Höhenmesser GPS oder barometrisch
Höhe messen. Höhenmesser. Wie hoch bin ich?
Die meisten Bergsteiger haben heute eine Armbanduhr mit integriertem Höhenmesser, d.h. die aktuelle Höhe wird in Meter angezeigt. Wie funktioniert das nun eigentlich?
Barometrische Höhenmesser
Der Luftdruck
Ist nichts anderes als das Gewicht der Luftsäule über uns auf einer bestimmten Fläche. Auf 0 Metern Höhe, also Meeresniveau, beträgt er laut der Standard-Druckverteilung der Atmosphäre 1.1013 hPa (bzw. 1.13 mbar oder 760 mm Hg). Befinden wir uns in – bzw. unter – einem extremen Hochdruckgebiet, messen wir ca. 1.050 hPa, bei einer extremen Tiefdrucklage ca. 950 hPa.
Der Luftdruck nimmt mit zunehmender Höhe exponentiell ab und beträgt auf
des Drucks auf Meeresniveau. Mit ihm sinkt auch der Sauerstoff-Partialdruck und genau das „spüren“ die meisten von uns ab ca. 3.000 Meter: die Luft wird „dünner“ und der Körper reagiert mit vermehrter und tieferer Atmung, um das geringere Sauerstoffangebot zu kompensieren, bis wir beginnen uns an die Höhe anzupassen. Bei kalter Luft kann der Luftdruck mit zunehmender Höhe rascher sinken als bei warmer Luft, weshalb die stationär angezeigte Höhe dann steigt. Daher kommt der Spruch: „Im Winter sind die Berge höher.“
GPS-Höhenangaben
GPS-Geräte können neben der Position auch die Höhe anzeigen. Beide werden von Signalen errechnet, die von Satelliten empfangen werden. Somit ist eine GPS-Höhe unabhängig vom Luftdruck und damit nicht beeinflusst vom Wettergeschehen. Allerdings sind diese Höhenangabe nicht so genau wie die GPS-Standortbestimmung. Während die Position heute meistens auf unter 10 Meter genau ermittelt werden kann, wird die Höhe mit einem modernen GPS-Gerät beim Empfang von mindesten vier guten Satellitensignalen zwischen +/- 20-30 Meter schwanken.
