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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Die Lust am Wandern – eine Tiroler Motivstudie

Die folgende Motivstudie der Universität Innsbruck, die in unterschiedlichen Destinationen in Tirol umgesetzt wurde (Sample: 849 Personen), soll Anhaltspunkte liefern, warum Menschen  wandern und ihre Freizeit in den Bergen verbringen.

Die Alpen sind ein Gebirge mit vielfältigen Wandermöglichkeiten. Die Einzigartigkeit der verschiedenen Regionen unterstreicht auch den touristischen Fokus auf das Wandern im Gebirge. Aufgrund der großen naturräumlichen Vielfalt findet sowohl der genussorientierte Einsteiger als auch die erfahrene Bergwanderin ein ideales Beschäftigungsfeld. Bei keiner anderen Betätigung kann Naturgenuss und Sport besser verbunden werden, wodurch Wandern auch der perfekte Ausgleich für unsere oft gestresste Psyche und überforderten Körper ist (Brämer, 2008). Ein wesentlicher Vorteil des Wanderns ist seine Niederschwelligkeit, wodurch ohne großen Aufwand einzigartige Erlebnisse generiert werden können. Dieser Aufwand kann dosiert „eingenommen“ werden, indem eine Vielzahl an Infrastrukturen beispielsweise für Teile des Aufstieges verwendet werden können.

Wandern hat positive gesundheitsrelevante Auswirkungen und es zeigt sich sogar, dass „bereits bei mäßiger Wanderintensität“ signifikante gesundheitliche Verbesserungen zu messen sind (Sänger, 2014, S. 2). Nachteilige Wirkungen sind – mit Ausnahme der alpinen Gefahren (!) – kaum bekannt. Diese Risiken sind es auch, die zukünftig (speziell bedingt durch die naturräumlichen Veränderungen des Klimawandels) eine wesentliche Rolle in der Entscheidungsfindung zur Nutzung von alpinen Infrastrukturen spielen werden.

Obwohl Wandern bei den Einheimischen wie auch bei den in- und ausländischen Gästen eine hohe Popularität genießt, wissen wir wenig über die unterschiedlichen Zielgruppen innerhalb der großen Schar der Wanderer.

Noch dürftiger ist die Datenlage, wenn es sich um das Wandern im Gebirge handelt. Die Motivstudie, die im Rahmen des Tiroler Tourismusforschungsfonds an der Universität Innsbruck unter der Federführung von Prof. Dr. Mike Peters umgesetzt wurde, soll einige brennende Fragen zu den Wandermotiven erläutern und helfen, besser zu verstehen, was die Wanderer antreibt.

Die Studie

Das Potenzial des Wanderns für die Tourismusentwicklung am Berg ist enorm: Dies belegt nicht nur die Nachfrage nach Wanderwegen und -touren, sondern auch die Vielfältigkeit und somit das Potenzial des Wanderns zur Kreation von innovativen Freizeitangeboten. So weisen beispielsweise Studien darauf hin, dass die Faszination der Landschaft und die passende Wanderaktivität zu einem stärkeren, tief wirkenden Flow-Erlebnis führen können. Hierzu muss jedoch ein Fit zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen des Gastes und der jeweiligen Aktivität gegeben sein (Wöran & Arnberger, 2012).

Wandern hat das Potenzial, sowohl mentale als auch physische Herausforderungen zu kreieren, aber Wanderer erleben diese Aktivität meist ungesteuert: Neben einigen Informationen vor oder während einer Tour ist ein Wanderer – wenn die Tour nicht geführt ist – auf sich alleine gestellt und beeinflusst somit den wahrgenommenen Wert der Freizeitaktivität deutlich. So wird ein Erlebnis nur dann hoch eingeschätzt, wenn der Wanderer nicht unter- oder überfordert ist bzw. wenn zu dem Erlebten der entsprechende Kontext vermittelt werden kann (alpine Geschichte, Sicherheitsaspekte etc.) (Nordbø & Prebensen, 2015).

Insgesamt wurden 849 Befragungen in Kitzbühel, Osttirol, dem Kaunertal, Seefeld und dem Stubaital durchgeführt (Abb. 1). Beim Alter der Befragten fällt auf, dass ca. 40 % unter 40 Jahre alt sind. Das Wandern ist auch bei den „jungen Menschen“ beliebt. Das deckt sich übrigens bei allen Destinationen, die für die Befragung ausgewählt wurden. Es gab hier nur geringe Unterschiede in der prozentuellen Verteilung. Auch die Geschlechterverteilung ist ausgeglichen.Ein Großteil der Befragten sind Übernachtungsgäste (Anmerkung: Die Motivstudie wurde im Jahre 2018 umgesetzt). Interessant ist, dass ca. ein Viertel der Befragten Tagesbesucher sind (Abb. 2), die nicht in der Nähe wohnen bzw. im Gebiet übernachten. Die Tendenz, ihr bevorzugtes „Heimatgebiet“ bzw. ihre „Urlaubsdestination“ zu verlassen und etwas anderes kennenzulernen, ist dementsprechend gegeben.

