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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für Bergsteigerinnen


Ich werde initial auf Geschlechtsunterschiede im Gewöhnen an die Höhe und in der Entstehung von Höhenkrankheiten eingehen, dann auf spezifisch weibliche Charakteristika, welche in der Höhe potentiell einen Einfluss auf Akklimatisation, Leistungsfähigkeit oder Höhenkrankheiten haben können (Menstruation, Menopause), und schließlich auf die schwangere Frau in der Höhe.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern in extremen Umgebungen

Die Gewöhnung (= Akklimatisation) an große Höhen kann bei Frauen und Männern als gleich gut bezeichnet werden. Da viele Frauen an einem Eisenmangel mit oder ohne Blutarmut leiden, welcher die Akklimatisation an die Höhe beeinträchtigen kann, sollte dieser durch eine Eiseneinnahme über zirka 3 bis 6 Monate vor einer Expedition ausgeglichen werden.

Die akute Bergkrankheit (ABK) kommt bei Frauen und Männern gleich häufig vor. Es treten aber bei Frauen vermehrt Schwellungen an Händen, Füßen und im Gesicht auf, was wahrscheinlich mit der unterschiedlichen Zusammensetzung des Unterhautgewebes zusammenhängt. Der Menstruationszyklus der Frau scheint die Häufigkeit der Höhenkrankheit nicht zu beeinflussen, auch nicht die Einnahme von hormonhaltigen Verhütungsmitteln.

Das Höhenlungenödem (HLÖ) tritt bei Frauen seltener auf. Es ist jedoch nicht klar, ob dies mit der geringeren Exposition der Frauen generell zu tun hat oder ob physiologische Unterschiede bestehen, welche die Frauen vor einem HLÖ schützen. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Angaben zur Frage, ob Frauen und Männer für das Höhenhirnödem (HHÖ) gleich anfällig sind.

Da es einen Mangel an präventiven und therapeutischen Interventionsstudien gibt, die geschlechtsspezifische Unterschiede herausgearbeitet haben, sollten allgemeine Präventions- und Behandlungsstrategien für die ABK und das HHÖ unabhängig vom Geschlecht angewendet werden: Bei Reisen, Trekking und Bergsteigen über 3000 m wird eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 300 bis 500 Höhenmetern pro Tag empfohlen mit einem Ruhetag alle 3 bis 4 Tage, um allen Formen der akuten Höhenkrankheit vorzubeugen.

Bei der Behandlung der leichten ABK reicht oft ein Pausentag, bei der moderaten ABK die Einnahme von Analgetika und/oder Antiemetika. Die Behandlung einer schweren ABK und eines HHÖ umfasst einen schnellen Abstieg und, wenn dies nicht möglich ist, die Anwendung von tragbaren Überdruckkammern, zusätzlichem Sauerstoff, Acetazolamid und Dexamethason.

Die Behandlung eines HLÖ besteht aus einem schnellen und unterstützten Abstieg von mindestens 1000 m und – falls vorhanden – Sauerstoffzufuhr über eine Gesichtsmaske sowie bei medizinischer Betreuung dem Einsatz von Nifedipin oder Sildenafil. Wann immer möglich, sollte der Abstieg favorisiert werden. Mehr über Dosierungen und Details kann folgenden Übersichtsarbeiten entnommen werden1,2 und findet sich in der bergundsteigen-Ausgabe #118 (Seite 56–61).

Menstruation und Menopause

Auf Expeditionen kommt es häufig zu Veränderungen des Menstruationszyklus. Vermutlich spielt die Reise per se mit all ihren Begleiterscheinungen wie veränderter Hygiene, Kälte, Essverhalten, Gewichtsverlust usw. als Paradebeispiel einer körperlichen Stresssituation dabei eine entscheidende Rolle, vermutlich mehr als die Höhe selbst.

