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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Eine App für alle (Not-)Fälle: 5 Notfall-Apps im Test

In den schweren Passagen sichert er sich selbst mit einem kurzen Seil, das er am letzten Stand befestigt, die Schlaghaken zwischendrin hängt er ein und auch der ein oder andere Keil wird platziert. Plötzlich rutscht ihm der Fuß auf einem speckigen Tritt ab, er verliert das Gleichgewicht und stürzt. Der erste Schlaghaken reißt mit einem „klack“ aus der Wand. John spürt einen kurzen Ruck und der Pendelsturz geht ungebremst weiter, bis er mit der Hüfte seitlich auf den Felsen aufschlägt. Schmerz durchflutet seinen Körper, er muss die Augen schließen und sich konzentrieren. Als John versucht, sich im Gurt aufzurichten, schießt es wie ein Blitz durch sein Bein.

Bewegungsunfähig versucht er, seine Lage zu analysieren. Aufstehen geht nicht, an Weiterklettern oder Abseilen ist nicht zu denken. Mit seiner zitternden Hand versucht er, den Rucksack zu erreichen. Als er den Helm streift merkt er, dass die Schale gebrochen ist. Das Handy angelt er vorsichtig aus seinem Deckelfach. „Jetzt bloß nicht fallen lassen“, denkt John. Wie war hier nochmal die Notrufnummer? 999? Mobile Daten hat er keine zur Verfügung in Österreich, da er einen amerikanischen Vertrag besitzt. Im W-Lan im Zug hat er sich neben dem Topo der Christakante noch eine Rettungs-App installiert. Er öffnet sie und setzt den Notruf ab. In der Tiroler Leitstelle sitzt Ines*, als der Anruf eingeht.

Mit ein paar Fragen findet sie heraus, dass John im steilen Gelände in einer Südostwand des Christaturms hängt, abgestürzt, allein, anscheinend schwer verletzt am Bein, aber bei Bewusstsein. Aufgrund dieser Informationen wird in der Leitstelle generell entschieden, welche Einsatzmittel alarmiert werden. Feuerwehr, Wasserrettung oder wie in diesem Fall die Bergrettung und die Helikopterrettung, da eine Bergung aus der Luft die schnellste Option darstellt. Durch den Anruf hat Ines allerdings noch keine GPS-Standortdaten von John, da er auf seinem amerikanischen Vertrag keine mobilen Daten in Tirol hat.

Hubschrauber Bergung mit Seilwinde ist oft die schnellste Option.

Sie bittet ihn, seinen Standort per SMS zu teilen. Über Pager werden dann die verschiedenen Personen der jeweiligen Einsatzmittel alarmiert und mit stichpunktartigen Informationen versorgt: Mann, 37, abgestürzt in steiler Felswand, Christaturm, schwer verletzt im Beinbereich, dazu die GPS-Standortdaten.

*Dies ist eine wahre Geschichte, Namen und Details geändert

Eine Frage der Verbindung

Im Wilden Kaiser ist das Mobilfunknetz einigermaßen flächendeckend verfügbar. Doch wie alarmiert man die Rettung in einem Gebiet ohne Handyempfang? „Darin liegt tatsächlich die Krux für die Mobiltelefon-Apps“, meint Georg Rothwangl, Teamleiter der App „alpenvereinaktiv“. „Fast alle Apps brauchen für die Übermittlung der Daten mobiles Internet.“ Bei der „EU-SOS-ALP-App“ werden allerdings die GPS-Daten standardmäßig als SMS versandt, wenn keine mobile Datenverbindung besteht. Alle Apps zeigen zuverlässig den aktuellen Standort an, den man dann wiederum kopieren und per SMS versenden kann. Oder man liest ihn der Person am Notruftelefon vor.

In Gegenden wie im beliebten Klettergebiet Frankenjura, in denen oft keinerlei Mobilfunkempfang an den Felsen zu finden ist, sieht es düster aus: Hier muss eine alarmierende Person bis zur nächsten Stelle mit Mobilfunknetz laufen oder gar mit dem Auto fahren, um einen Notruf absetzen zu können.

Standorte teilen: So geht’s

Setzt man einen Notruf vom Festnetz zu Hause ab, kann die Nummer über das Telefonbuch und die dort hinterlegte Adresse schnell „geortet“ werden. Allerdings wurden in Europa 2018 über 70 % aller Notrufe von einem Mobiltelefon abgesetzt. Liegt der Leitstelle die genaue Position des Unfalls vor, kann die Rettung deutlich beschleunigt ablaufen.

