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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Obacht: Kette von FIXE gebrochen

1. Interview mit Christoph Hummel

Christoph Hummel, DAV-Sicherheitsforschung. Foto: Daniel Bartsch

Christoph, bereits 2015 hat die DAV-Sicherheitsforschung – nachdem in mehreren Kletteranlagen die obersten Kettenglieder von Umlenkungen gebrochen sind – empfohlen, diese Standplätze des Herstellers FIXE zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen bzw. dieses Kettenglied mit einem Rapidglied zu hintersichern. Nun ist bei einem solchen Standplatztyp wiederum ein Kettenglied gebrochen, aber diesmal nicht nur das oberste (handverschweißte), sondern auch das zweite. Was ist da los?

Was genau die Ursache für die Rissbildungen und das anschließende Brechen der Kettenglieder ist, ist nicht vollständig geklärt. 2015 lieferte FIXE eine plausible Erklärung für die Rissbildungen an einigen ihrer Ketten: Spannungsrisskorrosion war die Begründung – das war das Ergebnis einer von FIXE beauftragten Untersuchung in einem spanischen Labor. Und auch jetzt begründet FIXE den Bruch der Kettenglieder mit Spannungsrisskorrosion.

Spannungsrisskorrosion findet nur statt, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: der Werkstoff ist anfällig für Spannungsrisskorrosion, am Bauteil treten Zugspannungen auf und die Umgebung ist korrosionsförderlich. Eine für Korrosion förderliche Umgebung kann vor allem im Außenbereich nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Meeresnähe, Industriegebiete etc. können durch entsprechende Verunreinigungen in der Luft dafür ausreichen. Lastwechsel finden an den Umlenkern natürlich bei jedem Ablassvorgang statt. Allerdings könnte es auch sein, dass diese Spannungen schon beim Schweißen auftreten – hier wissen wir nicht, was ursächlich für die Rissbildung ist. Auffällig ist, dass die Risse immer an der Schweißnaht oder gegenüber der Schweißnaht auftreten. Und zu guter Letzt das verwendete Material: Welcher Stahl wird verwendet? Gibt es hier Qualitätsschwankungen? Wird das Material beim händischen Schweißen zu heiß oder kühlt es nach dem Schweißen zu langsam ab? Ebendies war 2015 die offizielle Erklärung, und deshalb wurde damals empfohlen, dieses oberste Kettenglied zu hintersichern. Damit schien das Problem erstmal gelöst.

Da nun allerdings eins der maschinell geschweißten Kettenglieder gebrochen ist, tappen wir wieder im Dunkeln. FIXE hat mittlerweile mitgeteilt, dass auf den potenziell gefährlichen Ketten das Wort „INOX“ eingeprägt ist. Neuere Umlenkketten werden laut Hersteller aus Duplex-Stahl hergestellt, mit welchem uns bisher keine Probleme bekannt wurden.

Wir empfehlen deshalb, alle FIXE-Umlenker, auf denen das Wort „INOX“ eingeprägt ist, auszutauschen – und davon gibt es leider sehr viele!  In nicht-korrosionsfreundlichen Umgebungen (z.B. Indoor, wenn kein Schwimmbad oder Industrie etc. in der Nähe ist) besteht laut FIXE kein Risiko.

Welcher Standplatztyp ist von diesem Problem betroffen?

Bisher handelte es sich bei den uns gemeldeten Produkten mit Rissen und bei den beiden gebrochenen Ketten um Ausgleichsverankerungen. Das ist ein Indiz dafür, dass sich die Risse erst durch die Lastwechsel bilden, nicht bereits während des Schweißens. Bei Ausgleichsverankerungen führt jeder Ablassvorgang zu Spannungswechseln in allen Bestandteilen der Umlenkung.

Bei den Umlenkern der Bauart Reihenschaltung erfährt immer nur ein Strang die Lastwechsel. Wenn die Risse – wie vermutet – durch die Lastwechsel beim Ablassen entstehen, dann besteht hier keine Gefahr, weil die zweite Kette dann redundant greift.

Wie hat der Hersteller 2015 reagiert und wie im aktuellen Fall?

