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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Kurz und schmerzlos

Der Absturz einer ganzen Seilschaft ist besonders tragisch, aber zum Glück auch selten. Obwohl er – wenn man sich auf den klassischen Hochtouren so umsieht – eigentlich dauernd passieren könnte. Ob ein Seilschaftsmitglied stolpert, hängt von psychischen und physischen Faktoren ab. Ob er oder sie dann von den anderen gehalten werden kann oder nicht, hängt vom Zusammenspiel menschlicher Faktoren (Seiltechnik, Gewichtsverhältnisse), Geländefaktoren (Steilheit, Geländeform) und den herrschenden Verhältnissen (harter/weicher Schnee oder Eis, gute oder schlechte Spur) ab.

Es ist also ein komplexes, wechselndes Zusammenspiel vieler Faktoren, das über Glück oder Pech entscheidet. Aufgrund dieser Komplexität und weil ein Seilschaftsabsturz extrem selten eintritt, ist es schwierig, ein Gefühl dafür zu entwickeln und immer richtig abzuschätzen, ob ein Sturz gehalten werden könnte. Ein seltenes Ereignis muss in der Regel sehr oft herausgefordert werden, bis es einmal eintritt. Wenn uns also lange nichts passiert, heißt das nicht, dass unsere Einschätzungen und unsere Technik richtig sind – denn sie wurden ja kaum überprüft.

Auf den Hochtouren ist das Zeitbudget beschränkt und es kann nicht jede Stelle optimal gesichert werden. Ob Passagen, die man aus zeitlichen Gründen oder aufgrund des Geländes nicht an Fixpunkten sichern kann, besser am kurzen Seil oder seilfrei gegangen werden, soll im folgenden Text analysiert werden.

Äußere Einflussfaktoren

Über diese harten Faktoren wurde schon viel geschrieben (siehe bergundsteigen #2/08, Seite 54 ff.). Eine kurze Aufzählung soll uns hier genügen, um uns noch einmal die Komplexität vor
Augen zu führen:

Je härter, glatter und steiler die Oberfläche ist, umso schwieriger ist es, sich selber oder einen Seilpartner zu halten, wenn man ins Rutschen kommt.

– Ein stolpernder Kamerad darf keinen Schwung holen können. Er muss schon während dem Stolpern gebremst und im Idealfall gar noch auf den Beinen gehalten werden können.

– Der Seilschaftsführer kann durch Zug am Seil dem Nachkommenden eine Passage erleichtern und damit verhindern, dass er ausrutscht (z.B. Reibungspassage, hoher Schritt).

– Der Seilführer darf nicht stürzen. Die Krafteinwirkung auf die anderen Seilschaftsmitglieder wäre in der Regel zu groß, ein Seilschaftsabsturz die Folge.

– Queren ist heikler als gerade auf- oder absteigen. Ein Stürzender kann bis unter den Haltenden pendeln und so Tempo aufnehmen.

– Es soll möglichst kein Überraschungsmoment auftreten. Die Seilpartner sollten so eng am Seil sein, dass der Führer „jede Bewegung spürt“.

– Der Seilzug des Seilschaftsführers soll den stolpernden Seilpartner auf den Bauch (in die Lage der Pickelbremse) drehen, d.h. im Abstieg läuft das Seil bergseitig zum Seilpartner.

– Jemand halten kann nur der direkt höher Stehende. Somit geht der Führer im Aufstieg voran bzw. im Abstieg als Letzter und hält die Handschlaufen – die letzte mit Knoten oder eng um die Hand gewickelt.


