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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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GPS-Sportuhren im Test: Die digitale Wollmilchsau?

Bergsport bewegt sich immer auf der schmalen Linie zwischen der Einfachheit des Tuns und der ständig fortschreitenden technischen Entwicklung. Jährlich wird die Ausrüstung noch leichter, noch effizienter, noch futuristischer. Bei der Tourenplanung ist es nicht anders. Die klassische, rein analoge Tourenplanung wurde für viele von uns längst abgelöst durch digitale oder hybride Tourenplanung. Die neueste Entwicklung in diesem Bereich sind GPS-Sport-Uhren und Smartwatches, die die Grenzen zwischen Navigationsgerät, Fitnesstracker und Smartphone verschwimmen lassen.

Unabhängig von philosophischer Betrachtungsweisen über die fortschreitende Digitalisierung lautet die Leitfrage dieses Beitrags: Taugen moderne GPS-Sport-Uhren oder Smartwatches zur Tourenplanung und Navigation in den Bergen und wie schneiden sie im Vergleich zu herkömmlichen GPS-Handgeräten und Smartphones ab?

Welche Gerätearten gibt es?

Zu Beginn ist es hilfreich, sich einen Überblick über die verschiedenen Gerätearten zu verschaffen. Aus Sicht der Bergsportler*innen sind für die digitale Tourenplanung vier Gerätearten interessant. PC bzw. Laptop werden nicht aufgezählt, weil sie zwar für die Vorbereitung hilfreich sind, zur Navigation im Gelände aber ungeeignet. Relevant sind Smartphones, GPS-Handgeräte, Smartwatches und GPS-Sport-Uhren. Smartwatches fühlen sich vor allem im urbanen Raum zu Hause. Sie sind geschaffen für die tägliche Interaktion und benötigen eine Verbindung zum Smartphone.

GPS-Uhren und Smartwatches ergänzen heute die klassischen Navigationstools.


Ihre Möglichkeiten sind vielseitig, vorausgesetzt es gibt eine App dafür. GPS-Uhren werden von den Herstellern oft als Smartwatch verkauft, sind aber primär für Outdoorsportarten konzipiert und deshalb für den Bergsport am interessantesten. Sie können mit dem Smartphone verknüpft werden, müssen es aber nicht. Im Gegensatz zu Smartwatches haben sie alles an Bord, um als eigenständiges Navigationsmittel zu dienen. Die ernstzunehmenden Exemplare haben einen barometrischen Höhenmesser, GPS-Empfänger (die meisten zusätzlich Glonass, Galileo o. Ä.), Kompass und diverse Navigations- und Sporteinstellungen.

Auf der Suche nach der perfekten Navigation in den Bergen haben wir GPS-Sportuhren und Smartwatches dem Test unterzogen. Foto: Wolfgang Warmuth

Welche Uhren wurden getestet und warum?

Als Smartwatch wurde die Samsung Galaxy Watch 4 Classic getestet, als GPS-Sport-Uhr eine Garmin Fenix 6X Pro (Abb. 1). Als Referenz für den Vergleich wurde ein durchschnittliches Android Smartphone verwendet (Motorola Moto G Power) und ein älteres GPS-Handgerät (Garmin GPSmap 62sc). Keines der Geräte wurde vergünstigt durch die Hersteller zur Verfügung gestellt. Die Funktionen der Geräte wurden unter dem Gesichtspunkt der Tourenplanung und -durchführung getestet. Die Geräte können als stellvertretend für ihre Geräteart angesehen werden.

Für die Auswahl der Smartwatch war entscheidend, dass sie kompatibel mit der App von alpenvereinaktiv.com ist und dass sie das Betriebssystem Android verwendet (die Erkenntnisse des Tests können auf die Apple Watch übertragen werden). Für die Kategorie der GPS-Uhren wurde die Garmin Fenix 6X Pro getestet, zum Zeitpunkt des Tests das neueste Modell der Fenix-Serie und eine von zwei mir bekannten GPS-Uhren mit herunterladbaren Karten (die andere ist die Coros Vertix 2). Die Navigation mit der Karte und das vorhandene Kartenmaterial sollen laut Berichten bei der Garmin Fenix 6 Pro besser sein als bei der Coros Vertix 2, überprüfen konnte ich diese Behauptung jedoch nicht.

