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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Seil oder nicht Seil? 4 Sicherungstechniken für Hochtouren

Die Frage nach der optimalen Sicherungstechnik auf Hochtour ist nicht neu. Pit Schubert warnte schon in den 1980er Jahren vor der Mitreißgefahr bei gleichzeitigem Gehen am Seil.  Zahlreiche „bergundsteigen“-Artikel beschäftigen sich mit Hochtouren-Sicherungsmethoden. In den Ausgaben #96 und #98 plädieren Bruno Hasler und Kurt Winkler für mehr gleichzeitiges „Gehen am kurzen Seil“. Florian König und Arne Bergau stellen in bergundsteigen #105 in einem Alpin-Tutorial diverse Sicherungsmethoden anhand einer Hochtour dar. Der von Andreas Schlick und Stefan Stadler in der aktuellen Ausgabe #116 dargestellte Mitreißunfall 2017 in den Zillertaler Alpen mit sechs Toten ruft die Tragik und Brisanz dieser Diskussion wieder in Erinnerung.

Die Faktoren, die bei der Wahl der Sicherungstechnik im Hochtourengelände gegeneinander abzuwägen sind, zeigen sich auch in der DAV-Unfallstatistik: Betrachtet man die tödlichen Unfälle von DAV-Mitgliedern der letzten 20 Jahre auf Hochtouren (im vergletscherten Hochgebirge im Firn oder Eis, Felsgelände bis II und auf ausgesetzten Graten), ist ungesicherter Absturz mit einem Anteil von 28 % die Hauptursache. Dies gilt selbst dann, wenn man den Anteil von 18 %, bei dem nicht eindeutig ist, ob Absturz oder Herzversagen ursächlich waren, nicht berücksichtigt. Den zweitgrößten Anteil haben dann mit 25 % die Mitreißunfälle. Ebenfalls eine Rolle, mit 4 % Anteil, spielen die ungesicherten Spaltenstürze. Die Frage ist: Was wäre passiert, wenn die durch „ungesicherten Absturz“ Verunfallten (die nicht alleine unterwegs waren) angeseilt gewesen wären? Die provokante Annahme dazu: Bei gleichzeitigem Gehen am Seil ohne echte Sicherung wären ihre Seilschaftspartner wohl zum Teil mit abgestürzt! Aber: Unter Anwendung situativ angebrachter Sicherungsmaßnahmen hätten sowohl ein Teil der Abstürze ohne Sicherung wie auch einige der Mitreißunfälle vermieden werden können. Im Folgenden werden deswegen die verschiedenen Möglichkeiten der Seilsicherungstechnik für Hochtouren aufgeführt und diskutiert.

Sichern bei Spaltensturzgefahr und Grenzen der Gletscherseilschaft

Auf einem schneebedeckten, flachen Gletscher ist wegen der Spaltensturzgefahr gleichzeitiges angeseiltes Gehen mit etwa zehn Meter Abstand die Sicherungstechnik der Wahl. Hierin besteht Einigkeit.

Im Sturzgelände ist diese Sicherungstechnik hingegen fatal: Besonders wenn der oberste der Seilschaft stürzt, ist es für das Team unmöglich, den Sturz zu halten, da der Stürzende bis zu zwanzig Meter Fahrt aufnimmt, bevor sich das Seil zu den anderen in der Seilschaft strafft. Dann droht Verletzungs- oder Lebensgefahr durch Mitreißen.

Wenn Absturzgefahr besteht, sind deshalb andere Sicherungstechniken notwendig. Aber: Wann besteht Absturzgefahr? Das hängt ab von Geländefaktoren (Steilheit, Hangform und -auslauf), menschlichen Faktoren (Gewichtsverhältnis, persönliches Können, Konzentration, Ausrüstung, etc.) und den Verhältnissen vor Ort (harter oder weicher Schnee, Eis, gute oder schlechte Spur).

