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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Winter 2023/24: Was gibt es Neues am Markt?

1. Pieps

Schon allein vom auffälligen Design her eine Neuerung unter den LVS-Geräten: Das PIEPS PRO IPS kommt mit ausklappbarer Antenne und hat auch sonst noch allerhand zu bieten. Ist das neue Flagship-PIEPS wirklich die große Revolution, wie firmenseitig behauptet wird? Fünf Fragen an Wolfgang Platzer, R&D Director bei PIEPS und der Kopf hinter dem neuen PRO IPS.

Das neue LVS-Gerät PIEPS PRO IPS.

Wolfgang Platzer: Der größte Treiber war, dass immer mehr analoge Bauteile von namhaften Herstellern mittelfristig abgekündigt werden. Um sicherzustellen, dass wir auch in zehn Jahren noch ein qualitativ hochwertiges LVS bauen können, war ein komplettes Redesign notwendig. In über vier Jahren Entwicklungsarbeit haben wir das PRO IPS von Grund auf neu entwickelt, vom weißen Blatt Papier weg. Mit dem neuen Design konnten 70 Prozent der analogen Bauteile eliminiert werden, denn die Signalverarbeitung findet nun hauptsächlich digital statt.

Platzer: Der Hauptunterschied ist sicherlich das neue Design. Mit dem PRO IPS bringen wir eine völlig neue Generation von LVS- Geräten auf den Markt. Der auch optisch auffälligste Unterschied ist die ausklappbare Antenne, mit der wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen ist das Design sehr intuitiv.

Auch wenn man seit 10 Jahren nicht mehr auf Skitour war, kann man sich noch gut daran erinnern, dass man durch das Ausklappen der Antenne in den Suchmodus wechselt. Außerdem befindet sich der Ausschaltknopf unter der Antenne, so dass er im Sendebetrieb nicht versehentlich betätigt werden kann. Es ist also optisch sichtbar, ob das Gerät auf Suchen oder Senden ist – auch ein großer Vorteil für Einsatzleiter und Bergretter, denn man sieht sofort, wer sucht und wer sendet.

Und dann gibt es natürlich die technischen Vorteile: Durch den größeren Abstand zwischen den Antennen kann das PRO IPS beide Antennen gleichzeitig verarbeiten und auswerten, was sonst kein anderes Gerät kann. Und die hohe Reichweite – die war bisher dadurch begrenzt, dass auf der Platine Ströme fließen, die auch die hochempfindliche Antenne stören. Wenn man die Antenne jetzt aufklappt und damit von der Elektronik wegbringt, erreicht man eine bis zu 20 Prozent höhere Reichweite. So kommen wir auf eine Suchstreifenbreite von 80 Metern.

Platzer: Jeder Stromfluss in einem Gerät erzeugt ein Magnetfeld. Und die LVS-Technologie basiert auf der exakten Messung des vom Sender erzeugten Magnetfeldes. Wenn sich das Magnetfeld eines anderen Gerätes zufällig in einem Frequenzbereich ändert, der der Sendefrequenz vom LVS ähnlich ist, dann stört das. Früher hatten die Leute viel weniger elektronische Geräte bei sich, heute hat der normale Bergwanderer oft zwei bis drei Gadgets dabei, vom Handy über die GoPro bis zum Funkgerät. Jedes davon ist ein potenzieller Störkandidat.

Das LVS muss also diese Störsignale so weit wie möglich eliminieren, damit nur noch echte Impulse übrigbleiben. Auch die Sendeleistung eines LVS kann sehr leicht beeinflusst werden, wie der Test mit einer Packung „Manner Schnitten“ zum Beispiel zeigt. Die Verpackung beinhaltet eine metallische Folie und jedes magnetisch aktive Teil kann die Sendeleistung um 30 bis 40 Prozent reduzieren. Auf diesen externen Einfluss muss das LVS reagieren können. Der Oberbegriff für die Technik hinter dem IPS ist „Digital Signal Processing“.

Mit dem PIEPS PRO IPS im Gelände. Foto: Simon Schöpf

Man arbeitet mit allen möglichen Arten von Filtern und digitaler Signalverarbeitung, die beim Empfang alle Signale bestmöglich klassifizieren, filtern und eben alles Störende herausfiltern. Als Verschütteter unter einer Lawine nützt mir natürlich das beste Suchgerät nichts, nur das beste Sendegerät rettet mein Leben. Deshalb wird auch beim Senden jeder Puls gemessen und überprüft, ob er mit den richtigen Parametern sendet.