Die meisten modernen GPS-Uhren können GPS-Tracks als sogenannte Brotkrümel-Navigation darstellen, also als Linie auf einfarbigem Hintergrund, anhand der man sich orientieren kann. Die Garmin Fenix 6X Pro ist in ihrer Ausstattung vergleichbar mit anderen Modellen namhafter Hersteller (bezüglich Genauigkeit der Sensorik kann hier keine Aussage getroffen werden), aber der entscheidende Unterschied ist die Kartendarstellung. Wie bei den Handgeräten können Custom Maps und die AV-Karten draufgeladen werden. Für Garmin sprach ebenfalls die Macht der Gewohnheit, da ich bereits mit einem Handgerät und der Garmin Software vertraut bin. Seit Anfang des Jahres 2022 gibt es von Garmin ein neueres Modell, die Fenix 7.

Kurz zusammengefasst ist das neue Modell teurer, hat eine andere Optik, hat ein optionales Touchdisplay, die bereits sehr gute Akkulaufzeit wurde weiter verbessert und die TopoActive-Karten sind nicht mehr (wie noch beim Vorgänger) vorinstalliert, können aber nachträglich installiert werden.

Smartwatch versus GPS-Uhr: Top oder Flop?

Beide Gerätearten können zur Navigation im Gelände verwendet werden, aber sie unterscheiden sich dabei deutlich. Da die Geräte für unterschiedliche Schwerpunkte gebaut werden, ist es essentiell, sich vor einer Kaufüberlegung die Frage zu stellen, was man mit der Uhr machen möchte und was sie leisten soll.

Abb. 1 Als Smartwatch wurde die Samsung Galaxy Watch 4 Classic getestet (unten), als GPS-Sport-Uhr eine Garmin Fenix 6X Pro (oben). Foto: Corinna Eber

Smartwatches

Smartwatches sind als verlängerter Arm von Smartphones entworfen worden. In erster Linie bilden sie ab, was auf dem Smartphone sichtbar ist, und ergänzen das Ganze durch Körperdaten wie Schrittzähler, Herzfrequenzmessung, Stresslevel etc. Für die Uhren gibt es eigene Apps, die mit den Smartphone- Apps kompatibel sind (Achtung: Nicht jede Androidversion ist mit allen Apps kompatibel). So gibt es beispielsweise von alpenvereinaktiv, Komoot oder Strava Apps für die Smartwatch, die mit dem Smartphone synchronisiert werden können. Ist man im Gelände unterwegs und startet auf dem Smartphone eine Navigation, kann man sich die Richtungsangaben und Entfernung zur nächsten Abzweigung auf der Uhr anzeigen lassen.

Von den drei genannten Smartwatch-Apps zeigt nur alpenvereinaktiv einen Kartenausschnitt mit dem zurückgelegten Weg und der noch zu gehenden Strecke. Die Karte kann auf der Uhr offline gespeichert werden, bei der Apple Watch ist das nicht möglich. Sie benötigt eine ständige Bluetooth-Verbindung zum iPhone. Damit bietet die Galaxy Watch in Kombination mit alpenvereinaktiv eine einfache Navigation mit herunterladbaren Karten und Richtungsanweisungen. Preislich sind Smartwatches attraktiver als die hochwertigen GPS-Uhren, sie sind in der Regel kleiner, handlicher und vielseitig verwendbar. Die Kommunikation zwischen Smartwatch und Smartphone funktioniert eleganter als bei GPS-Uhren, vor allem wenn Smartwatch und Smartphone vom gleichen Hersteller sind.

Die Akkulaufzeit von Smartwatches ist deutlich geringer als die hochwertiger GPS-Uhren und das kleinere, handliche Design macht sie weniger robust. Die Kartennavigation bietet zwar einen Überblick über den Standort und die Karte kann verkleinert oder vergrößert werden, jedoch ist es nicht möglich, den Kartenausschnitt zu verschieben, um den weiteren Weg zu analysieren, und die Kartenkacheln laden nicht immer sofort. Wegen eines fehlenden Kompasses kann die Karte nicht in Blickrichtung gedreht werden und der Standort wird nur durch ein Fadenkreuz ohne Richtungsanzeige dargestellt.

