OpenStreetMap und Co: Wo liegen die Grenzen digitaler Karten im Bergsport?Drei Tage in der Gletscherspalte: Bergrettung an der ZugspitzeHaftung bei Alpinunfällen: Selbst schuld! Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? Allianz fordert Absicherung der SelbstständigkeitStörquellen bei der LawinenrettungLVS-Geräte Test 2024/25: Pieps Pro IPS & Mammut Barryvox S25 Regeln für Skitouren im Skigebiet (aus Sicht der Pistenrettung)Bruchez: 82 Viertausender mit Ski – und ein Kampf der RekordeZangerl: Erste Flash-Begehung von Freerider (7c+) am El CapitanLVS-Rückruf: Mammut Barryvox 2 und Barryvox S2Lawinen der ZukunftDie Kunst des Normalhaken-Schlagens: 12 Praxis-TippsKlettern oder Kämpfen? Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. TodestagEine App für alle (Not-)Fälle: 5 Notfall-Apps im Test#alpinhack: 3 Tricks für Skihochtourenbergundsteigen #126 ist da!Schutzbeutel zum Überleben: 3 Biwaksäcke für jeden EinsatzGirth-X beim Südtiroler StandWohlleben/Hinterberger: Die Salbit-Winter-Trilogie„Klimawandel bedeutet nicht, dass jeder Winter wärmer wird“„Sicherheitspapst“: In Memoriam Pit SchubertWenn’s wärmer wird, sollten wir vielleicht die Taktik ändern?Verleiten Lawinenairbags tatsächlich zu riskanterem Verhalten?Die Gefahrenstufe: Teufelszeug oder Allheilmittel?Auf falscher Fährte: Über das blinde Vertrauen in fremde AbfahrtsspurenGefahrenstufe selbst bestimmt: Der Nivocheck des Schweizer BergführerverbandesDie häufigsten Ernährungsfehler von Kletterinnenpro & contra: Klimakrise – keine Flugreisen mehr?Der Extremfall: Lawinenwinter 1999Lawinenairbags und ihr Einfluss auf das RisikoverhaltenNotfall Alpin (12/13): A/B-Problem bei allergischen ReaktionenWinter 2023/24: Was gibt es Neues am Markt?LVS-Gerät: Alkaline- oder Lithiumbatterien?Zwei Millionen Lawinen in GraubündenNotfall Alpin (10/13): Ablaufschema LawinenverschüttungNotfall Alpin (6/9): Erste-Hilfe-Material zur BlutstillungNotfall Alpin (9/9): E-Problem nach SkisturzNotfall Alpin (8/9): Neurologisches Problem (D). Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? Über das Scheitern beim BergsteigenVerhauer: Skitour ohne Sicht – GPS macht’s möglich?bergundsteigen #125 ist da!Kolumne: Das Ruhezonen-ParadoxVor- und Nachteile der Leash beim EiskletternVerhauer: LVS-Gerät auf Skitour aus?+ / – Unterteilung der Gefahrenstufen im Schweizer Lawinenbulletin: Erste ErfahrungenLawinengefahr MenschInterview Thomas Feistl: Neues vom Lawinenwarndienst BayernVergleich probabilistischer Instrumente zur Risikoabschätzung im SchneesportDie Schneebibel – jetzt digital und kostenlosWintersport, Lawinen und die ZukunftKlemmknoten: FB-Kreuzklemmknoten vs. PrusikÜberprüfung Edelrid Mega JulRouten zeichnen: Skitourenguru mit neuem Feature19 Minuten gefangen in einer LawineStefano Ghisolfi: Hart, härter, 9c?Schneller als Dani Arnold: Neue Bestzeit für die Salbit-TrilogieWelchen Seilverbindungsknoten beim Abseilen?Kurzschluss? „Führen am kurzen Seil“ in der Schweizer BergführerausbildungNikolai Schirmer: „Ich habe akzeptiert, dass ich bei dem, was ich tue, sterben kann.“Übertraining: Risiken, Folgen und MusterNasim Eshqi: Die Kraft des WirbelwindsHow to Bigwall (3/3): How to Aid climb!?Schnell, schneller, totRecycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – Die Hersteller (Teil III)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung (Teil I)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – das System (Teil II)Kletterhallen-Unfallstatistik 2022: Wo passieren in der Halle die Unfälle?Pro & Contra: (Null-)Toleranz bei nicht erreichten 8000ern?bergundsteigen #124 ist da!Paul-Preuss-Preis für Marko Prezelj und Laura TiefenthalerNachsichern & Simultanklettern mit Rücklaufsperre: Risiken und GrenzenVerhauer: Abseilen – Achtung Seilende!bergsönlichkeit: In Memoriam Robert RenzlerRobert Renzler: Die letzte BergfahrtHängesyndrom: Warum freies Hängen tödlich sein kannGewinnspiel: 3×2 Tickets für REEL ROCK 17bergundsteigen: 30 Jahre in ZahlenDer Schreckmarathon: Neue Rekord-Traverse in den Berner AlpenWenn der T-Anker zum Geschoss wirdDrohnen in den Alpen: Regeln, Grenzen und RettungseinsätzeAutobelay-Systeme: Mensch vs. MaschineLehrer lämpel: How to teach Bergsport?Klettern: Technologien vor 30 JahrenInternationaler BergrettungstagSo viele Unfälle wie nie: DAV-Bergunfallstatistik 2022Dehydrierung & Bergsport: Was passiert bei Wassermangel?#alpinhacks: Bremsknoten überwinden bei Selbstrettung aus der GletscherspalteLieber sterben lassen? Was der Unfall am K2 über unsere Gesellschaft aussagtDolomiten: Neue Touren in der Sellagruppe#alpinhacks: 4 Allzweckhelfer für unterwegsVerhauer: 4 Weitwanderer in Zillertaler Alpen gerettetSchlecht gelaufen? 4 Ansichten über das Scheitern am BergGPS im Bergsport – Quo Vadis?Abseilen aus der Route: Maillon Rapide oder Schnappkarabiner?Quad Anchor am Standplatz: Vor- und NachteileOhne Seil und Sauerstoff: Messner und Sieberer gelingt Erstbesteigung im Karakorum14 x 8.000 in 3 Monaten: Zwischen Lobeshymne und dem Untergang des AlpinismusEcopoint Climbing – Die Plattform für nachhaltiges KletternKolumne: Starke Staaten, Freiheiten & PrivilegienFalken-Fakten – und wie sie das Regierungspräsidium Karlsruhe darstelltBattert: „Es ist kein strategisches Ziel von uns, Verbotsraten anzuheben.“Hör mal! 7 spannende Podcasts über Berg(sport) und Bergmenschenbergundsteigen #123 ist da!#alpinhacks: Halbmastwurfsicherung mit RücklaufsperreHeikler Stoff: Was hinter den Diskussionen um PFAS stecktWenn Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, PeruLVS-Geräte-Test 2022pro & contra: Digitale TourenplanungDer Weg zum Alpinismus: 6 junge Bergsteiger*innen erzählenKolumne: Denkt Alpinismus die Natur als Ganzes?Die Crux bei der digitalen NavigationSkyrunning: Laufen im Himmel?Beinahe schiefgegangen: Das Unfallpotenzial beim BergwandernNasim Eshqi: „Wir Frauen können alles erreichen“Alpamayo: Ohne Gipfel am schönsten Berg der Welt#alpinhack: Wohin mit dem ganzen Schlingen-Kram?How to Bigwall (1/3): Planung & MaterialInformationslückenfüller: Verlieren wir das Gebirge als Erlebnisraum?bergundsteigen #120 ist da!Live aus dem Basislager: Social-Media-Vermarktung im BergsportKnow-How: Wie funktioniert der „Südtiroler Stand“?Climb first, talk laterPaul-Preuss-Preis 2022 an Thomas HuberVerhauer: Achtung, Stein!Rock’n’Roll: Nachsichern mit der Micro TraxionGünter Schmudlach: „Das Problem ist nicht die Digitalisierung, sondern der Mensch“#powderporn #climbporn: Social Media & BergsportFlugrettung in der Nacht: Geht das?GPS-Sportuhren im Test: Die digitale Wollmilchsau?Ist Schnee eigentlich immer weiß?Kolumne: Menschen und MassenKletter-Training: 10 digitale Trends für Kletterer und Boulderer#alpinhacks: Seiltrage einfach gestrickt in 10 SchrittenKlimawandel: Betreiben wir Bergsport in Zukunft anders?Der Hechenberg: Eine kleine AlpinhistorieRichtig versichert in den Bergen: 3 wichtige Hinweisebergundsteigen #119 ist da!Achtung Aus-Reißer! Kritische Bohrhaken erkennen und beurteilenTourengruppen mit Ski & Snowboard: Ein TeambuildingversuchHautkrebs am Berg: Die Schattenseiten des Lichtsbergsönlichkeit: Samuel Anthamatten & Jérémie HeitzHow-To: Improvisierter Rettungsschlitten aus 2 SnowboardsKolumne: Ranger, Wächter, Politesse?Kühler Kopf, heißes HerzDoppelzäsur: Was lernt ein Bergführer aus zwei Unfällen?Blind auf den Cerro TorreVerhauer: Warum Kommunikationsprobleme fatale Folgen haben können#alpinhacks: Abseilgerät runtergefallen 3.0Verhauer: Staublawine bei Lawinenwarnstufe 1Fürs Lernen leben: Pädagogik im BergsportVom Umgang mit der Klimakrise als Kletterprofibergundsteigen #118 ist da!Poljarnik: Erfahrungen aus der Arktisbergundsteigen intern: Simon SchöpfSeilschaft mit dem Tod[No] Friends on PowderdaysIn eisigen Höhen: Das Drama am Pigne d’Arollapro & contra: Brauchen wir einen Kletterführerschein?Fastest Rescue System: Wie sondiert man mit elektronischer Sonde richtig?