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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?

Die Angst, etwas zu verpassen, ist die Essenz des Begriffes FOMOder Fear of Missing Out. Vier Größen der Bergsportszene haben uns erzählt, welchen Stellenwert Social Media in ihrem Alltag und ihrer Arbeit hat, wie sie mit der Versuchung umgehen, ständig online zu sein, und welche Vorteile, aber auch Nachteile sie in der digitalen Welt sehen. Spannend dabei: Alle vier betreiben ihre Social-Media-Kanäle selbst.

Babsi Zangerl

Babsi Zangerl, 36 Jahre alt, Arlbergerin, ehemals Boulder-Profi, heute eine der erfolgreichsten Big-Wall-Kletterinnen der Welt.

Babsi Zangerl kletterte im Herbst 2024 in der Route Freerider den ersten Flash der Geschichte am El Capitan im Yosemite Valley. Foto: Hires-Highpoint-Productions

„Ehrlich gesagt, kenne ich diese Angst nicht. Ich lasse mich nicht so von Social Media beeinflussen, aber es gehört als Profi einfach dazu, präsent zu sein. Social Media hat großen Einfluss auf andere Menschen, etwa wenn jemand an einem bestimmten Ort mit perfekten Bedingungen klettert. Dann wollen andere dort auch hin. Aber es gibt immer das Risiko, dass Menschen sich über schätzen, weil sie nur das Endergebnis sehen – das perfekte Bild, den gelungenen Versuch –, aber nicht die Rückschläge und die Herausforderungen. Beim Klettern ist das Risiko vielleicht etwas kleiner, weil man schnell merkt, wenn man an seine Grenzen kommt.

Aber bei anderen Sportarten, wie zum Beispiel Paragliden oder Skifahren, kann das gefährlicher sein. Man sieht vielleicht jemanden eine unberührte Abfahrt fahren oder von einem Gipfel starten und denkt, man könnte das auch, ohne die Risiken zu kennen.

Perfekte Bilder verleiten dazu, Risiken zu unterschätzen


Man muss sich bewusst sein, dass Social Media nicht die Realität zeigt. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Früher gab es Social Media nicht, da musste man sich mehr auf sein eigenes Gefühl verlassen. Heute ist die Welt durch Social Media visuell greifbarer, aber die perfekten Bilder verleiten oft dazu, die Risiken zu unterschätzen. Früher hat man seine Geschichten über Magazine erzählt, aber die gibt es im mer weniger.

Heute ist Social Media das einfachste Tool, um Leistungen oder Projekte zu teilen. Für mich ist wichtig, dabei authentisch zu bleiben. Ich poste gerne über meine Projekte und Reisen, weil es sich gut und natürlich anfühlt. Aber wenn ich zu Hause in der Halle trainiere, denke ich oft: Wen interessiert das? Das fühlt sich nicht authentisch an, und deshalb poste ich das eher selten.

Ich möchte nicht auf die ‚Influencer-Schiene‘, bei der alles perfekt inszeniert sein muss. Für mich steht bei meinen Projekten immer mein persönliches Ziel im Vordergrund, und Social Media läuft nebenbei mit. Social Media hat den Sport gerade für Freestyle-Aktivitäten wie Felsklettern oder Freeriden zugänglicher gemacht und ermöglicht es mehr Menschen, davon zu leben. Aber ich finde, dass es nicht immer nur um Rekorde gehen sollte. Über das Scheitern kann man auch gute Geschichten erzählen.

Nicolas Hojac

Nicolas Hojac, 32 Jahre alt, Schweizer (Speed-)Bergsteiger, Ausbildung im SAC-Expeditionsteam. Expeditionen nach Indien, Pakistan, China, Nepal und Patagonien.

Auf seine Ziele fokussiert: Nicolas Hojac hat eher Angst, ein gutes Wetterfenster zu verpassen, als dass er neidisch auf andere Seilschaften wäre. Foto: Thomas Senf

„FOMO kenne ich weniger von Social Media, sondern eher vom Wetterbericht. Zum Beispiel steht im Frühjahr ein neues Projekt in den Alpen an. Dafür halte ich mir zwei Monate frei, um ganz flexibel auf das Wetter reagieren zu können.

Sonst habe ich Angst, ein gutes Wetterfenster zu verpassen. Aber es ist nicht so, dass ich durch Social Media scrolle und das Gefühl habe, etwas verpasst zu haben, wenn andere guten Schnee oder ideale Bedingungen in der Eiger-Nordwand hatten. Bei manchen kommt da auch ein bisschen Neid auf. Wenn eine Seilschaft etwas Cooles gepostet hat, versuche ich, das in Relation zu setzen.

