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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Ecopoint Climbing – Die Plattform für nachhaltiges Klettern

Lena Müller: Die Website Ecopoint Climbing ist vor allem ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem Kletter*innen ihr Wissen zum nachhaltigen Klettern teilen und damit andere inspirieren können. Zum einen sind das ihre Empfehlungen zu den eigenen umweltfreundlichen Klettertrips, zum anderen aber auch Ressourcen, die dafür gebraucht werden, wie nachhaltige Guidebooks, andere Websites die das Ecopoint-Klettern unterstützen, Inspirationen, Stories, Filme usw.

Lena Müller beim Klettern.

Die Idee dazu ist einerseits durch die Veränderung meiner eigenen Mobilität entstanden. Vor 4 Jahren, als ich in Innsbruck gewohnt habe, habe ich angefangen mehr mit den Öffis und dem Rad zu fahren, auch zum Klettern. Diese Informationen haben wir in dem kostenlos verfügbaren nachhaltigen Kletterführer Tirol gesammelt, der 2022 erschienen ist.

Die Tradroute ‚Prinzip Hoffnung‘ war meine erste schwere Route, die ich mit den Öffis gemacht habe. Sie stand noch recht am Anfang meiner Umstellung, weniger mit dem Auto und mehr mit den Öffis zum Klettern zu fahren. Ich wusste, dass ich einige Male hinfahren muss, um das Projekt zu realisieren. Aus diesem Kletterprojekt wurde also mein erstes großes Projekt, bei dem ich gesehen habe, dass dieser Ansatz mit der nachhaltigen Anreise durchaus machbar für mich ist. Und es gab mir definitiv ein gutes Gefühl, nicht jedes Mal mit meinem Camper von Innsbruck nach Vorarlberg zu fahren.

Andererseits ist die Website aus meinem eigenen Bedürfnis heraus entstanden, auch im Urlaub umweltfreundlicher zu den Kletterspots zu gelangen. Ich hatte wirklich große Herausforderungen mein Konzept in anderen Ländern umzusetzen, einfach aufgrund des Mangels an Informationen. Die Ecopoint -Plattform war dann quasi das logische Folgeprojekt des nachhaltigen Kletterführers für Tirol, um weltweit kostenlosen Zugang zu Informationen zu nachhaltigen Klettertrips zusammen zu tragen, so dass alle vom Austausch der Klettercommunity für eine nachhaltige Mobilität beim Klettern profitieren.

Gegründet wurde die Website von dem gemeinnützigen Verein IG Klettern und Bergsport Allgäu e. V., dessen Ziel es ist, das Klettern und Bergsteigen als nachhaltigen Natursport in den Alpen zu fördern und zu erhalten.

Absolut wichtig für das Projekt ist, wie ich finde, dass die Community Plattform frei zugänglich ist und die gesammelten Informationen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Klimafreundliches Verhalten sollte immer die einfachste, logischste und im besten Fall auch billigste Verhaltensweise sein und ich hoffe dies mit meinem Projekt zu unterstützen.

Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut die Website ankommt. Es gab schon sehr viel positives Feedback, wie hilfreich die Seite ist und wie sehr es sowas noch gebraucht hat, darüber habe ich mich wirklich richtig gefreut: einerseits natürlich, weil ich sehe, dass die Leute ihren Beitrag zu der Website und damit einem nachhaltigeren Klettersport leisten wollen.

Andererseits tut es auch gut zu wissen, dass sich die ganze Arbeit, die wir schon in das Projekt gesteckt haben, gelohnt hat und die Idee dahinter geschätzt wird. Wir konnten jetzt in kürzester Zeit Dank dem Support der Community schon viele neue Trips online stellen, weil sich die Kletter*innen sehr fleißig beteiligen. In Zukunft verbreitet sich diese Euphorie hoffentlich immer weiter, wenn die Community wächst!

