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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Wisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?

Die Lawinengefahr richtig einzuschätzen und die entsprechenden Entscheidungen zu fällen, gehört zum Schwierigsten und Wichtigsten im Bergsport überhaupt. Es gibt so viele Unbekannte: Wie störanfällig ist die Schwachschicht? Wo ist sie genau vorhanden? Haben wir ausreichend Hinweise gesammelt? Was wären die Konsequenzen bei einer Lawinenerfassung? Seit Jahren versuchen wir, diese Unbekannten zu reduzieren und unsere Schnee- und Lawinenkenntnisse zu verbessern.

Schneekristalle und persönliches Wissen sind wichtig, aber nicht alles. Oft unerkanntes Potential für bessere Entscheidungen sehen wir derzeit vor allem noch in der Gruppe. Unter den richtigen Bedingungen sind Gruppen nämlich fähig, deutlich bessere Entscheidungen zu treffen als die Individuen alleine.

Optimierung der Gruppenentscheide als Risiko-Reduktionsstrategie

Wenn wir in die Berge gehen, tun wir dies oft mit anderen zusammen. Wir haben Spaß, unterhalten uns und teilen unsere Erlebnisse. Wir sind also in einer Gruppe oder einer Seilschaft unterwegs – beim Höhenbergsteigen spricht man auch oft von einem Team.

In dieser Gruppe fällen wir auch unsere Entscheidungen, wobei dies sehr unterschiedlich geschehen kann. Es kann dies eine Person alleine tun, meistens ist das dann die Person mit der größten Erfahrung, zum Beispiel ein Bergführer oder eine Bergführerin. Auch wenn dies nach einem „Einzelentscheid“ aussehen mag, ist der meist beeinflusst von der Gruppe. Oder wir entscheiden tatsächlich gemeinsam als Gruppe.

Wir diskutieren, beraten und entscheiden uns. Es ist aber oft ein schwieriger und langwieriger Prozess, den wir vermutlich weniger geübt haben, als den Lawinenlagebericht individuell zu interpretieren oder die Schneedecke zu analysieren. Es ist an der Zeit, den Entscheidungsprozess in der Gruppe etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und dadurch unsere Treffergenauigkeit beim Entscheiden zu erhöhen. „Wisdom of Crowds“ in den Bergen? Die Autoren sehen darin ein oft ungenütztes Potential zur Erhöhung der Sicherheit im Lawinengelände.

Kann eine Gruppe die Gefahr besser einschätzen? Nora Hanson genießt feinsten „Plattenpulver“ in Schottland. Foto: Philip A. Ebert

Social choice theory und ein Gedankenexperiment

Die Sozialwahltheorie oder social choice theory ist ein interdisziplinäres Arbeitsgebiet in der Ökonomie, Entscheidungstheorie, Philosophie und Politikwissenschaft, das sich mit verschiedenen Wahlmethoden und Formen der „kollektiven Entscheidung“ befasst. Dabei ist das Phänomen des „Wisdom of Crowds“ oder der kollektiven Intelligenz ein wichtiger Schwerpunkt (Surowiecki, 2004).

In der Medizin, im Risikomanagement und in sogenannten „prediction markets“ werden diese Methoden seit Langem genutzt. Im Risikomanagement im Bergsport hingegen ist die Idee der kollektiven Intelligenz noch wenig diskutiert. Ganz im Gegenteil, im Bergsport bei Lawinenunfällen wird die Gruppendynamik oft mit nachteiligen Risikoeffekten erwähnt. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass die Gruppe gerade bei Lawinen auch erhebliche Vorteile mitbringt, die zum Beispiel bei einer Rettungsaktion sehr offensichtlich sind.

Worüber wir uns aber kaum bewusst sind, ist die Möglichkeit, dank dem Potential für kollektive Intelligenz, als Gruppe bessere Entscheidungen zu treffen, als die einzelnen Gruppenmitglieder dies können. Das klingt vielleicht wie Magie, ist aber eigentlich Mathematik. Der Mechanismus, der dem Phänomen „Wisdom of Crowds“ zu Grunde liegt, ist aber an Voraussetzungen gebunden, die oft schwer zu erfassen sind. Ein kurzes abstraktes Gedankenexperiment kann hier hilfreich sein.

Stell dir vor, du besitzt eine gezinkte „magische Lawinenmünze“. Auf der einen Seite der Münze steht eine „L“ für Lawine, auf der anderen Seite ein „S“ für sicher. Was die Lawinenmünze magisch macht, ist, dass sie eine 80-prozentige Treffsicherheit hat. Das bedeutet, dass wenn eine solche magische Münze geworfen wird, sie relativ gut spezifische lawinengefährdete Hänge erkennt und im Durchschnitt vier von fünf Mal auf „L“ landet; das gleiche für „S“ bei sicheren Hängen.