Dabei gilt es zu beachten, dass man sowohl an die 112 als auch die 144 keine SMS senden kann. Dafür gibt es im Notfall die 0800 133 133, auch nützlich für Gehörlose und Stumme. Die Leitstelle kann allerdings eine automatisierte SMS an die anrufende Person über ihr Computersystem generieren, sie enthält einen Link. Klickt man diesen Link an, kann das Telefon die eigenen Standortdaten übermitteln. Ein relativ neuer, EU-weiter Service heißt „AML, Advanced Mobile Location“. Bei Anruf einer registrierten Notrufnummer wie 112 oder 144 sendet das Mobiltelefon automatisch die Standortkoordinaten an einen zentralen Server (siehe Infokasten).

5 gängige Apps im Überblick

Die hier vorgestellten Apps sind eine Auswahl an Rettungs-Apps, die teilweise einen Bezug zur Rettung im alpinen Bereich haben („SOS EU Alp“, „Rega-App“). Alle Apps verlangen, dass die App auf den Standort des Mobilfunkgerätes zugreifen darf und dass ein Anruf getätigt werden darf. Außerdem muss man sich mit Namen und Telefonnummer anmelden, was der Rettung die Suche erleichtern soll. Alle Apps funktionieren mehr oder weniger nach demselben Prinzip: Durch Starten der App und Betätigung des Notrufes wird der eigene Standort geteilt und ein Anruf an die nächstgelegene Rettung ausgelöst.

Die automatische Lokalisation per GPS kann die Rettung enorm beschleunigen, vor allem, wenn die verunfallte Person den Ort des Unfalls nicht beschreiben kann. Viele Apps haben Zusatzfunktionen wie die weltweit automatische Erkennung des lokalen Notrufes („Echo SOS“) oder die Standortbestimmung der nächsten ärztlichen Versorgungsstelle oder öffentlich zugänglicher Defibrillatoren. In der Schweiz ist die Rega-App die App der Wahl, um an die richtige Leitstelle vor allem für alpine Unfälle zu gelangen. Sie ist allerdings nur in der Schweiz zum Download verfügbar und anwendbar.

1. SOS EU ALP

App der Leitstelle Tirol zur Koordination und Organisation von Rettungseinsätzen.

Einsatzgebiet: Tirol, Südtirol, Bayern

Was kann die App?

Diese App kann im Notfall die Standort-daten (GPS) an die zuständige Leitstelle übermitteln, die App wird von EUSALP (EU strategy for the alpine region) unterstützt. Mit dem Notruf kann Boden- und Luftrettung sowie Berg- und Wasserrettung alarmiert werden, auch die Feuerwehr. Die App wurde vor etwa 10 Jahren in Tirol entwickelt, seit drei Jahren sind auch die Leitstellen von Südtirol und Bayern mit an Bord.

Wie funktioniert der Notruf?

Ein Button am unteren Rand des Startbildschirms übermittelt die Daten an die geografisch zuständige Leitstelle, dann wird eine direkte Sprachverbindung aufgebaut. In Tirol, Südtirol und Bayern werden die Positionsdaten direkt an die zuständige Leitstelle übermittelt. In allen anderen Regionen wird der internationale Notruf 112 gewählt. Falls keine mobilen Daten zur Verfügung stehen, versendet die App die aktuelle Position per SMS.

Vor- und Nachteile

SOS EU Alp: App der Leitstelle Tirol zur Koordination und Organisa-tion von Rettungseinsätzen.
SOS EU Alp: App der Leitstelle Tirol zur Koordination und Organisation von Rettungseinsätzen.

2. ECHO SOS

Notfall-Handy-Ortung über echosos.com

Einsatzgebiet: weltweit

Was kann die App?

Lässt man die App auf den eigenen Standort zugreifen, zeigt die App nach dem Öffnen automatisch die Nummern für Ambulanz, Polizei und Feuerwehr an. Die Standortkoordinaten werden auf einer Karte in GPS-Daten angezeigt. Auch eigene Notfallnummern können eingespeichert werden. Zusätzlich kann man einen Notfallpass erstellen mit Daten wie Blutgruppe, Allergien und Medikamenten und sein Impfbüchlein per Foto hinterlegen.

Wie funktioniert der Notruf?

Die App wird gestartet, um einen Notruf abzusetzen. Bei Betätigung eines Buttons (Ambulanz, Polizei oder Feuerwehr) wird zunächst die Position ermittelt und an echosos.com übermittelt. Danach baut die APP einen Anruf mit der entsprechenden Leitstelle auf. Falls die Leitstelle die gesendeten GPS-Daten nicht automatisch bekommt, kann man sie darüber informieren, dass die Position auf echosos.com zu finden ist (unter der eigenen Telefonnummer). Die Leitstelle findet so die exakte Position des Telefons.