Über Frauen, die auf Berge steigenSchneekristalle – Juwelen des HimmelsAbbauende Metamorphose einfach erklärtKing of Cold: Simone Moro über KälteSind wir noch zu retten?Kalt, kälter, tot: Was passiert beim Kältetod?Verflochtene IndustrieVerhauer: Wo bleibt das (Bauch-)Gefühl?Messners Seilschaftenbergundsteigen #117 ist da!Höher, schneller, weiter – und jünger?Die Alpenstange: Über Stock und StabLVS-Geräte 2021/22: 17 Modelle im ÜberblickLawinen-Airbags 2021/22: 8 Modelle im ÜberblickReife(n)prüfung – Mountainbiken als alpine KernsportartDie Tagline – wie haule ich richtig? Tipps von Babsi Zangerl und Jacopo LarcherDie Seilschaft: notwendiges Übel, Hölle zu zweit oder Team fürs Glück?Erstickt im Zelt: Was ist passiert?Umfrage: Wie kann der Lawinenlagebericht noch besser werden?Die neue bergundsteigen Website ist da!How To: Wie legt man mobile Sicherungen (Klemmkeile, Camalots und Co.) richtig?#alpinhack: Abseilgerät runtergefallen? 2.0Seil oder nicht Seil? 4 Sicherungstechniken für HochtourenAbsturz einer Seilschaft: Was wir daraus lernen können„Ich möchte Frauen ermächtigen!“ – Interview mit Rita Christenbergundsteigen #116 (Herbst 2021) ist da!Sturzangst: Alles nur in deinem Kopf?#alpinhack: Abseilen ohne AbseilgerätAnleitung zum professionellen SturztrainingHalbseiltechnik: Seilmanagement ohne Seilchaos?In extremen Köpfen: Warum Alex Honnold keine Angst kenntAbseilgerät runtergefallen?Bergwandern ist kein SpaziergangSommer 2021: bergundsteigen #115 ist da!Bergrettung wider Willen: Wie viel Unvernunft darf sein?„Wir sind alle Angstexperten“ – Interview mit Pauli TrenkwalderRichtig fürchtenTotal verbohrt#alpinhack: Knoten am SeilendeHow to Spaltenrettung?!Speed-Bergsteigen: Schnell in die ZukunftHeimlich, still und schnell: Albert NeunerKilian Jornet: Durch die Berge schwebenMit der Kraft des Gletscherflohs: Begriffe aus dem Speed-BergsteigenScheeeeeeeeee gmiatlich – mit Gästen auf TourPro & Contra: Geschwindigkeit am BergKlimaneutral Klettern – geht das?Halbseiltechnik – wieso, weshalb, warum?Julia Janotte: Gibt es ein akzeptables Risiko?Lama/Auer/Roskelley: The Last ClimbISSW 2020: Forschung zu Schnee und Menschen im SchneeAuf Speed: Geschwindigkeit und BergsteigenSicherheitsüberprüfung: PEGUET-Schraubverbindung bei EDELRID-ProduktenFrühjahr 2021: bergundsteigen #114 ist da!Antwort auf: „Die Lawinenkunde, das geheimnisvolle Wesen“Die Lawinenkunde – Das geheimnisvolle WesenIntegrative Lawinenkunde: Planen – Entscheiden – LernenWintersport und Klimaschutz. Wie passt das heutzutage noch zusammen?Selbstsicherung an Automaten: Empfehlung für KletterhallenAnselme Baud: Ski ExtrêmePIEPS: Neues Tragesystem für LVS-GeräteErste Winter-Solo-Begehung des Mittelpfeiler am Heiligkreuzkofel (2.907 m)Überprüft eure Sicherungsgeräte: Edelweiss „Kinetic“ und Beal „Birdie“Algorithmen in der Lawinen-RisikobeurteilungVivian Bruchez: „Steilwandskifahren ist Teil meiner Mission“Erstbegehung „Eremit“ (M9-, WI7-, R), PinnistalDer Tod im Tiefschnee – ohne LawineSteilwandskifahren: Nichts Neues – oder doch?SAC-Hüttenstatistik 2020: Im Zeichen von Corona8 Unschärfen & Irrtümer in der LawinenkundeGedanken zur Ethik des EiskletternsWie entsteht ein Lawinenbulletin?#bergundsteigen113 – Übersicht über alle Beiträgeintern: Robert RenzlerSki, Schuh & Bindung 2020/21, Teil 2 – Ski FreetourSki, Schuh & Bindung 2020/21: Teil 1, Ski-Leichtgewichte & RaceSki, Schuh & Bindung 2020/21, Teil 2 – Ski FreetourSki, Schuh & Bindung 2020/21: Teil 1, Ski-Leichtgewichte & RaceSki, Schuh & Bindung 2020/21, Teil 6 – TourenbindungenSki, Schuh & Bindung 2020/21, Teil 5 – Die neuen SchuheLawinen-Update 2020/21 des Österreichischen Alpenvereins mit Michael LarcherDie Lust am Wandern – eine Tiroler MotivstudieAlle Videos & Vorträge des Alpinforum 2020CIRCUS ANTARCTICA – Teil 1: Klassifikation und BerichterstattungCIRCUS ANTARCTICA – Fortbewegungsmittel und historische Hintergründe, Teil 2CIRCUS ANTARCTICA – Teil 3: Das Polarexpeditions-Klassifikations-Schemabergundsteigen #112 – Übersicht über alle BeiträgeMassen am BergCOVID-19 #10: Corona ist nicht die einzige Krise – und leider auch nicht die schlimmsteVerboten? Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 2Stressreduktion durch BergwandernWollen wir überhaupt aus Unfällen lernenintern: Chris Semmel#bergundsteigen111 – editorialbergundsteigen #111 – Übersicht über alle BeiträgeStumme ZeugenBetrunkene Seile und warum wir uns im Moment nicht an die eigene Nase fassen solltenR.A.G.N.A.R.R.A.G.N.A.R.bergundsteigen #110 – Übersicht über alle BeiträgeSLF-Winterrückblick 2019/20COVID-19 #9: Foto-WebcamCOVID-19 #8: Bergrettung, Martin GurdetCOVID-19 #7: Online-Leitfäden für AlpenvereinshüttenNotfall Alpin (13/13): Eine Frage der Kommunikation?COVID-19 #6: Christoph MittererCOVID-19 #5: Ruth OberrauchCOVID-19 #4: Stefan Steinegger, AVSCOVID-19 #3: Margareth HelferCOVID-19 #2: Simon GietlCOVID-19 #1Der neue LawinenlageberichtBeinahe-UnFall und was wir daraus lernen konntenFaktor Mensch und Entscheidungsprozesse – neue Betrachtungswinkel?Die letzte Seite… „Schräges“ von Georg Sojer aka SchorschSnow Plak: technische Schneeschuhe aus der GarageDie Alpinpolizei#bergundsteigen113 – editorialDer Sachverständige im StrafverfahrenGibt es ein Recht auf Bergsteigen?Recht auf Bergrettung#bergundsteigen109 – Übersicht über alle Beiträge20 Jahre Stop or Go – im Gespräch mit Michael Larcher„Wir werden von den Bettwanzen links überholt!“Portfolio Philipp BruggerPortfolio Simon MessnerWas ich schon immer über Schnee & Lawinen wissen wollte, aber bisher nicht zu fragen wagte. – Teil 1Was ich schon immer über Schnee & Lawinen wissen wollte, aber bisher nicht zu fragen wagte. – Teil 2Alpine Rechtsgespräche 2019Beating the amputation with a smileKein gewöhnlicher EinsatzGletschereis statt tropisch heißNachgefragt bei Stefan GattÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen108Im Gespräch mit Max Berger„Biabl, tu no zwoa Johr Knödl essen … und noar kimmsch wieder“„Das selbstbestimmte Leben ist mir heilig“Messners Einfluss auf das Klettern in den Dolomitenbergundsteigen im Gespräch mit Reinhold MessnerLeicht gemacht: Richtig KnotenVerbunden bis in den TodWhooWhoo „Heilige Berge“FB-PrusikIn memoriam Franz BachmannDer Feind im Bett. – Sie sind wieder da: BettwanzenÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen107Das Bayerische Kuratorium für alpine SicherheitDas Bayerische Kuratorium für alpine Sicherheit„Über Sicherheit muss man reden!“Statements: „Gehen am kurzen Seil“Ein Sommer wie damals…Übersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen1062. Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. Oktober, ISSW 2018bergundsteigen im Gespräch mit Bruce TremperEindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke 2 von Dienstag, 9. Oktober, ISSW 2018Avalanche Divas Awards ISSW 2018bergundsteigen im Gespräch mit Markus LandrøEindrücke von Dienstag, 9. Oktober, ISSW 2018Divas-Night @ ISSW 2018bergundsteigen im Gespräch mit Klaus WagenbichlerEindrücke von Montag, 8. Oktober, ISSW 2018bergundsteigen im Gespräch mit Thomas Stucki und Christine Pielmeierbergundsteigen goes Social MediaWas ist der ISSW 2018Flo Hellberg verlässt DAVHöhenmesser GPS oder barometrischProblematik NassschneelawinenVorsorglicher Rückruf LVS-Geräte Ortovox 3+ mit Software Version 2.1Notruf-App PE-SOS: Der Rucksackgurt als NotfallhelferAvalanche goes socialAnleitung: „Weiches Auge“ – wie knoten und verwenden?Klettersteigset Norm 2017Wann lohnt sich das kurze Seil (nicht)?bergundsteigen im Gespräch mit Philipp Brugger und Simon MessnerGehen am kurzen Seil ist heikel. Die Alternativen auch.„Es wird schon nicht gerade jetzt passieren …“Gehen am kurzen Seil als sicherungs- und führungstechnische MaßnahmeKurz und schmerzlos