Der Touchscreen der Uhr ist zwar gut zu bedienen, aber schaltet sich, um Energie zu sparen, nach kurzer Zeit aus, was beim Studieren der Karte aber sehr störend sein kann. Hinzu kommt, dass die GPS-Aufzeichnung der getesteten Smartwatch weniger genau ist als bei den anderen Gerätetypen, was die Orientierung zusätzlich erschwert. Nach einer langen Tagestour mit Pulsmessung und Navigation verabschiedet sich der Akku und das beschreibt den Anwendungsspielraum der Uhr sehr gut. Wer wenig Geld investieren möchte und primär eine Uhr für den Alltag sucht, die zusätzlich am Wochenende bei kurzen Bergtouren gute Dienste leistet oder die abendliche Laufrunde aufzeichnet, kann mit einer Smartwatch glücklich werden.

GPS-Sportuhren

Wendet man sich nun den GPS-Uhren zu, wird man schnell merken, dass man deutlich mehr Kleingeld (mehr als das doppelte) in die Hand nehmen muss. Die GPS-Uhren können ebenfalls mit dem Smartphone verknüpft werden, um Touren zu planen, Vitaldaten zu analysieren und individuelle Trainings zu planen. Die Akkulaufzeit ist mit 21 Tagen im Standard-Smartphone-Modus beachtlich. Es gibt Uhren mit längerer Akkulaufzeit, sowohl von Garmin als auch von anderen Herstellern (z. B. Garmin Enduro oder Coros Vertix 2).

Mit aktivierter GPS-Navigation lassen sich laut Hersteller 60 Stunden aus der Uhr herausquetschen, im Energiesparmodus sogar Monate. Die Praxis zeigt, die Uhr lässt sich problemlos eine Woche lang ohne Aufladung verwenden bei täglichem Gebrauch im Smartwatch-Modus (Bluetoothverbindung zum Smartphone, Pulsmessung, normale Uhrfunktionen), mehreren Laufrunden pro Woche mit GPS-Aufzeichnung und am Wochenende längeren Bergtouren mit Navigation. Hier übertrumpft die GPS-Uhr sowohl die Smartwatch als auch das Smartphone. Der Nachteil gegenüber einem GPS-Handgerät: Man kann die Batterien nicht im Gelände tauschen, sondern benötigt eine Steckdose oder Powerbank.

Übrigens gibt es die Fenix-Modelle in drei verschiedenen Größen, wobei die X-Modelle am größten sind und dadurch auch die stärkste Akkuleistung haben. Die Vorbereitung einer Tour funktioniert mit GPS-Uhren ganz ähnlich wie mit dem Smartphone. Der Hersteller Garmin bietet mit Connect und Basecamp zwei kostenlose Anwendungen, mit denen Tracks erstellt werden können. Connect setzt dabei ausschließlich auf die Karten von Google Maps und ist dadurch für Rennradrunden oder Joggingrunden brauchbar, aber nicht für Touren in den Bergen.

Verschiedene Websites bieten individuelle Tourenplaner an oder die Möglichkeit, GPS-Tracks herunterzuladen, die dann auf der Uhr gespeichert werden können. Hierfür ist kein PC oder Laptop nötig, es funktioniert per Bluetooth mit dem Smartphone. So können beispielsweise Touren mit alpenvereinaktiv.com geplant und vorbereitet werden und dann auf der Uhr abgespeichert werden. Uhren von Garmin oder Suunto können direkt mit alpenvereinaktiv verknüpft werden und die Planung landet automatisch auf der Uhr. Die Navigation anhand von GPS-Tracks ist mit den meisten GPS-Uhren möglich, das gehört mittlerweile zum Standard. Akkulaufzeit und Kartendarstellung trennen die Spreu vom Weizen.

