise des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 4.4.2020 zur Oberflächendesinfektion außerhalb von Krankenhäusern zu lesen.9 Im Alltag sollte man regelmäßig die Hände mit Wasser und Flüssigseife waschen, laut WHO mindestens 20 bis 30 Sekunden lang, und danach mit Papierhandtüchern trocknen. Die meisten Flächen-Desinfektionsmittel und auch Hände-Desinfektionsmittel werden auf Alkoholbasis (vor allem aus Ethanol und Isopropanol) hergestellt.

Eine Reduktion des Virus auf „null“ kann man nicht erreichen, jedoch kann man es bis zu einem akzeptablen Maß verringern (auf der Flasche eines Desinfektionsmittels steht beispielsweise „tötet 99,89% aller Bakterien und Viren“). Die Toleranz hierbei hängt stark vom Zweck und der Anwendungsdomäne ab: Möchte ich mich allein im privaten Alltag vor Viren schützen, muss ich eine Gruppe von Flugrettern bei einem Einsatz mit Verdacht auf Virusinfektion schützen oder habe ich eine Operationssituation im Krankenhaus?

Natürlich gibt es für den professionellen Gebrauch noch viele weitere Möglichkeiten, das Virus unschädlich zu machen: Hitze, Chemikalien und UV-Strahlung, um nur einige zu nennen. Diese sind jedoch zur Behandlung von hochfestem Bergsportmaterial weitestgehend ungeeignet, da sie die Zerstörung textiler Kunststofffasern bewirken und dadurch die Gefahr eines Festigkeitsverlustes bergen könnten. Wer sich in diese Thematik tiefer einarbeiten muss oder möchte, kann sich die Liste der vom Robert-Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren herunterladen.10

Das Virus kann durch Austrocknung dezimiert werden. Wärme und gute Belüftung helfen dabei erheblich. Wasser und Seife genügen zur Virenreduktion im Alltag. Alkohole sind geeignete Desinfektionsmittel für Hände und Oberflächen. 

Bergsportmaterialien

Durch die hier gesammelten Erkenntnisse lassen sich einige Schlüsse für den Umgang mit Bergsportmaterial (und auch allgemein PSA) ziehen. Seile, Gurte, Bandmaterial und Karabiner kommen hier zum Einsatz und können potenziell angehustet und angeniest werden. Offenporiges Textilmaterial birgt hier das geringste Risiko. Falls wir nach der Benutzung Vorkehrungen zur Virusreduktion treffen wollen, können wir wie folgt vorgehen:

Zunächst kann man das Material an einem trockenen, warmen Ort (im Freien) für 24 Stunden in „PSA-Quarantäne“ hängend auslüften. Dies sollte schon eine sehr gute Risikoreduktion bewirken. Wer darüber hinaus gehen will, kann das Material noch mit Seifenlösung abreiben. Einlegen in Seifenlösung würde das Material komplett nass machen und die Trocknungszeit verlängern. Auch kann ein Gang in der Waschmaschine mit viel Wasser und Wollwaschmittel oder Seilwaschmittel eine gute Virusreduktion erreichen (30 Grad Celsius). Für Karabiner und Expressschlingen eignet sich die Reinigung von Hand im Waschbecken mit Seife und einer Bürste. Waschbehandlungen werden zwar zu einer erheblichen Virusreduktion führen, allerdings mit dem Nachteil, dass sich das verbleibende Virus in dem nassen Material lange wohlfühlt. Waschen sollte man also nur, wenn man genug Platz zum Lüften, Zeit und gute Voraussetzungen zum Trocknen hat (also nicht bei Schlechtwetterlagen). Bei Karabinern usw. sollte man nicht vergessen, die Federn gleich nach dem Trocknen zu ölen.

Als nächste Reduktionsstufe kann man Alkohol verwenden, um das Material zu desinfizieren, und zwarEthanol/Wasser (80%/20%) oder Isopropanol/Wasser (70%/30%). Alle gängigen textilen Materialien im Bergsport (Polyamid, Polyester, Dyneema) werden dadurch nicht angegriffen. Allerdings kann sich diese Behandlung auf die Imprägnierung von Seilen und auf die Geschmeidigkeit des Materials negativ auswirken.

Bei Klettersteigsets – vor allem im Verleih – könnte man die Karabiner nach der Benutzung mit alkoholbasierten Desinfektionstüchern abreiben und das gesamte Set dann für 48 Stunden in „PSA-Quarantäne“ hängen, bevor es in die Hände des nächsten Benutzers wandert.

