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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Die Kunst des Normalhaken-Schlagens: 12 Praxis-Tipps

Seit 150 Jahren werden Haken in den Felsen getrieben, um sich daran hochzuziehen oder zu sichern. Mauerhaken waren die ursprünglichsten Modelle, sie glichen eher festeren Bilderhaken und besaßen keine Öse, sodass man das Seil im besten Fall drüberlegen konnte. Als Aufstiegshilfe wurden sie natürlich auch benutzt. Der erste mit den heutigen Modellen vergleichbare Haken mit Einhängeöse wird Hans Fiechtl zugeschrieben.

Die „Fiechtlhaken“ tauchten Anfang des 20. Jahrhunderts auf und dienten als Vorlage für alle späteren Modelle. Viele Jahrzehnte lang wurden die Haken von den Alpinisten eigenhändig oder vom Schmied des Vertrauens hergestellt, sodass unzählige Varianten entstanden. Für den Haken-Interessierten ist das Klettern einer klassischen Dolomiten-Tour somit fast schon ein Ausflug ins Freilichtmuseum.

Das Problem ist lediglich, dass die Haken in erster Linie unsere Sicherheit gewährleisten sollen und der spannende Blick in die Vergangenheit, den sie uns bieten, nur die Draufgabe ist. Zumindest in den Dolomiten gilt heutzutage das Erstbegehen einer Route nur mit Normalhaken als die eleganteste, „ethisch korrekteste“ Variante, der das Attribut „by fair means“ verliehen wird.

Alex Walpoth beim Hakensetzen

Wie alles andere unterliegt auch die Ethik dem Wandel der Zeit. Der Einsatz von Normalhaken wurde am Anfang von manchen puristischen Alpinisten kritisiert. So werden „Drahtseile, Mauerhaken, Eisenstifte und Handhaben“ in einem Artikel von Fritz Eckardt aus dem Jahre 1903 bereits als „unfair means“ bezeichnet. Über Ethik, Sinn und Unsinn von Bohr- und Normalhaken wurde aber schon an anderer Stelle ausreichend diskutiert (zum Beispiel von Andreas Gschleier in „Unsere heiligen Haken“, bergundsteigen #79).

Tipps und Tricks zum Hakenschlagen

Ich wurde ausdrücklich gebeten, in diesem Beitrag Tipps und Tricks zum Hakenschlagen zu geben. Das Setzen eines Normalhakens ist ein Handwerk, man benötigt dazu das richtige Werkzeug. Felshämmer gibt es in verschiedenen Ausführungen, die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind sicher das Gewicht, die Länge, das Material des Schafts und die Kopfform.

Drei unterschiedliche Hammermodelle in der „Ricordi nebbiosi“ an der Busazza

Das Gewicht variiert ungefähr zwischen 400 und 900 Gramm. Kraft ist bekanntlich Masse mal Beschleunigung, sodass die Anzahl an notwendigen Schlägen mit einem schweren Hammer naturgemäß geringer ist. Den Gewichtsunterschied merkt man wiederum beim Klettern. Ist es absehbar, dass man viele Haken schlagen wird, zum Beispiel bei einer Erstbegehung, bevorzuge ich einen schweren Hammer, damit die Arme nicht irgendwann zu müde zum Klettern sind.

Schlägt man bloß ein paar zusätzliche Standhaken oder will für einen eventuellen Rückzug gerüstet sein, kommt man mit den leichteren Modellen auch gut zurecht. Ein Schaft aus Holz federt die Aufprall-Energie besser ab, schlägt aber mit einem höheren Preis zu Buche. Schlussendlich lohnt es sich, mehrere Hämmer auszuprobieren (nicht nur im Geschäft, sondern mit Haken am Felsen, Kurse sind dafür besonders geeignet), um für sich selbst den besten zu finden.

Bei Kursen ist es mir wichtig mitzugeben, dass der Hammer immer leicht erreichbar am Gurt hängen soll. Dafür gibt es eigene Hammerhalterungen. Bei manchen Gurten kann man den Hammer auch direkt in die hintere Materialschlaufe stecken. Eine Befestigung mittels Bandschlinge um die Brust beugt dem Verlust vor.

