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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Sturzangst: Alles nur in deinem Kopf?

Dean Potter schreit zu Sean Leary: „No gear, no fall“. 60 Meter Seil baumeln frei zwischen den beiden Kletterern, während sie gleichzeitig die Wand hinaufsprinten: Sie wollen den Speed Rekord an der berühmten Nose im Yosemite Valley knacken. Ab und zu klippt sich Dean mit seiner Daisy Chain in einen Haken ein und wieder aus. Keine Zwischensicherungen also – ein Sturz von ihm oder Sean würde in diesem Moment den sicheren Absturz und Tod bedeuten. Allein der Gedanke an diese Situation lässt viele erstarren. Die beiden scheinen ihre Angst völlig unter Kontrolle zu haben. Und deshalb sprinten die beiden 2010 zum neuen Rekord. Zwei Stunden, 36 Minuten und 45 Sekunden für 1000 Meter Kletterstrecke.

Angst ist nicht gleich Angst 

„Es gibt verschiedene Formen der Angst, “ erklärt Armita Golkar, Professorin am Department of Clinical Neuroscience in Stockholm. „Zum einen Ängste, die uns vor realen Gefahren, Verletzungen und vor dem Tod schützen. Sie sind eine adaptive Überlebensreaktion auf eine Bedrohung.“ Einige Ängste beim Klettern haben ihre Berechtigung: Angst vor einem Bodensturz oder einem Sturz auf ein Band, Angst vor einem harten Anprall an die Wand oder Zweifel an der Haltekraft eines Mikrokeils, der bei Versagen einen langen und unkontrollierten Sturz bedeuten könnte. „Daneben gibt es aber auch innerlich erzeugte Gedanken, die uns Angst machen können, die aber nicht unbedingt zu einer Angstreaktion führen müssen,“ so Golkar.

Sturzangstgeplagte kennen diese Gedanken, die ihnen Angst einjagen. Dazu gehörten (unbegründete) Zweifel an der Stabilität des Klettermaterials, aber auch soziale Ängste wie etwa fehlendes Vertrauen in die Sicherungsperson. Auch eine Art Prüfungsangst kann innerlich entstehen, eine Angst vor Versagen: „Was denken die anderen von mir, wenn ich es nicht schaffe?“ Eine weitere Form der Angst beschreibt Professor Golkar folgendermaßen: „Menschen haben grundsätzlich eine Abneigung gegen das Unbekannte, Unkontrollierbare. Je mehr auf dem Spiel steht und je weniger Kontrolle wir über etwas haben, umso unwohler fühlen wir uns“.  Wer noch nie oder selten gestürzt ist, hat deshalb Angst vor der unbekannten Sturzsituation.

Nur wer sich traut zu stürzen, kann seine volle Leistung abrufen. Christoph Igel stürzt am El Capitan. Das Vertrauen in Material und Sicherungspartnerin Alexandra Schweikart scheinen zu stimmen. Foto: Johannes Ingrisch

Was macht Angst mit uns?

Beim Klettern laufen ununterbrochen Prozesse ab, die sich in Kopf und Körper gleichzeitig abspielen und sich gegenseitig beeinflussen. Drei Hauptbereiche unterscheidet man:


Erhöht sich der Herzschlag bei Anstrengung, wird der Blutfluss zu den Muskeln verbessert. Eine gewisse Erregung oder Aufregung beim Klettern ist sinnvoll, um die Energiebereitstellung anzukurbeln und die Koordination und die Muskelarbeit zu verbessern. Auch Angstreaktionen beeinflussen uns auf verschiedenen Ebenen: Herzschlag und Blutdruck steigen, die Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet. Haben wir Panik vor einem Absturz, bekommen wir kalte Hände, da der Körper (autonom) das Blut zum Schutz vor Verletzung und Blutverlust in die Körpermitte zurückzieht. Ebenso ändert sich unser Verhalten: Wir klettern langsamer, kontrollierter und statischer.