Aber: Um das Risiko abzuschätzen, muss man hier auch klar unterscheiden zwischen verschiedenen Anwendungsszenarien: Ist das Material nur im Privatgebrauch (einmalige Benutzung durch einen Benutzer), ist es im kommerziellen Verleih (mehrmalige Verwendung am Tag von verschiedenen Benutzern), wurde es von Infizierten benutzt? Wer immer mit dem selben Kletterpartner klettert, hat ein anderes Infektionsrisiko als ein Bergretter, dessen Material von einem potenziell Covid-19-Kranken bei der Bergung vollgerotzt wurde. Dennoch: Selbst in Situationen, in denen häufig und viel Virus vorhanden sein könnte, genügt im Allgemeinen die „PSA-Quarantäne“ bei guter Belüftung; im Zweifelsfall eben für eine Woche, um das Restrisiko so gut es geht zu minimieren.

Dies sind alles nur Annahmen, die mit fachkundigem Hintergrundwissen − Stand Anfang Mai 2020 − zusammengetragen wurden. Für die konkreten Fälle liegen keine Testergebnisse vor! Die Tatsache, dass Alkohol nicht schädigend auf textile Teile der PSA wirkt, ist allerdings wissenschaftlich ausreichend belegt. Wenn jemandem eine Tube Handdesinfektion oder auch der Stroh-Rum im Rucksack ausläuft, muss er sich keine Sorgen um die Festigkeitswerte seines Materials machen.

Klettergriffe und Kletterhallen

Vor diesem Hintergrund noch eine kurze Überlegung zu Klettergriffen und Kletterhallen. Als geschlossene Räume, in denen sich viele Leute gleichzeitig tummeln, schwitzen, atmen und husten, herrscht hier in Zeiten von Corona natürlich ein höheres Infektionsrisiko als beispielsweise im Klettergarten. Klettergriffe werden angeatmet, angehustet und vor allem: ständig angefasst.

Anders als im Haushalt, wo Oberflächen in zufälliger Reihenfolge unterschiedlich oft angegriffen werden, sind in der Kletterhalle die Routen natürlich so geschraubt, dass man alle Griffe auch benutzt. Daher sollte man hier besonders darauf achten, dass man sich die Hände so oft wie möglich wäscht und sich auf keinen Fall während des Aufenthalts in der Kletterhalle mit den Händen ins Gesicht fasst oder das Seil beim Klippen in den Mund nimmt (was vermutlich auch in Nicht-Corona-Zeiten sinnvoll wäre).

Abstandsregeln müssen eingehalten werden; bestenfalls kann man die Halle ständig lüften, um die Luft so oft wie möglich auszutauschen und die Griffoberflächen zu trocknen. Eine gewisse „Ruhezeit“ der Routen wäre auch eine Möglichkeit, um das Infektionsrisiko über die Griffoberflächen von Person zu Person zu verringern.

Bis jetzt gibt es allerdings keine Erkenntnisse, ob es für einen Menschen risikoreicher ist, in eine Kletterhalle zu gehen oder in einen Baumarkt, und ob ein Fitnessstudio gefährlicher ist als ein Supermarkt. Eines muss jedoch ganz klar gesagt werden: Der beste Schutz vor Infektionen ist, dass keine Menschen mit einer SARS-CoV-2 Infektion in der Kletterhalle klettern. Alle anderen Maßnahmen zur Hygiene und Materialdesinfektion sind dagegen absolut zweitrangig und extrem aufwändig.

Wie könnten wir das schaffen? Die Antwort lautet im Moment: eigentlich kaum oder zumindest nicht perfekt. Als oberste Regel sollte gelten, dass niemand mit Erkältungssymptomen, die nicht abgeklärt sind, in die Kletterhalle geht. Allerdings gibt es immer auch die asymptomatischen Fälle, bei denen Menschen infiziert sind, ohne Symptome zu haben. Demnach kommt es also auf die Anzahl der Infektionen in der Gegend an. In einem Landkreis, in dem es nur eine Neuinfektion pro Woche gibt, ist das Risiko hundertmal geringer sich anzustecken als in einem Landkreis, in dem es 100 neue Infektionen pro Woche gibt. Solch ein positiver Reduktionsfaktor ist mit keiner (!) anderen Maßnahme (Lüften, Desinfizieren, Händewaschen) annähernd erreichbar.

Verhalten beim Klettern und Bergsport

Die beste Risikoreduktion wäre hier, immer mit denselben Partnern aus dem eigenen Haushalt zu klettern oder zum Bergsteigen zu gehen, sich beim Husten oder Niesen vom Material wegzudrehen bzw. in die Ellenbeuge zu husten oder niesen und Seile, Klettersteigsets usw. nicht in den Mund zu nehmen.

Mit hausfremden Partnern sollte selbstverständlich die Abstandsregel eingehalten werden.

Hände vor und nach dem Sport zu waschen, muss zur Routine werden und der Kontakt von Händen mit Mund, Nase und Augen sollte vermieden werden.