Ich bin gerade in den letzten Zügen von meiner Doktorarbeit. Wenn alles gut geht werde ich nächstes Jahr das Doktorat abschließen. Seit 2019 promoviere ich am Institut für Ökologie, bin Klimafolgenforscherin und schaue mir die Auswirkungen der Klimakrise an, insbesondere von Dürreereignissen und längeren Trockenperioden.

Portrait Lena Müller. Foto: Johannes Ingrisch

Neben meiner Arbeit für die Wissenschaft bin ich noch als Projektmanagerin für die Albrecht von Dewitz Stiftung tätig. Dort fördern wir Projekte zum nachhaltigen Bergsport und alpiner Sicherheit. Außerdem bin ich noch freischaffende Ökologin und mache eigene nachhaltige Projekte, wie zum Beispiel den nachhaltigen Kletterführer, die Ecopoint-Website oder ich halte Vorträge.

Und neben der ganzen Arbeit gibt es natürlich auch noch meine große Leidenschaft: das Klettern.

(Lena lacht) Mit viel Leidenschaft und einigen schlaflosen Nächten.

Die Arbeit auf der Uni hat mich natürlich extrem geprägt. Nicht nur die Doktorarbeit, sondern meine ganze Unilaufbahn. Ich habe im Bachelor Biologie studiert und einen Ökologie-Master angehängt, bevor ich angefangen habe, zu promovieren. Dieser anhaltende Kontakt mit der Klimaproblematik hat mich sicherlich auch zu der Person gemacht, die ich heute bin mit meinen Werten.

Ich habe mich jeden Tag mit der Klimakrise auseinandergesetzt, habe angefangen auf Klimastreiks zu gehen, mich bei Scientists for Future zu engagieren uvm. Ich habe meine Ernährung umgestellt, meinen Konsum zurückgefahren, die ganzen typischen Steps eben. Das ist mir alles relativ leicht von der Hand gegangen. Aber als letztes blieb dann noch die Mobilität übrig, ich denke vor allem, weil es hier für mich – gerade als begeisterte Outdoorsportlerin – am schwierigsten war, etwas zu verändern.

Meine Mobilität zu verändern war für mich aber der nächste logische Schritt nach meinem politischen Engagement. Sie machte einfach einen zu großen Anteil an meinem CO2-Fußabdruck aus. Ich bin früher oft mit dem Camper zum Klettern gefahren, aber das hat sich irgendwann für mich einfach nicht mehr stimmig angefühlt, an Klimastreiks teilzunehmen aber selbst ständig mit „meinem Schiff“ zum Klettern zu fahren.

Gleichzeitig war es der schwierigste Bereich, in der Umstellung zur nachhaltigeren Lebensweise und das lag sicherlich auch an der Menge an Veränderungen, die der Faktor Mobilität mit sich bringt. Es gab außerdem weder große Vorbilder noch viele Informationen zum Thema nachhaltige Anreise in die Klettergebiete. Trotzdem wollte ich mich verändern und habe angefangen, immer mehr mit dem Fahrrad und Zug zum Klettern zu fahren.

Meine Motivation ist neben meiner Arbeit und der damit verbundenen Auseinandersetzung mit der Klimakrise auch eine persönliche Überzeugung, dass ich meinen Beitrag leisten will, so gut ich eben kann. Schritt für Schritt habe ich unterschiedliche Lebensbereiche verändert, sodass sich jetzt ein ganzheitliches Bild ergibt in meinem Leben, mit dem ich mich wohl fühle.

Ich möchte niemanden überzeugen und das ist auch nicht das Ziel der Ecopoint-Website. Die Mission der Website ist es, dass es Informationen gibt und man Unterstützung finden kann, wenn man nachhaltiges Klettern ausprobieren will. Die Überzeugung muss aber von jedem selbst kommen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kletter*innen, die von dem Konzept überzeugt sind, den „Aufwand“ dann auch nicht als kostenintensive oder langwierige Strapazen, sondern eher als eine positive Erfahrung und Bereicherung sehen.

