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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Expeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, Peru

Der Artikel ist Teil des Schwerpunkts „Generation Zukunft“ im bergundsteigen #120.

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Die Taschen sind gepackt, jedes verfügbare Gramm bis zum erlaubten Maximalgewicht aufgefüllt mit Seilen, Zelten, Schlafsäcken, dicken Jacken und viel Metall in jeglichen Formen und Farben. Ganz genau wissen wir noch nicht, was auf uns zukommt, und sicherheitshalber haben wir mal wieder alles mit dabei – inklusive zweier Köche, die sich um die Logistik unserer Verpflegung kümmern (12 Leute x 10 Tage = richtig viel Essen) und uns jeden Abend mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnen werden. Kurz nach Mittag geht das Tetrisspielen los, die Taschen werden in die Taxis geschlichtet, und schon bald schlängeln wir uns zwischen den Schlaglöchern hindurch die peruanischen Straßen entlang Richtung Norden.

Unser Ziel: Das Ishincatal – genauer genommen natürlich die mächtigen Berge, die das Tal umgeben. Die Vorfreude auf die nächsten 10 Tage Abenteuer ist groß, die Geduld klein und die Pläne, die wir geschmiedet haben, dementsprechend ambitioniert. Heute ins Basecamp aufsteigen, morgen einen Akklimatisierungsfünftausender, übermorgen Pause und an Tag 4 und 5 ins Hochlager und auf den Tocllaraju oder Ranrapalca, beide über 6000 Meter hoch. Und danach vielleicht noch die bis jetzt wenig bekletterten Felswände weiter draußen im Tal erkunden, möglicherweise lässt sich ja die eine oder andere neue Linie durch den steilen Granit finden …

Foto: Junge Alpinisten TEAM

Tag 1

Tag 1 läuft noch (fast) wie geplant. Mit der Unterstützung von 16 Eseln transportieren wir unser Gepäck die 11 Kilometer und knapp 800 Höhenmeter ins Tal hinein zum Basecamp. Allerdings machen sich schon jetzt bei manchen die ersten Anzeichen davon bemerkbar, was in den nächsten Tagen auf die meisten von uns zukommen wird. Auch beim Aufbau der ausgeliehenen Zelte wartet eine kleine Überraschung auf uns: Natürlich hat niemand daran gedacht, sie im Vorhinein auf ihren Zustand zu überprüfen. „Einwandfrei“ ist der nämlich definitiv nicht, mit teils wirklich üblem Geruch und fehlenden Stangen, die wir kurzerhand durch dicke PVC-Rohre aus der Umgebung ersetzen.

Mit einer riesigen Portion Popcorn als Stärkung folgt eine lange und diskussionsreiche Tourenplanung für den nächsten Tag. Macht es Sinn, gleich morgen auf den Urus Este (5430 m) zu starten? Oder lieber doch noch einen Tag in Basecamp-Nähe bleiben zur besseren Akklimatisierung und zum Auskurieren derjenigen, die sich nicht ganz fit fühlen? Auf der einen Seite die Motivation, endlich hinauf auf die Berge, der Wunsch, in der begrenzten Zeit hier möglichst viel unterzubringen, auf der anderen Seite der weise Rat der Mentoren, noch einen Tag Pause einzulegen. Am Ende lautet der Beschluss: Ein Teil von uns steigt einmal „gemütlich“ bis zum Gletscherrand auf und deponiert dort die Ausrüstung für den nächsten Tag.

Das Basislager von oben. Foto: Junge Alpinisten TEAM

Tag 2

Am Morgen von Tag 2 brechen dann doch fast alle auf, außer die Felixe und Simon, die sich nicht fit bzw. noch nicht gut an die Höhe angepasst fühlen. Doch auch der Rest von uns ist bei weitem noch nicht vollständig akklimatisiert: Das Bergaufgehen geht immer noch wahnsinnig langsam, die kleinste Anstrengung bringt uns sofort außer Atem, und mit zunehmender Höhe macht sich auch immer wieder Kopfweh bemerkbar. Als wir dann aber den Gletscherrand erreichen (der mittlerweile schon deutlich höher liegt, als unsere Routeninformation besagt), scheint der Gipfel schon greifbar nahe, und der Versuchung, noch die letzten Meter bis ganz hinaufzugehen, können wir letztendlich nicht widerstehen – so erreichen wir noch vor Mittag den Gipfel des Urus Este.