Vor- und Nachteile

Notfall-Handy-Ortung über echosos
Echo SOS App: Notfall-Handy-Ortung

3. Rega APP

Notfall-App der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega

Einsatzgebiet: Schweiz

Was kann die App?

Bei der Alarmierung in einem Notfall werden die Standortdaten automatisch an die Rega übermittelt. Nach einem Alarm via Rega-App erhält die Einsatzleitung auf dem Bildschirm nicht nur den Standort angezeigt, sondern auch wichtige Zusatzinformationen wie z.B. den Akkustand des Smartphones der alarmierenden Person. Nach manueller Bestätigung auf dem Bildschirm wird eine Telefonverbindung mit der Einsatzzentrale aufgebaut und nach Rücksprache mit der Alarmierenden oder dem Alarmierenden leitet die Rega die Rettung ein. Die direkte Übermittlung der Koordinaten an die Einsatzzentrale spart wertvolle Zeit und erleichtert die Suche nach der Unfallstelle.

Während Aktivitäten (z.B. beim Wandern) können Sie Ihren aktuellen Standort mit der Rega oder Ihren Kontakten teilen – für eine möglichst effiziente Rettung im Notfall. So kann im Ernstfall Ihr letzter Standort ermittelt und Hilfe gesendet werden. Ist die Funktion «Live-Standort teilen» aktiviert, wird in regelmäßigen Abständen der eigene Standort mit der Rega geteilt. Im Falle einer Suche kann die Rega dann auf diese Datenbank zurückgreifen. Man kann die Rega auch für eine Person alarmieren, welche den Standort mit Ihnen geteilt hat, jedoch selbst keine Alarmierung auslösen kann. Die Einsatzzentrale der Rega hat dann Zugriff auf den Standort der Person in Not.

Wie funktioniert die Alamierung?

Möchte man die Rega alarmieren, tippt man auf den roten Knopf mit dem Hörer. Eine Telefonverbindung wird aufgebaut und gleichzeitig der Standort an die Einsatzzentrale der Rega übermittelt. Tipp: Überprüfen Sie mit der Test-Alarmierung, ob die App im Ernstfall einwandfrei funktioniert. 

Vor- und Nachteile

Rega App: Notfall App der Schweizerische Rettungsflugwacht Rega

4. 112 Where are U

App von AREU Lombardia (I) in Kooperation mit dem italienischen Innenministerium.

Einsatzgebiet: weltweit

Was kann die App?

Die App basiert auf dem Kartenmaterial von ©OpenStreetMap und ruft die europäische Notrufnummer 112 an. Der GPS-Standort wird mit der Notrufzentrale geteilt. Wenn man nicht (mehr) in der Lage ist zu sprechen, kann man einen „stummen Anruf“ wählen. Auch eine Chat-Funktion steht zur Verfügung, mit der man mit den Eisatzkräften schreiben kann. In den USA wird beispielsweise automatisch auf Notruf 911 umgestellt.

Wie funktioniert der Notruf?

Es stehen drei Tasten für den Notruf zur Verfügung: Anruf, Anruf ohne Sprechen und Anruf mit Chat. wobei bei letzterer Funktion erst der Anruf erfolgt und man per Chat mit der Zentrale verbunden bleibt. Drückt man eines der drei Symbole, kann man die Art des Notfalls auswählen: Medizinischer Notfall (Symbol Krankenwagen), Feuer (Symbol Flamme) oder Polizei (Symbol Polizeimütze). Die eigene Position wird dabei automatisch gesendet. Bei einem Demo-Versuch auf der webseite where. areu.lombardia.it kann man durch Eingabe der Telefonnummer die Position sehen, die der 112-Zentrale mitgeteilt wird.

Vor- und Nachteile

App von AREU Lombardia (I)
112 Where are U: App von AREU Lombardia in Kooperation mit dem italienischen Innenministerium.

5. Nora Notruf-App


Update Oktober 2023:

Die Bereitstellung der seit September 2021 angebotenen Notruf-App nora in den App-Stores wird vorübergehend ausgesetzt. Das teilt die zuständige Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System, angesiedelt im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, mit.

Grund dafür sind neue organisatorische Anforderungen, die eine technische Überarbeitung notwendig machen. Nach Umsetzung der Anforderungen wird nora wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Über die Bereitstellung der Notruf-App in den Stores wird nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten informiert.


Offizielles Notruf-App-System der deutschen Bundesländer, koordiniert vom Innenministerium Nordrhein-Westfalen.

Einsatzgebiet: Deutschland

Was kann die App?