Die nachhaltige Anreise zum Klettergebiet kann auch als Genuss oder Abenteuer gesehen werden, weil man zum Beispiel drei Tage lang durch eine wunderschöne Gegend radelt oder im Zug mal Zeit zum Entspannen hat. Alles ist wie immer eine Frage der Perspektive und der persönlichen Wahrnehmung. Es braucht also kein idealistisches Publikum, sondern einfach nur motivierte Leute, die Spaß an der Sache haben und was ändern wollen.

Nachdem ich im Jahr 2020 die Route ‚Prinzip Hoffnung‘ mit öffentlichen Verkehrsmitteln geklettert bin, kam mir die Idee, dieser nachhaltigen Art des Kletterns einen Namen zu geben. Sprache prägt unser Denken und unsere Kultur – auch unsere Kletterkultur. Daher könnte die Schaffung eines neuen Begriffs unser Handeln unterstützen, wie z.B. unsere nachhaltige Herangehensweise an das Klettern.

Mit einem Begriff ist es leichter, über die Idee zu sprechen, es ist leichter, das nachhaltige Klettern zu bestärken und eine Interessensgemeinschaft zu bilden. Der Name „Ecopoint“ ist gemeinsam mit Sofie Paulus entstanden und ist eine Erweiterung des „Redpoint“-Begriffs beim Klettern. Das bedeutet das man eine Route klettert, ohne runterzufallen oder sich ins Seil zu setzen.

Ecopoint soll diesen Rotpunkt-Begriff einfach um die nachhaltige Anreise erweitern und das Bewusstsein für die Klima-Thematik schärfen.

Redpoint vs. Ecopoint Klettern

Das Projekt ist spendenbasiert. Der gemeinnützige Verein IG Klettern und Bergsport Allgäu e. V. ist der Herausgeber des Projekts und hat dafür die Spenden generiert. Unterstützt wird das Projekt von der Albrecht von Dewitz Stiftung, dem Deutschen Alpenverein, POW Germany und Ortovox. Mit diesen Spenden bekommen zum Beispiel der Programmierer, die Zeichnerin und ich ein kleines Taschengeld. Ein Teil unserer Arbeit läuft aber auch ehrenamtlich, daher freuen wir uns sehr über weitere Spenden.

Wir sind sehr dankbar für alle, die sich bisher an dem Projekt beteiligt haben und wir freuen uns natürlich auch jederzeit über weitere Spenden und neue Förderer, die das Projekt unterstützen möchten. Da die Website wachsen wird, kommt da sicherlich noch einiges an Arbeit bzw. Optimierungsbedarf an der Website und in den dahinterliegenden Prozessen auf uns zu.

Wer das Projekt unterstützen und spenden möchte, kann dies natürlich immer noch gerne tun. Dazu kann man uns über das Kontaktformular auf der Website kontaktieren. Ansonsten geht es jetzt erst einmal darum, die Website in der Klettercommunity sichtbarer und bekannter zu machen. Je mehr Kletterinnen aktiv dazu beitragen, dass mehr Beiträge auf der Plattform online gestellt werden, desto interessanter wird die Website für die ganze Community, im Idealfall weltweit.

Wir freuen uns, wenn die Plattform so attraktiv und gut gefüllt wird, dass Kletter*innen sie regelmäßig in ihre Recherche für den nächsten Klettertrip miteinbeziehen und sich daraus ihre Inspirationen ziehen.

Wenn jemand einen Beitrag schreiben möchte funktioniert das unter Rücksprache mit mir direkt über das Kontaktformular. Mit der vorherigen Rücksprache soll vermieden werden, dass sich mehrere Leute zeitgleich die Arbeit für einen Beitrag machen und am Ende nur einer online kommen kann, weil der Beitrag das gleiche Klettergebiet behandelt.

