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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Verboten? Oder einfach keine gute Idee?

Da die Zahl der (vermeintlichen) Naturliebhaber und Abenteuerinnen offensichtlich mehr wird, haben wir Christina Schwann gebeten, einige häufig auftauchende Fragen zum Thema „Verhalten im alpinen Natur- und Kulturraum“ zu beantworten.

Immer mehr Menschen stürmen die Alpen als Urlaubsziel. Ob einfach nur zum Wandern, sich in frischer Luft und schöner Umgebung zu bewegen oder um Fun und Action zu erleben, egal ob im Sommer oder Winter: Die Alpen decken eine breite Palette an Möglichkeiten ab und bedienen unterschiedliche Nutzergruppen. Heuer noch mehr als in anderen Jahren, Corona sei Dank … Urlaub mit dem eigenen Auto, vielleicht mit dem Campingbus oder umgebauten Van steht hoch im Kurs. Jeder möchte raus in die Natur, in die Berge – individuell, frei, unabhängig – jedenfalls das Gegenteil von „Ausgangsbeschränkung“.

Die Liebe zur Natur wird neu entdeckt. Man freut sich auf Nächte unter freiem Sternenhimmel, Lagerfeuer, Ruhe, Entspannung; aber auch auf sportliche Herausforderung, Adrenalin und Nervenkitzel. Die Erwartungshaltung ist groß, die Tourismuswerbung suggeriert grenzlose Freiheit und Individualismus bei gleichzeitig intensiver Überbauung der Landschaft.
Denn: Die Berge alleine sind nicht genug – es muss schon mehr geboten werden, vor allem im Sommer. Fast könnte man meinen, die Alpen seien ein riesengroßes Disneyland. Kein Wunder, dass so mancher Gast – und auch Einheimischer – denkt, hier sei alles erlaubt, alles easy, alles arrangiert – auch abseits der klassischen Tourismuszentren.

Dass die Berge aber auch Natur-, Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum sind, wird manchmal ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Zudem sind speziell die Alpen das (!) Wasserschloss Europas, Energielieferant, Produktionsstätte hochwertiger Lebensmittel, Rückzugsort zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten und reich an alten Traditionen und Kulturschätzen.

Abseits von den ohnehin vorhandenen Vorschriften und Regeln, die in diversen Gesetzestexten verpackt sind, wollen wir hier auf ein paar häufig gestellte Fragen eingehen – auf die scheinbar banalen genauso wie auf durchaus komplexe:

1) Kann ich mit meinem Camping-Van für eine Nacht überall parken?

Auf Parkplätzen, wo man kein zeitlich begrenztes Parkverbot findet (z.B. über Nacht), kann man natürlich immer parken. Ein Parkplatz ist aber kein Stellplatz, sprich, dass auch die Insassen hier die Nacht verbringen, ist so nicht vorgesehen. Meist gibt es keinerlei Infrastruktur – wie etwa eine Toilette. Und was machen die Leute ohne WC dann? Eben – sie erledigen ihre Notdurft in der Wiese, im Wald, im Feld nebenan. Das ist weder ein guter Stil noch besonders hygienisch für alle anderen und für die Futtermittelproduktion sowie für das Trinkwasser ein echtes Problem.

2) Weisen diverse Online-Plattformen oder Apps immer „offizielle“ Stellplätze für Camper und Vans aus?

Nein, nicht unbedingt. Hier gilt es, die Angaben kritisch zu hinterfragen. Oft posten manche einen Stellplatz, weil sie der Meinung sind, er sei besonders gut geeignet. Den Grundeigentümer, Waldbesitzer, lokalen Erholungssuchenden, die Gemeinde, das Schutzgebietsmanagement, die Bergwacht oder wen auch immer hat aber vermutlich keiner gefragt.
Und da viele Leute der Ansicht sind, dass wenn etwas nicht explizit verboten ist, es erlaubt ist, braucht es eben Verbote, Kontrollen und Strafen.

