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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Alex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“

Die Dokumentation Free Solo erhielt zwei Jahre später einen Oscar. Nicht zuletzt der Film regte eine Diskussion darüber an, ob Alex Honnold überhaupt dazu in der Lage ist, Angst zu empfinden. Eine Neurobiologin lieferte daraufhin eine Antwort: Honnolds Amygdala – der Teil des Gehirns, der Angst auslöst – reagiere selbst in angsteinflößenden Momenten nicht.

„To honnold“: Honnold balanciert auf dem Thank God Ledge in der Regular-Northwest-Route am Half Dome im Yosemite Valley – 600 Meter über dem Talboden. Später schrieb er: „Das Thank God Ledge mit dem Rücken zur Wand entlang zu spazieren

Alex Honnold, einer der weltbesten Solo-Kletterer, hat ein anderes Angstempfinden als der Rest von uns. Das liegt unter anderem an einem mandelkerngroßen Teil seines Gehirns. Zum bergundsteigen Artikel: Warum Alex Honnold keine Angst kennt

Auf die Reizüberflutung durch Social Media reagiert sein Gehirn jedoch sehr wohl. Laut eigenen Angaben hat er seinen Konsum bereits 2021 stark reduziert. Seinen Instagram-Account betreibt Honnold seit 2012, mittlerweile folgen ihm 2,7 Millionen Menschen. Wir haben Honnold in München am Rande der We Choose Earth Tour interviewt, einer Konferenz zu erneuerbaren Energien, initiiert vom globalen Energiekonzern EDP. Der Klimaschutz liegt Honnold sehr am Herzen. Seit Jahren setzt er sich aktiv für den weltweiten Umstieg auf Solarenergie ein und betreibt zu diesem Zweck eine gemeinnützige Stiftung – die Honnold Foundation.

Im Interview spricht er über sein Leben mit zwei kleinen Töchtern, über die Gründe, warum er jetzt mit dem Rope Solo begonnen hat, und darüber, wie er seine eigene Vorbildrolle sieht. Spoiler: Bei der Frage, ob er seine Töchter beim Free Solo unterstützen würde, kam er ins Schwitzen.

Alex Honnold am Wandfuß der Petit Dru nach einer erfolgreichen Free-Solo-Begehung der American Direct. Foto: Renan Ozturk

Es ist einfach so cool, wie könnte ich es nicht lieben? Free Solo verlangt etwas mehr von einem und ist auch ein bisschen lohnender. Aber um das klarzustellen: Ich klettere nur manchmal Free Solo. Es ist also wie etwas, was man zu einem besonderen Anlass macht, wie der Super Bowl oder eine Weltmeisterschaft, einfach mein Höhepunkt des Jahres.

Oh, das war nichts Besonderes. Das ist wie ein After-Work Solo, aber kein Free Solo. Es liegt in meiner Komfortzone, weit unter meinem körperlichen Maximum.

Ja, da hat der Horsetail-Wasserfall gewütet. Aber ich wusste, dass ich das im Griff habe. Viele Leute denken, Free Solo sei so extrem, aber es kommt darauf an, wie man sich beim Klettern fühlt. Da gibt es eine große Bandbreite.

„Social Media hatte mich komplett in Beschlag genommen und meine Aufmerksamkeit aufgesogen. Danach fühlte ich mich schlecht.“


Der vorherige Rekord (19:47 Stunden) war nicht wirklich repräsentativ. Selbst mein Rekord ist es nicht, weil ich nur eine Woche im Yosemite verbracht habe. Ich kenne die Wand sehr gut, aber ich war müde. Außerdem musste ich mir vorher noch das Seilhandling und die Sicherungstechnik beim Rope Solo aneignen. Nach einem Ruhetag bin ich dann eingestiegen. Mit einem Monat Zeit ohne Familie hätte ich es vielleicht auch in acht Stunden geschafft.

Die Sache mit dem Rope Solo ist, dass immer alles möglich ist. Man kann alle gewünschten Tricks anwenden. Der Rekord in der Nose (5:59 Stunden), also der Route neben der Salathé, liegt bereits in einem Bereich, in dem man alles tun muss, was geht. Bei der Salathé habe ich im Grunde die gleichen Techniken (Free Solo und technisch klettern mit 60-Meter-Einfachseil) angewendet wie für den Rekord in der Nose, nur viel langsamer.