Der Ablauf ist folgendermaßen: man bespricht mit mir, wo man hingefahren ist zum Ecopoint-Klettern bzw. über welches Gebiet der Artikel geschrieben wird. Dann erstellt der Contributor den Beitrag entlang der auf der Website verfügbaren Guidelines. Diese sollen dabei helfen, dass die Plattform ein einheitliches Erscheinungsbild bekommt und den Leser*innen die Nutzung vereinfacht wird, da sie in jedem Beitrag die gleichen, wichtigen Informationen finden.

Bezüglich des Startpunktes kann jede*r die Reise so beschreiben, wie sie oder er sie gemacht hat. Die Kletter*innen, die nachhaltig klettern wollen, sind aber über die ganze Welt verteilt und haben unterschiedliche Startpunkte. Zusätzlich wird deshalb bei jedem Artikel der nächstgrößere Bahnhof angegeben, von wo aus man dann zu Fuß, mit dem Rad oder Bus in das jeweilige Klettergebiet kommt.

Der schwierigste Teil des nachhaltigen Kletterns sind genau diese letzten Meter zum Felsen. Genau an dieser Stelle ist es so wertvoll von den Erfahrungen derer zu profitieren, die den Weg schon gefunden haben, auch wenn sie nicht den gleichen Ausgangspunkt der Reiseroute hatten.

Interessant sind hier vor allem Infos zu den Fahrplänen, Bushaltestellen, Optionen zur Fahrradmitnahme im Zug/Bus, Ticketkauf usw. Aber auch Infos, wo sich der nächste Supermarkt auf diesem Weg befindet, den man sonst einfach bequem und vielleicht auch mit Umweg mit dem Auto angefahren hätte, sind sehr hilfreich.

Die Hemmschwelle, die Anreise ohne Auto zu wagen wird einfach geringer, wenn gesammelt Informationen auf einer Website zu finden sind, wo beschrieben wird, wie andere Kletter*innen es auch geschafft haben, klimaneutral zum jeweiligen Gebiet zu kommen. Am Ende stelle ich den entstandenen Blogbeitrag dann online und mache ihn für die Community zugänglich. Der Mangel an Informationen war bisher häufig ein Hindernis für Kletter*innen nachhaltig anzureisen.

Ab jetzt wird das anders. Wenn du deine Erfahrung mit der nachhaltigen Anreise zu einem Klettergebiet mit uns teilen willst, werde Contributor. Du findest alle Informationen darüber auf der Website, ebenso die Contributor-Guidelines.

Die Mission der neu veröffentlichten Website www.ecopointclimbing.com ist es, nachhaltige Mobilität beim Klettern zu fördern und zu stärken, indem sie eine frei zugängliche Community-Plattform bietet.

Jein. Die Plattform ist natürlich bewusst auf Englisch gehalten, damit sich Kletter*innen weltweit am Projekt beteiligen können und auch ein internationales Publikum von den gesammelten Informationen profitieren kann. Wenn jemand aus unseren Breitengraden kein Englisch spricht oder sich extrem unwohl fühlt, auf Englisch zu schreiben, aber trotzdem einen Beitrag leisten will, helfe ich auch mit der Übersetzung oder dem Korrekturlesen.

Ich freue mich jedoch, wenn dies eine Ausnahme bleibt, denn natürlich bedeutet das für mich wieder mehr Arbeit, die ich einfach gerne vermeiden würden. Eine gewisse Sprachbarriere soll aber kein Hindernis sein, dafür haben wir auch das Kontaktformular eingerichtet. Man kann auf jeden Fall über alles reden, deswegen keine falsche Scheu mit Fragen und Feedback.

Es würde mich einfach wahnsinnig freuen, wenn die nachhaltige Kletter-Community wächst und die Plattform viel genutzt wird, um sich gegenseitig zu informieren und zu inspirieren. Es wäre auch schön, wenn sich neue Leute finden, die mal reinschauen auf der Website und sich dort ihre Tipps abholen.