In eisigen Höhen: Das Drama am Pigne d’Arolla

Sonntag, 29. April 2018, 6:30 Uhr

Es wird gerade hell, als eine Gruppe von zehn Skitourengehern die Ski anschnallt und von der Cabane des Dix aufbricht. Die urige, dreistöckige Berghütte auf knapp über 2900 m hat eine schöne, südseitige Terrasse und steht auf einer Felskuppe, umgeben von gewaltigen Gipfeln und Bergflanken. Die Skibergsteiger machen sich auf den Weg zu Cabane des Vignettes – einer etwa sechs Wegstunden entfernten Berghütte, die man über hochalpines Gelände, Gletscher, Joche, Gipfel und zum Teil unverspurte Hänge erreicht.

Es ist der vierte einer geplant sechstägigen Tour von Chamonix nach Zermatt. Die Haute Route, wie die Route von Chamnix nach Zermatt genannt wird, wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts das erste Mal mit Ski begangen und ist bis heute die berühmteste Mehrtagesskitour der Region. Sie wird jedes Jahr von Anfang März bis weit in den Mai hinein – so es die Bedingungen erlauben – von in etwa 2000 Skibergsteigern begangen. Ein Schweizer Bergführer hat es so ausgedrückt: „Früher oder später will fast jeder Skitourengeher wenigstens einmal im Leben die Haute Route gehen.“ Daher war die zehnköpfige Skitourengruppe nur eine von vielen, die an diesem Morgen im späten April die Cabane des Dix verließ – die Hütte kann bis zu 120 Personen beherbergen.

Im Gegensatz zu den meisten Skitourengebieten in Nordamerika sind die Alpen sehr gut erschlossen. Eine 20-minütige Gondelfahrt von einem der zahlreichen städtischen Autoparkplätze genügt, um direkt auf Routen in Höhen von bis zu 3600 m zu gelangen. Zu den Annehmlichkeiten der Hütten gehören nicht nur beheizte Räume mit Stockbetten inklusive Matratzen und Polstern, sondern auch warme Mahlzeiten, Wein, Bier und teilweise Internetzugang. Die komfortablen Unterkünfte und die gute Erschließung, die sogar eine 180 Kilometer lange Unternehmung wie die Haute Route in einem sechs- oder siebentägigen Urlaub ermöglichen, machen die Touren allerdings auch attraktiver und beliebter. Manche Skibergsteiger*innen organisieren ihre Touren selbst, aber viele engagieren lieber einen ausgebildeten Bergführer, der ihnen bei der Planung und Durchführung hilft.