Ich habe eher Angst, ein gutes Wetterfenster zu verpassen


Nicolas Hojac ist gerne schnell und leicht am Berg unterwegs, wie hier bei seinem jüngsten Projekt, bei dem er mit Adrian Zurbrügg die Skyline des Berner Panoramas überquerte. Foto: Thomas Senf

Mit mir sitzen dann wahrscheinlich 10.000 andere auch zu Hause und haben es verpasst. Es ist nicht so, dass Zehntausende die coolsten Routen geklettert sind und ich der Einzige war, der zu Hause geblieben ist. Social Media spielt aber leider auch bei mir eine große Rolle. Als Profi gehört es dazu. Ich betreue meinen Insta-Kanal selbst, obwohl ich ihn gerne abgeben würde.

Aber so bleibt es authentischer und ich kann auf Nachrichten und Kommentare aus der Community antworten. Das ist auch eine Art der Wertschätzung. Wenn ich auf Speed-Projekten unterwegs bin, komme ich gar nicht dazu, viel Material zu sammeln. Im Sommer habe ich mit Adrian Zurbrügg das „Berner Panorama„, also zehn Gipfel, in 37 Stunden und fünf Minuten nonstop überschritten.

Du bist da permanent in ausgesetztem Gelände unterwegs und hast keine Zeit für Fotos. Wir sind dann später noch mal mit einem professionellen Film- und Fototeam zurückgekehrt, um Material aufzunehmen. Für mich ist es schöner, ein Projekt ohne Kamerabegleitung umzusetzen, weil ich es in erster Linie für mich mache. Ich will herausfinden, ob das, was ich mir vornehme, überhaupt möglich ist. Im Zweifel kann ich ein Projekt aus Sicherheitsgründen auch abbrechen.

Für die Aufnahmen zu ihrem jüngsten Projekt kehrten Hojac und sein Kletterpartner Adrian Zurbrügg mit Fotograf zur Skyline des Berner Panoramas zurück – hier am Eiger. Während ihres Projektes blieb keine Zeit zum Fotografieren. Foto: John Thornton

Ich denke, dass Social Media das Bergsteigen stark verändert hat. Wenn jemand etwas postet, bekommt die ganze Welt es mit und die Routen werden überlaufen. Besonders beim Klettern von Nordwänden und beim Eisklettern merke ich das sehr. Es kommt vor, dass Leute mir Informationen geben, aber mit der Bitte, diese nicht in den sozialen Medien zu teilen.

Durch den Klimawandel verschärft sich das noch, weil zum Eisklettern immer weniger Zeit im Jahr bleibt. Auch ich habe schon Situationen erlebt, in denen nach uns noch einige Seilschaften in einen Eisfall ein gestiegen sind. Wir sind dann lieber vorzeitig umgekehrt, um uns nicht in eine gefährliche Lage zu bringen.“

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier, 31 Jahre alt, ehemalige Biathlon-Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus Garmisch-Partenkirchen, heute privat und als Bergführerin in den Bergen unterwegs.

Was sie postet, überlegt sich Laura Dahlmeier ganz genau, weil Social Media zunehmend auch als Recherche-Tool für Bedingungen am Berg genutzt wird. Foto: Philip Flämig

„Um ehrlich zu sein, musste ich FOMO erst googeln. Social Media spielt eine wichtige Rolle in meinem beruflichen Alltag, gerade als Bergsportlerin und Markenbotschafterin. Es ist Teil meiner Arbeit geworden und ersetzt für mich die klassische Homepage. Es bietet mir die Möglichkeit, meine Erlebnisse mit der Community zu teilen und selbstbestimmt zu posten. Mit Social Media kann ich meine Geschichten selbst erzählen, anders als in Magazinbeiträgen oder in Zeitungen, wo andere über mich schreiben.

Für mich überwiegen die Vorteile, auch wenn Social Media manchmal eine zu große Bedeutung einnimmt. Ich betreue meinen Instagram-Kanal selbst, nur gelegentlich übernimmt meine Managerin etwas, wenn ich keine Zeit habe. Früher hatte ich eine Agentur mit Redaktionsplan, aber das hat für mich nicht funktioniert, da ich mein Leben nicht so durchplanen kann und will.

Um den Rekord ging es Laura Dahlmeier an der Ama Dablam in Nepal eigentlich nicht. Sie wollte einfach nur sehen, was geht. Ihr gelang mit 12:01 Stunden die Frauenbestzeit. Foto: Philip Flämig

Ich will nicht dazu gezwungen sein, für Bilder eisklettern zu gehen, wenn ich an diesem bestimmten Tag lieber Skitour gehen will. Wichtig ist mir, dass Social Media mir entspricht – es macht mir Spaß, aber ich will mich nicht unter Druck setzen lassen, ständig perfekte Bilder zu liefern. Ich mache die Touren, weil ich Freude daran habe, nicht zur Inszenierung. Oft ist mein Handy dabei aus.