Am häufigsten bleibt die Regelblutung ganz oder teilweise weg oder der Zyklus wird unregelmäßig. Das Ausbleiben der Menstruation bedeutet nicht, vor einer Schwangerschaft geschützt zu sein. Jede Frau sollte sich vor der Abreise überlegen, ob sie bereit ist, die Unannehmlichkeiten der Menstruation zu ertragen oder ob sie eher zu einer üblichen Antikonzeption (orale Antikonzeption bzw. die Antibabypille, Östrogenring, Östrogenpatches, Diaphragma, Spirale) greifen will.


Die Wirksamkeit der pharmakologischen und mechanischen Verhütungsmittel wird durch die Höhe nicht beeinflusst. Entscheidet sich die Frau gegen die Anwendung von oralen Antikonzeptiva, sind genügend Hygieneutensilien (Reinigungstücher, Tampons, Binden) situationsrettend. Jede Bergsteigerin, die über längere Zeit mit prekären hygienischen Verhältnissen konfrontiert ist, kann sich auch überlegen, das Genitalhaar vor der Abreise zu rasieren, um die Reinigung des Genitals zu erleichtern.

Der Gebrauch von oralen Antikonzeptiva verändert die Anpassungsfähigkeit an die Höhe nicht, kann aber zusammen mit einem Wasserverlust (Dehydratation), mit Kälte und längerem Höhenaufenthalt die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) und Embolien begünstigen. Auch wenn die Kombination dieser Faktoren die Thromboseneigung in der Höhe klar zu steigern scheint, gibt es keine wissenschaftlich fundierten Studien dazu, sondern nur einzelne Fallbeispiele von Frauen, die in der Höhe eine Thrombose entwickelten, bei denen die Bedeutung des Faktors Höhe jedoch unklar blieb.

Die Einnahme oraler Antikonzeptiva bietet neben dem bekannt sehr guten Schutz vor Schwangerschaft weitere Vorteile für das Höhenbergsteigen: Neben dem Verhindern der Menstruation reduzieren sie auch die Menstruationsbeschwerden. Zusätzlich kann die Pille über mehrere Monate kontinuierlich genommen werden, was die Blutungstage auf ein Minimum reduziert oder die Blutungen ganz sistieren lässt.

Trotzdem kann das theoretische Risiko einer erhöhten Thromboseneigung in der Höhe nicht negiert werden. Die unregelmäßigen Ess- und Schlafzeiten auf Expeditionen erschweren unter Umständen die regelmäßige Einnahme der oralen Antikonzeptiva, was die Sicherheit der Verhütung vermindert. Außerdem können Antibiotika (vor allem Breitspektrum-Penizilline, Baktrim und Tetrazykline), welche zum Beispiel wegen einer Bronchitis oder Durchfallerkrankung eingenommen werden, die Wirkung der Pille während der Einnahme und bis 7 Tage später abschwächen.

Die Spirale mit einer Progesteronsekretion ist eine gute Alternative. Bei dieser Methode besteht kein erhöhtes Thromboserisiko. Insbesondere rauchende Frauen sollten keine oralen Verhütungsmittel anwenden, da bei ihnen durch das Rauchen schon im Tiefland ein erhöhtes Risiko für Thrombosen existiert (Referenzen zu diesem Kapitel 3,4).

Take-home-Message

Weder die Menstruation noch der Einsatz von Verhütungsmitteln hat einen nennenswerten Einfluss auf das Entstehen von Höhenkrankheiten. Die Anwendung von Verhütungsmitteln während längerer Höhenaufenthalte sollte sorgfältig überlegt werden:

Mehr und mehr ältere Frauen in der Menopause erfreuen sich einer exzellenten Gesundheit und Fitness. Wen erstaunt es, dass diese Frauen auch in fortgeschrittenem Alter auf die höchsten Berge der Welt steigen. Die japanische Bergsteigerin Tamae Watanabe stand mit 73 Jahren auf dem Mount Everest und Anne Lorimor mit 89 Jahren auf dem Kilimanjaro.