Psychologische Faktoren

Viele Bergsteiger, denen klar bewusst ist, dass sie nicht stolpern dürfen, weil sie sonst die ganze Seilschaft in den Tod reißen, begehen dennoch angeseilt Hänge, die sie sich ohne Seil nie zutrauen würden. Offensichtlich gibt ihnen das Seil das nötige Vertrauen, vor allem wenn sie mit einem erfahrenen Führer verbunden sind. Forschungsergebnisse zeigen, dass „Sorgen“ (Angst) über die Konsequenzen von Fehlern Ressourcen binden. Die Gedanken sind nicht bei den Füßen, sondern schon beim Rettungsflug. Kletterer kennen dieses Phänomen gut: Manchmal blockiert einen die Angst vor einem Sturz und die Bewegungen werden zögerlich. Richtig eingestellt hat man Selbstvertrauen, ist nur aufs Klettern konzentriert und bringt erstaunliche Leistungen zustande. Das Vertrauen ins Seil – auch wenn es nicht gerechtfertigt ist – hilft, die Aufmerksamkeit auf saubere Bewegungen zu lenken. Dadurch bringt das Gehen am kurzen Seil vielen Seilschaften auch in seilschaftsabsturzträchtigen Passagen einen Sicherheitsgewinn. Dieser psychologische Effekt des Seils wird intuitiv von vielen Seilschaften ausgenutzt.

Für Ungeübte ist dieser Effekt wahrscheinlich besonders groß. Eine zu offensive Kommunikation der Gefahr wirkt wohl meist kontraproduktiv. Auch ein Losseilen an exponierten Stellen würde verunsichern. Der Job des Führers ist es also, dem Gast ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, damit er sich voll auf seine Gehtechnik konzentrieren kann und damit seine Top-Leistung bringt.

Bei etwas Geübten kann das Seil, weil es eine falsche Sicherheit vermittelt, die Konzentrationsfähigkeit vermindern und einen gegenteiligen Effekt auslösen. Möglicherweise würde dann das Losseilen die Konzentration erhöhen und die Risikobereitschaft senken.
In einer Seilschaft zu sein, hat noch weitere positive Effekte. Man ist immer nahe beisammen und kann dadurch die Kollegen in kritischen Passagen mental jederzeit unterstützen. Auch der gegenseitige Austausch (Unwohlsein, gemeinsames Entscheiden) ist jederzeit möglich. Das Tempo wird vorgegeben. Unangeseiltes Gehen verleitet dazu, dass jeder in seinem (manchmal zu hohem) Tempo geht. Die Gruppe ist schon bald nicht mehr zusammen, dadurch werden die Kommunikation und die gegenseitige Unterstützung erschwert oder verunmöglicht.

Gefahren des zeitweiligen Losseilens


Risikoberechnungen

Im Folgenden werden einige grobe Abschätzungen für typische „Kurze Seil“-Situationen gemacht. Im ersten Teil klammern wir einmal psychologische Effekte des Anseilens aus.
Laut allgemein gültiger Risikoformel definiert sich das Risiko (R) aus dem Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit (W) und Schadenspotenzial (S), d.h. R = W x S.

In unseren Beispielen ist W die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person ausrutscht, abstürzt und stirbt. Es kann z.B. sein, dass durchschnittlich alle 10.000 Meter in einem steilen Hang eine Person einen tödlichen Fehltritt machen würde. Bei jemandem anderen kann das bei gleichen Bedingungen schon alle 1000 Meter der Fall sein. W wäre dann 10 Mal höher.

Mit dem Schadenspotenzial S ist in unserer groben Rechnung die mögliche Anzahl an tödlich Abgestürzten gemeint. Reißt z.B. jemand eine Dreierseilschaft in den Tod, so ist S gleich 3. Details zum Nachrechnen können der Tabelle 1 entnommen werden.

Annahme: Die Wahrscheinlichkeit W, dass einer abstürzt, ist für
beide gleich groß, hier x genannt.

Nicht angeseilt R = 2x

Angeseilt #1
Annahme: Der Seilschaftsführer kann in 9 von 10 Fällen ein Ausrutschen des Hinteren halten. Rutscht der Seilschaftsführer aus, so kann er vom Hinteren nicht gehalten werden: R = 2,2x
-> Es gibt fast keine Risikoerhöhung, man merke: Wenn der Seilschaftszweite meistens gehalten werden kann, bringt Anseilen nichts, schadet aber auch nicht.

Angeseilt #2
Annahme: Der Seilschaftsführer kann nur 1 von 10 Ausrutschern des Hinteren halten. Rutscht der Seilschaftsführer aus, so kann er vom Hinteren nicht gehalten werden: R = 3,8x
-> Das Risiko verdoppelt sich nahezu, bei einer Dreierseilschaft verdreifacht es sich! Man merke: Falls das Halten eines Sturzes kaum möglich ist, so wird besser losgeseilt.

