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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Störquellen bei der Lawinenrettung

Einleitung und Problemstellung

Der Einfluss von elektronischen Störquellen auf LVS-Geräte wurde in den letzten zehn Jahren mehrfach untersucht (Barkhausen 2012; Genswein 2013; Meister & Dammert 2014; Forrer et al. 2018; Troeger et al. 2022). Bei vielen Anwender:innen besteht erfahrungsgemäß dennoch ein Wissensdefizit bezüglich Ursache und potenzieller Auswirkungen von Störquellen auf die LVS-Suche.

Lawinenairbags gibt es schon länger – elektronisch ausgelöste eigentlich auch; jetzt aber scheinen Hersteller vermehrt auf dieses System zu setzen. Aufgrund der Vorteile gegenüber mechanischen Kartuschen-Airbags – unter anderem mehrmaliges Auslösen mit einer Batterieladung – ist anzunehmen, dass auch die Nachfrage stark zunehmen wird.

Die Kehrseite solcher elektronischen Systeme ist, dass sie zugleich als Störquelle für den zentralen Gegenstand der persönlichen Notfallausrüstung – das LVS – fungieren können. Im vorliegenden Beitrag beleuchten wir insbesondere die Störwirkungen von elektronisch auslösbaren Lawinenrucksäcken sowie weiteren elektronischen Geräten detailliert in einem praxisnahen Feldtest und leiten Vorschläge für Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.

Abb. 1 Beispiel einer Signalmessung unter realen Bedingungen. Links: LVS-Geräte müssen laut der gültigen Norm ETSI EN 300 718-1 mit einer Frequenz von 457 kHz +/-80 Hz bei einer Periodendauer von 1000 +/-300 ms senden. Die Pulslänge muss ≥70 ms sein, die Pulspause dazwischen ≥400 ms. Das „Auffinden“ eines Senders durch ein LVS-Gerät basiert auf dem Erkennen der sog. positiven Flanken der Signalimpulse. Ob und wann ein Signal als sendendes LVS auf dem suchenden Gerät angezeigt wird, hängt von den verwendeten Signalfiltern und der Programmierung der Hersteller ab. Mitte: Ist der durch Störquellen hervorgerufene Rauschpegel zu hoch, wird die Signalerkennung schwieriger (sog. signal-to-noise ratio = Amplitudendifferenz wird kleiner) und ein echtes LVS-Signal womöglich nicht mehr als solches detektiert. Rechts: Gegenteilig können einzelne hervorgerufene Störimpulse auch von LVS-Geräten als falsch-positive Signale detektiert werden.

Allgemeines zu Interferenz

Alle elektronischen und/oder magnetischen Quellen können mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) interferieren. LVS-Geräte müssen laut der gültigen Norm auf einer Frequenz von 457 kHz +/-80 Hz senden (Abb. 1). Um Signale in großer Entfernung empfangen zu können, wird beim Suchgerät eine hohe Sensitivität benötigt. Zugleich bedingt diese eine geringere Toleranz gegenüber Interferenzen. Geräte mit hoher Empfangsreichweite sind also grundsätzlich anfälliger für Störwirkungen.

Es wird zwischen aktiven und passiven Störquellen unterschieden:

Bei aktiven Störquellen in der Nähe wirkt sich elektromagnetische Aktivität auf die Leistung der Empfangseinheit aus. Wo Strom fließt, wird elektromagnetische Strahlung emittiert. Das entstehende Rauschen (Noise) kann das Signal eines LVS-Gerätes überlagern und eine verringerte Empfangsreichweite verursachen. Ein anderes Problem ist die Erzeugung von sog. falsch-positiven Signalen („Geistersignale“). Dabei detektieren digitale LVS-Geräte fälschlicherweise eine von Störquellen ausgegebene Emission als LVS-Signal.

Auch die Anzeige einer höheren oder geringeren Anzahl von Signalen, als tatsächlich vorhanden, gehört zu diesem Problemkreis. Beispiele für aktive Störquellen sind unter anderem Handys, Kameras, GPS-Uhren, Heizelemente oder Stirnlampen. Kurz: immer wenn auftretende Spannungen geregelt werden und Ströme fließen. Aber auch andere große Störquellen wie Hochspannungsleitungen, Schneekanonen oder Seilbahnanlagen können erhebliche Auswirkungen haben. Magnetische Gegenstände (z. B. Magnetknöpfe an Kleidung) können darüber hinaus die Antennen verstimmen.

Alle großen und kleinen metallischen Gegenstände – von der Lawinenschaufel bis hin zur Alufolie – können das Signal des sendenden Geräts, wenn in unmittelbarer Nähe platziert, abschirmen. Je größer der Gegenstand, desto stärker die potenzielle Abschirmung. Die physikalischen Hintergründe sind primär für die Hersteller (Ursachenbehebung!) von Relevanz, für die Nutzer:innen sind die Auswirkungen auf die Suche am wichtigsten.

Von zentraler Bedeutung für die Einordnung der hier dargestellten Ergebnisse in der LVS-Suche ist, dass die Amplitude der Interferenzwirkung mit der dritten Potenz zum Abstand zunimmt – eine Halbierung des Abstands führt zu einer Verachtfachung der Störwirkung oder eben andersrum zu einer deutlichen Reduktion!