2015 warnte FIXE vor dem Problem der Spannungsrisskorrosion an den obersten Kettengliedern und empfahl die Hintersicherung mit einem Schraubglied. Im aktuellen Fall teilte uns der Hersteller leider erst nach Veröffentlichung unseres ersten Warnhinweises mit, dass betroffene Produkte anhand des eingeprägten „INOX“ identifiziert werden können. FIXE wird in den nächsten Tagen eine Stellungnahme auf seiner Homepage veröffentlichen. Diese Stellungnahme bereiten sie momentan in Zusammenarbeit mit uns vor. Wir werden gesicherte neue Erkenntnisse weitergeben, sobald es sie gibt.

Sind Kettenglieder prinzipiell ein Problem bzw. sind solche Brüche auch von Produkten anderer Hersteller bekannt?

Mir ist kein ähnlicher Fall mit einem Produkt eines anderen Herstellers oder mit einem FIXE-Produkt aus Duplex-Stahl (Markenname „PLX“) bekannt.

Welche Normen müssen Ketten bzw. Kettenglieder im Bergsport erfüllen?

In den letzten Jahren wurde die Norm für Bohrhaken überarbeitet. Sie wird im Frühjahr 2019 veröffentlicht und ist ab dann gültig. Künftig sind darin auch Mindestanforderungen an „Standplatzverankerungen“ – so werden diese Stände im Normtext bezeichnet – enthalten.

Bisher gab es keine Normanforderungen an diese Stände. Ich gehe davon aus, dass die meisten Hersteller darauf achteten, die Mindestanforderung von 22 kN an Schlingen einzuhalten. In der neuen Norm werden 25 kN gefordert.

Weil es sich immer um Ausgleichsstände am Top von Hallenrouten gehandelt hat, blieben bisher alle Brüche ohne Folgen. Ist es vorstellbar, dass – ob in der Halle oder am Fels – ein solcher Bruch eines Kettengliedes u.U. zu einem Absturz führt?

Leider ja. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar nicht sehr groß, aber es ist doch denkbar und wir können nicht einfach auf den ersten Unfall warten – diese Stände wurden zigtausendfach installiert, irgendwann wird es sonst so weit kommen. In allen Fällen, in denen wir von Rissen an Kettengliedern bzw. von Brüchen erfahren haben, sind in direkter Nähe (also z.B. in der Nachbarroute) auch Risse in Kettengliedern entdeckt worden.

Bisher handelte es sich immer um Ausgleichsverankerungen, bei denen eben jeder Ablassvorgang zu Spannungswechseln in allen Bestandteilen der Umlenkung führt. Wenn sich also Risse in Kettengliedern an beiden Kettensträngen einer solchen Ausgleichsverankerung bilden, dann kann – wenn ein Glied bricht – der zusätzliche Lasteintrag auf die zweite Kette ausreichen und zum Totalversagen der Umlenkung führen. Wenn der Kletterer dann keine Exen unterhalb eingehängt hat – zum Beispiel beim Topropen oder beim Abbauen der Route, dann kann dies zum Bodensturz führen.

Was ist deine Empfehlung an Hallenbetreiber bzw. Verantwortliche für Routen, die mit solchen Umlenkern ausgestattet sind?

Im Outdoor-Bereich sehe ich eigentlich keinen anderen Weg, als konsequent alle FIXE-Ketten mit der „INOX“-Prägung auszutauschen. Und auch im Indoor-Bereich sollte darauf geachtet werden, dass diese Ketten nur verwendet werden, wenn sicher keine korrosionsfreundliche Umgebung gegeben ist. In der Nähe von Industriegebieten, Schwimmbädern, vielbefahrenen Straßen etc. würde ich austauschen.

Und wer sich gegen ein Austauschen entscheidet (zum Beispiel in Kletterhallen), der sollte mit jeder Inspektion wieder überprüfen, dass keine Anzeichen von Korrosion zu erkennen sind und sich keine Risse bilden. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, können diese Risse sehr dünn und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sein!

Und was sollen wir Kletterer tun, wenn wir das nächste Mal an einer Kette Stand machen oder abseilen?