Ich kann meine eigenen Geschichten erzählen – anders als in Magazinen, wo andere über mich schreiben


Wenn sich gute Fotos ergeben, entstehen sie meist nebenbei. Social Media hat den Bergsport definitiv verändert. Viele Menschen nutzen Plattformen wie Instagram nicht nur zur Inspiration, sondern auch zur Recherche über Tourenbedingungen. Das kann zu einem ‚Run‘ auf bestimmte Orte führen, was problematisch ist – vor allem bei riskanten Touren oder sensiblen Bedingungen wie Neuschnee.

Deshalb überlege ich genau, was ich poste. Oft teile ich Bilder erst, wenn die Bedingungen sich geändert haben, um Nachahmer zu vermeiden. Als Markenbotschafterin habe ich da eine gewisse Verantwortung. Trotzdem möchte ich über meinen Kanal niemanden belehren.“

Hanspeter Eisendle

Hanspeter Eisendle, 68 Jahre alt, aus Sterzing in Südtirol, Bergführer und Kletterer, Freikletterpionier an den Dolomitenwänden, in jungen Jahren an diversen Himalaya-Expeditionen beteiligt.

Guter Content bedeutet für Hanspeter Eisendle nicht nur gutes Fotomaterial, sondern auch, eine inspirierende Geschichte zu erzählen. Foto: Archiv Eisendle

„Aus meiner Sicht hat sich das Bergsteigen durch die ständige Erreichbarkeit und die permanente Kommunikation über Social Media grundlegend verändert. Früher war ein echtes Abenteuer immer auch mit einem gewissen Maß an Isolation verbunden. Ich konnte mich voll und ganz auf die Natur und die Herausforderungen konzentrieren, die der Berg mir stellte.

Genau das macht für mich den Wert des Bergsteigens aus. Heute jedoch bleibt man selbst in den entlegensten Regionen der Welt immer in Verbindung mit der Außenwelt. Social Media schmälert das Abenteuer. Man ist ständig erreichbar, bekommt Updates und tauscht sich in Echtzeit aus. Es gibt diesen Drang, alles sofort zu teilen, zu posten und zu zeigen, was man gerade erlebt.

Früher war echtes Abenteuer mit Isolation verbunden.


Aber ich will die Vergangenheit nicht idealisieren – früher war nicht alles besser. Die Welt ändert sich ständig mit uns, und es ist nicht möglich, die Zeit zurückzudrehen. Man passt sich an, nutzt die neuen Möglichkeiten – und wenn es zu viel wird, kann man sich auch zurückziehen. Ich sehe mich als Bergsteiger und Bergführer. Mit 200 bis 250 Tagen an geführten Touren im Jahr ergänzt sich das sehr gut.

Dadurch brauche ich auch keine ständige Präsenz in den sozialen Netz werken. Tatsächlich bin ich mittlerweile an einem Punkt, an dem ich eher Werbung abbauen muss, weil ich nicht allen Anfragen gerecht werden kann. Von meinen größten und wildesten Abenteuern gibt es übrigens keine Bilder – da war ich mehr damit beschäftigt, zu überleben.

Bei den jüngeren Bergführern ist das anders. Für sie ist Social Media ein wichtiges Mittel, um überhaupt erst Bekanntheit zu erlangen. Anders als etwa beim Ski-Weltcup lässt sich das Bergsteigen nicht messen oder vergleichen. Im Grunde bemisst sich der Wert einer Unternehmung nach der Geschichte, die man erzählen kann – und heute spielen dabei auch Bilder und Filme eine große Rolle.

Reinhold Messner, mit dem ich auf einigen Expeditionen unterwegs war, war einer der ersten ‚Berg-Influencer‘. Er hat das Bergsteigen extrem geprägt, etwa in dem er den Alpinstil in den Himalaya übertragen hat. Aber er hat erst geliefert und dann erzählt. Heute ist das anders. Durch Social Media entsteht oft der Druck, schon vorab zu erzählen, wo hin man fährt, währenddessen aus dem Zelt zu berichten und anschließend die Geschichte auszuschmücken.

Es entsteht der Druck, schon vorab berichten zu müssen – und aus dem Zelt zu berichten.


Das setzt einen unter Druck und kann es erschweren, vor Ort vernünftige Entscheidungen zu treffen. Ich würde mir wünschen, dass die Geschichten wieder mehr in die Tiefe gehen.“

Von seinen harten Projekten hat Eisendle nur wenige Bilder. Seine Pionierarbeit in den Dolomiten ist dennoch weithin bekannt: hier Free Solo am ersten Sellaturm in der Schober-Führe (VII) 1982. Foto: Archiv Eisendle