Abb. 2 Die untersuchten LVS-Modelle.

Methodik

Bei der Erkennung und digitalen Verarbeitung von LVS-Signalen haben die verschiedenen Hersteller zum Teil unterschiedliche Herangehensweisen. Zum Zweck der Veranschaulichung unterschiedlicher Ausprägungen und Störungsgrade von Interferenzen führten wir unsere Testdurchläufe mit je einem Modell pro Herstellerfirma durch (Abb. 2). Bei der Testreihe zu den elektronischen Airbagsystemen untersuchten wir die Störwirkung anhand aller derzeit auf dem Markt befindlichen Rucksäcke, zum Teil in verschiedenen Software-Versionen (Abb. 3).

Für die Messungen trug die Testperson den Rucksack in herkömmlicher Position auf dem Rücken, das Airbagsystem war voll aufgeladen und aktiviert, sodass der Airbag ausgelöst werden konnte. Die Abstände zwischen LVS-Gerät und Störquelle wurden so gewählt, wie sie realistisch in der Praxis auftreten können. Der angegebene Abstand zum Lawinenrucksack bezieht sich auf die elektronische Haupteinheit (Motor, Kondensator etc.). Diese liegt bei vier von fünf getesteten Modellen im unteren Rückenbereich; beim Litric-System ist der Abstand der Elektronik bauartbedingt durch seine Lage im oberen Rückenbereich etwas größer (jeweils +10 cm).


Zusätzlich haben wir den Störeinfluss folgender elektronischer Geräte auf LVS-Geräte untersucht:


Feldtests unterliegen naturgemäß Schwankungen. Die Messungen wurden auf einer großen, ebenen und weitestgehend störungsarmen Fläche durchgeführt. Geringe Abweichungen zwischen einzelnen Durchgängen sind zu erwarten, für die Hauptaussagen unserer Untersuchung jedoch nicht relevant.

Abb. 3 Alle Rucksäcke (mit Ausnahme des BD JF 1.7) und LVS-Geräte wurden von den Herstellern zur Verfügung gestellt.

Um den Einfluss der Störquellen auf das Suchgerät zu untersuchen, wurden Testanordnungen zu den vom LVS-Gerät unmittelbar beeinflussten Suchphasen Signalsuche (Empfangsreichweite), Grobsuche und Feinsuche sowie zu einem Mehr-Personen-Verschüttungs-Szenario entworfen (Abb. 4). Pro Szenario gab es zunächst Referenzdurchgänge ohne Störeinflüsse.

Darauf folgten die eigentlichen Testdurchläufe, wobei Art und Position der Störquelle sowie Koppellage variiert wurden – in jeweils mehreren Durchgängen pro Testanordnung und Gerät-Störquellen-Kombination. Im Szenario Signalsuche wurden die maximalen Reichweiten, bei denen ein konstantes und stabiles Signal vorhanden war, in bester (x-Lage) und schlechtester (z-Lage) Koppellage gemessen.

Für die Grobsuche wurde insbesondere die qualitative Heranführung an den Sender betrachtet und festgehalten, ob irreführende Signale (einzelne oder mehrere) auftraten. Dafür wurde ein Sender mit 20 m seitlichem Versatz zur Annäherungslinie positioniert. Der Testaufbau für die Mehr-Personen-Verschüttung und Feinsuche wurde in einem Szenario zusammengefasst.

Auf einer Geraden befanden sich zwei Sender in einem Abstand von 15 m – jeweils mit einer Verschüttungstiefe von einem Meter. Der erste Sender befand sich in koaxialer Lage (x-Lage), der zweite in y-Lage zum Suchgerät. Auch die Einflüsse der elektronischen Störquellen auf das Sendegerät wurden überprüft, dabei fungierte jedes der oben genannten LVS-Geräte als Sender. Um den Worst Case abzubilden, wurden die Störquellen direkt auf dem Sendegerät platziert.

Abb. 4 Die Szenarien für die Signalsuche/Empfangsreichweite (x- und z-Lage) (1), Grobsuche (2), MPV sowie Feinsuche (3) wurden mit den verschiedenen LVS-Geräten und Störquellen in verschiedenen Positionen unternommen.

Ergebnisse

Mit dieser Feldstudie der DAV-Sicherheitsforschung wurde der Einfluss von elektronischen Lawinenairbags sowie weiteren Störquellen auf LVS-Geräte untersucht und quantifiziert.

In bestimmten Konstellationen fanden wir kaum bzw. vernachlässigbare Auswirkungen von Störquellen auf die LVS-Performance:

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen elektronischen Airbagsysteme und deren Einflüsse auf die LVS-Suche in den unterschiedlichen Szenarien ein. Zur Übersicht und besseren Vergleichbarkeit des Einflusses der Airbagsysteme auf die Empfangsreichweite der exemplarisch getesteten LVS-Geräte sind die Ergebnisse in Diagrammform weiter unten dargestellt.