Registrierte App-Nutzer*innen können in der App freiwillige Zusatzinformationen angeben. Beispielsweise ob man Vorerkrankungen hat, einen Hund besitzt oder ob es einen Notfall-Schlüssel gibt. Diese Zusatzinformationen können für die Einsatzkräfte vor Ort hilfreich sein. Außer der Notfallmeldung gibt es eine Chat-Funktion, in der man der Einsatzleitung weitere Informationen mitteilen kann. Auch ein „stiller Notruf“ kann abgesetzt werden, wenn man sich in Gefahr befindet und am Telefon nicht sprechen kann.

Wie funktioniert der Notruf?

Zunächst muss man sich registrieren und bekommt eine SMS zur Rufnummern-Verifizierung. Genau wie die Notruf-Nummern 110 und 112 stellt die Nora-App einen direkten Kontakt zu Polizei, Feuerwehr oder Rettung her. Öffnet man die App, gelangt man über mehrere Schaltflächen, in denen der Grund des Notrufs (Unfall, Polizei, Unwetter, wie viele Personen sind verletzt usw.) ausgewählt werden kann zum Absetzen des Notrufes. Danach ist man mit der jeweiligen Leitstelle per Chat verbunden und kann weitere Angaben machen. Auch kann die Leitstelle anrufen, wenn es Fragen gibt, die einfacher am Telefon zu klären sind.

Vor- und Nachteile

Nora Notruf-App: Offizielles Notruf-App-System der deutschen Bundesländer,
Nora Notruf-App: Offizielles Notruf-App-System der deutschen Bundesländer,

Fazit

Wenn bei einer Rettung jede Minute zählt, können Apps einen deutlichen Beitrag leisten. Wenn in Tirol jemand über die SOS-EU-Alp-App alarmiert, wird direkt ein Einsatz generiert, die Leitstelle ruft zurück und verifiziert die Position und die Unfalldetails. „Durch die App kann etwa eine Minute Zeit bei einem Einsatz eingespart werden“, bestätigt Bernd Noggler, Geschäftsführer der Leitstelle Tirol. Eine einzige App für alle Alpenländer gibt es bis jetzt nicht.

Was wohl dran liegt, dass es in der EU mehrere große Konsortien zum Thema Notruf gibt, und sich keines durchgesetzt hat. So hat jedes Land seine eigenen Routinen. Die 112 landet beispielsweise in jedem Land an unterschiedlichen Stellen. In Österreich zum Beispiel im Innenministerium bei der Polizei. Georg Rothwangl meint dazu: „Ja, es gibt Bedarf für eine gute Lösung, die im ganzen Alpenbereich funktioniert. Soweit ich weiß, gibt es da aber nichts in Planung, wahrscheinlich ist die Lösung eher bei AML zu finden“.

Advanced Mobile Location (AML)

Auf europäischer Ebene gibt es einen Dienst namens „Advanced Mobile Location“ (AML) zur Positionsbestimmung des Anrufenden, sobald eine Notrufnummer gewählt wird. Ist die Notrufnummer eine im System hinterlegte AML-taugliche Nummer, wird bei Gesprächsbeginn automatisch Satellitennavigation aktiviert. Sobald das Handy lokalisiert ist, wird die Position per SMS oder HTTPS (mobile Daten nötig) an einen zentralen Server geschickt (den das jeweilige Land bereitstellen muss), von dem die Leitstelle die Daten abrufen kann, falls die verunglückte Person ihren Standort nicht ausreichend beschreiben kann.

Unterstützt wird die Verbreitung von AML durch die EU-Kommission und die „European Emergency Number Association“ (EENA). Google gibt an, dass 99 % der Android-Geräte AML unterstützen (Android Version 2.3 und neuer). Apple hat AML mit iOS 11.3 freigeschaltet, ab Version 13.3 und neuer auch in Deutschland. Der Service funktioniert in Kooperation mit den Mobilfunk-Netzbetreibern des jeweiligen Landes. In Österreich sind die Leitstellen weitestgehend flächendeckend an das AML-System angeschlossen, ebenso in Deutschland (Stand heute: 226 Leitstellen, bis auf Ausnahmen also fast alle).

Laut Auskunft der Pressestelle der Feuerwehr Berlin, die den AML-Service in Deutschland koordiniert, kommt das System mittlerweile täglich zum Einsatz. „Wenn eine Person völlig orientierungslos ist, können wir in der Leit- stelle nach einigen Augenblicken schon einen Standort über den AML-Service erhalten, falls das jeweilige Mobiltelefon den Service unterstützt. Im Gelände ist die Positionsbestimmung mit AML oft hilfreicher und genauer als in der Stadt“, sagt Bernd Noggler von der Tiroler Leitstelle. Mehr Informationen: www.Eena.com