Ich bin in Kalifornien aufgewachsen, wo es eine lange Tradition im Free Solo gibt. Yosemite hat eine sehr berühmte Geschichte von Solokünstlern, den Stone Masters. Auch der Joshua Tree National Park ist bekannt fürs Free-Solo-Klettern. Ich dachte mir, dass es einen Versuch wert sei. Und es hat mir wirklich Spaß gemacht.

Ich denke, weil sich der Fels in den USA viel besser dafür eignet. In den USA besteht das gesamte Gestein aus Granit. Es ist wie ein großes, durchgehendes Risssystem, absolut sicher und die objektiven Gefahren sind gering. In Europa besteht viel aus bröckeligem Kalkstein, er ist nicht so sicher für Solo-Touren.

Es bestand die Gefahr, dass Griffe herausbrechen, sich im Dunkeln zu verirren und in einen Kaktus zu fallen – eine Wüstenversion der alpinen Kletterei


Ja. Das letzte große Free-Solo-Projekt, das ich geklettert bin, war die Honnold’s Ultimate Ridge Traverse (HURT) im Jahr 2022. Darüber gibt es auch einen Reel-Rock-Film. Das ist eine gigantische Free-Solo-Traverse im Red Rock Canyon in der Hochwüste Nevadas. Mein Ziel war es, möglichst viele Kletterrouten und Gipfel mitzunehmen.

Am Ende bin ich 32 Stunden ununterbrochen geklettert (Bilanz: 56 Kilometer, 7300 Höhenmeter, 23 Gipfel und 14 Kletterrouten zwischen 4b und 6b). Die Felsqualität ist okay, aber nicht sehr gut. Es bestand also eine gewisse objektive Gefahr darin, Griffe herauszubrechen oder sich einfach im Dunkeln zu verirren und in einen Kaktus zu fallen. Das war so etwas wie die Wüstenversion der alpinen Kletterei.

Für mich als Profikletterer ist es sehr wichtig, auch in den sozialen Medien präsent zu sein. Aber seit der Einführung der Reel-Funktion auf Instagram habe ich meinen Konsum stark eingeschränkt.

Eines Tages saß ich auf der Toilette und habe mir Reels angesehen. 45 Minuten später waren meine Beine taub und ich fragte mich, was gerade mit mir passiert ist. Social Media hatte mich komplett in Beschlag genommen und meine Aufmerksamkeit aufgesogen. Danach fühlte ich mich schlecht. Diese 45 Minuten hätte ich viel besser nutzen können, anstatt mir diesen ununterbrochenen Strom verrückter Videos anzusehen. Das war mir einfach zu viel.

Ich habe die Instagram-App von meinem Alltagshandy gelöscht. Natürlich kann ich meine Kanäle nicht komplett löschen, da sie eine großartige Gelegenheit bieten, meine Reichweite sinnvoll zu nutzen. Ich nutze die App jedoch nur noch auf meinem iPad, das auf meinem Regal zu Hause liegt.

Ich schalte es nur an, um zu posten. Zudem habe ich das Management meiner Kanäle abgegeben. Das hat mein Leben viel besser gemacht, weil ich so die Möglichkeit ausschließe, aus Versehen in etwas hineingezogen zu werden.

Alex Honnold in der American Direct an der Petit Dru in Chamonix. Foto: Renan Ozturk

Ich glaube nicht. Ein professioneller Kletterer wäre ich zwar trotzdem, weil ich genügend Erstbegehungen unternommen und Speed-Rekorde aufgestellt habe, aber wahrscheinlich nicht so bekannt. Free Solo ist erst richtig in die Mainstream-Kultur übergegangen, als wir 2018 unseren Film Free Solo herausgebracht haben.

Der Film dokumentiert meine Free-Solo-Besteigung des El Capitan über die Route Freerider (3:56 Stunden). Damit haben wir 2019 einen Oscar gewonnen. Der Film hat meiner professionellen Karriere viel Aufwind gegeben, weil es für die Leute so leicht zu verstehen ist, wie verrückt das ist.

Was die Leute leicht begreifen können, ist der erforderliche Einsatz – sie spüren das Risiko dahinter. Ein kleiner Fehler hat große Konsequenzen. Beim Free Solo geht es nicht darum, besonders schwierig zu klettern; es geht mehr um das Risiko.

Viele können jedoch nicht so gut nachvollziehen, was Kletterer wie Adam Ondra oder Alex Huber leisten, obwohl deren Schwierigkeitsgrad viel höher ist als meiner. Beim Free Solo hingegen kann man ein Video von jemandem zeigen, der eine sehr einfache Route klettert, und es sieht immer noch unglaublich aus.