Sichern bei Absturzgefahr

Im Gelände mit Absturzgefahr gibt es mehrere Möglichkeiten zu sichern. Zur Auswahl stehen: das Sichern über Fixpunkte (Stand zu Stand oder gestaffeltes Klettern), das gleitende Seil, das Sprungseil oder das „gleichzeitige Gehen“ (also Sichern!) am kurzen Seil. Um im einfachen Gelände zwischen absturzgefährdeten Passagen nicht zeitraubend das Seil verstauen zu müssen, kann man auch nur zum „Seiltransport“ angeseilt bleiben. Ebenfalls ist es natürlich eine Möglichkeit, sich ungesichert „seilfrei“ zu bewegen. Die „optimale“ Sicherungstechnik, die es anzustreben gilt, ist „ausreichend sicher“ für Situation und Team und „zeitsparend“ in der Anwendung – samt Wechsel der Methode bei wechselndem Gelände.

Typischer Anwendungsbereich für diese Technik sind steile Blankeispassagen im Aufstieg. Der Seilschaftsführer steigt vor (möglichst die ganze Länge des Seils), bei Bedarf mit Zwischensicherungen, hängt an einem (möglichst soliden) Fixpunkt eine Rücklaufsperre ins Seil und steigt weiter. Wenn das Seil aus ist, steigt der Nachsteiger (oder maximal zwei) gleichzeitig mit dem Vorsteiger nach oben; einen Nachsteigersturz hält die Rücklaufsperre. Das geht schneller als das Sichern von Stand zu Stand, da man mit mehreren Rücklaufsperren auch weitere Strecken gleichzeitig klettern kann. Dabei ist Kommunikation zwischen Vor- und Nachsteiger sehr wichtig (Informationsgabe vor Aushängen der Rücklaufsperre von unten nach oben) und die Seilschaft muss das Gelände gut beherrschen. Denn die Technik kann nur den Totalabsturz verhindern, im Falle eines Sturzes sind Verletzungen – wahrscheinlich beider Kletterpartner – so gut wie vorprogrammiert.

Gleitendes Seil mit Rücklaufsperre (Illu: Georg Sojer)

Diese Technik taugt vorwiegend für einfache Felsgrate. Die (Zweier-)Seilschaft klettert gleichzeitig und zwischen den Seilpartnern ist immer mindestens ein Fixpunkt (besser: zwei!) als Zwischensicherung eingehängt oder das Seil um Geländestrukturen gelegt. Meist ist es sinnvoll, das (Einfach-) Seil auf 20 bis 30 Meter zu verkürzen oder ein Halbseil doppelt zu verwenden. Die Technik ist relativ schnell, besonders wenn beide Seilschaftsmitglieder vorsteigen können und dadurch – sobald das Material beim Vorsteiger aufgebraucht ist – einfach im Überschlag wechseln können. Das Gelände müssen beide ohnehin souverän beherrschen; auch diese Technik verhindert nur den Totalabsturz.

Gleitendes Seil (Illu: Georg Sojer)

Die Sprungseiltechnik kommt nur auf reinen Firngraten infrage. Im Felsgelände sind Verletzungs- und Seilrissgefahr zu hoch. Beide Mitglieder der Zweierseilschaft haben jeweils fünf bis acht Meter Schlappseil in Schlaufen in der Hand und gehen gleichzeitig. Wenn einer vom Grat rutscht, springt der andere auf die gegenüberliegende Seite und verhindert so den Totalabsturz der Seilschaft. Die Schlappseilschlaufen stellen ihm ein paar Augenblicke Zeit zur Verfügung. Voraussetzung ist entschlossenes Handeln. Insbesondere wenn Wechten Abstand von der Gratschneide erzwingen, gehtʼs beim Spurt auf die andere Seite ums nackte Überleben.