Fazit

Das sagen die Hersteller

Einige Hersteller geben neben der normalen Gebrauchsanleitung mittlerweile Empfehlungen zum Umgang, zur Reinigung und zur Desinfektion von PSA während der SARS-CoV-2-Pandemie. Allerdings ist nicht ersichtlich, inwieweit die beschriebenen Maßnahmen das Virus verringern können, kein Hersteller hat hierzu eine Studie präsentiert. Generell gilt, dass man sich bei der Reinigung und Pflege seiner PSA an die jeweilige Gebrauchsanleitung halten muss, um dessen volle Funktion und Sicherheit zu garantieren. Im Folgenden werden die Statements der Hersteller zusammengefasst, für deren Inhalt die Hersteller allein verantwortlich sind.

Teufelberger hat bereits 2015 eigene Untersuchungen präsentiert, inwieweit die Desinfektion von Seilen deren Festigkeit beeinflussen könnte.11 Sie legten Seile drei Minuten lang in 70 % Isopropanol und 30 % destilliertem Wasser ein, trockneten sie bei Raumtemperatur für 48 Stunden und testeten die verbleibende Festigkeit von Seilen aus Polyamid, Polyester und Dyneema. Übergreifendes Ergebnis: kein Verlust bei Seilen aus Polyester, 2 bis 4 % bei Polyamid und Dyneema. Teufelberger empfiehlt also, PSA in 70 % Isopropanol für drei Minuten einzulegen und anschließend an der Luft ohne direkte Sonneneinstrahlung oder Heizung zu trocknen. Auch wird empfohlen, die Produkte nicht täglich zu desinfizieren, sondern nur, wenn unbedingt nötig.12

Petzl empfiehlt das folgende Desinfektions-Protokoll zusätzlich zur Reinigung des Materials, das laut Gebrauchsanleitung durchgeführt werden soll: Nach der Benutzung soll das Material 72 Stunden in Quarantäne gelagert werden. Danach soll es von Hand mit Seife und Wasser bei maximal 65 Grad Celsius gewaschen werden und gemäß Gebrauchsanleitung getrocknet werden. Die Waschtemperatur von 65 Grad soll eine Ausnahme sein in der derzeitigen Situation, die durch Covid-19 herrscht; normalerweise empfiehlt Petzl, sein Material bei 30 Grad Celsius zu waschen.13

DMM empfiehlt, dass PSA im Moment im Speziellen nur von ein- und derselben Person benutzt werden soll. Falls man den Verdacht hegt, dass man selbst oder das Material in der Nähe einer infizierten Person war, sollte man eine der drei folgenden Maßnahmen ergreifen

Dem Benutzer steht laut Kong eine der folgenden Methoden zu Verfügung:

Buckingham unterteilt die Desinfektionsanweisungen in drei Produktkategorien: textile Materialien, Hardware und mechanische (bewegliche) Produkte. Für Textilien wird Dawn® Dish Washing Soap für die Grundreinigung und  Dawn® Dish/Hand Antibacterial Soap für die Beseitigung von Viren empfohlen. Die Produkte sollen in ein Becken mit lauwarmem Wasser und Seife (maximal 32 Grad Celsius) gewaschen werden und danach gründlich klargespült werden. Anschließend Lufttrocknung ohne direkte Sonneneinstrahlung oder Heizung.

Hardware soll genauso behandelt werden, jedoch nur kurz im Wasser bleiben, um eventuelle Korrosion zu verhindern. Zum Trocken kann man sie mit einem sauberen Handtuch trocknen. Zusätzlich kann Hardware noch mit Lysol® oder Clorox-Desinfektionstüchern behandelt werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Desinfektionstücher nicht mit textiler PSA in Berührung kommen.

Mechanische Teile wie Karabinerschnapper, Schnallen, GriGri usw. sollen nach dem Reinigen besonders gut getrocknet werden, um Rostbildung zu vermeiden, etwa mit Druckluft. Anschließend kann man bewegliche Stellen mit einem Tropfen Öl schmieren (Buckingham empfiehlt hier BuckLube™, WD-40® oder Hilco Lube).16

Edelrid empfiehlt über die Gebrauchsanleitung hinausgehende Desinfektionsmaßnahmen:

Diese Vorgänge haben laut Edelrid keinen negativen Einfluss auf die sicherheitstechnischen Parameter der Produkte. Jedoch kann die Haptik, Optik oder die Funktionalität in Einzelfällen beeinträchtigt werden. Als Test legte Edelrid je drei Schlingen aus Polyamid, Polyester und Dyneema sowie ein Dynamikseil aus Polyamid in reinem Isopropanol (> 98%) für 24 Stunden ein. Darauf folgte eine 24-stündige Lufttrocknung. Die Seile wurden dynamisch und die Schlingen statisch getestet. Es wurde kein signifikanter Unterschied in der Festigkeit der Produkte festgestellt.17

Verweise