Natürlich wäre es auch klasse, wenn viele Leute ihre eigenen Trips einstellen und persönliche Erfahrungen zur Hilfestellung für die anderen teilen und somit die nachhaltige Anreise zu den Klettergebieten leichter gemacht wird. Ich freue mich auf jeden Fall darauf zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt, was ich selber dabei noch lernen darf und auf welche Ideen für Trips ich noch kommen werde.

Fest steht, es muss sich was ändern. Es ist für unsere gesamte Gesellschaft wichtig, die Realität der Klimakrise anzuerkennen und sich einzubringen. Das kann jede*r nach seinen individuellen Möglichkeiten tun und da ist es natürlich auch gut, wenn der eine mit dem Fahrrad fährt und die andere zum Klimastreik geht.

Die mit den größten Veränderungsmöglichkeiten sind jedoch unsere Politiker*innen. Und die politischen Maßnahmen sind derzeit absolut unzureichend. Die Klimakrise ist eine politische Entscheidung, und politische Entscheidungen kann man ändern. Daher ist es gut, wenn wir uns gegenseitig aufklären, zu Klimastreiks gehen und Wählen.

Die große Veränderung muss aber – eigentlich schon gestern – aus der Politik kommen. Ich denke, für eine globale Veränderung braucht es definitiv beides: eine Politische Veränderung sowie eine Veränderung in der Gesellschaft hin zu einer bewussten Wahrnehmung der Klimakrise und dem daraus resultierendem Willen um die politischen Entscheidungen „aushalten“ zu können, die getroffen werden müssen, damit wir ansatzweise eine realistische Chance haben, bis Ende des Jahrhunderts überhaupt noch unter 1,5 Grad Erderhitzung bleiben zu können.

Die Zeit, die uns noch bleibt um unter 1.5 Grad zu bleiben ist nur noch sehr kurz. Das sind jetzt circa 7 Jahre und damit mittlerweile ein Zeitrahmen, den wir uns vorstellen können, weil die Problematik jetzt so nah ist. Ein gegeneinander hilft und in diesem Fall nicht weiter, nur ein Miteinander als Weltgemeinschaft und der gemeinsame Einsatz für einen lebenswerten Planeten.

Diese zwei Entwicklungen, eine politische Veränderung und eine Veränderung in der Gesellschaft, funktionieren meiner Meinung nach nur Hand in Hand, weil das eine das andere bedingt. Ich möchte auch selbst schauen, wie ich mich nicht in den nächsten Jahren auch noch stärker politisch engagieren kann. Also ja, ich halte sehr viel von flächendeckenden Maßnahmen, denn es braucht unbedingt politische Veränderungen!

Logo der Ecopoint-Website für nachhaltiges Klettern

Dazu gehört die drastische Kürzung der umweltschädlichen Emissionen und die Investition in erneuerbare Energien. Strom und Wärme, ist das, was bei uns am meisten CO2 verursacht und das sind eben Dinge, die politisch geregelt werden müssen. Ich denke, da kann die oder der einzelne so viel radeln wie sie oder er will, das wird am Ende nichts bringen, wenn politisch nichts passiert.

Den Willen der einzelnen Person braucht es dafür definitiv, aber ein ausschlaggebendes Ergebnis können wir nur mit einer großen politischen Veränderung erzielen.

Wir können das tun was auch jeder Nicht-Bergsportler*in tun kann: uns politisch engagieren, wählen gehen, uns über Informationen sowie Lösungsansätze bezüglich der Klimakrise informieren, mit Freund*innen und Familie austauschen und als letzten Schritt den eigenen Fußabdruck, bzw. Handabdruck genauer anschauen. Vor allem denke ich, dass es wichtig ist, Projekte zu finden, für die man sich persönlich gerne engagiert!