Erst einmal ein ausgiebiges Mittagsschläfchen am Berg, bevor wir am frühen Nachmittag ziemlich erschöpft wieder ins Basecamp zurückkommen. Viel weiter als von einem Zelt zum anderen bewegt sich an diesem Tag keiner mehr – außer Felix W., der den ganzen Tag schon fleißig an seinem Projekt werkelt: Einer neuen Sportkletterroute in einer steilen Granitwand nahe dem Camp.

Lago Ishinca. Foto: Junge Alpinisten TEAM

Tag 3

Durchfall und Fieber haben sich ins Basecamp geschlichen, und nachdem das Immunsystem auf 4400 Metern wesentlich weniger effektiv zu arbeiten scheint als unten im Tal, machen sich Felix G., Simon und Tom an den Abstieg und zurück nach Huaraz. Der verbliebene Rest verbringt den Tag im Basecamp, mit Essen, Schlafen, Kartenspielen, Tourenplanung und in der Sonne auf den Crashpads Chillen, sofern sie nicht fürs Bouldern auf den ums Camp herum verstreuten Blöcken zweckentfremdet werden. Der Einzige, der früh auf den Beinen ist, ist Felix W. – nach vielen weiteren Stunden im Seil ist er schließlich zufrieden mit seinem blitzeblank geputzten Werk und eröffnet die Linie zum Klettern: Senkrechte Wandkletterei in perfektem Granit, mit interessanten Moves an kleinen Leisten, bewertet mit 6c+.

Tag 4

Foto: Junge Alpinisten TEAM

An Tag 4 brechen wir gleich in der Früh auf in Richtung Ishinca, mit Zelt und Schlafsack, um dann im Ishinca-Hochlager zu übernachten, welches Ausgangspunkt für eine Ranrapalca-Besteigung wäre. Doch diesen Plan für Tag 5 haben wir vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben, wegen suboptimaler Bedingungen am Gletscher (großer, von unten möglicherweise nur sehr schwer überwindbarer Bergschrund), schlechter Wetterprognose und mangelnder Akklimatisierung unsererseits. Als Vorbereitung wäre es aber nicht schlecht, einmal dort auf 5000 Metern zu übernachten und sich die Lage vor Ort anzuschauen, haben wir uns gedacht.

Doch je weiter wir gehen, umso weiter rückt der Ranrapalca in die Ferne – denn von den 12 Personen, die ursprünglich ins Ishincatal gestartet sind, ist, als wir später im Hochlager sitzen, nur noch die Hälfte übrig – und lediglich drei, die der Durchfall noch nicht erwischt hat. Hanna ist bereits in der Früh im Camp geblieben und hat sich zwei Französinnen beim Abstieg hinunter und zurück nach Huaraz angeschlossen. Luggi hat auf dem Weg hinauf umgedreht, weil es ihm nicht gut ging, und Motz hat beschlossen, die Nacht lieber einige hundert Höhenmeter weiter unten in einer kleinen Hütte zu verbringen. Sogar Peter, der noch den ganzen Nachmittag nach dem Motto „Fühl mi guat, fühl mi wohl“ auf dem Grat oberhalb des Hochlagers herumgelaufen ist, wird diese Nacht vom Ishincatal-Virus (oder was auch immer wir uns da eingefangen haben) heimgesucht.  

Tag 5

Foto: Junge Alpinisten TEAM

Der Ishinca steht auf dem Programm. Der Wecker läutet viel zu früh, doch als wir den Schnee immer noch auf unser Zelt prasseln hören und von der wärmenden Sonne noch keine Spur zu sehen ist, wird zwischen den vier Zelten und ihren Bewohnern stillschweigend das Abkommen getroffen, weiterzuschlafen. Irgendwann wagen sich doch die Ersten hinaus ins Freie, und auch als wir später beim Frühstück sitzen und unsere selbst zusammengestellten Haferbreimischungen löffeln, ist die Sonne noch nicht zurückgekehrt. Stattdessen verdeckt Nebel die sonst so geniale Aussicht hier oben.

