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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Angewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am Berg

Für mehr Handlungsoptionen in der Funktion „Leitung am Berg“

Unser Bezug ist dabei die Gruppendynamik des ÖAGG (Österreichischer Arbeitskreis für Gruppendynamik und Gruppenpsychotherapie) sowie einer dessen wichtigsten Wegbereiter, Raoul Schindler – Psychotherapeut und Psychiater –, und das von ihm entwickelte Rangdynamik-Modell. In diesem Artikel wollen wir zuerst auf die Reflexion von Gruppendynamiken outdoor und darauf aufbauend auf Aspekte des Rangdynamikmodells eingehen, welche in der Kombination einen deutlichen Mehrwert für die Sicherheit am Berg bringen.

Distanzierung schafft Überblick, schafft Handlungsmöglichkeiten.

Gruppengeschehen entsteht aus gemeinsamen Handlungen zwischen Leiter*in und Gruppe. Gruppen zu beschreiben und daraus Erkenntnisse für die eigene Leitungstätigkeit zu gewinnen, ist damit eine fordernde Aufgabe. Denn als Leiter*in ist man selbst ins Gruppengeschehen involviert!

Abb. 1: Perspektivenwechsel ermöglicht andere Sichtweisen (Meister 2021)

Um im oft emotionsbesetzten Geschehen ICH <-> GRUPPE auf Distanz gehen und Dynamiken wahrnehmen zu können, ist es daher notwendig, sich von den Geschehnissen distanzieren zu können (Amann 2009, 404ff ).

Selbsterfahrung

In vielen Arbeitsfeldern, in welchen „Gruppe“ relevant ist (Wirtschaft, Beratung, Therapie etc.), ist es üblich, sich mit eigenen Mustern, Haltungen und Einstellungen im Rahmen von Selbsterfahrung intensiv auseinanderzusetzen. Dieser Zugang findet auch im Sport immer mehr Platz, denn gute Kenntnisse des eigenen Verhaltens und Wirkens in Gruppen und in der Funktion Leitung erweitern die Handlungsmöglichkeiten und ermöglichen ein bewussteres Begleiten von Gruppenprozessen.

Sparring/Kollegiale bzw. Peer-Beratung

Eine weitere Möglichkeit ist das gemeinsame Reflektieren des Gruppengeschehens mit einer vertrauten Person, um so einen anderen Blickwinkel (zusätzlich zum eigenen) auf die Situation zu bekommen (Sparring). Die Austauscharbeit mit Kolleg*innen funktioniert vor allem dann gut, wenn es untereinander keine funktionale Hierarchie gibt und die Beteiligten ihre Wahrnehmungen des Geschehens offen und auf Augenhöhe austauschen können (ebd.) (Abb. 1).

Denkpartnerschaft mit Modellen

Da man im Bergsport als Leiter*in aber oft ohne Austauschpartner*in unterwegs ist und vor Ort entscheiden muss, ist auch eine Denkpartnerschaft mit gruppendynamischen Modellen hilfreich, um mit Hilfe von konkreten Beobachtungskriterien einen Perspektivenwechsel für sich selbst erzeugen zu können. Modelle sind in unseren Köpfen immer griffbereit – praktisch „on the go“. Ein hilfreiches Modell wollen wir im Folgenden näher vorstellen.

Abb. 2: Konkrete Tätigkeiten in der Funktion Leitung bezogen auf Sicherheit (Meister 2021)

Exkurs – Begriffsbestimmung Funktion „Leitung“ & „Rolle“

Grundlegend für das Verständnis des Rangdynamikmodells von Raoul Schindler ist es, die Begriffe „Funktion“, „Rolle“ und „(Rang-) Position“ exakt zu verwenden. Denn in der Anwendung des Modells kommt es hier wiederholt zu Verwechslungen, die die Aussagekraft deutlich reduzieren.