Die mit Kondensator (für die Energiebereitstellung) ausgestatteten Alpride-Systeme aus der Schweiz sind in Rucksäcken einiger anderer Hersteller verbaut. Das E1-System ist die erste Version des elektronischen Airbagsystems, das E2-System, das neuere, überarbeitete Modell. Für beide Systeme wurden bereits Updates herausgegeben mit dem Ziel, Interferenzen zu verringern. Getestet wurden von uns jeweils die Rucksäcke mit der letztverfügbaren Software (Stand Januar 23).

Sowohl beim E1 als auch beim E2 zeigt eine periodisch blinkende LED den Ladezustand an. Mit dem Softwareupdate wurde beim E1-System deren Intervall von 3 Sekunden auf 10 Sekunden erhöht. Die im Hintergrund laufende Ladespannungsregelung der LED verursacht teilweise im selben Takt Störungen. Das äußert sich bei einigen LVS-Geräten in kurzen Falsch-Positiven mit angezeigtem Zwischenpuls, Richtungsänderung, zusätzlich angezeigtem Verschütteten oder kurzen Signalaussetzern eines bereits erfassten Signals.

Der Ablauf der Grobsuche wird durch das höhere Intervall (10 Sek.) weniger gestört. Ohne Update (Intervall 3 Sek.) kann dieser Umstand durchaus problematisch sein. Ein erhöhtes Rausch-level der Elektronik beim E1 macht sich vor allem in Position 1 (Abstand 30 cm) bemerkbar; die Reichweite des stabilen Signalempfangs bei den meisten LVS-Geräten wurde zudem teilweise um bis zu 35 % verringert. In Position 2 (50 cm Abstand) war die Reduktion der Reichweite nur noch gering. Im MPV-Szenario machten sich die periodischen Störpulse durch Anzeigen eines dritten Signals beim Barryvox bemerkbar; beim Diract Voice war die Heranführung an den 2. Sender von einem schwankenden Richtungspfeil geprägt.

Auch beim E2-System blinkt die LED alle 10 Sekunden, was Einzelpulse oder kurze Aussetzer eines bereits detektierten Signals zur Folge hatte. Beim E2 ist die Störwirkung gegenüber dem Vorgänger E1 dennoch deutlich reduziert – in beiden geprüften LVS-Positionen konnten nur sehr wenige relevante Störungen in der Grobsuche sowie der MPV festgestellt werden.

Auch die Reichweitenreduktion war in beiden Positionen vernachlässigbar.

Das Jetforce-System von Pieps ist als elektronisches Airbagsystem am längsten auf dem Markt und das einzige, das von einem großen Akku gespeist wird. Außerdem ist das System bereits seit einiger Zeit bluetooth- und somit über die Pieps-App updatefähig und wird in Lawinenrucksäcken von Pieps und Black Diamond verbaut. Nach dem ersten Bekanntwerden der Interferenzproblematik versprach der Hersteller Besserung und nahm sich des Themas mit der erschienenen Software 2.0 im Sommer 22 an.

Viele Nutzer in unserem Umfeld waren sich der Updatefähigkeit nicht bewusst – somit testeten wir zwei Exemplare mit der Softwareversion 1.7 sowie das vom Hersteller zur Verfügung gestellte System mit Software 2.1 (Stand Januar 23). Es ist zu erwarten, dass alle Versionen 1.x vergleichbare Ergebnisse zu der getesteten Version 1.7 erzielen würden.

Der Jetforce BT Pro mit Software 1.7 verursachte zum Teil beträchtliche Reduktionen der stabilen Empfangsreichweite. Im Abstand von 30 cm (Pos. 1) war ein stabiler Erstempfang bei allen LVS-Geräten in koaxialer (x-)Lage erst bei rund der Hälfte der Reichweite des Referenzdurchgangs stabil möglich. In z-Lage wurden diese Reduktionen noch größer – die Empfangsreichweite landete teilweise im einstelligen Bereich! Die Reduktionen verringerten sich zwar in Position 2 (Abstand 50 cm), waren aber immer noch merklich.

Mit dem Jetforce BT 1.7 war die Grobsuche bei allen LVS-Geräten von erheblichen Störungen geprägt. In Position 1 gab es bei jedem der untersuchten LVS-Geräte Durchgänge, bei denen ein Signal erst bei einem parallelen Versatz von unter 10 m gefunden werden konnte. Sofern einmal ein früheres Signal vorhanden war, war die Heranführung vor allem im Fernbereich deutlich beeinträchtigt – der Suchende wurde oftmals in Schlangenlinien und/oder im Kreis geführt und die Heranführung war von Signalverlusten geprägt.

Beim Diract Voice wurde außerdem ein dauerhaftes Stör- signal mit Anzeigewert 27 und Pfeil nach rechts (zur Elektronik- einheit) angezeigt. Bei allen LVS-Geräten war im MPV-Szenario der zweite Sender erst nach dem Markieren des ersten erkennbar, bei manchen Durchgängen erst unmittelbar vor Sender 2 (<10 m). In Position 2 (Abstand 50 cm) waren die Auswirkungen geringer, aber teilweise immer noch gravierend. Es gab Durchgänge mit erst spät verfolgbaren Signalen sowie Heranführungen bei der Grobsuche, die geprägt waren von starken Sprüngen des Richtungspfeils.