Jede*r von uns hat eine individuelle Reizschwelle, ab der eine Angstreaktion ausgelöst wird. Den Bereich, in dem gerade noch keine Angstreaktion getriggert wird, nennt man „Komfortzone“. Persönliche Risikoerfahrung und Einschätzung der eigenen Fähigkeiten beeinflussen die Komfortzone: Sie kann unterschiedlich groß sein. Eine Person kann fünf Meter über dem selbstgelegten Keil noch die volle Leistung abrufen, während sich eine andere Person 30 Zentimeter über dem letzten soliden Bohrhaken panisch festkrallt und keinen Millimeter mehr klettert. Die gute Nachricht: Die Komfortzone kann vergrößert werden, Vertrauen kann aufgebaut werden! Einfache Maßnahmen können hier helfen: routinierter Partnercheck, Materialkontrolle, Sturzraum freihalten und ungeteilte Aufmerksamkeit der Sicherungsperson. Zusätzlich kann Kapazität geschaffen werden, und zwar auf neuronaler Ebene.

Unsere Schaltzentrale

Riechen, schmecken, sehen, hören. Unterschiedliche Sinne kann unser Gehirn gleichzeitig verarbeiten: Im Frankenjura fühlen wir die scharfe Kante des Zweifingerlochs am Zeigefinger und hören gleichzeitig Vögel zwitschern. Sogenannte „Output-Prozesse“ können ebenfalls parallel ablaufen. Ich kann mit meiner Sicherungspartnerin reden und gleichzeitig mein Seil in die Expressschlinge klippen oder einen Stand aufbauen. Allerdings gibt es auch Prozesse im Gehirn, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit fordern. Entscheidungen gehören zu dieser Art von Prozessen: Fuß stellen oder weitergreifen? In diesem Moment kann ich nicht gleichzeitig darüber entscheiden, ob ich später lieber Kaffee oder Bier trinken würde.

Die neurologische Erklärung: Aufgaben, die dieselben Areale und Verknüpfungen im Gehirn beanspruchen, stören sich gegenseitig. Fehlerfrei können sie nur nacheinander oder abwechselnd ausgeführt werden. Bei Angst müssen Entscheidungen getroffen werden: Flucht? Stehenbleiben? Multitasking ist hier nicht möglich, unsere gesamte mentale Kapazität wird gefordert. Doch: Je besser man mit einer Aufgabe vertraut ist, je präziser man die Route zum Beispiel schon kennt (je eher man weiß, dass man sowieso immer Kaffee trinken möchte), desto schneller laufen die Entscheidungsprozesse im Gehirn ab. Durch Übung und Automatisierung – also auch durch routiniertes Stürzen – kann Platz geschaffen werden. Mentale Kapazität wird frei. Beim Durchstieg schwieriger Projekte kann man das beobachten: Die Kletterei wirkt mühelos und wie ferngesteuert, die komplette Hirnkapazität konzentriert sich auf die Vorwärtsbewegung, alles andere wird ausgeblendet. Der Kaffee steht da schon auf dem Herd.

Ist Sturzangst ein leistungsentscheidender Faktor?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: Ja! Jede Kletterei, bei der wir eine Bouldermatte auslegen oder uns in ein Seil einbinden – sei es im Toprope, im Vorstieg oder am Gipfelgrat – kann potenziell zu einem Sturz führen. Wer ständig Angst davor hat, abzustürzen, kann die Kletterei wohl kaum genießen und schon gar nicht an seine Leistungsgrenze gelangen. Profikletterer und Trainer Dave MacLeod hat sich in seinem Buch 9 von 10 Kletterer machen die gleichen Fehler dieser Frage gewidmet und kommt zu dem Schluss: „Für mehr als die Hälfte aller Kletterer, die ich je betreut habe, war Sturzangst der leistungsbegrenzende Faktor.“ MacLeod ist davon überzeugt, dass Sturzangst unsere motorischen Fähigkeiten beeinflusst: und zwar negativ! „Um einen Sturz um jeden Preis zu vermeiden, schrauben wir Griffe viel zu fest zu und verschwenden dabei Kraft. Oder wir klettern auffällig statisch und langsam, um jeden Zug kontrollieren zu können“, so MacLeod. Ein Teufelskreis. Denn: die Kletterei fühlt sich nun noch mühsamer an und wir bekommen noch mehr Angst vor dem Sturz. Weiter analysiert er: „Sturzangst beeinflusst uns, selbst wenn wir nur Routen unterhalb unserer Leistungsgrenze klettern. Sturzangst verschlechtert unsere Klettertechnik ganz subtil.“ Für MacLeod führt kein Weg an einem Sturztraining vorbei.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte: In der Tarnschlucht.