3) Muss ich den (kostenpflichtigen) Wanderparkplatz nutzen?

Ja, das wäre schön. Es hat schon seinen Sinn, dass der Parkplatz da ist. Das hat etwas mit Besucherlenkung und einem geordneten Nebeneinander von einheimischer Bevölkerung und Gästen zu tun. Zugeparkte Haus-, Feld- oder Waldeinfahrten sind leider keine Seltenheit und führen logischerweise zu Konflikten.

Wo Parkplätze Mangelware sind, sollte man zudem prüfen, ob man nicht auch öffentlich anreisen oder zumindest Fahrgemeinschaften bilden kann – was generell auch hinsichtlich einer ökologischen Ausrichtung eine gute Idee wäre.

4) Kann ich den Tourenbeschreibungen in Büchern oder im Web vertrauen?

Nein, nicht immer. Die Beschreibung kann schon älter sein, Bedingungen können sich verändern und vielleicht ist auch der Autor kein Local, sondern kennt die Tour nur von einer einzigen Begehung. Vieles könnte – vor allem was die Schwierigkeitsbewertung und Angaben zu Gehzeiten betrifft – sehr subjektiv dargestellt sein.
Parkplatzhinweise, Abkürzungen und vor allem Mountainbiketouren abseits offizieller Routen sind zudem immer mit Vorsicht zu genießen. Wegmarkierungen und Beschilderungen vor Ort ist mehr Glauben zu schenken, im Zweifelsfall sollte man fragen – im Gasthaus beim Parkplatz, bei der Tourismusinfo im Ort oder beim Hüttenwirt.

5) Darf ich den Wanderweg verlassen?

Ja, prinzipiell schon. Im Forstgesetz ist z.B. geregelt, dass man sich zu Erholungszwecken im Wald frei bewegen darf – zu Fuß wohlgemerkt (und mit Skiern/Schneeschuhen). Fahrradfahren und Reiten hingegen sind im Wald ausschließlich auf gekennzeichneten Routen erlaubt.
Auch außerhalb des Waldes (Almen, alpines Ödland …) gilt die Wegefreiheit – auch hier bezieht sich diese ausschließlich auf das Zu-Fuß-Gehen.

Wenn es aber keinen Grund gibt, den Wanderweg zu verlassen, sollte man dies auch nicht tun. Auf vermeintlichen Abkürzungen kann man schnell in unwegsames Gelände geraten, Wildruhezonen, Schutzgebiete oder Grundeigentum betreten, um die der Weg bewusst herumgeführt wurde.

Wegabschneider (das Abkürzen von Serpentinen) sollte man ebenfalls nicht benutzen. Diese Abschneider schädigen die sensible Grasnarbe, die einen essenziellen Schutz des Bodens vor Erosion, Austrocknung und Überhitzung bietet. Selbst wenn bereits Abschneider vorhanden sind und offenbar die anderen diese auch nutzen, ist es ein guter Stil, es nicht zu tun – und man gibt der Regeneration der Vegetation eine Chance.

6) Was soll ich tun, wenn der Wanderweg gesperrt ist?

Tatsächlich kommt es vor, dass man vor Ort feststellt, dass der geplante Weg gesperrt ist.
Solche Wegsperren können unterschiedliche Gründe haben – z.B. Steinschlag, Windwurf oder ein Teil des Weges wurde beim letzten Starkniederschlag so stark beschädigt, dass er unpassierbar ist. Auch temporäre jagdliche oder forstliche Sperrgebiete können zu einer Wegsperrung führen. Nun hängt es davon ab, wer eine solche Sperrung veranlasst hat. Handelt es sich um das Hinweisschild des Wegehalters, dann „dürfte“ man zwar eigenverantwortlich weitergehen – eine gute Idee ist es aber selten. Handelt es sich dagegen um eine offizielle Sperre, ausgesprochen von einer Behörde (Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft …), ist das Begehen verboten und kann von den Kontrollorganen geahndet werden.