Das Softwareupdate des Jetforce zeigte in allen Bereichen eine deutliche Verbesserung hinsichtlich der Störwirkung. Unser erster vom Hersteller gestellter Testrucksack offenbarte jedoch enorme Störwirkung auf das Pieps Pro BT. Nach Überprüfung durch den Hersteller wurde von diesem ein defekter DC-Switch als Ursache identifiziert.

Nach internen Untersuchungen wurde vom Hersteller zugesichert, dass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieses fehlerhaften Bauteils sehr gering sei und in Zukunft alle Jetforce-Systeme einer zusätzlichen Überprüfung desselben unterzogen würden. Mit einem neuen Exemplar wurden die Tests deshalb wiederholt.

Besitzer:innen von Jetforce-BT-Systemen sollten diese unbedingt mit der Pieps-App koppeln und die aktuelle Software (2.2, Stand Oktober 2023) aufspielen. Auch bei den Alpride-Systemen kann die aktuelle Software unter alpride.com heruntergeladen werden. Allgemein verringern beide aktuellen Updates die Störwirkung bereits erheblich; zukünftige Updates könnten weitere Fortschritte bringen.

Die Ergebnisse im Detail: Die maximale Reichweite verringerte sich in x-Lage bei fast allen LVS-Geräten in Position 1 um etwa 10 % – bei größerem Abstand war die Reichweitenreduktion noch geringer. In z-Lage zeigte vor allem das Barryvox S Einbußen bei der Signalsuche, aber auch beim Tracker und Neo BT Pro war die Reichweitenreduktion bei geringem Abstand Rucksack-LVS (Pos. 1) deutlich.

In der Grobsuche war der etwas verspätete Signalempfang merklich, eine leicht indirekte Heranführung beim Neo BT Pro sowie Diract Voice auffallend (hin und her springender Richtungspfeil). Eine geringfügig verspätete Signalerkennung im MPV-Szenario trat ebenfalls auf. Ansonsten war die Grobsuche ohne weitere Auffälligkeiten durchführbar.

Beim neuen Kondensator-System Litric von Ortovox und Arcteryx gab es kurz nach der Markteinführung zu Beginn der Saison 2022/23 ein technisches Problem mit Auswirkungen auf die Gebläseeinheit, was einen Rückruf zur Folge hatte. Diesen Winter soll schließlich der Relaunch erfolgen. Kurz und knapp: In allen Szenarien waren die Auswirkungen des Litric-Systems auf die untersuchten LVS-Geräte gering.

Die Messwerte zeigen jeweils die gemittelte stabile Empfangsreichweite, die mit dem jeweiligen LVS-Gerät und den Airbagrucksäcken am Rücken erzielt werden konnte. Sender in x- und z-Lage. Suchgerät in Position 1 und 2 (30/50 cm, Litric +10 cm).






Handy, LVS in Position 1. Insbesondere im Hochgebirge führt die teils topographisch verursachte geringe Mobilfunknetzstärke zu einer erhöhten Sendeleistung von Handys (andauernde Netzsuche), was zu einer verstärkten Interferenz mit LVS-Geräten führen kann.

Abb. 5 Auswirkungen des Handys auf die stabile Empfangsreichweite in beiden Positionen.

Keine LVS-Suche mit Uhr (Smartwatch, GPS-Uhr) an derselben Hand.

Abb. 6 Deutliche Reichweitenreduktion durch GPS-Uhr bei manchen LVS-Geräten (*in anderen Szenarien stärkere Auswirkungen).

Abb. 7 Mit einem Digitalfunkgerät reduziert sich die Reichweite des Signalempfangs beträchtlich.

Heizhandschuh. Das von uns verwendete Heizhandschuh-Modell zeigte in den Tests nur geringfügige Auswirkungen auf die LVS-Suche. In einer von der Uni Innsbruck und Bergrettung Tirol vorgestellten Studie waren die Auswirkungen von anderen Modellen jedoch erheblich (Troeger et al. 2022). Das Problem liegt vor allem beim Drahtgeflecht von Heizelementen, das eine abschiermende und auch magnetisch verstimmende Wirkung haben kann. Insbesondere bei der Suche sollten Heizelemente deshalb besser von LVS-Geräten ferngehalten werden.

Der Hinweis auf mögliche Interferenzen wird mittlerweile auch präsenter in den Gebrauchsanleitungen (von elektronischen Airbagsystemen wie auch LVS-Geräten) angeführt. Einige LVS-Hersteller (Ortovox, Mammut, Arva, Pieps beim IPS) warnen die Nutzer*innen auf dem Display aktiv (Abb. 8), wenn Störquellen in der Nähe sind und empfehlen in dem Fall eine reduzierte Suchstreifenbreite von maximal 20 m.

Visuelle Hinweise auf dem Display zu Störquellen in der Nähe sind hilfreich, funktionieren aber nicht immer und können unter Umständen leicht übersehen werden. Bei Annäherung mit manchen elektronischen Geräten wurde zum Teil keine Warnung ausgegeben. Auf Softwareebene liegt im Hintergrund nämlich ein Noise-Level-Grenzwert. Das Problematische dabei: Auch nicht detektierte Störungen zeigten in unserem Test Auswirkungen auf die Suche.