Die Gruppe

Die verunglückte Gruppe am Start der Haute Route.

Die Dix-Gruppe war keine Ausnahme – acht zahlende Gäste, allesamt erfahrene Bergenthusiasten und Skitourengeher, die von einem professionellen Bergführer und seiner Frau geführt wurden.

Tommaso Piccioli
Einer der Kunden war Tommaso Piccioli, ein 50-jähriger Architekt aus Mailand, der seit 1990 Skitouren geht und seit mehr als 20 Jahren Mitglied des Alpenvereins ist. Über die Jahre hatte er zahlreiche Skitouren, Kanufahrten, Mountainbike-Expeditionen und Wanderungen für sich und seine Freunde in Europa und Australien selbst organisiert. Begleitet wurde er von drei Freunden, Mitglieder der Bozner Alpenvereinssektion, bei der er in den letzten Jahren einige Kurse besucht hatte.

Elisabetta Paolucci
Elisabetta Paolucci, eine 44-jährige Lehrerin, lernte als Kind das Skitourengehen von ihrem Vater und hatte vor kurzem ein Sabbatical gemacht, um sich dem Segeln und Bergabenteuern zu widmen.

Gabriella Bernardi und Marcello Alberti
Marcello Alberti und seine Frau Gabriella Bernardi, waren ebenfalls erfahrene Kletterer und Skitourengeher.

Normalerweise organisieren wir unsere Reisen selbst, aber dieses Mal haben wir uns wegen der Logistik einen Bergführer genommen. Es ist nicht einfach, die Hütten zu buchen. Tommaso Piccioli


Francesca Von Felten
Francesca Von Felten, eine erfahrene Skibergsteigerin und Kletterin. Sie hatte im Jahr zuvor den Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas, bestiegen.

Andrea Grigioni
Andrea Grigioni, ein 45-jähriger Pfleger aus einer kleinen Stadt nordwestlich von Mailand.

Mit dabei waren außerdem ein 72-jähriger Mann aus dem Schweizer Tessin, den Piccioli als „einen sehr kräftigen Mann“ beschrieb, eine Münchnerin und die 52-jährige Frau des Bergführers, Kalina Damyanova. Piccioli kannte außer seinen Freunden keinen der anderen Gäste, stellte aber nach den ersten paar Tagen der Tour fest: „Man konnte sehen, dass sie erfahren waren. Wir hatten alle dasselbe Niveau.“

Der Bergführer

Der Bergführer der Gruppe hatte ebenfalls eine beeindruckende Laufbahn hinter sich. Mario Castiglioni war ein 59-jähriger, altgedienter Bergsteiger aus dem italienischen Como, der 1992 sein eigenes Bergführerbüro, MLG Mountain Guide, im schweizerischen Chiasso gegründet hatte. Er hatte etliche Berge und Routen in der ganzen Welt be- und durchstiegen, darunter drei Achttausender im Himalaya. Dieser Erfahrungsschatz – und die Tatsache, dass Castiglioni ein italienischer Muttersprachler war – seien ausschlaggebend gewesen, dass Picciolis Gruppe MLG Mountain Guide für ihre Skitourendurchquerung wählte.

Ein Unglück das Fragen aufwirft

Ursprünglich hatte die Gruppe von der Dix-Hütte zur Nacamuli-Hütte gehen wollen. Wegen der Wettervorhersage erklärte Castiglioni der Gruppe, dass er stattdessen die Vignettes-Hütte als nächstes Tagesetappenziel planen würde, weil dies die Gehzeit um zweieinhalb Stunden verkürzen würde.

Die Cabane des Dix bildete für die Gruppe den Ausgangspunkt der Etappe. Sie liegt auf der Haute Route.

„Am Vorabend”, sagt Piccioli, „habe ich mich wegen des Wetters erkundigt. Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen und sie sagten, dass ein starker Wind aufkommen würde und dass es ernst wäre. Aber dann begann der Tag mit recht gutem Wetter.” Die Gruppe schulterte also ihre Rücksäcke mit Wechselwäsche, Ausrüstung, Jause, Wasser und kleinen Thermoskannen mit heißem Tee, überprüfte ihre Bindungen und stieg von der Steinterrasse der Hütte auf den Schnee.

Sie fuhren von der Dix-Hütte Richtung Südosten, überquerten den Cheilongletscher und begannen den langen, vier- bis fünfstündigen Aufstieg zum Pigne d’Arolla, einem 3796 m hohen Gipfel, der höchsten Erhebung der Haute Route. Vom Gipfel fährt man normalerweise 30 bis 60 Minuten abwärts bis zur Cabane des Vignettes mit ihrer fantastischen Lage auf einem exponierten Grat auf 3160 m. Da sie um 6.30 Uhr aufgebrochen waren, hätten die Skibergsteiger rechtzeitig für ein spätes Mittagessen auf der Hütte sein sollen. Sie tauchten aber nie auf.

Auf dieser Etappe erreicht man auch die größte Höhe entlang der Haute Route, und sie ist dem Wetter am meisten ausgesetzt. Dale Remsberg


Als eine kleine Gruppe von Skitourengehern am nächsten Morgen die Vignettes-Hütte verließ, hörten sie einen Hilferuf von einem Felsvorsprung aus weniger als 500 m Entfernung. Innerhalb von 15 Minuten war eine große Rettungsaktion im Gange. Für die meisten Gruppenmitglieder kam die Hilfe zu spät. Einer der Skibergsteiger war schon verstorben und sechs weitere würden in den nächsten zwei Tagen an Unterkühlung und Erfrierungen sterben. Zu den Todesopfern würden der Bergführer und seine Frau gehören.

Was war passiert?

Wie konnte eine so erfahren Gruppe mit einem derart erfahrenen Führer in solche Schwierigkeiten geraten? Einige der Antworten werden wir nie wissen, weil die Opfer, unter ihnen der Bergführer, so zahlreich waren. Aber es gibt dennoch genug Informationen, um zumindest ein warnendes Exempel zu rekonstruieren. Dale Remsberg, Technical Director der American Mountain Guides Association, hat die Haute Route viele Male geführt. „Auf dieser Etappe erreicht man auch die größte Höhe entlang der Haute Route, und sie ist dem Wetter am meisten ausgesetzt”, so Remsberg. Er beschreibt die Strecke von der Dix-Hütte zur Cabane des Vignettes als „einen langen Anstieg, gefolgt von einer langen Abfahrt“.

Die Cabane des Vignettes war das Ziel der Gruppe. Die Hütte liegt exponiert auf einem Felsvorsprung.

Was Letztere so heikel macht, so Remsberg, sei „das Finden eines kleinen Durchschlupfs in den Felsen weiter unten im Hang. Er ist mit einem Steinmann markiert und nur drei bis vier Meter breit und deshalb schwierig auszumachen. Und bei schlechter Sicht ist er noch schwieriger zu finden.” Sobald man durch ist, „fährt man unter einem Eisbruch direkt hinüber zur Hütte.” Auf dem Weg dorthin sieht man die Hütte zur linken Seite. „Würde ein Skifahrer der Falllinie nach links folgen, würde er abstürzen”, so Remsberg. All das sei nicht allzu schwierig zu erkennen, wenn das Wetter und die Sicht gut sind. Aber die Bedingungen, mit denen die Unglücksgruppe kämpfte, waren alles andere als gut. Die Bedingungen hatten sich sogar schon längst verschlechtert bevor sie diesen kritischen Punkt erreichten.