Übrigens, wegen Altschneeresten wird ein Weg nicht gesperrt. Es liegt im Ermessen des Wanderers, Bergsteigers, ob er sich vor Ort zutraut, solche Passagen zu überwinden oder umkehrt. Gerade im Frühsommer zahlt es sich aus, etwa den Hüttenwirt zu den aktuellen Bedingungen in Übergängen zu fragen.

7) Darf ich überall mit dem Mountainbike fahren?

Nein. Nur, weil ein Weg fahrbar wäre, ist das Befahren noch lange nicht erlaubt. Auch die „Wegefreiheit“ kann hier nicht herangezogen werden – diese gilt, wie oben erwähnt, ausschließlich für das Zu-Fuß-Gehen. Über das Thema Mountainbiken und E-Biken wird viel diskutiert, schließlich ist es eine stark wachsende Sportart, die auch ihren Platz braucht und von der viele lokale Akteure profitieren. Aktuell gilt in Österreich im Wald aber immer noch das Forstgesetz, nach dem das Befahren des Waldes und damit auch aller Wege – inkl. Forststraßen – verboten ist. Ausnahmen gelten für ausgewiesene Mountainbikestrecken.

Neben den offiziell freigegebenen (und auch nicht freigegebenen) Forstwegen nutzen viele auch geeignete Wanderwege als Mountainbikestrecken, lösen Konflikte mit Wanderern aus und beschädigen die Steige, die für die Belastung Rad nicht gebaut sind. In den vergangenen Jahren wurden aber immer mehr Wege zum Biken freigegeben und eigene Trails in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden errichtet. Die Auswahl an Routen ist je nach Destination durchaus groß und steigt kontinuierlich. Andere Wege wiederum sollen reine Wanderwege bleiben und es gilt, dies zu respektieren.

7) Ist es schlimm, wenn ich einen Zigarettenstummel wegschmeiße?

Ja, für alle, die es immer noch nicht wissen. Nicht nur, dass glimmende Zigarettenstummel eine potenzielle Brandquelle darstellen, sie sind vor allem giftig. Ein Zigarettenstummel ist Sondermüll, der bis zu 4.000 schädliche Stoffe beinhalten und bis zu 60 Liter sauberes Trinkwasser verunreinigen kann. Je nach Höhenlage verrottet er erst in rund 15 Jahren und deswegen gilt: Zigarettenstummel einstecken und zu Hause im Restmüll entsorgen.

8) Eine Bananenschale wegzuschmeißen macht aber nichts, oder?

Doch, von wegen Biomüll … Bananenschalen sind pestizidverseucht und chemisch behandelt, um die Haltbarkeit zu steigern. Sie werden in der Umwelt zwar schnell schwarz, bis sie verrotten, kann es aber je nach Höhenlage bis zu drei Jahre dauern.
Abgesehen davon freut es niemanden, wenn an Rastplätzen die Überbleibsel der „Vorjausner“ herumliegen – von Eier- und Mandarinenschalen bis hin zu Aludosen in Baumstümpfen oder Felsspalten. Wenn kein Mülleimer vorhanden ist oder dieser übervoll ist, dann nimmt man seinen Müll ausnahmslos mit. Wie ich meinen Müll so im Rucksack verstaue, dass er keine Sauerei anrichtet, gehört im Übrigen schon bei der Planung der Tour berücksichtigt (der Summit-Club hat  zusammen mit Deuter dafür vor über 20 Jahren den orangen „Drecksack“ gemacht).
Übrigens freut sich auch jeder Hüttenwirt, wenn man seinen Müll selbst wieder mitnimmt, selbst wenn ein Mülleimer vorhanden ist; die Müllentsorgung auf Hütten ist meist aufwendig und teuer.

Ein paar Zahlen zur Verrottungszeit von Müll:

9) Was soll ich machen, wenn ich wirklich dringend ein großes Geschäft zu erledigen habe, aber weit und breit kein WC vorhanden ist?