Funktion

Unter „Funktion“ verstehen wir eine wechselseitig vereinbarte Entscheidungs- und Verantwortungsstrukturierung in einer sozialen Gemeinschaft, die an abgesprochene Tätigkeiten gebunden ist (Dolleschka 1999, 154). Diese hilft, im komplexen Geschehen von Gruppen entscheidungsfähig zu bleiben, oft ist sie auch im Kontext sinnvollerweise vorgegeben, z. B. durch Festlegung von Ausbildungs- oder Kursleitung durch den Anbieter. So ist z. B. ein*e Wander-/Kletter-/Skitoureninstruktor*in für die Sicherheit seiner/ihrer Gruppe während eines Kurses in abgesprochener Weise zuständig. Die Tätigkeiten einer Person in leitender Funktion umfassen diesbezüglich: Beurteilen – Entscheiden – Anleiten – Kontrollieren (Abb. 2).

Rolle

Wie eine Leitungsperson diesen Tätigkeiten nachkommt, ist gleichzeitig stark von ihrem Rollenverständnis geprägt. Unter „Rolle“ verstehen wir also (un-)bewusste Verhaltensmuster, die an Eigen- oder Fremderwartungen gebunden sind (Dolleschka 1999, 154).

Beispiele für unterschiedliches Rollenverhalten einer Leitungsperson:

All das wären unterschiedliche Rollen, in denen die Funktion „Leitung“ am Berg ausgefüllt werden kann. Gleich bleibt dabei jedoch der mit der Gruppe gemeinsam vereinbarte Zuständigkeitsbereich (= Funktion Leitung).

Die klare Unterscheidung zwischen Funktion und Rolle ist im Weiteren deswegen so zentral, da das rangdynamische Positionsmodell oft mit Rollengestaltung verwechselt wird. Dazu später noch ausführlicher unter „Häufige Irrtümer“.

Rangpositionsmodell von Raoul Schindler – die Gruppe braucht ein „G“

Gruppe gibt es nicht per se. Man denke sich, fünf Menschen stehen auf einem Gipfel, jeder ist allein hinaufgestiegen, man kennt sich nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, bei dieser Ansammlung bzw. dem kontaktlosen Nebeneinander von Menschen nach Gruppendynamik zu suchen.

Abb. 3: Besetzte Rangpositionen in der gruppalen Phase (Meister 2021)

Nach Schindler (1964, 172) entstehen Gruppen, wenn sich einzelne Menschen aus einer unverbundenen Menge gegenüber einem gemeinsamen Thema oder Ziel in einer Aktion zusammenschließen. Wenn also ein Gewitter aufzieht und unsere fünf Bergsteiger*innen beschließen, gemeinsam zur nächsten Hütte abzusteigen, um gemeinsam sicherer unterwegs zu sein, dann wird dies ihr Ziel/gemeinsames Thema und sie werden damit zur Gruppe. Im Rangdynamikmodell wird dieses Thema bzw. Ziel als G (wie Gegner oder Gegenüber) bezeichnet. In der Auseinandersetzung mit und in Bezug auf G (z. B.: Zu welcher Hütte steigen wir ab?) kristallisiert sich eine gefühlsmäßig, emotional unterschiedliche (affektive) Positionierung der Gruppenmitglieder untereinander und auf das spezifische G bezogen heraus und die Rangpositionen (Alpha, Omega, Gamma, Beta) werden besetzt (ebd.).

Menge, prägruppal, gruppal, Institution – unterschiedliche Phasen der Gruppe

Wir bleiben gedanklich bei den fünf Bergsteiger*innen auf dem Gipfel. In der anfänglich noch kontaktlosen, unbezogenen Menge bilden sich bei Aufzug des Gewitters Vorschläge, was man nun am besten machen könne. Dabei gibt es unterschiedliche Ideen. Eine ist für Notbiwak, einer für Abstieg zur Hütte, einer für Notruf und dafür, zu bleiben, wo man ist, usw. Jede*r ist für den eigenen oder keinen Vorschlag, das Annehmen und Verfolgen eines Vorschlags anderer ist noch nicht möglich. Schindler beschreibt dies als prägruppale Phase (ebd.).