Von der Aussage „Hammer sollte man zumindest im Rucksack mitführen“ halte ich nichts. Nur wenn der Hammer jederzeit erreichbar ist, wird man ihn öfters einsetzen, um alte Haken zu überprüfen, neue zu schlagen oder unbrauchbare zu entfernen, um sie an geeigneter Stelle wieder zurückzulassen.

Grundsätzlich kann ich nur wenige Tipps niederschreiben, die in der Praxis wirklich helfen – „Übung macht den Meister“ gilt auch beim Setzen von Normalhaken. Dolomit ist durch seine Porosität ein besonderes Gestein, die Tiefe von Rissen und Löchern kann man nur schlecht einschätzen und oft muss man einige Möglichkeiten abklopfen, bevor man einen guten Haken versenken kann.

Wann ist ein Haken gut?

Unweigerlich taucht jetzt die Frage auf: Wann ist ein Haken gut? Die Normung von modernen Haken hilft uns nur bedingt weiter, weil die Anbringung jedes Mal anders und häufig schwierig ist. Die Haltekraft wird vom umgebenden Felsen beeinflusst. Zum Beispiel ist es wenig sinnvoll, einen Haken hinter eine kleine, hohl klingende Schuppe zu schlagen. Generell könnte man vielleicht sagen, je mehr Kraft man braucht, um den Haken einzutreiben, desto größer ist seine Haltekraft.

Ein Riss, zwei unterschiedliche Hakenexemplare. Der obere hält wahrscheinlich mehr, weil er durch die gedrehte Öse eine bessere Klemmwirkung erreicht.

Vor allem bei Profilhaken aus Hartstahl in Löchern habe ich aber schon öfters erlebt, dass der Haken nach vielen Schlägen plötzlich zurückspringt und sich dann mit der Hand wieder entfernen lässt (vermutlich, weil das Loch größer wird). Ohne auf Versuchsreihen zurückgreifen zu können, bin ich der festen Überzeugung, dass die Richtung und die Klemmwirkung des Hakens im Felsen eine entscheidende Rolle spielen. Aus einem senkrechten Riss zieht es einen Haken eher raus, beim waagrechten Riss sollte die Kraftübertragung günstiger sein.

Ein Haken, den man von oben nach unten eintreibt, hält wahrscheinlich mehr als im umgekehrten Fall. Laut Lehrbüchern sollte man zwei Drittel eines Hartstahlhakens und ein Drittel des Weichstahlmodells schon mit bloßer Hand versenken können, damit der Haken sich bis zur Öse reinschlagen lässt. Das mag im Granit gelten, im Dolomit, denke ich, kann man diese Regel nur schlecht anwenden, zu unterschiedlich sind die Setzmöglichkeiten.

Die Wahl der richtigen Länge ist da oft Glückssache, wird jedoch durch langjährige Erfahrung sicher erleichtert. Ein herausstehender Haken ist zwar nicht ästhetisch, kann aber problemlos abgebunden werden. Hart- oder Weichstahl eröffnet die nächste interessante Diskussion. Hartstahlhaken lassen sich viel leichter wieder entfernen.

In die zum Teil sehr unregelmäßigen Risse oder Löcher in den Dolomiten lassen sich die biegsamen Weichstahlhaken leicht eintreiben, ohne den umgebenden Felsen zu zerstören. Eine spezielle, keineswegs neue Technik ist jene, Löcher zunächst mit kleinen Holzkeilen aufzufüllen und anschließend den Haken hineinzuschlagen. Es ist erstaunlich, wie gut das funktioniert. Natürlich stellt sich die Frage, wie hoch die Haltekraft nach vielen Jahren noch ist, wenn das Holz längst morsch geworden ist.