Die Herkunft des Gastes spiegelt auch alle bisherigen Untersuchungen in Tirol zur Herkunft der Touristen und zu den Zielmärkten der touristischen Werbeaktivitäten wider: Deutschland ist der Zielmarkt Nr. 1, gefolgt vom Heimatmarkt Österreich. Die Befragungen zeigen auch, dass es nicht eine extrem große Gruppe an verschiedenen Nationen ist, die am Berg unterwegs sind, wobei der Schweizer Anteil in den letzten Jahren gestiegen ist; die Attraktivität der Preise ist dafür ein Grund, wie auch der hohe Standard im Tal und am Berg (speziell in den Destinationen mit Bergbahnbeförderungen).

Die Tourenplanung als wesentliches Element einer Wanderung wird von knapp 30 % aller Befragten als wichtig angesehen und auch immer vor den Touren durchgeführt (Abb. 3). Als Element einer gewissenhaften Vorbereitung auf die Touren sollte diesem Item zukünftig ein stärkerer Fokus verliehen werden. Die Frage nach der Mitgliedschaft bei einem alpinen Verein wurde von ca. 60 % mit Ja und von ca. 40 % mit Nein beantwortet.

Zur Erfahrung am Berg wurde über den gesamten Datensatz (alle Destinationen aus dem Sample) eine Analyse gezogen (Abb. 4). Fast 50 % aller Befragten bezeichnen sich als erfahrene Wanderer. Ca. 20 % aller Befragten gaben an, sehr erfahren zu sein (inkludiert auch das Item „Experte“).

 Bei der Dauer der Wanderung (Abb. 5) sind mittellange Wanderungen (2 bis 5 Stunden) bei über 50 % aller Befragten die bevorzugte Wahl. Ein Großteil des Tourenangebotes in den Untersuchungsgebieten ist auf diese Tourenlänge ausgelegt. Interessant ist, dass aktuell viele Angebote für Weitwanderwege kreiert und im alpinen Raum etabliert werden, jedoch die Befragung ergibt, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz (5 %) solch lange Wanderungen durchführt.

Dabei fühlt sich mehr als die Hälfte aller Befragten auf roten Bergwegen am wohlsten (Abb. 6). Dies deckt sich sehr gut mit dem Erfahrungswissen der Wanderer in den untersuchten Destinationen.

Mithilfe einer Clustermethodik über das gesamte Befragungssample (Abb. 7) konnten folgende vier Cluster herausgearbeitet werden, die die unterschiedlichen Wandertypen zusammenfassen können:

„Ich will ALLES!“
Diese Gruppe will alles außer Anerkennung. Sie ist aufgrund der Natur, Sport, Familie und Freunden am Weg. Die Mitglieder dieser Gruppe haben prinzipiell hohe Werte, so auch bei ihrem Fitnessverhalten.

„Ich bleibe gesund!“
Hier steht die Gesundheit im Vordergrund, die Natur wird hierfür genützt. Diese Gruppe wandert auch am häufigsten, auch wenn sie noch nicht so lange wandert wie alle anderen, und geht auch mal alleine auf den Berg.

„Hinaus mit Freunden!“
So lautet die Parole der dritten Gruppe. Hier geht es um das Gemeinsame, das Miteinander in der Natur. Weniger ist mehr – das lässt sich auch auf ihre Wanderfrequenz umlegen. Was man sucht, sind die Natur und schöne Ausblicke.

„Alles mit der Ruhe!“
Diese Gruppe geht auch mal alleine in die Natur, die Mitglieder dieser Gruppe sind auch am erfahrensten und wandern durchschnittlich seit über 25 Jahren. Die Gruppe ist etwas älter und will eigentlich keine Hektik mehr.

Fazit

Zusammenfassend können neben den vier Clustertypen von Wanderern auch folgende Endergebnisse und daraus anschließende Handlungsempfehlungen abgebildet werden:

Wandern ist in!
Wandern boomt, das zeigt unsere Studie. Die Motive fürs Wandern sind keineswegs kurzfristig, sondern sind bei den Wanderern stark „implementiert“. Erfahrungswissen, jahrelange Begeisterung für die Berge und ihr Kennenlernen zeigen uns, dass mit dem Wandern auch zukünftig stark zu rechnen sein wird.

Wanderer sind sehr unterschiedlich!
Wie auch die untersuchten Tiroler Regionen, so sind auch die Wanderer speziell und unterschiedlich. Die Segmentierungsanalysen der Studie zeigen durchaus homogene Gruppen von Wanderern auf. Der Natur- und Ruhesuchende ist da genauso vertreten wie der Familienwanderer.