Und wenn nicht, dann wird noch während des Sendens der Puls dynamisch so angepasst, dass er mit der maximalen Leistung gesendet wird. Im Grunde ist es auch eine Kombination aus veränderter Hardware und verbesserter Software. Die große Herausforderung besteht darin, den perfekten Sender und den perfekten Empfänger unter einen Hut zu bringen. Senden und Empfangen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Antenne, aber ich habe nur ein Gerät, das alles können muss.

Platzer: Das Empfangsgerät muss die Position des Sendegeräts in einem dreidimensionalen Raum bestimmen. Das funktioniert über die Messung des Magnetfeldes in allen drei Richtungen X, Y und Z. Die alten Einantennengeräte von früher musste man daher manuell schwenken, um in allen Richtungen messen zu können. Moderne Dreiantennengeräte messen alle drei Richtungen mit drei orthogonal angeordneten Antennen.

Da diese Antennen sehr nahe zueinander angeordnet sind, kann man die Antennen nur einzeln – also nacheinander – messen. Sonst würden sie sich gegenseitig beeinflussen. Wenn man eine Richtung misst, dann ist man in den anderen beiden Richtungen „blind“. Signale aus diesen werden dann verpasst. Das PRO IPS kann erstmals zwei Antennen gleichzeitig messen, so dass man die beiden Hauptrichtungen permanent messen und auswerten kann. Dadurch werden auch bei Mehrfachverschüttungen keine Signalteile verpasst und die Signaldetektion funktioniert um ein Vielfaches exakter.

Platzer: Standardanwender profitieren von der sehr großen Reichweite und der perfekten Signalqualität. Mitarbeiter von professionellen Einsatzorganisationen müssen im Menü erst den Profi-Modus aktivieren, dann geht es aber auch um Mehrfachverschütteten-Szenarien mit mehreren Einsatzkräften, für die man auch ständig trainieren muss. Ansonsten würden die vielen Symbole auf dem Display schnell zu Verwirrung führen. Von daher gehören zur Zielgruppe für das neue PRO IPS neben den Profianwendern auch alle anspruchsvollen Wintersportler:innen, die einfach auf beste Technik vertrauen wollen.

Lorenz Berker, Sicherheitsforschung Deutscher Alpenverein.
Lorenz Berker, Sicherheitsforschung Deutscher Alpenverein.

„LVS-Geräte sind vor allem im Suchmodus sensitiv auf umgebende elektromagnetische Strahlung, welche von allen elektronischen Geräten ausgeht. Ein Thema, welches in Anbetracht moderner elektronischer Ausrüstung mehr Beachtung verdient (siehe dazu Artikel „Störquellen bei der Lawinenrettung“ in dieser Ausgabe). Neu aufgenommen wurde beim IPS eine im Suchmodus im Hintergrund laufende Messung des elektromagnetischen Rauschpegels (ähnlich bereits vorhanden bei Mammut Barryvox, Ortovox Diract, Arva Neo BT Pro). Dabei wird beim Erreichen der Grenzwerte die Anzeige der empfohlenen Suchstreifenbreite auf dem Display auf beispielsweise 40 oder 20 Meter reduziert, weil das LVS weiter entfernte Signale nicht mehr zuverlässig erkennen kann. Ein sinnvolles Feature, welches aber nicht alle existierenden Störungen erkennen kann. Weiterhin ist kein LVS-Gerät immun gegen den Einfluss von externen Störquellen.“

Thomas Wanner, Berg- und Skiführer, Abteilung Bergsport Österreichischer Alpenverein
Thomas Wanner, Berg- und Skiführer, Abteilung Bergsport Österreichischer Alpenverein, zum PIEPS PRO IPS.

„Frisch aus der Verpackung wirkt das neue PIEPS PRO IPS sehr wertig und stabil. Die Handhabung ist intuitiv. Durch die ausklappbare Antenne ist sofort klar, ob das Gerät sendet oder im Suchmodus ist. Ein schneller Reichweitentest bestätigt die vom Hersteller angekündigte herausragende Performance und die große Suchstreifenbreite von 80 Metern.

Das Schiebeschalter-Problem älterer Pieps-Geräte ist beim Pro IPS kein Thema mehr, da der Schieber durch hochwertige Druckschalter ersetzt wurde. Durch das sogenannte „Interference Protection System“ (IPS) wird einer Verringerung der Sendeleistung in der Nähe von Störquellen aktiv entgegengewirkt. Die simultane Signalverarbeitung von X- und Y-Antenne ermöglicht eine sehr stabile Signalverarbeitung im Suchen-Modus, was durch die lange, ausklappbare Antenne noch begünstigt wird. Ein Gerät für Profis, fortgeschrittene Wintersportler und Technik-Nerds!“