Sprungseil (Illu: Georg Sojer)

Seiltransport

Im sicheren Gelände zwischen absturzgefährdeten Passagen kann man lediglich zum „Seiltransport“ angeseilt weiter gehen. So spart man sich zeitaufwendiges Aus- und Anseilen zwischen Passagen, in denen man sichert. Das Seil zwischen den Kletterpartnern wird dazu am besten bis auf ein paar Meter verkürzt und im Abbund über die Schulter „transportiert“.

Gehen/Sichern am kurzen Seil

Bei dieser Technik gehen Führer und Geführter gleichzeitig, verbunden durch nur wenige Meter Seil. Gerät der Geführte ins Stolpern, muss der Führer bereits im Ansatz blitzschnell verhindern, dass daraus ein Sturz wird. In der Schweiz wird gleichzeitiges Gehen am kurzen Seil auch für Privatseilschaften gelehrt, in Deutschland und Österreich vor allem für staatlich geprüfte Bergführer. Vor- und Nachteile werden unterschiedlich gewichtet, in folgenden Punkten besteht Einigkeit:

Aus diesen Punkten folgern wir in Deutschland, dass diese Technik nur infrage kommt, wenn ein deutliches Leistungsgefälle in einer Seilschaft besteht und der Stärkere bereit ist, das für ihn höhere Risiko in Kauf zu nehmen. Es entsteht eine „Führungssituation“. In der Schweiz wird die beruhigende psychologische Wirkung des Seils stärker gewichtet – und dass bei seilfreiem Gehen die Hürde größer ist, in schweren Passagen zum Sichern über Fixpunkte zu wechseln.

Klar ist auch: Der Übergang von „angeseiltem Seiltransport ohne Sicherungsfunktion“ zum „gleichzeitigen Gehen am kurzen Seil mit Sicherungsfunktion“ ist fließend!

Seilfreies Gehen

Dem bewussten Verzicht auf ein Sicherungsseil liegt eine nüchterne Risikoabwägung zugrunde: Das Schadensausmaß ist reduziert, wenn nur eine Person ins Rutschen kommt. Und: Eine Person alleine hat immer noch Chancen, ihr Rutschen wieder zu stoppen. Wenn dagegen eine angeseilte Seilschaft Fahrt aufgenommen hat, verheddern sich die Mitglieder im Seil und ziehen sich gegenseitig nach unten. Außerdem: Wenn nur einer abstürzt, dann gibt es noch jemanden, der einen Notruf absetzen und/oder Erste Hilfe leisten kann.

Hat man sich allerdings für das seilfreie Gehen entschieden, wächst dadurch die Hürde, später auf die Sicherung mit Seil umzustellen. So rumpelt man womöglich seilfrei in schwerere oder heikle Kletterpassagen oder in unvorhergesehene schwierige Stellen, wie etwa bei einer dünnen Neuschneeauflage auf Blankeis. Oft wird dann alleine schon das Anseilen gefährlich, weil man ungesichert ausgesetzt im wilden Gelände steht. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich Gruppen beim seilfreien Gehen leicht auseinanderziehen und der Sicherungsbedarf von einzelnen Gruppenmitgliedern nicht von allen wahrgenommen wird. Besonders stärkere Mitglieder sind dann vielleicht vorneweg – samt dem Seil in ihrem Rucksack … Stärkere sollten für diese Problematik sensibel sein und eventuell das Seil im Abbund am Körper tragen, damit es zum Sichern griffbereit ist.

Die Abwägung, wann seilfreies Gehen noch für alle im Team passt, ist nicht einfach. Sie erfordert realistische Selbsteinschätzung, Einfühlungsvermögen und offene, klare Kommunikation – wie generell jede Entscheidung über angemessene Sicherungsmaßnahmen!