Wenn es sich um eine FIXE-Kette mit „INOX“-Prägung handelt, dann werde ich persönlich in Zukunft immer kurz prüfen, ob die Kettenglieder auch keine Risse aufweisen. Dabei muss man genau hinsehen – diese Risse können wie gesagt sehr dünn sein (siehe Abb.). Falls ich einen Riss finde oder mir nicht sicher bin, dann werde ich in Zukunft ein Seilstück zwischen Bohrhakenlasche und Ring fädeln oder mit einer Expressschlinge hintersichern. Und dann werde ich sobald wie möglich den Erstbegeher oder einen anderen lokal Zuständigen etc. ausfindig machen und darauf hinweisen, dass die Kette ausgetauscht werden sollte – auch wenn kein Riss sichtbar ist.

Da kommt eine Herausforderung auf die Kletterszene zu – insbesondere auf all diejenigen, die einbohren und sanieren …

2. Links

Das Update der DAV-Sicherheitsforschung vom 31.10.2018.

Die Warnung der DAV-Sicherheitsforschung vom 29.10.2018.

Die Warnung der DAV-Sicherheitsforschung vom 8.12.205.

Statement von tech ROCK S.L. zu den FIXE-Edelstahlumlenkern auf www.bergsteigen.com vom 17.9.2015.

3. Update zum Sicherheitsproblem bei Umlenkketten von FIXE vom 31.10.2018

Welche Umlenkketten sind betroffen? FIXE konnte uns erfreulicherweise nun mitteilen, wie die betroffenen Kettenglieder identifiziert werden können: sie sind alle mit der Markierung „INOX“ versehen. Diese Markierung befindet sich bei allen aus A2-Stahl produzierten Produkten auf der Hakenlasche. Nur Produkte mit dieser Kennzeichnung sind von dem Warnhinweis betroffen und sollten ausgetauscht werden.

FIXE kündigt ein baldiges Statement dazu auf seiner Homepage an!

Aufgrund der beschriebenen Problematik empfiehlt die DAV-Sicherheitsforschung, alle bisher verbauten FIXE-Ketten mit „INOX“-Kennzeichnung unverzüglich auszutauschen. Oberste Priorität gilt dabei den Umlenkeinrichtungen der Bauart Ausgleichsverankerung.

Umlenkketten der Firma FIXE mit der Kennzeichnung „PLX“ können nach Auskunft des Herstellers weiter verwendet werden! FIXE führt das Problem weiterhin auf Spannungsrisskorrosion zurück und sagt, dass das Problem in Kletterhallen, die nicht in unmittelbarer Nähe von Einflussquellen wie Schwimmbädern, Industrie, vielbefahrenen Verkehrswegen, Landwirtschaft etc. liegen, nicht besteht.

Behelfsmäßig können betroffene Ketten vorübergehend mit einer Expressschlinge, die – parallel zu einem Kettenstrang – im Bohrhaken und im Ring eingehängt ist, hintersichert werden (siehe unten Foto 2).

Bereits im Jahr 2015 warnte die UIAA davor, dass Spannungsrisskorrosion ein Problem für Bergsportausrüstung wie Umlenkketten oder Bohrhaken sein kann. Der bis dahin viel verwendete A2-Stahl wurde daraufhin nur noch für Indoor-Anwendungen empfohlen. FIXE empfahl bereits damals wie auch die UIAA, alle A2-Umlenkungen im Outdoor-Bereich gegen geeigneteres Material zu ersetzen.

In den Normengremien von UIAA und CEN wurde nach 2015 die Bohrhakennorm überarbeitet. Sie wird im Frühjahr 2019 erscheinen. In ihr sind erstmals auch Mindestanforderungen an sogenannte „Standplatzverankerungen“ (wie eben die betroffenen Umlenker) festgelegt.

4. Warnung der DAV-Sicherheitsforschung vom 29.10.2018

Zum wiederholten Mal reißt eine Umlenkkette von FIXE. Die DAV-Sicherheitsforschung empfiehlt, bisher installierte Ketten des Herstellers auszutauschen.

Bereits im Sommer 2015 wurde der DAV-Sicherheitsforschung ein gerissenes FIXE-Kettenglied einer FIXE-Ausgleichsverankerung zugesandt. Der Hersteller überprüfte damals das Problem und veröffentlichte die Empfehlung, dass das Problem kostengünstig und ohne großen Zeitaufwand gelöst werden könne, indem das oberste Kettenglied mit einem Maillon Rapide hintersichert wird. Begründet wurden die gefundenen Rissbildungen bei Ketten des Herstellers mit dem Phänomen der Spannungsrisskorrosion. Um mit der Hakenlasche verbunden werden zu können, müsse laut FIXE das oberste Kettenglied aufgetrennt und händisch wieder verschweißt werden. Diese handgefertigte Schweißnaht sei anfällig gegenüber Spannungsrisskorrosion. Wir informierten darüber auf der Homepage des DAV.