2. Mammut

Aus dem Hause Mammut kommt für den Winter 2023/24 eine neue Schaufel und ein neuer Rucksack, in Sachen LVS-Gerät dürfen wir für die nächste Saison (bzw. die ISPO 24) gespannt sein. Zur Schaufel: Die neue Alugator Ultra ist die leichteste UIAA-zertifizierte Aluminium-Lawinenschaufel auf dem Markt (395 Gramm) mit einem gerade einmal einen Millimeter dünnen Schaufelblatt aus in der Luft- und Raumfahrt üblichem 7075-Aluminium. Länge ausgefahren: 75 Zentimeter. Zum Rucksack: Der abfahrtsorientierte, mechanische Free 22 Removable Airbag 3.0 bekam eine Überarbeitung und verwendet die Mammut Airbag Technology 3 und ist einer der leichtesten am Markt. Gewicht Rucksack mit Airbag-System und Carbon-Kartusche: 2225 Gramm.

LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, das ist die Basis, wenn es um die Lawinen- Sicherheitsausrüstung geht. Wie steht es um den Lawinenairbag-Rucksack, sollte aus dem Trio ein Quartett werden? Nachgefragt bei Jacqueline Miler, Lawinensicherheitsexpertin bei Mammut.

Jacqueline Miler: Ich denke, der Blickwinkel ist das Entscheidende. Bisher wurden Lawinenrucksäcke von vielen als persönliche Sicherheitsausrüstung gesehen, die in erster Linie diejenigen schützen, die sie tragen. Also ein „nice to have“, das in den persönlichen Verantwortungs-Kontext gebettet ist und anders als Schaufel, Sonde und LVS nicht der Suche von Verschütteten dient, also anderen hilft.

Miler: Natürlich schützt der Lawinenrucksack Träger oder Trägerin bestmöglich vor einer Verschüttung, aber er erspart oder erleichtert den Ersthelfenden auch eine Rettung. Wir wissen alle, dass Zeit bei einem Lawinenunfall der kritischste Faktor ist. Es macht sowohl für die Bergenden als auch die Verschütteten zeitlich und in Sachen Überlebenschance einen signifikanten Unterschied, ob man metertief verschüttet wird oder mit Rucksack-Auftrieb weit weniger tief. Genau deshalb sind Schaufel, Sonde und LVS-Gerät ja bereits fester Bestandteil der Ausrüstung: um schnell bergen zu können.

Letztendlich sind wir meistens mit Menschen, zu denen wir eine persönliche Beziehung haben, im Schnee unterwegs. Unabhängig vom eigenen Wohl: Möchte man denen traumatische Erlebnisse in einer maximalen Stress-Situation nicht ersparen?


Alexander Weijnman, Head of Avalanche Safety bei Mammut, über Irrtümer in Sachen Störsignale.

Alexander Weijnman: Viele wissen, dass es im Zusammenspiel von Handy und LVS-Gerät zu Problemen kommen kann. Ein Mythos ist aber definitiv, dass es reicht, das Handy in den Flugmodus zu stellen. Das bringt nichts. Es ist nämlich nicht die Funkverbindung das Problem, sondern das elektromagnetische Feld, das erzeugt wird, wenn Strom im Mobiltelefon fließt. Das gilt übrigens für jedes elektronische Gerät, in dem Strom fließt.

Dessen elektromagnetisches Feld stört das Feld des LVS-Geräts. Beim Smartphone sind es vor allem das Display und die Kamera, die mit Abstand am meisten Störungen verursachen. Man muss also das Handy ganz ausschalten oder auf genügend Abstand zum LVS-Gerät achten.

Weijnman: In der bisher mangelnden Sensibilisierung für das Thema elektromagnetische Interferenz. Seit Jahren ist bekannt, dass das Mobiltelefon ein Problem darstellen kann, aber damit hört das Wissen meist auf. Was aber ist mit beheizten Handschuhen? Dort wickeln sich metallische Drähte um die Hände, in denen man das LVS-Gerät hält.

Der Effekt ist dem eines faradayschen Käfigs ähnlich, der alle Signale abschirmt. Bei der Feinsuche, wenn man nahe am Boden ist, können beheizbare Socken oder Skischuhe einen geringen Einfluss auf das Gerät haben. Smartwatches können eine weitere Störquelle sein, wenn sie an derselben Hand getragen werden, wie das LVS-Gerät. Ebenso sollte man auf genügend Abstand zu Metallschnallen am Rucksack achten, übrigens auch beim ständigen Tragen des LVS-Geräts.