Endlich ein guter Grund, den Wanderweg zu verlassen – und zwar ein gutes Stück weit, um Geruchsbelästigung zu vermeiden. Wenn es geht, sollte man das Ergebnis vergraben, keinesfalls ins Wasser oder neben Wasserläufen sein Geschäft verrichten und gebrauchtes Klopapier oder v.a. Taschentücher (die wesentlich langsamer verrotten) einpacken und bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen.

10) Darf ich Blumen pflücken?

Ja, mit einem „aber“ (wie in vielen Bereichen auch). Blume ist nicht gleich Blume. Vor allem in Schutzgebieten besteht oft ein generelles Pflanzenpflück-Verbot, da viele Arten streng oder teilweise geschützt sind. Im alpinen Bereich sollte man sowieso generell keine Pflanzen pflücken oder ausgraben (Enzian wächst zu Hause im Garten mit ziemlicher Sicherheit ohnehin nicht), da so gut wie alle unter Schutz stehen, nur sehr langsam wachsen und einige schon durch den Klimawandel genug in Bedrängnis kommen. Dazu gehört nicht nur das Edelweiß und der Enzian, sondern auch die Silberdistel, die Aurikel, die Alpen-Aster, das Alpenglöckchen, der Gletscherhahnenfuß, die Hauswurzarten, das Steinröschen und viele mehr. Allein das Plakat der geschützten Alpenpflanzen des Alpenvereins umfasst 44 Arten. Gegen fotografieren spricht freilich nichts.

11) Kann ich mich ins hohe Gras legen?

Klingt schön und romantisch – ist es aber erstens aufgrund von Zecken, Ameisen, Spinnen, Bienen und anderem Getier meist nicht und zweitens, nein. Eine Wiese mit hohem Gras dient der Futtermittelproduktion. Schon schlimm genug, wenn Hundehalter ihre Tiere ihr Geschäft in der Wiese erledigen lassen, ohne es einzusacken. Geht man durch das hohe Gras oder legt man sich nieder, knicken die Halme und richten sich nicht wieder auf und die Wiese lässt sich unmöglich mähen. Besonders gilt das für z.B. Zugänge zu Kletter- oder Bouldergebieten – hier unbedingt am Rand der Wiese bleiben.

Anders ist es oberhalb der Baumgrenze. Die sogenannten alpinen Matten werden nicht gemäht, maximal von Schafen beweidet. Die Gräser werden nicht sehr hoch und sind wesentlich härter (v.a. Borstgräser und Seggen) und robuster, sodass sie nicht knicken. Hier kann man sich schon mal ins Gras legen und den Wolken zusehen.

12) Darf ich ein Lagerfeuer machen?

Die Regelungen bezüglich Feuer machen sind in Österreich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Fakt ist aber, dass im Wald, am Waldrand oder an der Baumgrenze kein Feuer gemacht werden darf.
Auch außerhalb des Waldes ist die Genehmigung des Grundeigentümers immer einzuholen. Zudem sollte man unbedingt auf eine geringe Rauchentwicklung und wenig Funkenflug achten. Ist die Waldbrandgefahr aufgrund von Trockenheit generell hoch, sollte man auf ein Feuer in jedem Fall verzichten (auf der Seite der ZAMG findet man eine tagesaktuelle Karte der Waldbrandgefahr in Österreich).
Um Lagerfeuerromantik genießen zu können, sollte man offizielle Grillplätze nutzen, auch wenn man hier meist nicht ganz alleine ist.

Übrigens, außer romantischen Sehnsüchten hat ein Lagerfeuer beim Bergsteigen keinen Nutzen: Wer sich wärmen möchte, schlüpft in Daunenjacke und Biwaksack, und wer etwas Warmes essen oder trinken möchte, verwendet sowieso einen Gaskocher, womit wir zur nächsten Frage kommen:

13) Darf ich unter freiem Sternenhimmel bzw. im Zelt schlafen?