Abb. 8 Reduzierung der Suchstreifenbreite aufgrund von Störung beim Ortovox Diract Voice.

Wichtig!

Kritische Interferenzsituationen treten in verschiedensten Konstellationen auf und sind häufig schwer vorhersagbar. Manchmal wirken sich selbst Störquellen gleichen Typs oder in unterschiedlichen Modi oder Ladespannungen anderweitig aus. Die hier vorgestellte Untersuchung besitzt deshalb eher Hinweischarakter und zeigt einen potenziellen Querschnitt der Problematik auf.

Wir beschränken uns daher auf recht allgemein gehaltene Empfehlungen, können auch keine expliziten Störquellen aufgrund einzelner Ergebnisse als störungsarm bezeichnen – in der Praxis gehen Anwender besser von stärkerer als weniger starker Interferenzwirkung aus!

Auch im Normungsgremium für die Lawinenairbag-Norm (EN 16716) gibt es Bestrebungen, die Interferenzthematik in die Überarbeitung der Norm mit aufzunehmen. Die Problematik und Testanforderungen sind jedoch komplex. Die Identifikation möglichst vieler Trigger von falsch-positiven Signalen bleibt zumindest mittelfristig eine Sisyphusarbeit.

Als Ergänzung zu unserem Test ließen wir die elektronischen Lawinenrucksäcke deshalb explorativ in einem EMV-Labor (elektromagnetische Verträglichkeit) des TÜV untersuchen. Einerseits, um die Emissionsproblematik selbst besser zu verstehen und andererseits, um die Hersteller noch stärker zu sensibilisieren.

Abb. 9 Beispielhafte Messung der Emissionen eines Rucksackmodells im Frequenzbereich (9 Hz–30 MHz) aus dem Labortest. Emissionspeaks in einer anderen Frequenz können harmonische Schwingungen verursachen, die im ungünstigen Fall Auswirkungen auf den Bereich der LVS- Signale von 457 kHz haben.

In den Messreihen zur elektromagnetischen Emission im Frequenzbereich 9 kHz bis 30 MHz ließ sich erkennen, dass neben erhöhten Emissionspegeln auch durch Elektronik emittierte Pulse harmonische Oberschwingungen verursachen können, die dann möglicherweise im Bereich der LVS-Frequenz von 457 kHz Störungen bei der Suche bewirken (Abb. 9).

Weitere Labortests zum Thema wurden im Anschluss auch von Arva in Frankreich durchgeführt, deren erste Erkenntnisse ein weiteres mögliches Problem aufzeigten: Recharge-Mode: Die mit Kondensator betriebenen Airbagsysteme (Alpride, Litric) werden durch kleine Zusatzbatterien geladen gehalten. Nach einer erfolgten Auslösung muss der Kondensator dann wieder vollständig aufgeladen werden.

Der Vorgang dauert je nach Hersteller, Batterie, Temperatur etc. ca. 25 bzw. 40 bis 80 min. Dieser Recharge-Mode wurde in unserem Feldtest nicht explizit untersucht, der dabei auftretende Energiebedarf führt laut diesen Testergebnissen beim Alpride System zu einer erhöhten Störwirkung.

Auslösung Airbag. Durch die Auslösung eines elektronischen Airbags und die damit einhergehende hohe Emission elektromagnetischer Strahlung ist dieser Moment grundsätzlich ein besonders störungsreicher für LVS-Geräte. Bei den Kondensator-Systemen (Alpride, Litric) entspricht das erst mal nur der Dauer des einmaligen Aufblasens; das Jetforce System bläst einige Male Luft nach und saugt diese nach 3 Minuten wieder ein.

Falls es zu einem Auslösevorgang kommt und darauffolgend ein Suchvorgang gestartet wird, ist es unserer Einschätzung nach wichtig, dass die suchende Person den Vorgang des Auf- bzw. Abblasens durch Betätigen des Knopfes am Auslösegriff des Jetforce abbricht.

Selbst ausprobieren für zu Hause

Störeinflüsse von externen Quellen wirken sich auf die Empfangs- und in geringerem Maße auch auf die Sendeleistung von LVS-Geräten aus. Die gravierendsten Auswirkungen auf suchende Geräte sind:

Der Airbag ist unserer Einschätzung nach eine wichtige und empfehlenswerte optionale Schutzausrüstung im freien Gelände im Winter. Infolge der Untersuchungsergebnisse der elektronischen Airbagsysteme liegt der Schluss nahe, dass es technisch möglich ist, diese so zu gestalten, dass LVS-Geräte in keiner der Suchphasen merkbar gestört werden. Wir halten es für notwendig, dass Störeinflüsse dieser Systeme auch unterhalb des allgemein etablierten Grenzwerts von 50 cm Abstand zum LVS-Gerät so weit reduziert werden, dass es keinerlei Auswirkungen auf die Suche mit LVS-Geräten gibt.