Intermezzo: Ein Appell von Manuel Genswein

„Softwareupdates können ein modernes LVS-Gerät enorm verbessern und auch sicherer machen. Ich würde sogar sagen, dass mittlerweile bis zu 90 Prozent der Verbesserungen durch die Software erzielt werden. Hier müssen wir alle Wintersportler:innen unbedingt sensibilisieren, ihre Geräte immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Und zwar nicht nur die LVS-Geräte, sondern zunehmend auch die Airbag-Rucksäcke. Tests haben gezeigt, dass elektronische Airbags auch das LVS-Gerät empfindlich stören können. Mit einem Update kann diese Störproblematik allerdings gemindert werden. Deshalb: Alle, die einen elektronischen Airbag egal welcher Marke haben, sollten diese Saison ein Softwareupdate durchführen!“

Manuel Genswein
Manuel Genswein. Der Schweizer ist ein weltweit tätiger Forscher im Bereich Schneesicherheit und an der Entwicklung von Lawinenrettungsgeräten sowie Suchstrategien beteiligt. Er betreibt die Plattform mountainsafety.info.

3. Ortovox

Ortovox launcht mit der Avabag LiTRIC Serie (hätte bereits letztes Jahr ausgeliefert werden sollen, aber aufgrund eines technschen Problems wurde sie noch zurückgehalten) eine ganze Palette an elektronischen Lawinenrucksäcken (Tour/Freeride/Zero).

Der Avabag LiTRIC Freeride 28

Mit 1100 Gramm ist das LiTRIC System ausgesprochen leicht. Es arbeitet mit Superkondensatoren mit Lithium-Ionen-Batterie, die genug Energie für eine Mehrfach- auslösung liefert. Superkondensatoren (Supercaps) werden eingesetzt, um einen Spitzenleistungsbedarf in vielen Geräten der Unterhaltungselektronik zu decken, etwa für eine Flash-Funktion auf einem Smartphone, um schnell und zuverlässig große Strommengen zu liefern.

Der Hauptunterschied zu einem „normalen“ Akku ist, dass Akkus eine höhere Dichte haben (mehr Energie pro Masse speichern), während Kondensatoren eine höhere Leistungsdichte haben (Energie schneller freisetzen und speichern). Geladen wird der Rucksack mittels USB-C und ermöglicht so Testauslösungen ohne Zusatzkosten. Das LiTRIC System wurde so entwickelt, dass es keinen störenden Einfluss auf LVS-Geräte hat. Ortovox hat das LiTRIC System gemeinsam mit Arc’teryx entwickelt. Die Rucksackserie Micon LiTRIC von Arc’teryx, erhältlich in der Ausführung 16, 32 oder 42 Liter, basiert auf derselben Technologie.

4. Safeback

Bei einer vollständigen Verschüttung durch eine Lawine können Sauerstoffmangel und ein Anstieg des Kohlendioxids (CO2) innerhalb weniger Minuten zur Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod des Verschütteten führen. Ein norwegisches Start-up-Unternehmen hat nun ein Gerät entwickelt, das Lawinenverschütteten helfen soll, länger zu überleben, indem es über eine Stunde lang kontinuierlich Frischluft in die Nähe der Atemwege pumpt: das Safeback.

Das Safebacksystem erinnert an die Avalung, funktioniert aber anders.

Im Gegensatz zu den seit einigen Jahren verfügbaren künstlichen Beatmungsgeräten, den sogenannten „artificial airpocket devices“ (kurz: AAPD), die durch die Trennung von Ein- und Ausatemluft über ein Schlauchsystem die Zeit bis zum Ersticken nachweislich verlängern können, basiert das neue Gerät auf einer völlig anderen Technologie. So entfällt beispielsweise das Einsetzen eines Mundstücks vor der Verschüttung, wie es bei den AAPD erforderlich ist.

Das im Rucksack integrierte, batteriebetriebene Gebläse wird ähnlich einem Lawinenairbagsystem durch Ziehen eines Griffes am Schultergurt aktiviert. Das System bläst Frischluft (150 Liter pro Minute), die in der umgebenden Schneedecke vorhanden ist, mit hoher Flussrate in Richtung Mund und Nase des Verschütteten und führt die ausgeatmete Luft ab. Dadurch soll der Sauerstoffmangel und der Anstieg der CO2-Konzentration im Körper verzögert und die Zeit für eine erfolgreiche Rettung verlängert werden.

Anfang dieses Jahres wurde das innovative Gerät vom Institut für Alpine Notfallmedizin, Eurac research (Bozen), in einer unabhängigen Studie getestet. Im Rahmen dieser Studie stellten sich 24 freiwillige Teilnehmer:innen einer Ganzverschüttung unter einer simulierten Lawine, um die Wirksamkeit unter realistischen Bedingungen zu überprüfen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse ist noch im Laufe des Winters zu rechnen. Wir sind gespannt und werden auf bergundsteigen.com darüber berichten.