Nun liegt der DAV-Sicherheitsforschung eine weitere gerissene Kette der Fima FIXE vor, bei der neben dem ersten, handgeschweißten, auch das zweite, maschinell geschweißte Kettenglied gebrochen ist (Foto 1). Der Hersteller bestätigte, dass es sich dabei offensichtlich um „bad material choice“ handelt.

Die oberen Kettenglieder dieser FIXE-Ausgleichsverankerung waren – wie vom Hersteller empfohlen – jeweils mit Hilfe eines Maillon Rapide hintersichert worden. Da aber auch das zweite Kettenglied brach, hing die Umlenkung nur noch auf einer Seite in der Wand. Zwei der drei Bruchstücke konnten mit einem Metalldetektor gefunden werden.

Da der Hersteller bisher nicht mitteilen konnte, wie potenziell gefährliche Ketten identifiziert werden können bzw. welche Produktions-Chargen von dem Problem nicht betroffen sind, muss im Moment davon ausgegangen werden, dass alle bisher installierten Ketten von FIXE als potenziell gefährlich einzustufen sind.

Aufgrund der beschriebenen Problematik empfiehlt die DAV-Sicherheitsforschung, alle bisher verbauten FIXE-Ketten unverzüglich auszutauschen. Oberste Priorität gilt dabei den Umlenkeinrichtungen der Bauart Ausgleichsverankerung. Aufgrund der Ergebnisse firmeninterner Tests produziert FIXE mittlerweile seine Ketten aus einem anderen Material. Neue Ketten von FIXE sind daher auch zum Austausch geeignet.

Behelfsmäßig können betroffene Ketten vorübergehend mit einer Expressschlinge, die – parallel zu einem Kettenstrang – im Bohrhaken und im Ring eingehängt ist, hintersichert werden (Foto 2).

Foto 2: Beispiel für eine vorübergehende behelfsmäßige Hintersicherung. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

5. Meldung von bergundsteigen #92 (Herbst 2015)

Im Sommer dieses Jahres ist in einer DAV-Kletterhalle bei einem Ablassvorgang an der Außenwand ein Kettenglied einer FIXE-Umlenkeinrichtung aus Edelstahl gebrochen. Da es sich bei der Umlenkung um eine Ausgleichsverankerung (Abb. 1) handelte, blieb der Bruch glücklicherweise ohne Folgen. Bei der anschließenden Überprüfung aller Umlenkketten an der Außenwand dieser Kletterhalle sind weitere Kettenglieder mit Riss entdeckt worden. Betroffen war jeweils das letzte Kettenglied, das die Verbindung zum Bohrhaken herstellt. Die Risse traten dabei sowohl im Bereich der Schweißnaht als auch am Schenkel gegenüber der Schweißnaht auf (Abb. 2, 3). Die betroffenen Umlenkketten waren erst seit zwei Jahren im Einsatz. Nachdem am 28. Juli vom DAV und am 29. Juli von FIXE (TechRock) Sicherheitswarnungen veröffentlicht wurden, sind an zwei weiteren Außenanlagen von Kletterhallen Umlenkketten mit Rissen im Kettenglied am Bohrhaken entdeckt worden.

Abb. 1: Ausgleichsverankerung von FIXE. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

Abb. 2: Kettenglied mit mittleren Korrosionsspuren und einem deutlichen Riss. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