Wo liegen nun die großen Unterschiede zwischen den GPS-Uhren und den anderen Gerätetypen? In der Kartendarstellung und den Navigationsmöglichkeiten ist die Fenix- Serie den Smartwatches deutlich überlegen. Außerdem ist die Trackaufzeichnung genauer, die Höhe wird über GPS und barometrischen Höhenmesser ermittelt, die Akkulaufzeit spielt in einer anderen Liga und der eingebaute Kompass unterstützt die Orientierung. Hinzu kommt, dass viele Smartwatches über Touchscreens bedient werden, was zwar elegant wirkt, im Gelände aber hinderlich sein kann.

Versehentliches Beenden der Aufzeichnung, ein deutlich höherer Akkuverbrauch und eine schwerere Bedienung mit Handschuhen können die Folge sein. Eine bergsporttaugliche GPS-Uhr sollte für meinen Geschmack auf Tastenbedienung setzen, so wie es bei der Fenix-6-Serie der Fall ist. Selbst im Schneesturm mit dicken Fäustlingen kann die Uhr gut bedient werden, Schneeflocken und Wassertropfen stören die Bedienung nicht (was bei Touchscreens oft der Fall ist) und die Finger bleiben warm. Die Bedienung per Knopfdruck ist dabei allerdings weniger zeitsparend als am Touchscreen oder bei den bekannten GPS-Handgeräten. Auf der Uhr muss man sich durch einige Menüs klicken, um an den gewünschten Punkt zu gelangen. Smartphones, Smartwatches und GPS-Handgeräte können das schneller.

Abb. 2 Das Display der Uhr spiegelt im Gegensatz zum Handydisplay kaum im Sonnenlicht. Foto: Corinna Eber

Ein stark limitierender Faktor der Uhr ist die Displaygröße, die markante Auswirkungen auf die Navigationsfähigkeit hat. Die größte Ausführung der Fenix 6 kommt mit einer Displaygröße von 35,56 Millimetern (1,40 Zoll) Durchmesser daher. Das ist in etwa so breit wie das Display eines Garmin GPSmap 62sc, aber zwei Zentimeter kürzer. Besonders für Personen mit eingeschränkter Sehkraft kann das zum Ausschlusskriterium werden. Das soll keine Analyse aus junger Überheblichkeit sein, sondern basiert auf Rückmeldungen bei Schulungen und Kursen.

Das Display selbst ist bei verschiedensten Lichtverhältnissen gut lesbar und spiegelt im Gegensatz zu vielen Smartphones und Smartwatches so gut wie nie (Abb. 2). Während der Tour können verschiedenste Anzeigemodi durchgewechselt werden, von Vitaldaten über zurückgelegte Höhenmeter, Höhenprofile, Kompasspeilung und viele mehr (Abb. 3). Der Funktionsumfang zur Navigation entspricht dem der Handgeräte. Hinzu kommen die sportlichen Aspekte zur Leistungsanalyse, kurz die Auswertung der Vitaldaten in Kombination mit der zurückgelegten Strecke. Das entscheidende Element der Fenix 6 ist die Kartenansicht, denn die unterscheidet sie von anderen GPS-Uhren und auch von den Smartwatches.

Abb. 3 Die Uhren verfügen nicht nur über eine Kartenansicht, sondern über ganz unterschiedliche Anzeigemodi, wie Höhenprofil oder Vitaldaten. Foto: Corinna Eber

Anders als bei der Smartwatch kann die Karte beliebig vergrößert, verkleinert und verschoben werden (Abb. 4). Man kann also den weiteren Weg mit der Karte auskundschaften, was allerdings mehr Zeit benötigt als auf Handgeräten, weil die Karte nicht so schnell nachlädt und man den Kartenausschnitt nur in kleinen Schritten bewegen kann. Die Praxis zeigt, dass die Navigation mit der Fenix 6X Pro stark von der Qualität des GPS-Tracks abhängt. Eine Navigation nur anhand der hinterlegten Karte hängt einerseits von der Karte ab und andererseits stark von der Region. Der kleine Kartenausschnitt ermöglicht eine kleinräumige Orientierung und Navigation anhand der Karte. Möchte man den Wegverlauf über mehrere Kilometer oder verschiedene Varianten auf einen Blick sehen, stellt sich die Uhr als wenig effektiv heraus – es ist jedoch möglich.