Auch alle zukünftigen Softwareupdates müssen von den Herstellern immer wieder neu im Hinblick auf deren mögliche Interferenzwirkungen auf alle gängigen LVS-Geräte untersucht werden. Eine mögliche Ursache für die Gerätebeeinträchtigung könnte auch in der hohen Sensitivität der LVS-Geräte gesucht werden. Sicherlich stellt die zu erwartende steigende Anzahl elektronischer Störquellen (Wireless Geräte, Kameras, Kommunikationsgeräte, Kopfhörer usw.) in (naher) Zukunft eine Herausforderung für die LVS-Geräte-Hersteller dar.

Ein Teil der Aufklärungspflicht (aber nicht die ausschließliche!) hinsichtlich der Interferenzproblematik liegt auch bei den alpinen Vereinen sowie Verantwortlichen und Kursleitungen von Sektionen und Bergschulen. Und nicht zuletzt sollten Anwender spätestens nach der Lektüre dieser Zeilen ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Thematik entwickelt haben und diese in ihre Gruppencheck- und Suchroutine integrieren.

Fotos: DAV-Sicherheitsforschung

Interferenz: Checkliste, Vorschläge, Empfehlungen

Alle Hersteller von LVS-Geräten schreiben in ihren Gebrauchsanleitungen die sog. 20/50-Regel vor:

Manche Hersteller (u. a. Ortovox, Mammut, Arva mit Ausnahmen) empfehlen, elektronische Geräte generell bei der Suche auszuschalten.

Noch weitergehende Maßnahmen empfehlen u. a. ICAR, AIARE:

Kein Handy in der Jackentasche (auch keine Actionkamera auf Brusthöhe) bei gleichzeitigem Tragen des LVS-Gerätes in der Halterung, da hier im Fall einer Lawinenverschüttung das Handy über dem LVS-Gerät zum Liegen kommen und somit eine Abschirmung des Sendesignals auftreten kann.

Checks vor dem Losgehen/Sendemodus:

Beispiel: Handy in die am weitesten entfernte Hosentasche oder den Rucksack.

Vorschlag Integration Gruppencheck: Die gecheckten Personen legen dabei die eine Hand aufs LVS-Gerät, die andere auf das Handy – sind die Hände 20 cm voneinander entfernt?

Umgang mit Störungen in störreicher Umgebung (falls Abstand zu keiner Verbesserung führt):

Beispiel eines zusätzlichen analogen Suchmodus (hier Neo BT Pro). Die Sensitivität kann eingestellt werden.
Beispiel eines zusätzlichen analogen Suchmodus (hier Neo BT Pro). Die Sensitivität kann eingestellt werden.

Aktionen im Falle einer Verschüttung/Suchmodus:

Keine Aktion ist keine Option – Elektronik in der Nähe stört die Suche, daher:

Keine Handys bei der Lawinensuche
Die Übergabe des Handys des/der Suchenden an eine nicht suchende Person bietet eine schnelle Lösung, um bei einer LVS-Suche das Handy als Störfaktor ausschließen zu können.

LVS-Suche mit getragenem elektronischen Airbag:

Aktuellstes Softwareupdate installieren!

Arm strecken, Abstand >50cm von LVS-Gerät zu Rucksack herstellen.

Im Sonderfall Airbagauslösung beim Suchenden: Läuft das Jetforce System noch, dieses stoppen. Während des Wiederaufladens des Kondensators beim Alpride System tritt eine erhöhte Emission und somit potenzielle Störwirkung auf.

Bei der LVS mindestens 50 cm Abstand zu benötigten elektronischen Geräten herstellen.
Mindestens 50 cm Abstand zu benötigten elektronischen Geräten herstellen. Nur wenn das Handy für den Suchvorgang ausgeschaltet ist, kann es in der vorderen Hosen- bzw. Jackentasche verbleiben.

Weiterführende Fragen/Denkanstöße zu diesem Artikel aus unseren Dialog #126

Eike Roth: Vielen Dank für den Beitrag, sehr wichtig, sehr informativ, gefällt mir sehr gut! Trotzdem ein paar Nachfragen:

1. „Die Amplitude der Interferenzwirkung nimmt mit der dritten Potenz des Abstandes zu.“ Passt gut zu den Ergebnissen. Gibt es auch eine einfache Erklärung für die dritte Potenz? Die Störsignale an sich nehmen wohl auch mit dem Quadrat des Abstandes ab, wie die echten Signale?

Die Signalstärke im dreidimensionalen Raum fällt mit 1/d3 (d=Abstand) und somit auch die Störwirkung von elektromagnetischen Quellen.

2. Welche Störung können ein festerer Reißverschluss im Anorak oder eine festere Gürtelschnalle bewirken, wenn sie mehr oder weniger direkt auf dem LVS-Gerät aufliegen?

Bei einem Reißverschluss oder sehr kleinen metallischen Gegenständen sehe ich das Störpotenzial im Sendemodus als zu vernachlässigen. Es geht hier eher um eine größere, flächige Abschirmung der Sendeantenne(n) in unmittelbarer Nähe.

3. Welche Störung kann ein dickerer Schlüsselbund (oder ein „elektrischer“ Autoschlüssel) bewirken, wenn er in einer Anorak- oder Hosentasche sehr nahe am LVS-Gerät ist?