Ein von FIXE beauftragtes spanisches Labor analysierte eine der Umlenkeinrichtungen und bescheinigte als Ursache für die auftretenden Risse Spannungsrisskorrosion. Diese tritt unter drei Voraussetzungen auf: Der Werkstoff ist anfällig für Spannungsrisskorrosion, am Bauteil treten Zugspannungen auf (durch thermische Eigenspannungen im Bauteil oder externe Lasten) und die Umgebung ist korrosionsförderlich. Eine für Korrosion förderliche Umgebung ist im Außenbereich quasi immer gegeben. Die Anfälligkeit des Materials für Spannungsrisskorrosion wird nach unserem Kenntnisstand durch den manuellen Schweißvorgang des Edelstahls erzeugt. Das von Rissen betroffene Kettenglied im Bohrhaken wird vom Hersteller FIXE manuell geschweißt und weist in der metallographischen Analyse Auffälligkeiten im Gefüge auf. Im Gegensatz dazu sind die restlichen Kettenglieder unter kontrollierten Bedingungen maschinell geschweißt und weisen keine Auffälligkeiten auf. Ob dann thermische Spannungen im Bauteil oder die Lasten beim Ablassen letztlich die Spannungsrisskorrosion verursachen, ist noch nicht klar. FIXE kann das Problem bisher nicht auf eine Produktionscharge eingrenzen. Deshalb können alle Umlenkungen des Herstellers aus Edelstahl betroffen sein. Bisher wurden nur Risse bei Ketten in Ausgleichsverankerungen entdeckt, bei denen beide Kettenstränge unter Last sind. Bei Festigkeitsuntersuchungen der DAV-Sicherheitsforschung fiel eine Kette auf, an der nur ein sehr feiner Riss sichtbar war (Abb. 3), die aber nur noch 5,6 kN Bruchkraft aufwies! Eine optische Kontrolle muss daher sehr sorgfältig durchgeführt werden. 

Abb. 3: Kettenglied mit feinem Riss gegenüber der Schweißnaht. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

Spannungsrisskorrosion kann irgendwann in der Lebensdauer eines Bauteils auftreten. Eine einmalige Kontrolle auf Risse ist daher nicht ausreichend, um das Problem auszuschließen. Zwei Fragen bleiben im Zusammenhang mit der Problematik noch offen. Erstens: Können auch Umlenkungen mit Reihenschaltung betroffen sein (Abb. 4)? Hier ist die Kette als Redundanzsystem ohne Last dahinter geschaltet. Thermische Spannungen, erzeugt durch den Schweißvorgang, müssten die Korrosion ohne zusätzlichen Lasteintrag hervorrufen. Und zweitens: Kann auch der Ring, der die beiden Ketten (Variante Ausgleichsverankerung) bzw. die Kette und den Bohrhaken (Variante Reihenschaltung) verbindet, von Spannungsrisskorrosion betroffen sein? Dieser Ring ist zwar ebenfalls manuell geschweißt, hat aber einen wesentlich größeren Querschnitt. Dadurch besteht prinzipiell ein größeres Sicherheitspolster und die Zugspannungen im Material sind geringer. Bisher wurde noch kein Ring mit Rissen entdeckt. Bei der Analyse der Umlenkungen mit rissigen Kettengliedern wiesen die Ringe weder Risse noch reduzierte Festigkeiten auf.

Abb. 4: Umlenkeinrichtung von FIXE als Reihenschaltung. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

Generell ist das Problem von Spannungsrisskorrosion in der Kletterszene bereits bekannt. Bisher trat das Phänomen aber verstärkt in maritimen oder tropischen Umgebungen auf. Die UIAA Safety Commission widmet sich schon seit längerem diesem Thema. Über die Spannungsrisskorrosion hinaus bestehen die generellen Korrosionsproblematiken natürlich weiterhin.

Die Edelstahl-Umlenkungen von FIXE mit Ausgleichsverankerung (Abb. 1) sind als heikel zu bewerten. Sie sollten auf Dauer ausgetauscht werden. Kurzfristig bzw. wenn man als Kletterer an eine solche Umlenkung kommt, können sie hintersichert werden. Hierzu kann beispielsweise eine Exe parallel zu einem Kettenstrang geschalten werden (Abb. 5). 

Abb. 5: Hintersicherung mit Exe als Übergangslösung. Foto: DAV-Sicherheitsforschung

FIXE-Umlenkungen in Reihenschaltungsform aus Edelstahl sollten von Betreibern künstlicher Kletteranlagen und Verantwortlichen von Klettergärten auf starke Korrosionsspuren und Risse hin kontrolliert werden. Bei dieser Kontrolle liegt das Hauptaugenmerk auf dem letzten Glied im Bohrhaken sowie auf dem Ring am zweiten Bohrhaken. Die Kontrolle muss sorgfältig erfolgen, da die Risse sehr fein sein können (Abb. 3).