Abb. 4: Beta – in einer unabhängigeren Position (Meister 2021)

Oft braucht es einige Zeit, bis ein Vorschlag Gefolgschaft findet und sich eine von mehreren Personen getragene Initiative auf ein Ziel (G) hin entwickelt. Dieses Aushandeln wird von Personen oft als recht mühsam und anstrengend, ja sogar nervig erlebt, ist aber notwendig, damit eine gemeinsame Richtung, die auch ausreichend „Zug“ erzeugt, klar werden kann. Setzt sich dann ein Thema durch, werden in dieser Dynamik auch die Rangpositionen (Alpha, Beta, Gamma, Omega) besetzt – man spricht dann von der gruppalen Phase. Entsteht ein Prozess der Institutionalisierung, bilden sich dauerhafte Strukturen, die die Dynamik der Gruppe erstarren lassen (z. B. eine hierarchische Rangordnung nach Ausbildungsstatus) (Schindler 1966, 2782). Wichtig ist, dass diese Phasen nicht linear gedacht werden, sondern ein lebendiges Sich-Bilden und Zerfallen von „Bezogenheiten“ darstellen.

Von Alpha bis Omega – Rangpositionen in der Gruppe (gruppale Phase)

Mehr zu Omega

Die Person in der Omega-Position wendet sich mit ihren Affekten gegen Alpha und löst dadurch die Aggression der Gruppe aus. Entgegen den Hoffnungen der Personen in Gamma ist es gruppendynamisch nicht erleichternd, die Person auf Omega im Weiteren tatsächlich auszuschließen. Denn es wird nach einem Ausschluss eine neue Person geben, welche die Ambivalenzen der Gruppe über Handlung oder Sprache ausdrücken und die Omega-Position einnehmen wird.

Woran wird erkennbar, wer in der Omega-Position ist? Oft sind es die Personen, die nerven oder bei denen man sich denkt: „Wenn wir ihn/sie nicht dabei hätten, dann könnten wir … schneller gehen, den steileren Hang fahren, es gemütlicher haben.“ Manche verdrehen auch die Augen, wenn eine Frage oder Aussage aus der Omega-Position kommt. Damit ist die Zugehörigkeit der Person in Omega zur Gruppe gefährdet und sie scheidet oft mit Verletzungen (Sturz, Überforderung, Krankheit usw.) oder über freiwilliges Zurückbleiben aus. (Schindler 1970, 225–226, Schindler 1993, 305).

Wir erachten das Zweifeln und die Hinterfragung der Bewegungsrichtung der Gruppe, welche in der Omega-Position ausgedrückt wird, als hochrelevant und wichtig. Wenn die Gruppe bereit ist hinzuhören, erhöht dies den Diskurs, weitet den Blick auf ausgeblendete Themen und erhöht damit die Sicherheit für die gesamte Gruppe.

5 häufige Irrtümer in der Interpretation und Anwendung des Modells

Wenn wir das Rangdynamikmodell an der Bundessportakademie und in den alpinen Vereinen lehren, kommt es immer wieder zu der Situation, dass Teilnehmer*innen Rangpositionen mit typischen Rollen- und daher auch Verhaltenszuschreibungen verwechseln. So werden z. B. Alphazuschreibungen („Star“, „Held*in“, „Alpha-Tier“) als Personeneigenschaften und nicht als Positionsmerkmale aus der sozialen Dynamik heraus verstanden.

Die Funktion Leitung kann mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen aus jeder Rangposition wahrgenommen werden (Schindler 1964, 177). Folgende Bilder stellen dar, was die unterschiedlichen Rangpositionen für Leiter*innen mit sich bringen, und geben Einblick in das emotionale Erleben (Abb. 5). Führe ich als Leiter*in aus der Alpha-Position, hat das den Vorteil, dass ich für die Gruppe Identität stifte und begeistere (Schindler 1968, 3). Das fühlt sich oft richtig bestärkend und erhöhend an! Damit bin ich aber auch so intensiv mit dem Erreichen des Themas/Zieles (G) beschäftigt, z. B. „Tiefschneefahren ist das Großartigste – our way to happiness!“, dass es kaum möglich ist, die affektive Gegenrichtung, die in der Gruppe auch vorhanden ist, wahrzunehmen können. Ebenso erschwert es meine „objektive“ Wahrnehmung der Gesamtsituation und somit auch sicherheitsrelevanter Aspekte. Hilfreich kann hier z. B. eine tatsächliche Ortsveränderung in einer Pause sein. Ein Platz etwas abseits ermöglicht eine Distanzierung, welche die Beobachtung des sozialen Kräftefeldes der Gruppe erleichtert.