Die ersten drei Stunden der Tagesetappe stieg die Gruppe bei teilweise bewölktem Himmel auf. Es war leicht windig, aber „nichts, worüber man sich Sorgen hätte machen müssen”, erinnert sich Piccioli. Um etwa zehn Uhr – sie waren schon recht weit oben – verschlechterte sich das Wetter jedoch rasch. Der Himmel zog zu, der Wind wurde stärker. Nebel und leichter Schneefall verringerten die Sicht auf beinahe null. Dennoch stieg die Gruppe weitere ein oder zwei Stunden Richtung Gipfel auf.

Die Rolle der Technik

Castiglioni navigierte mit Hilfe seines Smartphones, was unter Bergführern in den Alpen nicht unüblich ist. „Ich würde sagen, dass die meisten Bergführer noch ein kleines Garmin-GPS als Backup mitführen. Aber sie verwenden primär ihr Smartphone, weil es sich mit Apps wie Alpenvereinaktiv oder Gaia sehr gut zum Navigieren eignet“, erklärt Remsberg in Bezug auf mobile GPS-Apps mit digitalen Wander- und Skitourenkarten. Die Mobilfunk-Netz- abdeckung ist auf der Haute Route über weite Strecken zwar lückenhaft, für die Navigations-Apps jedoch ist Netzempfang nicht notwendig, da sie mit GPS arbeiten.

Die meisten Bergführer, so Remsberg, aktivieren sogar den Flugmodus und schalten alles außer der Navigations-App aus um Strom zu sparen. Aber der Stromverbrauch der Apps selbst ist hoch. Deshalb verwenden viele Bergführer ein Battery Case mit einem eingebauten Zweitakku und tragen zusätzlich einen größeren Reserve-Akku mit, der das Telefon mehrere Male wiederaufladen kann. Außerdem nehmen sie ihre Telefone in den meisten Fällen nur zeitweise in die Hand – nämlich wenn sie ihren Standpunkt bestimmen wollen – und stecken es dann wieder in eine warme Tasche, weil die Kälte die Akkulaufzeit verkürzt. Es lässt sich nicht rekonstruieren, welche Vorsichtsmaßnahmen Castiglioni in Bezug auf sein Telefon getroffen hatte oder welche Art von Reserve-Akku er hatte oder nicht hatte. Aber irgendwann während des Aufstiegs wurde klar, dass es ein Problem gab: entweder mit seinem Smartphone oder mit seiner Navigations-App.

Wir waren im Whiteout, und er führte uns einmal dorthin, einmal dahin. Tommaso Piccioli


„Wir waren im Whiteout, und er führte uns einmal dorthin, einmal dahin“, sagt Piccioli. „Nach einigem Zögern nahm ich mein GPS heraus.“ Sei es wegen der Kälte oder wegen des nassen Schnees: Picciolis Mobiltelefon – und, wie er vermutet, auch die Mobiltelefone der anderen Teilnehmenden – funktionierte nicht mehr. Aber er hatte auch ein wasserfestes Garmin eTrex GPS-Gerät dabei. „Ich sah, dass wir in die falsche Richtung gingen. Deshalb sagte ich dem Bergführer, dass wir in die andere Richtung gehen müssten. Zuerst beharrte er: ‚Nein, ich weiß, wohin wir gehen müssen.‘ Also stimmte ich zu und sagte: ‚OK, gehen wir wohin du sagst.‘ Aber dann kam er zu mir zurück und sagte: ‚Zeig mir dein GPS.‘“

Welche technischen Probleme Castiglioni genau hatte, bleibt ein Geheimnis. Aber eines ist klar: Das Versagen des Smartphones, des Akkus oder der App war ein kritischer Faktor. Picciolis GPS funktionierte den ganzen restlichen Tag. Doch hatte er nur die Sommerkarte der Haute Route auf dem Gerät gespeichert. Die Sommer- und die Winterroute auf der Haute Route sind zwar ähnlich, aber nicht ident. „Wenn das eTrex die Winterroute nicht hatte, dann diente es in Wirklichkeit nur zur Standortbestimmung auf der Karte“, sagt Remsberg. „Damit kann man aber die Route nicht finden.“

Dennoch war Picciolis GPS zu dem Zeitpunkt die beste Option für die Gruppe. „Dort, wo wir vom Weg abgekommen waren, sah ich einen Track, der zur Vignettes-Hütte führte. Deshalb entschieden wir uns, ihn anzusteuern und ihm zu folgen. Und das haben wir dann auch gemacht“, sagt Piccioli. Irgendwann zwischen 11 und 12 Uhr erreichte die Gruppe den Gipfelbereich des Pigne d’Arolla. Als sie aber am Bergsattel unter dem Gipfel ankamen, wurde der Wind noch stärker und das Wetter verschlechterte sich weiter. Es war so kalt und der Wind so heftig, dass sie sich gegen eine Mittagsjause entschieden.

Die Skitourengruppe startete an der Cabane des Dix und wollte zur Cabane des Vignettes. Im lila markierten Bereich verunglückte sie. Karte: Swisstopo

Unter normalen Umständen wäre es eine kurze Abfahrt vom Gipfel zur Cabane des Vignettes gewesen. Wegen des Windes, des Schneefalls und der eingeschränkten Sicht, die laut Piccioli zu diesem Zeitpunkt weniger als zwei Meter betrug, entschied Castiglioni, dass die Gruppe die Ski abschnallt, Steigeisen anlegt und zu Fuß absteigt. Remsberg bezeichnet die Entscheidung, nicht auf Ski abzufahren als ein „mögliches Vorgehen, um eine Gruppe zusammenzuhalten und das Risiko zu minimieren“.

Als es zum Whiteout kam, stießen vier französische Skibergsteiger, die ohne Bergführer unterwegs waren und ebenfalls Schwierigkeiten mit der Orientierung hatten, zu der Gruppe. Nun stiegen 14 Personen vom Pigne d’Arolla ab; vorneweg Piccioli, der auf seinem GPS der Sommerroute zu folgen versuchte, gefolgt von Castiglioni und den anderen 12 Skibergsteiger*innen. Die Gruppe seilte sich nicht an, aber laut Piccioli band Castiglioni ein Seil um seine Taille und zog es hinter sich im Schnee her, damit die Bergsteiger*innen eine Spur für den Fall hatten, dass sie ihn selbst nicht sehen konnten.

Wir konnten unsere Handschuhe nicht ausziehen, weil unserer Hände gefroren wären und wir sie wahrscheinlich gar nicht mehr hätten anziehen können. Tommaso Piccioli


Selbst wenn die Gruppe der Winterroute gefolgt wäre, hätte ein GPS im Whiteout nicht vor Gefahren wie Gletscherspalten oder Steilstufen gewarnt. Der immer stärker werdende Sturm erhöhte das schon beträchtliche Risiko noch zusätzlich. Während des langsamen Abstiegs vom Gipfel erreichten die Windböen schon Geschwindigkeiten von mehr als 80 Stundenkilometern, die Temperatur fiel und der Schneefall wurde stärker. „Wir konnten unsere Handschuhe nicht ausziehen, weil unserer Hände gefroren wären und wir sie wahrscheinlich gar nicht mehr hätten anziehen können“, so Piccioli.