In den USA sind die objektiven Gefahren im Granit gering. Nicht so in Europa – im bröckelig Kalkstein


Ich mag beides, aber ich verbringe wahrscheinlich mehr Zeit damit, in der Nähe meiner physischen Grenze zu klettern. Das Problem ist, dass meine körperliche Leistungsfähigkeit im professionellen Klettern nicht besonders beeindruckend ist, und deshalb werde ich nie mit dem Projektieren von extrem schweren Routen Schlagzeilen machen.

Das lässt sich beim Free Solo schwerer einschätzen als beim Seilklettern. Es geht mehr um Wahrscheinlichkeiten – also wie wahrscheinlich es ist, dass man herunterfällt. Wenn etwas sehr einfach ist, wirst du einfach nicht herunterfallen. Leichtes Klettern fühlt sich für mich genauso an wie Gehen oder Treppensteigen. Auf große Projekte bereite ich mich sehr intensiv vor, um Fehler zu vermeiden.

Ich werde nie mit dem Projektieren schwerer Routen Schlagzeilen machen


Das hat sich nicht wirklich geändert. Ich kann immer noch gefährliche Dinge tun, weil ich weiterhin versuche, gute Entscheidungen zu treffen. Der große Unterschied besteht darin, dass ich jetzt, da ich zwei Kinder habe, versuche, mehr Zeit zu Hause zu verbringen und mir Ziele zu setzen, die näher bei mir zu Hause liegen.

Dadurch gehe ich automatisch weniger Risiken ein, weil es in meiner Umgebung weniger riskante Dinge gibt. Aber dass ich jetzt mit dem Rope Solo angefangen habe, hängt schon auch mit meinen Kindern zusammen.

2021 stiegt Alex Honnold noch Free Solo durch den Hauptteil der American Direct an der Petit Dru (Chamonix). Foto: Renan Ozturk

Mein Vater ist geklettert, aber er ist gestorben, als ich 19 Jahre alt war. Er nahm mich damals mit zu Kletterwettbewerben. Meine professionelle Kletterkarriere hat er nicht mehr mitbekommen. Meine Mutter hat mit 55 Jahren mit dem Klettern begonnen.

Ich bin gemeinsam mit ihr eine Route an der Westseite des El Cap geklettert. Ich habe ihr gesagt, dass sie es doch mal ausprobieren sollte, um besser zu verstehen, was ich da so mache. Und sie hat sich darauf eingelassen.

Von wann ist das denn? Das war sicher ein Witz oder eine Fehlübersetzung. Die Sache mit dem Free Solo ist ein bisschen binär, also entweder schafft man die Route oder man stirbt beim Absturz. Aber das bedeutet im Endeffekt einfach nur, dass man sich wirklich gut vorbereiten muss, damit das ein Erfolg wird. Beim Bouldern gibt es zwischendrin noch Abstufungen. Ein Sturz hat keine fatalen Folgen, man gibt sein Bestes, schafft es oder auch nicht und trainiert weiter. Dieses Dazwischen mag ich aber nicht so.

Die Aussage finde ich interessant, weil er selbst extrem unterwegs ist. Er klettert immer noch schwierige Routen in den Bergen und geht noch auf Expeditionen. Er ist einer von denen, die das ganze Risikospektrum einschätzen können.

Du gehst immer Risiken ein – und manchmal geht es schief.


Free Solo am El Cap, das ist groß, und es war auch groß für mich. Ich habe seit 2009 davon geträumt und daran gearbeitet. Erst 2017 habe ich es wirklich geschafft. Ich bin einfach davon überzeugt, dass fast jeder andere das Gleiche tun könnte, wenn er die gleiche Menge an Zeit und Mühe darauf verwenden würde. Das macht nur niemand. Daher kommt wahrscheinlich meine No-Big-Deal-Mentalität.

Das Filmprojekt entstand im Jahr 2015, im Grunde zwei Jahre zuvor, und tatsächlich fiel das Filmprojekt mit dem Moment zusammen, in dem ich beschloss, es endlich anzugehen. Es hat geholfen, das Filmteam zu haben, weil die ganze Vorbereitung eine Menge Arbeit erfordert, also zum Beispiel Seile hoch- und runtertragen.