Nun stell dir vor, deine zwei Skipartner haben beide ihre eigene magische Münze mit der gleichen Treffsicherheit und ihr wisst auch, dass die Münzen sich nicht gegenseitig beeinflussen und somit unabhängig voneinander sind. Sollte man am Gipfel einfach nur eine Münze werfen oder macht es Sinn, alle drei Münzen zu werfen und dann die Mehrheitsentscheidung dieser drei Münzen zu benutzen?

Die Antwort ist ganz klar: Unter idealen Bedingungen und wenn die drei Münzen wirklich unabhängig voneinander sind, erhöht sich die Treffersicherheit von 80 Prozent auf bis zu 90 Prozent. Das heißt, statt acht von zehn können wir nun neun von zehn Lawinenhängen richtig einschätzen und dies nicht aufgrund neuer Informationen, sondern nur, weil wir statt einer Münze, analog zu einem kompetenten Entscheidungsträger, eine Gruppe von Münzen, also eine Gruppe von drei kompetenten Entscheidungsträgern benutzten.

Der Grund, warum drei Münzen besser sind als eine, ist, dass Fehler im Entscheiden sich hier gegenseitig ausschließen können. Eine Münze, die eine falsche Entscheidung trifft, kann durch zwei richtige Entscheidungen überstimmt werden und somit kann sich die Treffergenauigkeit der Gruppe erhöhen. Natürlich ist dies ein idealisierter Fall und diesen direkt auf echte Entscheidungen im Bergsport anzuwenden bedarf Vorsicht. Trotzdem möchten wir mit diesem Gedankenexperiment zu Ideen und Vorschlägen für die wirklichen Gruppenentscheidungen im Bergsport anregen und dies zur Diskussion bringen (weitere Diskussionen, Ebert & Morreau 2022).

Anhand des abstrakten Gedankenexperiments „magische Lawinenmünze“, welche eine 80-prozentige Treffsicherheit aufweist, können relativ gut spezifische lawinengefährdete Hänge erkannt werden.

In unserem Gedankenexperiment fokussieren wir uns auf eine ganz spezifische Entscheidung, nämlich die: Tritt eine Lawine an diesem Hang auf, ja oder nein? In vielen anderen Fällen ist aber wohl nicht allen Gruppenmitgliedern klar, auf was sich die Entscheidung bezieht und was die Optionen sind. Um die kollektive Intelligenz zu generieren, müssen alle Gruppenmitglieder die gleiche Frage beantworten. Eine Mehrheitsentscheidung als Gruppenentscheidung ist dann angemessen, wenn es um eine einfache Ja-/Nein-Entscheidung geht.

Wenn aber eine Varianten-Entscheidung ansteht – nehmen wir das Beispiel, wenn von einem Gipfel drei verschiedene Abfahrtsvarianten möglich sind –, dann funktioniert die Mehrheitsentscheidung nicht immer. Besser ist es, in diesem Fall, eine Entscheidung mit individuellen Bewertungen auf einer Skala von 1 bis 5 zu machen (z. B. 5 = höchstes Risiko, 1 = niedrigstes Risiko), wobei dann der Median oder Mittelwert der individuellen Bewertungen als Gruppenentscheidung benutzt wird.

Entscheidungskompetenz, Unabhängigkeit und Beratung

Wenn die Fragestellung klar formuliert ist, sind drei Faktoren für eine gute Entscheidung in der Gruppe entscheidend. Erstens müssen die einzelnen Gruppenmitglieder eine Entscheidungskompetenz haben, die besser ist, als eine normale Münze zu werfen. Eine Treffergenauigkeit von über 50 Prozent ist also gefragt. Dies mag etwas seltsam klingen, da wir uns bei unseren Entscheidungen ja meist recht sicher fühlen. Bedenken wir aber zum Beispiel ein Altschneeproblem, wo unsere Treffsicherheit aufgrund der vielen Unsicherheiten vermutlich eher niedrig ist.

Hier ist ein offener Umgang mit Unsicherheiten gefragt und man muss akzeptieren, dass es nicht immer einfach ist, richtig einschätzen zu können, wie treffsicher man wirklich ist. Falls die Treffergenauigkeit unter 50 Prozent beträgt und man in diesem Sinne dann „inkompetent“ ist, besteht ein weiteres kritisches Problem. Der Mechanismus, der dem Phänomen „Wisdom of Crowds“ unterliegt, vergrößert nun diese Inkompetenz. Drei Personen, die je eine Treffsicherheit von nur 20 Prozent haben, werden bei einer Mehrheitsentscheidung eine zehnprozentige Treffersicherheit haben.