Abb. 5: Funktion „Leitung“ in unterschiedlichen rangdynamischen Positionen (Meister 2021)

Die Beta-Position als Experte/Expertin mit hoher (Fach-)Kompetenz – außerhalb des Spannungsfeldes zwischen der Alpha- und der Omega-Position – ermöglicht z. B. einen sachlicheren Blick auf die Situation, welcher für Entscheidungen wichtig ist. In dieser Position ist leichter zu erkennen: Wer trägt das Gruppenziel am stärksten? Wer ist im Widerstand? Wie ist meine eigene Emotionslage? -> Einschätzung von Gruppendynamik und Gesamtsituation.

Man stelle sich eine Skigruppe vor, in der viele noch motiviert sind, die letzte schwere Abfahrt zu fahren. Die Person im Alpha der Gruppe pusht und zieht auch in diese Richtung. Gleichzeitig gibt es schon eine müde Person (damit im Omega und potenziell verletzungsgefährdet). In dem Moment, in dem die Leitung z. B. anmerkt: „Ich habʼ genug, mach ma Schluss für heute“, stellt sie sich auf die Omega-Position (gegen die Affekte der engagierten Gruppenmitglieder). Der Ärger trifft die Leitung, nicht die müde Person, somit rutscht diese wieder in eine sicherere, spannungsärmere Gamma-Position. Achtung: Das funktioniert nur aus einer klaren Leitungsfunktion heraus, denn selbst mit der Funktion betraut bin ich als Person in der Omega-Position ebenso von Ausschlussdynamiken bedroht und riskiere potenziell, den Einfluss auf die Gruppe zu verlieren. Sicherheitstechnisch logischerweise kritisch!

Sind Personen wiederholt in Rangpositionen fixiert, d. h., dass sie meist nur dieselben Rangpositionen einnehmen können, deutet das auf eingeschränkte Verhaltensmöglichkeiten in Gruppen hin. Ein Entwicklungsziel von gruppendynamischen Ausbildungen ist es, unterschiedliche Rangpositionen anlassbezogen besetzen zu können.

Das Rangpositionsmodell wird immer wieder als etwas Konstantes gedacht. Aber G kann wechseln, und wenn dem so ist, dann wechseln auch die Personen ihre Positionen bzw. muss das Ziel neu verhandelt werden und die Gruppe fällt in eine prägruppale Phase zurück, wo auch Rangpositionen erst wieder „ausverhandelt“ werden.

Man darf nicht vergessen, dass Rangdynamik auch im Freundeskreis eine wichtige Bedeutung hat. Klar vergebene Funktionen fehlen, oft haben die Mitglieder Hemmungen, sich zu deutlich zu positionieren. Entscheidungsprozesse werden damit erschwert und das gruppendynamische Risiko steigt. Dazu ein anderes Mal mehr, eine tiefere Diskussion würde den Rahmen hier sprengen.

Abschließend eine Einladung

Wir verstehen das Rangdynamikmodell von Schindler als „Denkpartner*in“! Unser Artikel soll Lust darauf machen, darüber mit anderen in der Szene zu diskutieren und damit zu experimentieren. Wir haben in der Recherche und im Schreiben des Artikels wieder neue Nuancen entdeckt und gelernt. Die Entwicklung als Leiter*in findet unserer Erfahrung nach, durch wiederholte Auseinandersetzung mit der eigenen Positionierung in Gruppen, durch Reflexion mit Kolleg*innen und auch durch die Nutzung von selbsterfahrungsorientierten Lernangeboten statt. Wenn die obigen Zeilen an eigene Erfahrungen aus Gruppensituationen am Berg angeknüpft und Gedankenanstöße geliefert haben, haben wir unser Ziel erreicht!