Flucht nach vorne

Die Sicht betrug nur wenige Meter und der Versuch, der Sommerroute zu folgen, führte mehrmals vom Weg ab. Was als 60-minütige Abfahrt geplant war, entpuppte sich als Härtetest für das Durchhaltevermögen – auch deshalb, weil ein Gewitter mit noch intensiverem Schneefall und Wind aufzog. Nach Stunden des Sich- Vorwärtskämpfens, des Umdrehens und Wieder-Versuchens im heulenden Wind, in der Kälte und im Schnee, ohne Essen und Trinken, war die Gruppe am späten Nachmittag völlig erschöpft. Dennoch versuchten sie weiter verbissen, die Hütte zu finden.

Im Rückblick erscheint es erstaunlich, dass sich die erfahrenen Skibergsteiger*innen so lange abmühten, im absoluten Whiteout und zunehmend stärkeren Wind und Schneefall, anstatt umzudrehen oder einen Notruf abzusetzen. Dieses Vorgehen stellt nun auch Piccioli selbst in Frage. Aber, so erklärte er, als sich die Gruppe einmal im Abstieg zur Cabane des Vignettes befand – und das war der Zeitpunkt, an dem sich die Bedingungen radikal verschlechterten – erschien das Weitergehen als die beste Option.

Wir waren alle überzeugt, dass die Hütte nah war. Tommaso Piccioli


„Wir waren alle überzeugt, dass die Hütte nah war“, erklärt Piccioli. „Und sie war es auch, denn das konnte man auf meinem GPS sehen.” Nur wussten Castiglionis Gäste nicht, wie knifflig die Wegfindung zwischen ihrem Standort und der Hütte war. Wegen des Schneefalls, des Windes und der äußerst eingeschränkten Sicht fanden sie weder den Steinmann noch den Durchschlupf vor dem letzten Hang. Stattdessen irrten sie oberhalb davon umher und verloren weiter an Kräften. Bis, um circa 21 Uhr, die Nacht hereinbrach.

Castiglioni informierte die Gruppe, dass sie es nun sein lassen mussten. Ein Weitersuchen in der Dunkelheit war zu gefährlich. Er zog ein Satellitentelefon hervor und versuchte, einen Notruf abzusetzen. Gemäß Piccioli war jedoch der Akku leer. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gruppe keine andere Möglichkeit mehr, als zu versuchen, sich im Schnee einzugraben und die Nacht abzuwarten. Sie hatten jedoch auf einer Felszunge Halt gemacht. Was es noch schlimmer machte: Sie befanden sich an einem Südhang und der Wind, der inzwischen Orkanstärke erreicht hatte, kam von Süden.

„Ich habe hinter einem Felsen eine kleine Höhle gegraben. Aber der Schnee reichte nicht für eine wirklich adäquate Notunterkunft”, erklärt Piccioli. „Wir waren auf einem Sattel. Der Wind war so stark, dass er quasi schneefrei war.“ Alle Gruppenmitglieder hatten zwar Rettungsdecken in ihren Rucksäcken, aber die brachten in diesem Wind wenig. „Ich nahm meine gar nicht erst heraus, denn sie wäre sofort verblasen worden”, so Piccioli.

Die Situation verschlimmerte sich zusehends. Die Temperatur sank weiter, die körperlichen und mentalen Reserven schwanden. Piccioli und Castiglioni brachten Francesca Von Felten, Elisabetta Paolucci und Gabriella Bernardi in die kleine Höhle, die Piccioli gegraben hatte, obwohl sie eigentlich nicht genug Platz für die drei Frauen bot. Die vier französischen Skibergsteiger suchten oder gruben sich ihre eigenen Schutzzonen, ebenso Castiglionis Frau. Piccioli und die deutsche Frau fanden Felsnischen in der Nähe der anderen Frauen. Gabriella Bernardis Ehemann Marcello und Castiglioni kauerten sich in den brauchbarsten Unterschlupf, den sie in der Nähe finden konnten.

Alle waren dem Kollaps nahe. Piccioli stand zuerst aufrecht, um in Bewegung und wach zu bleiben. Aber es wurde zu anstrengend. Also lehnte er sich sitzend gegen einen Felsen, mit so wenig Schneekontakt wie möglich. Er wusste von Alpinkursen und aus Büchern, dass er wach und in Bewegung bleiben musste, um zu überleben. „Nicht einmal große Bewegungen. Kleine Bewegungen, gerade genug, um das Herz am Schlagen zu halten und den Körper am Leben“, erklärt er. „Und auch, damit man nicht einschläft. Weil Einschlafen ist gefährlich. Dann erwischt dich nämlich die Unterkühlung und dann bist du weg.“ Also habe er sich gesagt, dass er sich in den nächsten acht bis zehn Stunden bewegen müsse, „dass ich einfach nicht einschlafen darf”.

Opfer der Kälte

Spätnachts sah Piccoli nach den drei Frauen in der kleinen Höhle, die er gegraben hatte und sah, dass es ihnen sehr schlecht ging. „Zu Beginn dieser schrecklichen Nacht dachte ich, dass Gabriella sterben würde“, erinnert sich Piccioli. „Sie war ziemlich schwach. Aber ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass noch jemand sterben würde.“

Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass noch jemand sterben würde. Tommaso Piccioli


Als er nach ihnen sah, ging es aber allen drei Frauen extrem schlecht. „Sie lagen im Sterben“, so Piccioli. Er schlug dem Bergführer vor nachzusehen, ob seine Frau einen besseren Unterschlupf gefunden hatte. Falls ja, könnten sie beide mit ihren Schaufeln dort eine größere Schneehöhle graben und die Frauen dorthin bringen.

„Er aber sagte zu mir: ‚Schau, ich kann nichts sehen‘“, erinnert sich Piccioli. „Er sagte, seine Augen wären vom Schneesturm erblindet. Vom Wind. Er war blind. Er sah überhaupt nichts mehr.“ Ein paar Stunden später sah er Castiglioni sitzend, den Rücksack am Rücken. Als die Retter in der Früh kamen, fanden sie seine Leiche am Fuß des Hanges unterhalb des Felsvorsprungs, auf dem die Gruppe die Nacht verbracht hatte.

Piccioli kehrte zu seinem Unterstand zurück und konzentrierte sich darauf, am Leben zu bleiben. Die Temperatur war unter den Gefrierpunkt gefallen, die Windgeschwindigkeit näherte sich 100 Kilometer pro Stunde und der Schnee peitschte ihn. „In so einer Situation muss man seinen eigenen Verstand einschalten, denn die Kräfte sind verschwindend gering und das Denkvermögen auch. Ich wusste, dass ich mich immer bewegen musste. Aber mindestens zwei oder drei Mal dachte ich mir: ‚Wozu das alles? Es ist zu anstrengend. Lass einfach los.‘“

Warum er nicht aufgegeben hat? Piccoli denkt kurz nach, erinnert sich. „Wissen Sie, in dem Stadium denkt man nicht mehr wirklich über sich selbst nach. Es ist eigenartig, aber wenn’s wirklich zu Ende geht, denkt man an die anderen. Ich dachte an meine Frau, an meine Mutter und ich sagte mir: ‚Ich kann ihnen das nicht antun. Ich würde gern, aber ich kann nicht.‘ Und das hat mich gerettet.”