Einschätzungssache

Für manche mag das überraschend klingen: Auch erfolgreiche Kletterer*innen im Wettkampf oder am Felsen haben Sturzangst. „Es geht nie darum, ohne Angst zu klettern, sondern mit der Angst entsprechend umgehen zu können“, bestätigt Madeleine Crane, Sportpsychologin und Gründerin von climbingpsychology.com (Interview im Anschluss). Um sich mit der Sturzangst auseinanderzusetzen, müssen sich Kletterer*innen unbedingt die Fragen stellen:

Hier geht es um das Einschätzen der eigenen Fähigkeiten in einer konkreten Situation. Alex Honnold, bekannt durch seine spektakulären Free-Solo-Begehungen, verrät: „Ich habe ziemlich oft Angst beim Klettern.“ Wie bitte? Seine Herangehensweise beschreibt er folgendermaßen: „Auf eine Free-Solo-Begehung bereite ich mich akribisch vor, wiederhole die Route so oft, bis ich jeden Griff und jeden Tritt auswendig kenne, sodass die Route innerhalb meiner Komfortzone liegt. Ich bereite mich auch auf ungeplante Situationen vor. Mental stelle ich mir zum Beispiel vor, dass mein Fuß rutscht und visualisiere es, damit es mich in dem Moment, in dem es dann vielleicht passiert, nicht eiskalt überrascht und mir dadurch Angst einjagen könnte.“ Man kann darüber streiten, ob man sich die intuitive Angst vor dem Absturz komplett abtrainieren sollte.

Die meisten Kletterer*innen und Alpinist*innen wollen aber auch keine Free-Solo-Rekorde brechen. Honnolds Ansatz findet man in der Sportpsychologie allerdings häufig, zusammengefasst unter dem Begriff „Expositionstherapie“. Auch Angststörungen werden so behandelt. Dabei gilt es, unbekannte und unangenehme Situationen bewusst zu stimulieren, um ihnen nach und nach den Schrecken zu nehmen, sodass sie am Ende keine Angstreaktion mehr auslösen. Schlussendlich geht es darum zu lernen, auf welche Ängste wir hören sollten, um uns nicht zu verletzen und welche Ängste wir getrost ignorieren können, weil sie nur in unseren Gedanken existieren. So wächst die Komfortzone.

Self-fulfilling prophecy

Es ist kein Geheimnis: für erfolgsorientierte Menschen ist das Glas immer halbvoll, der nächste Griff erreichbar und der Durchstieg sowieso. Udo Neumann schreibt in seinem Buch „Lizenz zum Klettern“: „Ein Teil von uns bewegt sich ständig in die Richtung unserer dominantesten Erwartung.“ Der reine Gedanke daran, dass man den nächsten Griff erreichen und halten kann, erhöht die Chancen darauf, ihn auch tatsächlich zu erwischen! Geht man dagegen bewusst davon aus, dass der nächste Zug oder der nächste Clip unmöglich ist, stellt sich der Körper unterbewusst schon auf den Misserfolg und den Sturz ein: Er bereitet sich vor, spannt sich an, die Kletterei wird holpriger. Dasselbe gilt beim Stürzen. Kreisen die Gedanken ununterbrochen um den nächsten Abflug oder um das Gefühl des Versagens bereitet sich ein Teil des Körpers schon darauf vor und konzentriert nicht alle Kraft und Aufmerksamkeit auf das Klettern. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist also der nächste Schlüssel, um unsere Komfortzone auszubauen.