(bzw. ein stärkerer mit einem schwächeren Bergsteiger)

Wir nehmen an, dass die Trittsicherheit des Führers 10 Mal höher ist als die des Gastes: W (Führer) = x, W (Gast) = 10x

Nicht angeseilt R = 11x

Angeseilt #1
Annahme: Der Führer kann 9 von 10 Ausrutschern des Gastes halten. Rutscht der Führer aus, so kann er vom Gast nicht gehalten werden: R = 4x
-> Das Gesamtrisiko ist massiv geringer, allerdings auf Kosten des Bergführers. Für ihn persönlich ist es doppelt so gefährlich, für den Gast aber 5 Mal sicherer.

Angeseilt #2
Annahme: Der Führer kann 1 von 10 Ausrutschern des Gastes halten. Rutscht der Führer aus, so kann er vom Gast nicht gehalten werden: R = 20x
-> Das Gesamtrisiko verdoppelt sich fast. Für den Gast bringt es nichts, sein Risiko bleibt 10x, für den Führer verzehnfacht es sich.

W (Führer) =x, W (Gäste) =10x

Nicht angeseilt R = 21x

Führer mit 2 Gästen angeseilt #1
Annahme: Der Führer kann 9 von 10 Ausrutschern des Gastes halten. Der zweite Gast kann, weil etwas schlechter betreut, nur in 8 von 10 Fällen gehalten werden. Rutscht der Führer aus, so kann er von den Gästen nicht gehalten werden: R =12x

-> Das Gesamtrisiko wird auf Kosten des Bergführers fast halbiert. Für ihn persönlich ist das Risiko 4 Mal so hoch, für die Gäste ist es 2,5 Mal sicherer.

Führer mit 2 Gästen angeseilt #2
Gleiche Situation, allerdings mit einem zusätzlichen Führer; die beiden Gäste werden von je einem Führer geführt: R = 8x

-> Gesamtrisiko ist bei 2 Gästen mit 2 Führern kleiner, obwohl eine Person mehr unterwegs ist und jeder der 3 ursprünglich Beteiligten geht halb so viel Risiko ein wie bei einem Führer mit 2 Gästen.


Risikovergleich anhand einer Modelltour

Versuchen wir nun, diese Risikoberechnungen auf einer Hochtour umzusetzen. Bei dieser Modelltour gehen wir von folgenden Geländeabschnitten aus:

Weiter gehen wir von folgenden hypothetischen Wahrscheinlichkeiten aus:


A) Zwei Kollegen/gleich starke Bergsteiger

Nicht angeseilt R = 30x

Immer angeseilt R =19,8x

Nur im ersten Drittel unangeseilt R = 12,6x

-> Immer angeseilt ist sicherer als immer unangeseilt. Das stimmt mit der Unfallstatistik überein (vgl. Mosimann, bergundsteigen #2/2004), die besagt, dass im Verhältnis zu den Begehungszahlen viele Unangeseilte abstürzen. Unter der Annahme, dass Unangeseilte mindestens gleich trittsicher unterwegs sind wie die Berggänger in Seilschaften, liegt der Schluss nahe, dass es bei den meisten gefährlichen Stellen sicherer ist am Seil zu gehen. Es gibt also über alles gesehen auf Hochtouren nur wenige Passagen, die man sicherer unangeseilt begeht.

B) Bergführer mit Gast

Nicht angeseilt R = 55x

Immer angeseilt R = 26x

Nur im ersten Drittel unangeseilt R = 15x

-> Seilfrei kommt nicht in Frage, gelegentliches Losseilen bringt’s.

Einbezug der psychologischen Wirkung des Seils

In obigen Rechnungen wurde nicht berücksichtigt – und das ist ganz entscheidend –, dass das Anseilen selbst die Trittsicherheit  verbessern kann. Nur wenn die Trittsicherheit durch Anseilen verbessert wird, bringt Anseilen im ersten Drittel einen Sicherheitsgewinn, sonst sollten solche Passagen nicht angeseilt begangen werden! Anseilen ist für zwei gleich starke Bergsteiger dann sinnvoll, wenn durch die psychologische Sicherheit des Seils beide mindestens je doppelt so sicher gehen. Bei einer 3er-Seilschaft müsste sich die Trittsicherheit je Bergsteiger mindestens verdreifachen.