Wie beim Feuermachen gelten auch beim Campieren unterschiedliche Regelungen je nach Bundesland, über die man sich jedenfalls im Vorfeld informieren muss. Campieren und Lagern im Wald ist gemäß Forstgesetz verboten – außer auf extra dafür ausgewiesenen Flächen oder mit der eindeutigen Genehmigung des Waldbesitzers.
Zudem wird im Gesetz zwischen Notbiwak und geplantem Nächtigen unterschieden. Ist man in eine Notlage geraten, darf man selbstverständlich jederzeit ein Notbiwak errichten. Sobald das Biwak – also das Schlafen im Biwaksack ohne Zelt – geplant ist, fällt es offiziell unter Campieren.
Die Frage ist, muss ich überhaupt unter freiem Himmel schlafen? Eigentlich gibt es keinen Grund dafür, außer eine anspruchsvolle Tour ohne Stützpunkt verlangt es bzw. ich entscheide mich aus taktischen Gründen dafür.
Das gut ausgebaute Netz an Schutzhütten inkl. ausgeklügelter Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung dient dazu, Besuchern eine angenehme Nacht und der Natur die nötige Ruhe zu gönnen.

14) Kann ich in einer Biwakschachtel übernachten?

Ja, dazu sind sie da. Aber nicht für alle Bergsteiger, sondern nur für die, die in abgelegenen Gebieten in Not geratenen sind – etwa aufgrund eines Gewitters oder plötzlichen Wetterumschwunges –, um ihnen eine wind- und regensichere Unterkunft zu bieten. Einige Biwakschachteln wurden bewusst in der Nähe klassischer, langer Bergfahrten positioniert, um als Stützpunkt für diese zu dienen.
Biwakschachteln sind in der Regel spartanisch ausgestattet: ein paar Decken, ein paar Konservendosen, vielleicht ein Kocher – nur das Nötigste eben. Sie sind nicht bewirtschaftet, aber auch keine Selbstversorgerhütten.

Keinesfalls sind Biwakschachteln dazu gedacht, möglichst billig und rudimentär ein Bergabenteuer in der Natur zu erleben. Wer eine Biwakschachtel schlicht als Hüttenersatz nutzt und die vermeintliche Romantik sucht, nimmt unter Umständen anderen den benötigten Platz weg – unter Bergsteigern ein No-Go.

15) Kann ich die Kühe auf der Alm streicheln?

Nein, „die Alm ist kein Streichelzoo“ und die Kühe sind keine Kuscheltiere. Sie wollen hauptsächlich ihre Ruhe haben, fressen, verdauen und wiederkäuen. Gleichzeitig sind sie aber auch neugierig und es kann vorkommen, dass sie auf einen zukommen. In diesem Fall sollte man ruhig weitergehen und ihnen gegebenenfalls ausweichen.

Auf eine extra Portion Vorsicht wird vor allem bei Mutter-Kalb-Haltung hingewiesen. Kühe sind fürsorgliche Mütter und verteidigen ihr Kalb durchaus vehement. Wer mit einem Hund unterwegs ist, sollte diesen bei unvermeidbarem Kontakt von der Leine lassen, um nicht selbst Ziel eines Angriffs zu werden. Verhaltensregeln findet man z.B. auf den Webseiten der alpinen Vereine.

16) Darf ich die Pferde füttern?

Nein, weder auf der Weide noch auf der Alm. Pferde haben einen äußerst sensiblen Magen und werden von ihren Besitzern mit Sicherheit ausreichend und artgerecht versorgt. Falsches oder verdorbenes Futter (z.B. schimmeliges Brot) kann bei Pferden zu lebensbedrohlichen Koliken führen.
Freilaufende Pferde auf der Alm sollte man ebenfalls keinesfalls füttern. Ihr Bettelverhalten kann äußerst unangenehm werden und zu gefährlichen Situationen führen – z.B. Abdrängen vom Weg.