Wie (Haken-)Korrosion und (Fels-)Erosion die Haltekraft im Laufe der Zeit beeinflussen, ist wohl kaum einschätzbar. Prüfendes Draufschlagen kann einen Hinweis auf die innere Beschaffenheit des Hakens geben. Auch wenn die Öse nur oberflächlich rostig ist, kann der Schaft im Fels komplett durchgerostet sein. Weil so viele unbeeinflussbare und unklare Faktoren eine Rolle spielen, bleibt uns nichts anderes übrig, als redundant zu sichern, vor allem beim Standplatzbau.

Einen klassischen Dolomitenstand sollte man wo möglich immer um ein mobiles Sicherungsgerät oder einen neuen Haken erweitern. Diese Ungewissheit trägt zu den großen Abenteuern bei, die man in den Dolomiten erleben kann. Das und ein gewisses Traditionsbewusstsein sind die Gründe, warum viele Südtiroler:innen so sehr an Normalhaken hängen. Beim Alpinklettern führe ich stolz einen Hammer mit und im Zweifel denke ich an Georges Livanos’ Aussage in seinem wunderbaren Buch „Au-delà de la Verticale“: „Besser ein Haken mehr als ein Alpinist weniger, vor allem wenn ich derjenige bin.“

Die Verwendung von Hammer und Haken in der Praxis: 12 Beispiele

Der Hammer ist über eine armlange Schnur an einer Bandschlinge rund um die Brust gesichert. Der Hammer hängt in diesem prekären Moment, im Cliff hängend, frei hinunter, damit er besonders schnell greifbar ist und nicht erst aus der Halterung gelöst werden muss. Wenn man mehrere Risse oder Löcher „sondiert“, muss der Arm zwischendurch rasten. 2015 in der Erstbegehung „Via degli studenti“ führte ich den Camp Brenta mit Metallschaft mit …

Der Hammer hängt in diesem prekären Kletter-Moment, im Cliff hängend, frei hinunter, damit er besonders schnell greifbar ist.

Inzwischen bevorzugen wir einen Schaft aus Holz wie jenen des Black Diamond Yosemite Hammer. Vor allem wenn man viele Haken schlagen muss, ermüden die Arme weniger. Der Hammer steckt im Camp Hammer Holder, ist dort gut befestigt, stört nicht beim Klettern, ist aber jederzeit zum Einsatz bereit.

ausgestattet mit dem Black Diamond Yosemite Hammer mit Holzschaft

Mein guter Freund Titus setzt zum Schlagen eines Normalhakens an. Der kopfnahe Teil des Schaftes wurde mit einer Kordel, welche in Holzleim getaucht wurde, umwickelt. Damit wird der empfindlichere Schaft aus Holz geschützt.

Titus mit Kordel geschütztem Holzgriff des Hammers.

In „Ricordi nebbiosi“ an der Busazza hatten wir drei unterschiedliche Hammermodelle mit. Im Vorstieg wollte jeder das linke Modell verwenden. Zum Entfernen von Haken im Nachstieg eignen sich die zwei Modelle rechts im Bild besser, durch die längere und dünnere Nase kann man den Haken leichter „raushebeln“.

Drei unterschiedliche Hammermodelle in der „Ricordi nebbiosi“ an der Busazza

Die Hakenauswahl für eine Erstbegehung nimmt viel Zeit in Anspruch. Zur Auswahl stehen Universalhaken (auch Drehmomenthaken genannt), Querhaken, Längshaken, Messerhaken, Profilhaken oder Ringhaken jeweils aus hartem oder weichem Stahl.

Die Hakenauswahl für eine Erstbegehung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Schlussendlich wird es immer eine bunte Mischung aus allen Hakentypen. Schwieriger ist es, eine geeignete Stelle (Riss, Loch) zu finden als den richtigen Hakentyp, weil meistens mehrere Arten passen. Sehr feine Risse erfordern (kurze) Messerhaken, in breiten Rissen und Löchern kommen Profilhaken zum Einsatz.

Ein Querhaken mit Profil (Petzl U), 12 cm lang, der erstaunlicherweise in ein unscheinbares Loch versenkt werden konnte. Solche Stellen findet man nur, wenn man geduldig viele Löcher durchprobiert.