Versuch eines Fazits

Das Ziel aller Sicherheitsbestrebungen im Gelände, wo typischerweise am kurzen Seil oder ohne Seil gegangen wird, muss dahin gehen, dass möglichst niemand stürzt. Es ist oft kein doppelter Boden vorhanden! Zentral sind:

Um gute Chancen zu haben einen Ausrutscher abzufangen,
braucht es:

Ähnlich starke und insbesondere routinierte Gänger seilen sich für längere Passagen, wo ein Seilschaftsabsturz möglich ist, besser los. Sie begehen sie nur, wenn alle Gruppenmitglieder diese problemlos im Auf- und Abstieg solo meistern können. Wahrscheinlich wäre das, etwas häufiger als heute im Durchschnitt praktiziert, sinnvoll. Es gilt allerdings den Punkt, wo wieder bequem angeseilt werden kann, nicht zu verpassen und das Seil entsprechend vorbereitet parat zu halten (z.B. trägt einer dieses um den Oberkörper und ist bereits angeseilt).

Achtung, die Umkehrung dieser Aussage: „Sie seilen sich für längere, schwierigere Passagen an!“ ist deutlich risikoreicher! Ist die Vorhersehbarkeit von heiklen Stellen, die aber gesichert werden könnten (plötzliches Blankeis), nicht gegeben, so bleibt man besser angeseilt. Im Abstieg über die gleiche Route würde man diese heiklen Stellen aber kennen und weil Absteigen risikoreicher ist, macht dann punktuelles Losseilen doppelt Sinn.

Für einen Bergführer mit Gast bzw. für einen erfahrenen Gänger mit einem schwächeren ist die Lage etwas komplexer. Wahrscheinlich ist das Losbinden eines Gastes nur im Highend-Bereich möglich. Allenfalls mit guter Absprache auch mit Stammgästen, die man kennt und einschätzen kann. Mit Anfängern ist der psychologische Faktor angeseilt zu sein hoch zu bewerten und zum Glück ist man da auch in gemäßigterem Gelände unterwegs. Der Bergführer mindert das Gesamtrisiko der Seilschaft, indem er sein persönliches erhöht. Das ist ein Teil seines Berufsrisikos.

Eine Variante zum völligen Losseilen wäre, den Gast an einem Seilstück zu führen, das nicht mit dem Führer verbunden ist. Im Falle eines Absturzes wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass beide sich bremsen könnten. Die psychologische Wirkung des Seils wäre dann aber wohl auch stark vermindert …

Tab. 1: Grobe Risikoberechnungen zu einigen klassischen „Kurze Seil“-Situationen.W ist die Wahrscheinlichkeit x des Führers, dass er stolpert und abstürzt. Wir gehen hier davon aus, dass der Bergführer zehnmal „trittsicherer“ ist als der Gast, d.h. W des Gastes ist 10x.S ist das größtmögliche Schadenspotenzial, der Absturz und Tod eines (nicht angeseilt) oder aller Bergsteiger.Das Gesamtrisiko R gilt für die komplette Seilschaft und kann in das persönliche Risiko für den Führer bzw. den Gast/die Gäste aufgeteilt werden (Gesamtrisiko/Schadenspotenzial). Dass ein Sicherheitsgewinn des Gastes auf Kosten des Bergführers geht, überrascht nicht und muss als „Berufsrisiko“ eingestuft werden.

Ausblick

Eine bessere Aufbereitung des Themenkreises „Gehen am kurzen Seil“ birgt noch viel Sicherheitspotenzial. Neue Themen für die Ausbildung sind der bewusste Umgang mit dem Seil als psychologische Stütze bzw. grundsätzlich das Coachen des schwächeren Seilpartners. Punktuelles Losseilen muss in der Ausbil dung thematisiert und – wo sinnvoll – instruiert werden.