In der Morgendämmerung ließen der Wind und der Schneesturm endlich nach. Piccioli hatte seine Augen wegen des Windes immer geschlossen gehalten. Als er sie nun öffnete, war der Himmel bewölkt und die Sicht brauchbar. Er stand auf und sah nach seinen Freunden. Die deutsche Frau saß in seiner Nähe und war am Leben. Einige andere waren bewusstlos. „Es war wirklich schrecklich“, erinnert sich Piccioli. „Sie lagen auf dem Bauch und waren schneebedeckt.“

Er schaute über das Tal und sah die Vignettes-Hütte. Aber er realisierte schnell, dass diese nicht wirklich so nah war und nicht so leicht mit Ski erreichbar. Unsicher, was er als Nächstes tun sollte, holte er seine Thermoskanne hervor und trank mit der deutschen Frau Tee. Sie hatten in den vergangenen beinahe 24 Stunden weder gegessen noch getrunken. Ihre Reserven waren am Ende. Plötzlich sah die deutsche Frau Skibergsteiger unter ihnen. „Also stand ich auf und rief um Hilfe. Und sie blieben stehen, versammelten sich und ich konnte sehen, dass sie mich gehört hatten. 15 Minuten später kam der Helikopter.“

Am Wochenende dieses Schneesturms starben insgesamt 16 Personen in den Alpen. Neben jenen sieben in der Nähe der Vignettes-Hütte waren dies: zwei Schweizer Kletterer, 21 und 22 Jahre alt, die ebenfalls in den Schneesturm gerieten und wegen Unterkühlung in den Berner Alpen ihr Leben ließen, eine Russin, die mit Schneeschuhen am Monte Rosa unterwegs war, ein Kletterer und ein Bergsteiger aus Frankreich, die in Lawinen gerieten – der eine in Frankreich nahe des Mt. Blanc, der andere im Schweizer Wallis, vier weitere stürzten tödlich ab: Enrico Frescura (30) und Alessandro Marengon (28) beide Ehrenamtliche des Bergrettungsdienstes Aiut Alpin Dolomites in Italien, die den Halt auf den letzten Metern im Anstieg auf den Monte Antelao in Italien verloren und zwei weitere Skibergsteiger, die durch einen Sturz in Gletscherspalten unabhängig voneinander starben.

Es hätte nicht passieren dürfen

Unfälle oder Ereignisse mit mehreren Todesopfern sind in den Alpen nicht unbekannt. Im Jahr 1970 starben insgesamt 113 Personen innerhalb von zwei Monaten in einer Lawine und in einer Mure. Im Jahr 1999 starben zwölf Personen in einer Lawine nahe Chamonix. Am Mt. Blanc starben 2008 acht Personen in einer einzigen Lawine. Und 2015, innerhalb von nur vier Monaten, verloren 12 Skibergsteiger sowie sieben Kletterer ihr Leben in zwei Lawinen. Aber ganze Gruppen, die durch Unterkühlung oder Erfrierungen zu Tode kommen, sind selten. Was den Unfall am Pigne d’Arolla besonders erstaunlich und tragisch macht, ist, dass er eigentlich nicht hätte passieren dürfen.

Anjan Truffer, Bergrettungschef der Air Zermatt, die mit sieben Air-Glacier-Hubschraubern die Gruppe bei der Vignettes-Hütte rettete, führt jährlich 180 bis 200 Rettungen im Hochgebirge durch. Laut Truffer sei es „unüblich“, dass ein solcher Unfall auf der Haute Route passiert. „Die Route ist viel begangen und normalerweise sind eine Menge Bergführer auf ihr unterwegs. Es ist keine übermäßig schwierige Unternehmung.“

Wir hatten eine Wetterlage, die als Föhn bekannt ist (…) die ganze Woche beobachtet. Und wir waren uns ziemlich sicher, dass wir an dem besagten Tag nicht hoch hinaufgehen können. Mildes Smart


Außerdem mag der Sturm zwar heftig gewesen sein, doch kam er nicht plötzlich oder unerwartet auf. Miles Smart, ein in den USA ausgebildeter Bergführer, der seit 15 Jahren in den Alpen arbeitet, war Castiglionis Gruppe nur 24 Stunden mit einer Skitourengruppe auf derselben Route voraus. Am Morgen des 29. April war Smart mit seinen Gästen auf der Vignettes-Hütte. „Wir hatten eine Wetterlage, die als Föhn bekannt ist“, erklärt er. „Das ist ein Südwind-Wetterphänomen des Alpenhauptkamms. Vom Pigne d’Arolla nach Zermatt ist er normalerweise be- sonders stark. Deshalb haben wir diese Wetterlage die ganze Woche beobachtet. Und wir waren uns ziemlich sicher, dass wir an dem besagten Tag nicht hoch hinaufgehen können.“

Als Smart und seine Gruppe an jenem Morgen aufwachten, waren die tatsächlichen Bedingungen bei der Vignettes-Hütte sogar schlechter, als die Wetterdienste vorhergesagt hatten. „Es war sehr, sehr windig“, sagt er, „und rundherum war die Sicht sehr schlecht. Es waren wahrscheinlich fünf oder sechs geführte Gruppen auf der Hütte. Unter uns, den amerikanischen und Schweizer Bergführern, war ein Austausch über die Lage gar nicht erst nötig.

Es war für alle sonnenklar. Anstatt weiter nach Zermatt zu gehen, entschieden wir uns eindeutig für den Abstieg. Es gibt eine recht einfache Route von der Vignettes-Hütte ins Dorf Arolla. Wir brachen um circa 7 Uhr in der Früh auf und waren etwa 45 Minuten später unten.“

Bilanz des Sturms

Aber schon so früh am Morgen war der Wind so stark, dass die Bergführer jedem Gast einzeln bei der Bewältigung der kurzen Strecke von der Hütte zu der Stelle auf der windabgewandten Seite des Grats helfen mussten, wo die Gäste die Ski anschnallen und die Abfahrt beginnen konnten. Folglich war der Sturm bei der Vignettes-Hütte laut Smart schon „in vollem Gange“, als Castiglionis Gruppe erst dabei war, die Dix-Hütte zu verlassen. Abgesehen davon, dass die Wettervorhersagen, die Smart die ganze Woche verfolgte, allen Bergführern zugänglich waren, sind die Hütten auch untereinander telefonisch verbunden. Ein kurzer Anruf vor Aufbruch von der Dix-Hütte hätte die nötigen Informationen darüber geliefert, wie schlecht das Wetter am Ziel schon zu diesem Zeitpunkt war.

Außerdem wäre es zu erwarten gewesen – wenn auch kein Muss –, dass ein Bergführer im Falle einer Planänderung bei der nächsten Hütte anruft, um sicherzustellen, dass es dort genügend Schlafplätze für alle gibt. Castiglioni wählte als neues Etappenziel seiner Gruppe die Vignettes-Hütte anstatt der Nacamuli-Hütte. Die lokale Polizei aber habe Piccioli laut dessen Aussage erzählt, dass die Hüttenwirte der Vignettes-Hütte keinen Anruf erhalten hatten. Ein Aufbruch der Gruppe ist überhaupt schwer vorstellbar, hätte Castiglioni die Vignettes-Hütte kontaktiert.