Abb. 4 Das Besondere an Garmin-Uhren ist die gute Kartenansicht, die die Navigation im Gelände im Vergleich zu den klassischen Smartwatches erleichtert. Foto: Corinna Eber

Auch im Winter, wenn einzelne Hänge beurteilt werden sollen, kann ein Smartphone mit Karte und Hangneigungslayer mehr als die Uhr. Die vorinstallierten Karten der Uhr zeigen zuverlässig das Wegenetz und Skigebiete an, bieten aber leider keine Geländezeichnungen. Dem kann mit kostenlosen Varianten der OpenStreetMap nachgeholfen werden. Als Ergebnis erhält man gute Karten mit Höhenlinien, die in Kombination mit dem GPSTrack eine brauchbare Navigation ermöglichen. Wer beim Preis der Uhr noch nicht den Appetit verloren hat, kann sich für 130 Euro die Alpenvereinskarten dazukaufen. Darüber hinaus gibt es weitere topografische Karten für sämtliche Regionen der Welt.

Zu meiner positiven Überraschung kann man mit Hilfe dieser Karten, trotz des kleinen Displays, viel herauslesen und zuverlässig navigieren. Die hinterlegte AV-Karte ist ein klarer Mehrwert, allerdings mit obigen Einschränkungen. Ein Beispiel aus der Praxis: Auf der Skitour von der Vernagthütte in Richtung Brochkogeljoch stand mir ein mittelmäßig genauer GPS-Track zur Verfügung. Die Sicht war perfekt und mit Hilfe kleiner Anhaltspunkte auf der Karte und dem Track war schnell ersichtlich, wie das Gletscherbecken am schnellsten gequert werden kann.

Bei schlechterer Sicht hätte man sich mehr auf die Karten verlassen müssen und das wäre aufgrund der Weitläufigkeit des Geländes schwierig geworden. Auf einem Smartphone oder GPS-Handgerät kann man die ganze Geländekammer auf einmal betrachten, auf der GPS-Uhr (wenn die Karte lesbar bleiben soll) nur die Mulde, in der man gerade steht. Es muss viel gezoomt und verschoben werden, da verliert man schnell die Lust. Wenn man jedoch einen sehr guten GPS-Track hat, der nicht nur schematisch in Luftlinien über den Gletscher fliegt, genügt ein kurzer Blick aufs Handgelenk. Manch einem wird es nun die Haare aufstellen und das zu Recht. Navigation darf nicht nur aus blindem Folgen des GPS-Tracks bestehen. Die GPS-Uhr birgt auf jeden Fall die Gefahr, dass sich die Anwender*innen nur mehr auf den Track konzentrieren.

Gleichzeitig lernt man es zu schätzen, sich den Wegverlauf und das Gelände auf der Karte gut einzuprägen, um sich nicht auf das kleine Display verlassen zu müssen. Wie bei allen technischen Hilfsmitteln muss die Anwendung gelernt sein. Vor- und Nachteil – dass Karte und Track ständig am Handgelenk sind – können Fluch und Segen zugleich sein, am Ende des Tages ist es Geschmackssache. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich bei der Navigation mit dem Smartphone eher dazu verleitet werde, mir die Karte und den Routenverlauf nicht so genau anzusehen, weil ich weiß, dass ich beides sowieso auf dem Smartphone dabeihabe.

Seit ich die Uhr als primäres Navigationsgerät verwende, präge ich mir in der Vorbereitung den Wegverlauf und die Karte viel besser ein, weil ich weiß, dass es mit der Uhr mühsamer ist, sich ein großflächiges Gebiet auf der Karte anzusehen. Die Vorbereitung bekommt bei der Fenix eine größere Bedeutung. Denn je besser man den Verlauf und die Karte kennt und je besser der GPS-Track geplant ist, desto leichter fällt die Navigation im Gelände. Für mich hat sich die Fenix 6X Pro als zuverlässige Navigationsmöglichkeit herausgestellt und mein Smartphone als primäres Gerät abgelöst. Smartphone oder Handgerät sind trotzdem immer als Backup dabei.