Die Menopause, also das Ende der Reproduktionsfähigkeit aufgrund hormoneller Veränderungen, die mit dem Sistieren der Regelblutung einhergeht, tritt im Alter zwischen 47 und 55 Jahren ein. Während einige Frauen diese Hormonumstellungen nicht einmal bemerken, leiden andere unter erheblichen Symptomen, typischerweise Hitzewallungen, Nachtschweiß, vaginale Trockenheit, Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit.

Frauen in den Wechseljahren sollten deshalb darauf vorbereitet sein, die Symptome, die potenziell auch in größeren Höhen auftreten können, mit effektiven Strategien zu behandeln, die sie auch im Tiefland anwenden. Postmenopausale Frauen sind anfälliger für Harnwegsinfektionen aufgrund von urogenitaler Atrophie, die durch Östrogenmangel verursacht wird. Darüber hinaus entwickeln ältere Menschen häufiger Harnwegsinfektionen während ihrer Reisen.

Obwohl es keine spezifischen Daten zum Auftreten von Harnwegsinfektionen bei postmenopausalen Frauen gibt, die in die Berge reisen, könnte schlechte Hygiene während Bergreisen das Risiko von Harnwegsinfektionen erhöhen. Daher sollten Antibiotika in Reiseapotheken enthalten sein und eingenommen werden, wenn Symptome von Harnwegsinfektionen auftreten. Auch lokal angewendete vaginale Östrogene mindern das Risiko von Harnwegsinfektionen und verbessern die Dranginkontinenz bei postmenopausalen Frauen mit häufigen Harnwegsinfektionen unabhängig von der Höhe.

Die Osteoporose mit einem einhergehenden zusätzlichen Risiko von Frakturen ist ein Problem bei Frauen in den Wechseljahren, die Aktivitäten in den Bergen ausüben. Dieses Risiko sollte gegen die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von Bergaufenthalten abgewogen werden. Gewöhnliche Aktivitäten in den Bergen, wie Gehen und Wandern, werden als Übungen zur Gewichtsbelastung empfohlen, die einer Osteoporose vorbeugen und die Knochenmasse und -dichte erhalten können. Darüber hinaus hat die Exposition gegenüber der Natur für Menschen jeden Alters Vorteile für die psychische Gesundheit (Referenzen zu diesem Kapitel 5-9).

Take-home-Message

Reisen/Höhenexposition in der Schwangerschaft

Wer schwanger auf Reisen geht, muss daran denken, dass es oft schwierig ist, einen fachspezifischen Rat im Zusammenhang mit der Schwangerschaft zu erhalten. Gewisse Infektionskrankheiten wie Malaria, Hepatitis E oder Durchfall können während der Schwangerschaft einen schwereren Verlauf nehmen und auch das ungeborene Kind gefährden.

Viele Medikamente, die zur Vorbeugung von Tropen- und Reisekrankheiten (Antimalariamittel, Antibiotika wie Quinolone oder Sulfonamide) eingenommen werden, dürfen während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, da sie das Kind im Mutterleib potenziell gefährden können. Sowohl die Schwangerschaft als auch die Höhe stimulieren die Atmung, wodurch dem Körper mehr Wasser entzogen wird.

Dies ist gerade in der Höhe enorm wichtig, da dort zum einen eine geringere Luftfeuchtigkeit herrscht und zum anderen das Durstgefühl oft unterdrückt ist. Deshalb muss auf eine genügende Flüssigkeitsaufnahme speziell geachtet werden.

Die meisten wissenschaftlichen Studien zu Komplikationen eines Höhenaufenthalts für die Mutter und das ungeborene Kind wurden an Müttern erhoben, die in der Höhe leben. Über das Verhalten des ungeborenen Kindes und ihrer Mutter, die im Tiefland leben und sich kurzfristig über Tage bis Wochen in größere Höhen begeben, ist wesentlich weniger bekannt.

Deshalb beruhen die Empfehlungen auf inkompletten Daten. Vermutlich besteht bei akuter Höhenexposition ein vermehrtes Risiko eines Frühaborts während des ersten Schwangerschaftsdrittels. Frauen, die schon einmal ein Kind während der Frühschwangerschaft verloren haben oder ein erhöhtes Risiko für einen Frühabort haben, sollten sich während dieser Zeit nicht in die Höhe begeben.