17) Muss ich meinen Hund an die Leine nehmen?

Ja. Freilaufende Hunde dürfen von Jägern erschossen werden, wenn sie sich offensichtlich außerhalb des Einflussbereichs des Besitzers befinden und einem Wildtier hinterherjagen.

Dass nur Hunde am Berg etwas zu suchen haben, die entsprechend erzogen sind, sollte sich von selbst verstehen. Nicht selten sind Hunde Ursache für Unfälle der überforderten Halter.

18) Kann ich meinen Hund mit auf die Hütte nehmen?

Hier gilt die Devise: Den Hüttenwirt bereits bei der Reservierung fragen, vor allem, wenn man mit dem Hund auf der Hütte übernachten möchte. In manchen Hütten dürfen die Hunde mit auf das Zimmer, in anderen müssen sie im Winterraum schlafen und es gibt Hütten, da darf man mit Hund überhaupt nicht übernachten. Üblich ist, dass man für den Hund einen kleinen Nächtigungsbeitrag zahlt.

19) Kann ich überall meine Jause essen?

Fast überall – am Bachufer, auf einem Baumstumpf, am Gipfelkreuz, auf einer schattigen Bank. Den daraus resultierenden Müll packt man selbstverständlich feinsäuberlich wieder ein (s.o.).
Auf der Terrasse eines Gastronomiebetriebes – sei es eine bewirtschaftete Alm oder eine Schutzhütte – sollte man seine selbst mitgebrachte Jause aber nicht verzehren. Schon gar nicht, wenn man die Toilette nutzt, Wasser verbraucht und zahlenden Gästen den Platz wegnimmt. Zu Recht kann der Hüttenwirt hier etwas ungemütlich werden.

20) Soll ich meinen Lieblingsspot posten?

Kann man, muss man aber nicht. Wenn man unbedingt will, dass Hunderte andere auch genau diesen Ort aufsuchen und ihm allein durch ihre Anzahl die Einsamkeit, Unberührtheit und Faszination nehmen – dann auf alle Fälle.

21) Darf man auf Gipfelkreuze klettern?

Ja, aber warum sollte man das tun? Nicht alle Gipfelkreuze sind 4,8 Tonnen schwer und werden mit dem Heli auf das Betonfundament geflogen. Tatsächlich schleppen manchmal einige engagierte Menschen ein selbst finanziertes, charmantes Gipfelkreuz (oder was auch immer) auf ihren Lieblingsberg, aber fixieren es nicht mit #schauichbinaufdemgipfelkreuz-Usern im Hinterkopf.

Also nicht überrascht sein, wenn man für seine vermeintlich tollkühne Besteigungsaktion nicht nur grenzenlose Bewunderung erntet …

Fazit

Wenn es enger wird am Berg, dann müssen alle ein paar Regeln einhalten, um einerseits ein Miteinander verschiedener Interessensgruppen zu ermöglichen und anderseits der Natur den Raum zu geben, den sie für ihre Entfaltung und Regeneration braucht.

Damit ist auch ein persönlicher Verzicht gemeint: Manche Dinge, die früher kein Problem waren, sind heute einfach keine gute Idee mehr – wie wild campieren, Feuer machen und gemütlich im Gras liegen. Es braucht Respekt und Anstand, vor allem aber einen gesunden Hausverstand und überlegtes Handeln, damit nicht immer mehr Verbote und Strafen notwendig werden, um das zu schützen, weswegen die meisten in die Berge fahren.

P.S.: Um zu erfahren, was denn so besonders an einem Ort (etwa einem Schutzgebiet) ist, könnte man einmal eine geführte Exkursion besuchen. Nicht selten erfährt man hier Erstaunliches über die Natur und über einzelne Arten, die unsere Hochachtung verdienen. Oft ist man dann überrascht, was man auch in seinem Hausgebiet bisher nicht wahrgenommen hat. ■

Fotos: Archiv Christina Schwann, paulitrenkwalder.com