Es dauert noch eine Weile, doch langsam lichtet sich der Nebel, und langsam kehrt auch unsere Motivation zurück. In einer Seilschaft starten wir über den Gletscher hinauf auf den Ishinca, und bei der Gipfelwechte kommen sogar unsere Pickel zum Einsatz. Wegen der Kälte fällt die Gipfelpause eher kurz aus, deswegen flüchten wir bald zurück ins windgeschützte Hochlager. Zelte zusammenpacken, dann steht uns der lange Abstieg bevor. Weit sind wir noch nicht, da kommt uns auf einmal Luggi entgegen. Freudig erzählt er uns, dass er heute ins Hochlager hinauf und danach in der Hütte ein Stück unterhalb schlafen möchte, dass er heute nur halb so lange wie gestern gebraucht hat für den Aufstieg, und dass sein Fieberthermometer am Vorabend 39°C angezeigt hat. Nach gutem Zureden schließt er sich uns dann doch beim Abstieg an.

Teile des Teams am Urus Este (5430 m)

Abends im Basecamp stellt sich schließlich die große Frage: Wie geht es weiter die nächsten Tage? Ein Drittel ist bereits im Tal, von den verbliebenen ist ebenfalls die Hälfte krank. Die Wetterprognose ist nicht gerade optimal, und der Gedanke an eine warme Dusche und ein festes Dach über dem Kopf wesentlich verlockender als der an kalten Regen und Wind, der an den Zelten rüttelt. Daher beschließen wir, dieses Abenteuer vorzeitig zu beenden und gemeinsam mit den anderen ins nächste zu starten, sobald wieder alle fit sind.

Tag 6

Nach einer stürmischen Nacht inklusive mitternächtlichem Steineschleppen, um das Abheben unseres Dining-Zeltes zu verhindern, geht somit unsere Reise ins Isincatal mit Tag 6 zu Ende. Davor wartet aber noch eine Challenge auf uns: Zelte Abbauen. Teamwork ist hier gefragt, damit uns keines der Zelte entwischt – das Kochzelt wäre beinahe davongeflogen. Um elf ist der Zeltplatz aufgeräumt und alle unsere Spuren beseitigt, und während wir auf die Esel warten, beobachten wir auf der anderen Seite des Camps eine Gruppe, die weniger Glück hatte: Ihr Kochzelt wird vom Wind erfasst und weggerissen, der Inhalt durch die Luft geweht und im Umkreis von hunderten Metern verteilt.

Much beim Bouldern im Basislager. Foto: Junge Alpinisten TEAM

Als wir auf halbem Weg hinaus beim Jausnen sitzen, kommt uns eine Gruppe entgegen, die gerade auf dem Weg ins Basecamp ist. Sie berichten uns von ihren Plänen: Ein Akklimatisationsgipfel plus Ranrapalca in nur vier Tagen. Kommt mir irgendwie bekannt vor, denke ich mir. Eine Woche zuvor sind wir selbst hier entlanggegangen, mit ähnlichen Erwartungen. Doch im Nachhinein ist man wohl immer schlauer – Berge lassen sich eben nicht in einen beliebigen Zeitplan hineinquetschen. Gerade beim Bergsteigen in so großen Höhen muss einfach alles passen – das Wetter, die Bedingungen am Gletscher, die eigene Fitness und Akklimatisation – bis das der Fall ist, kann es nun einmal eine Weile dauern.

Das Projekt Junge Alpinisten wird unterstützt von Salewa, La Sportiva, AustriAlpin und Knox Versicherungsmanagement.

Ein großer Dank geht an die ZAMG für den zuverlässigen Wetterbericht via GPS während der Expedition sowie an weitere Unterstützer der Expedition: Osprey, hand.fest, HEAT, Alpenverein Edelweiss.