In der Praxis

Eine effektive Sicherungstechnik besteht in der Praxis aus einer flexiblen Kombination der verschiedenen Methoden. Beispielsweise macht es oft Sinn, beim Arbeiten mit gleitendem Seil und Rücklaufsperren, die letzte „Seillänge“ über einen Fixpunkt nachzusichern. Auch bei einem Einstieg in eine Eiswand mit Randkluft ist eine Methodenkombination naheliegend: Über die Randkluft, wird der Seilerste im Aufstieg, mit Hilfe des Gegengewichts des Seilzweiten über einen langen Seilabstand gesichert. Anschließend wird entweder auf gleitendes Seil mit Zwischensicherung und Rücklaufsperre oder Nachsichern über einen Fixpunkt umgestellt. Die Anforderungen an die Kompetenz einer Hochtourenseilschaft beim Anwenden einer solch variablen und situationsangepassten Sicherungstechnik sind sehr hoch! Das Gelände muss vorausschauend beurteilt und die Konsequenzen eines möglichen Sturzes abgeschätzt werden. Demensprechend wird eine passende Maßnahme ausgewählt, geplant und das Risiko bewertet. Bei der Umsetzung der Sicherungstechnik müssen geeignete Fixpunkte geschaffen und seiltechnisches Können beherrscht werden. Dieser Prozess läuft in anspruchsvollem Gelände ständig mit und zusätzlich müssen die Entscheidungen in der Seilschaft abgesprochen werden.

Ausbildung

Für Ausbilder stellt sich deshalb die Frage, welche Sicherungstechniken zu welchem Teilnehmerniveau passen. Einerseits sollten den Teilnehmern sinnvolle Techniken nicht vorenthalten werden. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, die Teilnehmer zu überfordern. Immer wieder ist deshalb zu beobachten, dass weniger versierte Hochtourengeher eine „Alibisicherungstechnik“ mit der Gefahr eines Seilschaftsabsturzes erlernen und anwenden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Teilnehmern die Erfahrung im Beurteilen von Fixpunkten fehlt. In der DAV Trainerausbildung sind die Sicherungstechniken, die zwischen seilfreiem Gehen und Standplatzsicherung angesiedelt sind, in den letzten Jahren mehr in den Fokus gerückt. Im Hoch- und Skitourenbereich ist (neben den klassischen Gruppenführungstechniken wie Fix- und Geländerseil) gestaffeltes Klettern am verkürzten Seil, die Anwendung der multiplen Weiche oder das Sichern mit gleitendem Seil am Blockgrat Inhalt der Trainer C Ausbildung. Für den Trainer B-Hochtouren ist zusätzlich gleitendes Seil mit Rücklaufsperre im Blankeis, Sprungseil an Firngraten und eine „Sensibilisierungseinheit“ (praktische Übung) zum Führen am kurzen Seil im Abstieg von einer Person im Firn Ausbildungsinhalt. Ziel dieser Sensibilisierungseinheit ist zum einen das Aufzeigen und Erfahren der Grenzen und Problematiken des kurzen Seils, zum anderen die Handreichung einer Methode, um im Notfall (schwache Personen) auf Firnhängen im Abstieg einer einzelnen Person Unterstützung bieten zu können (siehe auch die Leserbriefantwort von Markus Fleischmann in der letzen Ausgabe). Die Sensibilisierungseinheit zum kurzen Seil war dabei Gegenstand intensiver Diskussion, besonders unter Bergführern. Im DAV findet derzeit eine umfangreiche Neukonzipierung der alpinen Trainerausbildungen statt, in deren Zuge den Techniken zwischen Gletscherseilschaft und Stand zu Stand Sicherung zukünftig noch mehr Rechnung getragen werden soll.

Welche Techniken aus dem vorgestellten Repertoire in Hochtouren Kursen von DAV Sektionen für Vereinsmitglieder oder in Hochtourenkursen von Bergführern geschult werden, ist noch sehr unterschiedlich und bisher nicht ausdiskutiert. Persönlich denke ich, dass auch bei den privaten Hochtourengehern eine größere Bandbreite von Sicherungstechniken ankommen sollte – nicht zuletzt, weil es wegen Ausaperung und Gletscherrückgang auch auf vermeintlich „leichten“ Hochtouren vermehrt anspruchsvolle Passagen gibt.