Erstens, weil die Uhr versagen könnte, und zweitens, falls komplexere Entscheidungen getroffen werden müssen. Während die Fenix beim Navigieren unter günstigen Bedingungen Zeit einspart (Handy rausholen, anmachen, Karte öffnen), verliert man bei anspruchsvolleren Navigationsaufgaben durch das kleine Display und das langsamere Laden und Verschieben der Karte Zeit.

Kurzum: Die Uhr hilft sehr gut, um auf dem richtigen Weg zu bleiben, sie hilft jedoch nicht so gut, wenn man sich völlig verlaufen hat. Wenn man allerdings im Nebel oder Schneesturm steckt und sich alleine auf die GPS-Navigation verlassen muss, leistet die Fenix sehr gute Dienste, weil man regelmäßig die Richtung checken kann und gleichzeitig die Hände frei hat – zum Beispiel bei einer Skitourenabfahrt bei sehr schlechten Sichtverhältnissen und widrigen Bedingungen. Man sollte in so einer Situation aber auch immer kritisch hinterfragen, warum man im Nebel steckt. Wäre man ohne GPS auch losgegangen oder hat die Technik dazu verleitet?

Fazit

Eine kartenfähige GPS-Uhr ist ein tolles Gerät, das mich noch auf vielen Bergtouren begleiten wird. In erster Linie handelt es sich dabei um ein Sportgerät, das Leistung aufzeichnen und analysieren kann. Erst in zweiter Linie handelt es sich um ein Navigationsgerät. Die Schlüsselfrage, die man sich vor der Anschaffung stellen sollte, ist, wofür das Gerät verwendet wird und was man sich davon erwartet. Wer sich von der Uhr eine Navigation mit allen Vorzügen von Smartphone und GPS-Handgerät erwartet, ohne die Nachteile dieser Geräte, wird enttäuscht sein.

Das kann die Uhr wegen des kleineren Displays und der eingeschränkten Tastenbedienung nicht leisten, aber natürlich haben auch Smartphones und Handgeräte ihre Nachteile. Wenn man jedoch Gefallen an den sportlichen Aspekten einer Multisport- Uhr findet und zusätzlich eine schlanke und schnelle Navigation sucht, sei es beim Trailrunning, Bergwandern oder auch bei Skitouren oder Hochtouren abseits markierter Wege, der wird die Uhr zu schätzen wissen – vorausgesetzt, man hat ein Backup dabei. Wer nur auf markierten Wegen unterwegs ist, das aber gerne schnell und über lange Strecken, könnte eine Uhr ohne Kartendarstellung, aber dafür mit noch längerer Akkulaufzeit in Erwägung ziehen.

GPS-Sportuhren im Überblick

Garmin Instinct Solar: mit schlankem Funktionsumfang, rudimentärer Brotkrümelnavigation und sehr guter Akkulaufzeit dank leistungsstarker Solarzelle. Empfängt wie alle Garmin-Uhren drei verschiedene Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo).

Suunto Baro und Peak 9: für Fans von Suunto. Sehr gute Uhren mit gutem Funktionsumfang, Sportanalyse und guter Navigation, allerdings ohne Karten. Empfangen fünf verschiedene Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, Beidou).

Coros Apex und Vertix 2: Wer etwas weniger ausgeben und trotzdem den üblichen Funktionsumfang genießen möchte, ist mit der Apex gut beraten. Die Vertix 2 ist teurer und kann Karten offline speichern, hat eine sehr lange Akkulaufzeit und empfängt fünf verschiedene Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS).

Polar Grit X Pro: vergleichbar mit den Uhren anderer Hersteller und etwas günstiger. Gute Navigation, aber ohne Karte. Empfängt vier verschiedene Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS).

Zusammengefasst: Garmin Fenix und Coros Vertix 2 sind preislich ähnlich und bieten Kartennavigation. Die anderen Uhren sind etwas günstiger und haben keine Kartennavigation, empfangen dafür aber mehr Satellitensysteme und kommen in der Standardausstattung mit stabilerem Glas.

In den Bergen ist eine gute Navigation gerade bei anspruchsvolleren Touren besonders wichtig. GPS-Sportuhren sind dafür sehr gut geeignet. Foto: Paul Trenkwalder