Es gab auch Alternativen zur Route über den Gipfel des Pigne d’Arolla. von der Dix-Hütte kann man abfahren und eine tiefer gelegene Route auf der Nordseite des Berges nehmen, in der Nähe des Dorfes Arolla. Dort kann man entweder übernachten oder den Hang, den Smarts Gruppe abfuhr, zur Cabane des Vignettes wieder aufsteigen. Smart erwähnt noch eine weitere Möglichkeit: „Man kann überall auf der Durchquerung einfach umkehren und zur Dix-Hütte zurückfahren. Als sich das Wetter verschlechterte, hätten sie relativ schnell zurück sein können.“

Ich denke, es ist fatal, sich nur auf ein einziges Mobiltelefon zu verlassen. Anjan Truffer


Es ist auch ein Rätsel, warum Castiglioni zumindest anscheinend nur ein einziges Mobiltelefon für die Navigation dabei hatte. „Ich denke, es ist fatal, sich einfach nur auf ein einziges Mobiltelefon zu verlassen“, sagt Truffer. „Die Akkus verlieren in der Kälte und bei Wind so rasch an Ladung. Man sollte ein echtes, zweckmäßiges GPS dabei haben.“

Wenn man sich die Alternativen vor Augen führt und berücksichtigt, dass der Sturm nicht nur vorhergesagt, sondern am frühen Morgen bei der Vignettes-Hütte schon in vollem Gange war und diese Information für Castiglioni leicht einzuholen gewesen wäre, dann ist es bestenfalls „schwer zu verstehen“, so Remsberg, wie Castiglioni zu den Entscheidungen kam, die er an jenem Tag traf. Zugleich ist es verblüffend, dass diese Gruppe erfahrener Skibergsteiger*innen diese Entscheidungen nicht in Frage stellte und ihrem Bergführer blindlings in den Sturm folgte.

Niemand wird wissen, was den Menschen, die ums Leben kamen, durch den Kopf ging. Die American Mountain Guides Association, die Berufsbergführer in den USA ausbildet und zertifiziert, und die IFMGA, ihr europäisches Pendant, haben in den vergangenen Jahren größeres Augenmerk auf die Frage gelegt, wie es zu solchen Entscheidungen kommt. Bei der Tragödie am Pigne d’Arolla haben zweifelsohne mehrere Faktoren eine Rolle gespielt.

„Wir legen in den USA unseren Fokus beim Bergführen sehr auf den Faktor Mensch, mehr als früher“, so Remsberg, vor allem auf heuristische Annahmen oder Denkfehler, die sowohl Bergführern als auch Gästen unterlaufen können. In den Alpen sei die Bequemlichkeit oder sogar Selbstgefälligkeit einer der größten Risikofaktoren für Unfälle, so Remsberg, weil das freie Gelände rasch erreichbar und das Hüttennetzwerk großartig ausgebaut ist.

„Wegen der guten Infrastruktur fühlt man sich schnell besser geschützt“, erklärt Remsberg. „Man kommt leichter ins Gelände, deshalb erscheint es sicherer.“ Das ist es natürlich nicht. Mehr als 150 Personen sterben pro Jahr in den Alpen. Doch sowohl europäische Gäste als auch Bergführer werden zu dem Glauben verleitet, dass sie nicht so viel Informationen oder Ausrüstung benötigen, um sicher in den Bergen unterwegs zu sein. „Es ist nicht so, dass Europäer keine Informationen wollen. Es ist eher so, dass die Bergsportkultur in Europa und die Infrastruktur zu dem Gefühl führen, nicht viel zu brauchen“, so Remsberg.

In den USA müssen Bergführer und Gäste selbstständiger sein: Sie tragen nicht nur Zelte, Material und Vorräte mit, sondern auch mehr Notfall-, Kommunikations- und Navigationsausrüstung. Amerikanische Bergführer pflegen tendenziell auch eine bessere Kommunikation mit ihren Gästen bzw. legen mehr Augenmerk auf sie. Sie schauen gemeinsam mit ihren Gästen in die Karte, besprechen das Wetter und die Routen. Das geht bis hin zu möglichen Risiken und Gefahren sowie den Begründungen für Go- und No-Go-Entscheidungen. „Amerikanische Bergführer mögen es im Allgemeinen durchaus, in Lagebesprechungen reichlich Informationen zu geben“, bestätigt Smart. „Dafür sind wir bekannt.“

Natürlich sind Bergführer individuell verschieden und kommunizieren unterschiedlich gut mit ihren Gästen. Laut Piccioli war jedoch einer der Gründe, warum die Gruppe die Entscheidungen an diesem Tag nicht hinterfragte, dass sie keine Ahnung hatte, was geplant war bzw. wohin es an diesem Tag gehen würde. „Es wurde sehr wenig gesprochen, und es gab überhaupt keine Lagebesprechung mit dem Bergführer“, so Piccioli. „Ich glaube, dass man die Gruppe auf so einer Tour genau über Route und Abläufe informieren sollte. Hätte ich von dem engen Durchschlupf auf dem Weg zur Hütte gewusst, hätte ich gesagt: ‚Wir gehen ganz sicher nicht weiter.‘“

Halo-Effekt

Bequemlichkeit und Selbstgefälligkeit können auch einen Einfluss auf Vorbereitung und Entscheidungsfindungsprozesse haben. Es könnte der Fall sein, dass die relative „Leichtigkeit“ der Haute Route – verglichen mit den größeren Expeditionen, an denen Castiglioni teilgenommen hatte – ihn dazu verführte, für weniger Redundanz bei der Navigations- und Kommunikationsausrüstung zu sorgen und außerdem vor Ort weiterzugehen, obwohl sich das Wetter derart verschlechtert hatte. Piccioli gesteht auch ein, dass er und seine Freunde „den Ernst der Situation unterschätzten“. Die Gruppe scheint wohl auch Opfer eines Phänomens geworden zu sein, welches als „Halo-Effekt“ bekannt ist. Für sich allein waren die acht Skibergsteiger*innen erfahren genug, um das Wetter einzuschätzen, die Route zu recherchieren und die Entscheidung für den Aufbruch schon von vornherein zu hinterfragen. Da sie aber einen Experten engagiert hatten, gaben sie ihre eigene Entscheidungsfindung zugunsten der seinen auf.

„Wir haben nur an der Tour teilgenommen, sie aber nicht geplant. Er war für die Planung zuständig“, sagt Piccioli. „Und das war wahrscheinlich unser Schwachpunkt. Wenn man eine Tour selbst organisiert, dann kümmert man sich wirklich um Dinge wie Karten und Wetter. Aber wenn man einen Bergführer hat …” Seine Stimme wird leiser, er seufzt. „Niemand sagte etwas“, fährt er schließlich fort. „Wahrscheinlich weil ihm alle vertrauten. Ich auch. Sie vertrauten ihm alle und sagten sich: ‚Okay, wir folgen ihm einfach.‘“

Wenn man ein Problem hat und zum Arzt geht, vertraut man ja auch nicht blind darauf, dass alle Entscheidungen für einen getroffen werden. Dale Remsberg


Das ist, vielleicht, die größte Lehre aus dieser Tragödie. „Wenn man ein Problem hat und zum Arzt geht, vertraut man ja auch nicht blind darauf, dass alle Entscheidungen für einen getroffen werden“, so Remsberg. „Ich möchte Gäste ermutigen, nicht blindlings die ganze Verantwortung an den Bergführer abzugeben, sondern ein Team-Mitglied in dieser Konstellation zu sein und es auch so anzugehen.”

Für Piccioli ist die Antwort einfacher. „Ich bin sicher, dass es eine Menge großartiger Bergführer gibt“, sagt er. „Aber ich werde in Zukunft alles selbst organisieren.“

Video-Update April 2023: Die Rekonstruktion des SRF