Auch der Autoschlüssel fällt wahrscheinlich in diese Kategorie, auch wenn er ein kleiner aktiver Sender ist.

4. Bei der Feinsuche, LVS-Gerät an der Schneeoberfläche: Können da angeschnallte Ski oder auch nur Skischuhe (ggf. mit Heizung!) stören?

In der Feinsuche ist die Amplitude meist so groß, dass meiner Einschätzung nach moderne Geräte im Nahbereich nur schwer gestört werden können, und wenn nur von starker Elektronik oder Magneten. In unserem Test war der Einfluss nicht merkbar, meines Wissens waren elektronische Heizsocken beim Test der Bergrettung Tirol problematisch, jedoch weniger als Heizhandschuhe.

5. GPS-Uhr: An anderer Hand tragen ist einfach (wenn man dran denkt!). Manchmal nimmt man aber beide Hände zur Bedienung, z. B. beim Markieren (starkes Signal wegen Nähe, aber schwierig wegen Überlagerung mehrerer Signale!) oder beim Scannen (dann sucht man besonders die schwachen Signale!). Gibt es da Probleme?

Sei dir des Störpotenzials bewusst, dann kannst du darauf auch reagieren; wenn du beispielsweise einen Sender mit beiden Händen markierst, kann es schon sein, dass ein zweiter Sender kurz fälschlicherweise erscheint oder ein vorhandener unterdrückt wird; sobald du die Hand aber wieder weghältst, sollte es wieder unproblematisch sein. Außerdem sind auch nicht alle Digitaluhren gleichermaßen ein Problem. Es hängt von den emittierten Frequenzen ab und die Bergsportuhr, die wir getestet haben, fiel bei laufendem GPS-Tracking da leider genau rein und war störungsstark.

6. Person zum Wärmeschutz in Rettungsdecke eingehüllt: Wie stark wird die Sendeleistung eines LVS-Gerätes abgeschwächt?

Nicht ideal, die Frage ist, wann dieses Szenario relevant ist.

7. Abdeckung/Störung des LVS-Gerätes durch unglückliche Lage des Verschütteten in der Lawine (z. B. Kauerstellung mit Knie mit Handy in Oberschenkeltasche gegen Brust mit LVS-Gerät gedrückt): Gibt es da reale Erfahrungswerte?

Wie im Test vorgestellt, bei einem Handy in direkter Lage auf einem Sendegerät konnten wir je nach Empfänger-LVS eine Reichweitenreduktion von bis zu 40 % feststellen. Die 20-cm-Abstands-regel im Sendemodus enthält bereits einen Sicherheitspuffer für solche unglücklichen Konstellationen bzw. Lagen. Störquelle (konkret Handy) direkt auf LVS ist problematisch – nur wenige Zentimeter Entfernung entschärfen die Situation jedoch bereits.

8. Gibt es schon Erfahrungen mit dem neuen Pieps PRO IPS? Kann das bei den Interferenzen wirklich mehr?

Für den in 7. genannten Fall hat das IPS eine Sendepegelanpassung, bei Störungen fährt es die Sendeleistung und somit aber auch den Energieverbrauch hoch. Im Suchmodus ist das IPS auch nicht immun gegen externe Störungen und die Maßnahmen (50 cm, ausschalten etc.) sollten demnach durchgeführt werden.

9. Themenwechsel, angeregt durch die dargestellte Problematik: Handy als GPS-Gerät hat manchmal auch mit der Empfindlichkeit Probleme. Nun gibt es Handyhüllen mit magnetischem Verschlussknopf. Kann der Probleme verursachen? Haben Sie da eine Meinung dazu?

Dazu kann ich leider keine qualifizierte Aussage treffen, ich kann mir einen Einfluss aber durchaus vorstellen.

Moritz Streicher: Vorneweg erstmal großen Dank für den spannenden Artikel. Es ist das erste Mal, dass ich eine belastbare Untersuchung hierzu lese, obwohl das Thema sicherlich in der Zwischenzeit eine große Brisanz besitzt. Bezüglich der Störanfälligkeit des LVS in der Nähe eines elektrischen Lawinenrucksacks oder Handys habe ich eine generelle und eine technische Frage.

1. Ist die Störwirkung eines Smartphones immer noch signifikant, wenn das Handy im Flugmodus verwendet wird bzw. wie sehr lässt sich die Einwirkung reduzieren?

Eine Störwirkung kann auch im Flugmodus vorhanden sein, das wird im Text auch kurz angedeutet. Da nicht die Funkverbindung an sich das Problem ist, sondern Schaltvorgänge und Prozesse im Hintergrund. Man kann also sagen: Je größer der Leistungsbedarf, umso stärker ist das elektromagnetische Rauschen und umso größer die potenzielle Störung. Da im Flugmodus immer noch Prozesse im Hintergrund laufen, bleibt das Störpotenzial bestehen.

Worst Case wäre demnach Display an und viele Prozesse am Laufen. Ganz so einfach ist es aber auch nicht, da ja nur bestimmte Frequenzen auch wirklich stören. Das bedeutet, es kann auch von Handy zu Handy unterschiedlich sein, wie sich das Ganze auf das LVS auswirkt. Deswegen unsere generischen Vorschläge zum Umgang mit dem Handy, die auf Nummer sicher gehen, um Störungen bei allen auszuschließen.