Gruppen können mit der richtigen Entscheidungsstrategie gute Entscheidungen treffen. Foto: Lukas Ruetz

Das folgt direkt aus unserem Gedankenexperiment und somit ist klar: Gruppenentscheidungen sind bei Inkompetenz der Gruppenmitglieder ein zusätzlicher Risikofaktor. Zweitens, damit eine kollektive Intelligenz entstehen kann, müssen bei einem Gruppenentscheid unabhängige Meinungen der einzelnen Gruppenmitglieder verwendet werden. Dies ist ein sehr wesentlicher Faktor, um eine bessere Gruppenentscheidung zu erhalten. Wir wissen aber auch, dass eine Beratung – der dritte wichtige Faktor für gute Entscheidungen – über die Entscheidungsfaktoren in der Gruppe wichtig sein kann.

Nun stellt sich umgehend die Frage, ob diese Beratung in der Gruppe nicht die Unabhängigkeit der einzelnen Meinungen untergräbt, und dazu gibt es in der Wissenschaft selbst noch viel Diskussion. Folgende Punkte sind aber klar:

Die fünf Stufen zur Gruppenentscheidung

Das folgende Vorgehen zeigt, wie in fünf Stufen in der Gruppe eine Entscheidung getroffen werden kann, die die wichtigsten Voraussetzungen zu einem „Wisdom of Crowds“-Effekt enthält (siehe auch Zweifel 2014, Checkliste zur Gruppenbildung).


Meinungsverschiedenheiten

Es sollte allen Gruppenmitgliedern klar sein, dass es für unter- schiedliche Entscheidungen oft verschiedene Gründe geben kann. So mag es sein, dass zwei Personen die gleiche Risikoeinschätzung bezüglich eines Hanges haben (der Tatsachenbefund ist der gleiche), aber wegen verschiedener Risikoakzeptanz kann es sein, dass einer den Hang als „sicher (genug)“ einschätzt, der andere aber nicht. D. h., es ist immer wichtig zu verstehen, ob die Meinungsverschiedenheit durch individuelle Variationen der Werteinstellungen (wie Risikoakzeptanz) begründet ist oder in der Evaluierung der Eigenschaften des Hanges. Es ist daher auch wichtig zu verstehen, wie Gruppen im Bergsport entstehen und wie die Verschiedenheit der Gruppenmitglieder sich positiv oder negativ auf die Gruppenentscheidung auswirken kann (Zweifel & Haegeli 2014).

Gruppenerfahrung, Vetorecht und Gruppenverantwortung

Die vorgeschlagene strukturierte Gruppenentscheidungsmethode ist natürlich nicht bei allen Gruppen anwendbar, sondern bezieht sich in erster Linie auf erfahrene Bergsportler*innen, die ausreichend Lawinenkenntnisse besitzen. Für Ausbildungszwecke kann unsere Methode auch gut in Kursen benutzt werden, um die Verschiedenheit der Meinungen einfach darzulegen und gegen den sogenannten „Expert Bias“ vorzugehen. Zu guter Letzt sollten wir uns noch eines überlegen: Angenommen, von fünf Skitourenfahrenden entscheiden vier, dass sie einen bestimmten Hang befahren würden, und eine Person ist dagegen, diesen Hang zu befahren.

3, 2, 1: Daumen hoch oder Daumen runter Wie können wir im Gelände unabhängig und rasch, aber nicht nacheinander abstimmen? Wir schlagen vor, dass jede Person ihren Entscheid im Kopf fällt. Dann zählt jemand bis drei und bei drei zeigen alle ihren Daumen (hoch gleich ja, runter gleich nein). Etwas schwieriger ist es bei Entscheidungen mit mehreren Varianten. Dort kann jede Person ihr Smartphone benutzen und für jede Variante eine Zahl (z. B. wie vorgeschlagen von 1 bis 5, wobei 5 = höchstes Risiko, 1 = niedrigstes Risiko) eingeben (in der Notiz-App oder im Taschenrechner) und dann können alle Resultate gezeigt und ausgewertet werden. Foto: Archiv Zweifel

Ob dann ein Mehrheitsentscheid gerechtfertigt ist oder ob die Person, die den Hang nicht befahren würde, das Vetorecht hat, ist durchaus zu überlegen und hängt wohl auch vom Kontext der Entscheidung ab. Wenn es nur um Sicherheit geht, kann es gut sein, dass ein „Bias“ zu mehr Sicherheit mit einem Vetorecht durchaus berechtigt ist. Aber der Gruppenentscheid per Wahl kann auch in anderen Kontexten benutzt werden, z. B. wenn es darum geht, welche von zwei Abfahrten den besseren Schnee hat (angenommen, es sind beide als sicher angesehen).

In diesem Fall ist vielleicht kein Vetorecht gerechtfertigt. Daran erkennt man einen weiteren Vorteil der strukturierten Gruppenentscheidungsmethode: Jedes Gruppenmitglied hat die Chance, zur Gruppenentscheidung in demokratischer Weise etwas beizutragen. Dies kann unter den richtigen Bedingungen (wenn Kompetenz besteht) zur Sicherheit beitragen, aber es kann auch helfen, eine echte Gruppenidentität entstehen zu lassen, in der jede Person „zählt“ und letztlich Mitverantwortung trägt.