Neugierige Wesen

Interessanterweise führt die Abneigung gegen das Unbekannte auch dazu, dass Menschen den Drang haben, etwas herausfinden zu wollen. Armita Golkar erläutert: „Wir sind neugierige Lebewesen und wollen entdecken. Denn dadurch können wir unbekannte Situationen unter unsere Kontrolle bringen und wieder in unsere Komfortzone gelangen. Das macht uns Spaß.“ Auch wenn wir es ungern zugeben wollen: Die meisten Dinge im Leben entziehen sich unserer Kontrolle. So kann man sich wohl erklären, warum viele Kletterer*innen immer wieder aufs Neue in unbekannte Routen einsteigen. Eine herausfordernde Route aus eigener Kraft in eine kontrollierbare Aufgabe verwandeln zu können, beinhaltet für viele Kick und Belohnung zugleich.

Mentales Training

Alexandra Schweikart: Ab wann sollte sich jemand mit seiner oder ihrer Sturzangst auseinandersetzen?

Madeleine Crane: Nicht das Kletterlevel ist hier entscheidend. Wenn aber jemand sagt: „Ich habe Sturzangst und es beeinflusst meine ganze Freude beim Klettern, weil ich dauernd das Gefühl habe abzustürzen,“ dann sollte er oder sie unbedingt daran arbeiten.

Schweikart: Ist Sturzangst tagesformabhängig?

Crane: Auf jeden Fall! Nach einem stressigen Tag in der Arbeit oder in der Schule, an dem ich eh schon nicht gut geschlafen habe oder es mir nicht gut geht, habe ich nicht die größte mentale Kapazität. Die gewohnte Komfortzone verkleinert sich. Ich sehne mich vielleicht nach Kontrolle und soll nun den Kontrollverlust beim Stürzen akzeptieren? Bei manchen Frauen treten hormonell bedingt mehr Angstzustände auf gegen Ende des Zyklus (prämenstruelles Syndrom).

Schweikart: Wenn jemand offensichtlich unter Sturzangst leidet, sollte man ihn oder sie zum Sturztraining überreden?

Crane: Prinzipiell sollte man Menschen kein Feedback geben, wenn sie nicht darum bitten. Man muss schon selbst an einer Sache arbeiten wollen. Sturzangsttraining wirkt auch nicht auf die Schnelle. Denkmuster gilt es zu durchbrechen, Glaubenssätze wie „ich kann nicht loslassen“ können aufgeklärt werden. Man kann den Leuten bewusst machen, was Sturzangsttraining bewirken kann und dass man auch wirklich etwas verändern kann. Wenn jemand sagt „Ich will nicht“ kann man sie oder ihn nur daran erinnern, warum es nützlich sein könnte. Es gibt Möglichkeiten, die nicht beinhartes Sturztraining beinhalten.

Schweikart: Welche Möglichkeiten sind das?

Crane: In einem mentalen Training setzt man sich mit Sturzangst auseinander. Das Bewusstsein wird geschärft: Wovor habe ich Angst? Dann erarbeitet man verschiedene mentale Strategien und macht Übungen. Reflexion zum Beispiel: Woher kommt die Angst, was macht sie mit mir, kenne ich sie aus anderen Situationen im Leben? Auch Entspannungsübungen und kognitive Übungen gehören dazu. Ein Beispiel: Man stellt sich eine Box vor, in der man klettert. Dann fokussiert man sich nur auf den einen Meter um sich herum und blendet alles andere aus. Funktionieren kann das im Trockenen oder auch an der Wand. Die Angst darf auch da sein, jede Emotion hat eine Funktion. Man muss aber darüber reden, warum es wichtig wäre, damit umzugehen. Als Trainer*in kann man die Tür nur öffnen, aber durchgehen müssen die Leute schon selbst. Am Ende gehört ein spezifisches Sturztraining an der Wand aber auch zum Prozess dazu.