Ein Querhaken mit Profil (Petzl U), 12 cm lang

Der gleiche Haken aus einer anderen Perspektive.

Der gleiche Haken aus einer anderen Perspektive.

Wie der Name schon sagt, sind Universalhaken am universellsten einsetzbar. Mit diesem Petzl Universel haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, weil die Öse stabil ist und sich kaum verformt. Durch die um 45° gedrehte Öse wird sowohl in Längs- als auch Querrissen eine Klemmwirkung erzeugt.

Wie der Name schon sagt, sind Universalhaken (dieser Petzl Universel) am universellsten einsetzbar.

Längshaken sind (meiner Meinung nach zu Unrecht) seltener geworden. Durch den geraden Schaft haben sie eine gute Kraftübertragung auf die Spitze. Wahrscheinlich sind sie durch den erzeugenden Drehmoment für waagrechte Risse besser geeignet als für senkrechte. Teilweise kann man die Öse mit in den Felsen versenken, dann muss man jedoch eine (Kevlar-)Schlinge einhängen.

Längshaken haben durch den geraden Schaft eine gute Kraftübertragung auf die Spitze.

Querhaken gehören neben den Universalhaken auch zu den Alleskönnern. Wenn die beiden Seiten des Risses ungleich tief sind, kann man sie trotzdem bis zum Anschlag versenken, ohne dass die Öse sich verkeilt. Insbesondere sind sie auch leichter zu entfernen, weil die Öse senkrecht zur Schlagrichtung steht.

Querhaken gehören neben den Universalhaken auch zu den Alleskönnern.

Dieser schöne Querhaken Modell CAMP Annello Fisso, von oben nach unten in offenbar festen Felsen geschlagen, hat höchstwahrscheinlich eine sehr hohe Haltekraft.

Querhaken Modell CAMP Annello Fisso

Ein Riss, zwei unterschiedliche Hakenexemplare. Der obere hält wahrscheinlich mehr, weil er durch die gedrehte Öse eine bessere Klemmwirkung erreicht. Den unteren könnte man vermutlich noch 1–2 cm versenken und die Öse mit einer Schlinge fädeln.

Ein Riss, zwei unterschiedliche Hakenexemplare. Der obere hält wahrscheinlich mehr, weil er durch die gedrehte Öse eine bessere Klemmwirkung erreicht.

Hakenschlagen im Kurs lernen

Hier gibt es viele Ansätze. Ich gebe euch kurz Einblick in unsere Erfahrungen am Beispiel des Projekts „Alpinist Team“ des Alpenvereins Südtirol, bei dem acht ausgewählte junge Bergsteigerinnen und Bergsteiger die Chance erhalten, zwei Jahre lang in allen alpinen Spielformen gecoacht zu werden.

Wichtig ist, dass alle Kursteilnehmer mit der richtigen Ausrüstung zum Kurs erscheinen. Für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer sollte ein Hammer zur Verfügung stehen. Naturgemäß bringen alle unterschiedliche Modelle mit, sodass man gute Vergleiche anstellen kann. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über Hammermodelle und Hakentypen drängen die meisten schon ganz ungeduldig an den Felsen, um loszuschlagen.

Bisher haben wir die Übungen immer am ersten Tag an einem Felsen in Nähe der Schutzhütte durchgeführt. Ziel ist es, unter Verwendung aller Sicherungsmittel einen soliden Stand zu bauen, also nicht nur mit Normalhaken, sondern natürlich auch mit Sanduhren, Friends und Klemmkeilen. Nach einiger Zeit schauen wir uns die Ergebnisse zusammen an.

Dabei schätzen wir zunächst die Haltekraft der Einzelpunkte ein und diskutieren dann, wie diese miteinander verbunden wurden. Schon geht es in die nächste Runde, bis das baldige Abendessen zum Aufbruch drängt. Für die Entfernung der Haken sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, bei guten Haken ist man schnell eine Viertelstunde beschäftigt.

Fotos: Alex Walpoth