Wanderer könnten mehr ausgeben!
Die Wanderer in unserer Studie haben ein gutes Einkommen, aber lassen verhältnismäßig wenig Geld in der Destination. „Angebote zum Geldausgeben“ gibt es genug – sind es die falschen? Oder ist der Sommergast sparsamer? Anreize zu schaffen, um mehr Ausgaben in der Destination zu halten, wird zukünftig wichtig werden.

Wanderer brauchen einfachste Informationen (Besucherlenkung)
Ein Grundniveau an Information ist notwendig, um den Wanderer zufriedenzustellen. Diese Information sollte lokal, aktuell und wissenswert sein und alles rund ums Wandern, die Tourenplanung, andere Outdooraktivitäten etc. bieten.

Die Natur ist der Kernnutzen
Die Landschaft und die natürliche Umgebung sollten beim Wandern im Vordergrund stehen. Auf diesen einmaligen Wert müssten die touristischen Angebote aufbauen, und zwar gezielt, aussagekräftig und mit Bezug zur Customer Journey des Wanderers.

Ansatzpunkte für die Tourismuswirtschaft – eine Zusammenfassung anderer Art

Fun & Education müssen gleichzeitig vermittelt werden. Wie gelingt der Spagat zwischen touristischer Fun-Industrie und Education? Wandern erfordert eine grundsätzliche Bildungs- bzw. Informationslage, die so vermittelt werden muss, dass sie spannend und aufregend ist. Das Ziel muss es sein, die Wanderer vor und während ihrer Wanderung über Risiken, Optionen und Anforderungen der jeweiligen Wanderangebote nachhaltig zu informieren.

Die verschiedenen Wandertypen in einer Region zu kennen und zu verstehen, ist die eine Seite, nachhaltig gezielte Angebote zu entwickeln, die andere. Marktsegmentierungen beim alpinen Wandern bieten die Chance für spezifische Regionen, die geeigneten potenziellen Wandergäste anzusprechen. Hier sind natürlich die Familien und Einzelreisenden zu unterscheiden, aber auch beispielsweise innerhalb einer Familie die Vielzahl von Bedürfnissen (von der Suche nach Erholung bis zur Suche nach Herausforderungen und sozialem Miteinander).

Die Customer Journey des Wanderers bietet noch viele ideale Möglichkeiten, den Konsum anzuheben, über Verleihshops bis hin zu den kleinen innovativen hoch spezialisierten Shoppingangeboten in der Region, wo es das gibt, was es nur HIER geben sollte/muss (beispielsweise Storytelling am Berg).

Die verschiedenen Wandersegmente, die unterschiedlichen Nationalitäten und keine gemeinsame Sprache stellen höchste Anforderungen an die Besucherlenkung und vor allem an die Beschilderung. Digitalisierung, internationale Standards und multisensorische Zeichenentwicklung werden im Mittelpunkt der Besucherlenkung der Zukunft stehen.

Naturorientierung ist in. Diesen Trend, dem insbesondere jüngere Gäste folgen, kann man nutzen, um Wissensvermittlung neu zu gestalten. Die Inhalte zu Themen wie Naturschutz und Naturerlebnis sind vorhanden – die Art (Mittel, Touchpoints etc.) der Wissensvermittlung muss neu überdacht werden.

Die Hütte/Alm als Informationshotspot. Heutzutage ist vieles digital – und das Smartphone dient als dynamische Informationsquelle. Dennoch sind die Bedingungen am Berg höchst volatil. Daher kann persönliche und lokale Information auf einer Hütte nicht ersetzt werden. Die Einrichtung dynamischer Infopoints auf zentralen Hütten könnte angedacht werden, um alle Wandersegmente besser und vor allem mit aktuellster Information zu versorgen.

 Unterstützt wurde die Studie vom Tiroler Tourismusforschungsfonds, dem Tiroler Tourismusforschungszentrum, dem Land Tirol sowie den Destinationen Kaunertal, Stubai, Seefeld, Kitzbühel und Osttirol. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung.

Literatur

Brämer, R. (2008). Wandern als Ausdruck eines neuen Lebensstils. wanderforschung.de, 2008(4), 1–3.

Nordbø, I., & Prebensen, N. K. (2015). Hiking as Mental and Physical Experience. In Advances in Hospitality and Leisure, 169–186.

Sänger, M. (2014). Geht doch! Wandern bleibt aktuell. wanderforschung.de, 7(2014), 1–3.

Wöran, B., & Arnberger, A. (2012). Exploring Relationships Between Recreation Specialization, Restorative Environments and Mountain Hikers’ Flow Experience. Leisure Sciences, 34(2), 95–114. doi:10.1080/01490400.2012.652502