Ja, Martin Feistls Unfall hat sogar Schlagzeilen in den USA gemacht. Das hat mich überrascht, weil ich noch nie von ihm gehört hatte. Es ist immer sehr traurig, von einem Unfall zu hören. Aber ich denke, dass Klettern ein gefährlicher Sport ist, das liegt in der Natur des Sports. Du gehst immer kalkulierte Risiken ein und manchmal geht es schief.

Ich vermute, dass Alex Huber in Deutschland eher für sein Free Solo bekannt ist als ich. Er hat einen ganzen Bildband mit seinen Free-Solo-Projekten und epischen Bildern aus der ganzen Welt veröffentlicht. Ich denke, selbst wenn es mich nicht gäbe, wäre Free Solo immer noch ein wichtiger Teil des Kletterns. Es gäbe immer noch jede Menge Bilder davon da draußen.

Ich persönlich bin von einigen früheren Free-Solo Kletterern inspiriert worden, also von Leuten wie Peter Croft und John Bachar. Ich bin mir sicher, dass ich einige Leute zum Free Solo inspiriere, aber auf die gleiche Weise, wie ich von anderen Leuten zum Free Solo inspiriert worden bin.

Alex Honnold mit seiner Frau Sanni McCandless und Tochter June. Foto: Alex Honnold

Ich würde nie jemanden zum Free Solo ermutigen. Grundsätzlich geht es darum, das Risiko wirklich konservativ einzuschätzen, sich langsam zu bewegen und locker zu sein, sich auf eine gute Beinarbeit, Körperhaltung sowie Technik zu konzentrieren. Im Grunde geht es darum, keinen Fehler zu machen.

Um beim Free Solo in Situationen zu kommen, in denen man tatsächlich sterben kann, muss man einigermaßen gut darin sein. Man muss gut genug klettern, um sich wirklich gerne in eine gefährliche Situation zu begeben. Und wenn man gut genug klettert, um sich in diese Situation zu begeben, dann ist man auch gut genug, um die Risiken selbst einzuschätzen.

Spätestens wenn du dann fünf Meter über dem Boden kletterst, merkst du, wie es dir dabei geht, ob es zu beängstigend ist. Dann spürt man auch schnell, ob man das Projekt aus eigener Motivation angegangen ist oder ob es um externe Anerkennung geht.

Es ist auf jeden Fall befriedigend. Wenn ich eine Menge Arbeit in ein Projekt stecke, ist es schön, zumindest eine Nachricht von einem Freund zu bekommen, in der er sagt, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Zumal ich seit 28 Jahren klettere und praktisch mein ganzes Leben dem Klettern gewidmet habe.

Das gilt im Übrigen auch für meine Sponsoren, auch über deren Anerkennung freue ich mich. Ich würde aber nicht sagen, dass die Anerkennung der Hauptgrund ist. Ich klettere, weil ich gerne coole Projekte umsetze und das Gefühl habe, dass ich gut darin bin.

Vielleicht ein bisschen, aber nicht wirklich. Ich wollte schon immer eine Familie und Enkelkinder haben. Das alles fühlt sich genau nach dem Weg an, den ich gehen will. Ich vermisse zwar manchmal mein früheres Leben, aber gleichzeitig habe ich ungefähr 15 Jahre lang in meinem Van gelebt. Ich hatte einen guten Lauf. Ich bin sehr zufrieden mit der Zeit, die ich hatte, aber auch sehr zufrieden mit meiner Familie.

„Mit den zwei kleinen Kindern ist es okay, wenn ich ein Jahr lang nichts all zu Aufregendes mache.“


Ich würde gemeinsam mit ihr gehen. Meine zweijährige Tochter liebt es bereits, auf Felsen zu klettern. Wir werden sehen, ob sie am Ende eine Leidenschaft fürs Klettern entwickelt. Gut klettern wird sie sicherlich können, weil es einfach alles ist, was wir tun. Einfaches Free-Solo-Klettern wäre sicher okay für sie. Wahrscheinlich wird sie nie eine Elite Hardcore-Free-Solo-Kletterin. Aber wer weiß.

Im Allgemeinen versuche ich, keine großen Pläne zu schmieden. Mit den zwei kleinen Kindern ist es okay, wenn ich ein Jahr lang nichts allzu Aufregendes mache. Ich klettere die ganze Zeit zu Hause in meiner Garage und kann fit bleiben, mich auf die Familie konzentrieren und mir die spannenden Expeditionen für später aufheben. Ich denke, wir werden im Herbst für einen Monat ins Yosemite fahren. Das ist zwar keine Expedition, aber es ist trotzdem toll und ich freue mich sehr.