Kurze Aufenthalte ohne große körperliche Anstrengung über Stunden bis Tage in Höhen bis 2500 m für Mütter mit bis dahin komplikationslos verlaufener Schwangerschaft und ohne bekannte Risikofaktoren in der zweiten Schwangerschaftshälfte sind unproblematisch. Über einen solchen Aufenthalt auf Höhen über 2500 m gibt es bisher keine Angaben. Mütter mit Risikofaktoren für Fehlgeburten, Wachstumsstörungen des Kindes, Bluthochdruck, Blutarmut, Herz- oder Lungenerkrankungen sowie starke Raucherinnen sollten während der Schwangerschaft hingegen auch kurze Höhenaufenthalte über 2500 m meiden.

Bei Müttern, die längere Zeit (Wochen bis Monate) über 2500 m leben, ist die Anfälligkeit für Schwangerschaftskomplikationen erhöht. Deshalb lauten die Empfehlungen, dass sich werdende Mütter, wenn ein längerer Höhenaufenthalt nicht vermeidbar ist, häufigen fachspezifischen Untersuchungen unterziehen sollten, um mögliche Komplikationen früh genug erfassen und reagieren zu können.

Weil körperliche Anstrengungen in der Höhe theoretisch zu einer vorzeitigen Wehentätigkeit und zu Sauerstoffmangel beim Kind durch den Eigenverbrauch der Mutter führen können, wird Schwangeren empfohlen, sich in Höhen über 2500 m während der ersten zwei bis drei Tage nicht anzustrengen und für intensivere körperliche Aktivitäten die weitestgehend vollständige Akklimatisation von zwei Wochen abzuwarten. Generell abzuraten ist von sehr anstrengenden Aktivitäten in extremer Höhe, da dort der extreme Sauerstoffmangel im mütterlichen und kindlichen Organismus schädlich sein kann.

So weit wir dies wissen, hat die Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens von Höhenkrankheiten. Treten sie jedoch auf, können sie das Kind gefährden. Medikamente zur Vorbeugung und/oder Therapie der Höhenkrankheit wie Azetazolamid (Diamox®) und andere Sulfonamide sind während des ersten Schwangerschaftsdrittels wegen potentieller Schädigung des ungeborenen Kindes und während des letzten Schwangerschaftsdrittels wegen eines erhöhten Risikos der Neugeborenen-Gelbsucht verboten. In der Tabelle findet sich eine Übersicht zu Medikamenten, die häufig in der Höhe eingesetzt werden, hinsichtlich möglicher Schäden für das ungeborene Kind.


Es gibt keine geschlechtsspezifischen Studien zu dieser Thematik. Generell kann angenommen werden, dass diese Aktivitäten während der ersten zwei Schwangerschaftsdrittel unproblematisch sind. Der Klettergurt darf zu keinem Zeitpunkt auf den Bauch drücken. Später muss beachtet werden, dass die Gewichtszunahme, die größere Überdehnbarkeit der Gelenkbänder und die Verlagerung des Körperschwerpunkts mit Zunahme des Bauchumfangs zu Unfällen und Stürzen mit potentieller Gefährdung des ungeborenen Kindes führen können (Referenzen zu diesem Kapitel 4,10,11,12).

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Bergsport und Gesundheit, #7

Diese Serie organisieren und betreuen Dr. Nicole Slupetzky (Vizepräsidentin des ÖAV und Präsidentin des Clubs Arc Alpin) und Prof. Dr. Marc Moritz Berger (Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Essen, Deutschland; Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin). Der Experte für Prävention und Therapie der akuten Höhenkrankheiten und für alpine Notfallmedizin ist Mitinitiator des Symposiums für Alpin- und Höhenmedizin Salzburg, das gemeinsam mit dem Österreichischen Alpenverein organisiert wird.

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Literatur