2. Bei Rucksäcken mit Alpride E2 beispielsweise ist die Elektronik typischerweise im Lawinenrucksack ja in einer separaten Hülle abgekapselt. Hier bestünde von Herstellerseite in Zukunft ohne großen Aufwand die Möglichkeit, entstehende elektromagnetische Strahlung direkt durch eine metallbedampfte Folie oder Metallfolie in der Hülle direkt abzuschirmen. Gibt es diesbezüglich bereits Bestrebungen?

Für Lawinenrucksäcke ist gerade eine Änderung der zugehörigen Norm in Erarbeitung. Es soll auch ein neuer Test beinhaltet sein, der die Störwirkung der elektronischen Lawinenairbags reguliert. Auch die Idee mit der Folie wurde schon diskutiert, aber was die Hersteller in Zukunft gegen die Störwirkung machen, bleibt ihre Sache. Auf jeden Fall ist das Thema jetzt präsent bei allen Anbietern.

Die Fragen beantwortet Lorenz Berker aus der DAV-Sicherheitsforschung

Ernst Flemming (DAV-Fachübungsleiter/Trainer B Skihochtouren, Physiker):

Ich bin über euren Artikel „Störquellen bei der Lawinenrettung“ in der letzten bergundsteigen etwas gestolpert und habe dazu ein paar Anregungen/ Kommentare aus meiner beruflichen Erfahrung als Physiker und Produktmanager für Oszilloskope:

In eurer Abbildung 1 werden viele verschiedene Störquellen dargestellt, die so auch in der Realität vorkommen. Für die Elektronik eines LVS-Geräts werden jedoch alle höherfrequenten Signale herausgefiltert (oder gar nicht erfasst). Mobilfunksignale (einige hundert MHz) sind deutlich höherfrequente Signale und sollten deshalb das LVS-Signal nicht stören und die digitale Elektronik dagegen auch immun sein.

Ich habe den Effekt eines normalerweise verwendeten Filters in einer sehr stark gestörten Umgebung (Büro mit WLAN, Handy und mehreren Geräten in der Nähe) veranschaulicht – ungefiltert (Abb. 2) und mit einem 500-kHz-Filter (Abb. 3).

LVS-Signal mit vielen Störungen, inklusive Mobilfunkten
Abb. 2 LVS-Signal mit vielen Störungen, inklusive Mobilfunkten

Ihr seht deutlich, dass das LVS-Signal ohne Filter sehr verrauscht ist (wie ihr in Abb. 1 darstellt) – mit Filter das Signal aber superclean ist, auch zwischen den Signalen ist das empfangene Signal jetzt auf einer Nulllinie. Im Vergleich dazu ist eure Abbildung 1 etwas angsteinflößend und gibt aus meiner Sicht nicht das korrekte Bild wieder.

Störend können jedoch die Emissionen der Leistungselektronik sein, wie ihr dies bei der Garmin Fenix und bei den Airbags gesehen habt. Die Störquellen und auch die Stärke der Störungen muss man nicht vermuten, sondern kann man messen. Als einfache Beispiele habe ich die Fenix (Abb. 4) und Instinct 2 (Abb. 5) jeweils in Betrieb versetzt und das Störspektrum gemessen.

Ja, Fenix stört unglücklicherweise rund um 450 kHz, die Instinct 2 nicht. Normalerweise werden diese von den Schaltfrequenzen der DC/DC-Wandler verursacht, die die Batteriespannung in die verschiedenen Spannungen für die Prozessoren/Displays und Sensoren wandeln.

Handy Störungen beim LVS Signal
Abb. 3 (Oben) Mit einem 500-kHz-Tiefpassfilter: supercleanes Signal ohne Störungen! Abb. 4 (Mitte) Garmin Fenix: Störungen in der Nähe von 457 kHz Abb. 5 (unten) Garmin Instinct 2: keine Störungen bei 457 kHz

Ich habe auch mein iPhone 15 vermessen – völlig unauffällig. Die Störsignale variieren mit dem Wandler bzw. der Schaltgruppe und üblicherweise nicht mit der Leistung. Das kann leider von Modell zu Modell unterschiedlich sein und auch mit den Betriebsmodi variieren (ein iPhone 15 hat sechs Power Converter an Bord und damit mindestens sechs Schaltfrequenzen …).

Aus meiner Sicht ist Ausschalten nicht die richtige Empfehlung, da etwas Abstand zwischen LVS und Mobiltelefon ausreichen sollte. Das Telefon in den Rucksack zu geben, reicht wahrscheinlich schon, solange das Telefon nicht verwendet wird.

Weder das Aus- noch Einschalten wird in der Praxis beherrscht und kostet zudem kritische Zeit. Der Flugmodus bringt nichts und dass keine Bilder (Display eingeschaltet!) gemacht werden, sollte selbstverständlich sein. Dies sollte aus meiner Sicht genauer verifiziert werden, bevor Empfehlungen ausgesprochen werden.

Literatur