#alpinhack: Abseilgerät runtergefallen? 2.0
Wenn der Tuber in einer Mehrseillängenroute hinunterfällt, kann man auf den Halbmastwurf zum Abseilen zurückgreifen. Dabei kommt es jedoch im Normalfall zu erheblicher Krangelbildung und die verdrehten Seile lassen sich dann nur mehr schwer abziehen. Wir präsentieren euch eine Alternative mit zwei (statt wie in der letzten Ausgabe drei) Verschlusskarabinern, die keine Krangelbildung zur Folge hat: die Iten-Bremse.
Wer hat’s erfunden? Die Schweizer bzw. ein Schweizer natürlich. Vor genau acht Jahren und drei Monaten, im Juni 2013, hat der Bergführer Lucas Iten (www.mountaingeier.ch) das erste Mal mit seiner neuen Erfindung abgeseilt.
Lucas zu seiner Technik: „Das Abseilen mit der Iten-Bremse funktioniert ähnlich wie das Abseilen mit einem Abseilachter. Im Idealfall benutzt man für die Iten-Bremse zwei birnenförmige HMS-Schraubkarabiner. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings, wie das Seil eingelegt wird, deswegen sollte dies immer auf die gleiche Art und Weise erfolgen! Am besten, die Karabineröffnungen immer nach links schauen lassen beim Einhängen des Seils.“ Siehe Abb. 1 bis 4.