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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:in

Lead‑Soloing löst ein Problem, das wir alle kennen — manchmal findet sich für ein konkretes Ziel oder Zeitfenster einfach kein:e Kletterpartner:in. Aber auch die Freiheit und die Unabhängigkeit, die damit verbunden sind, wenn man sich alleine in große Kletterrouten wagt, schaffen eine einzigarte Erfahrung. Dieser Wunsch nach großen Abenteuern in Einsamkeit eint viele Kletterer — Jahrzehnte von technischem Solo-Klettern am El Cap sind ein eindeutiger Beweis dafür.

Abb. 1: Grigri+ mit Brustgurt und dünner Reepschnur „umgedreht und aufrecht gehalten“.

Beim technischen Solo-Klettern hat man zwei Hände zur Verfügung, um die eigene Sicherung zu managen, sodass selbst einfaches Knotenverschieben möglich ist. Modernes Rotpunktklettern erfordert jedoch ein System, das geschmeidig läuft und stets mit nur einer Hand bedient werden kann.

Grundprinzip

Bei einem leistungsfähigen LRS-System läuft das Seil während des Kletterns selbstständig durch das Sicherungsgerät und muss nur alle paar Meter einhändig bedient werden. Dieser selbstständige Seildurchlauf („auto-feed“) wird dadurch ermöglicht, dass das Gewicht des freihängenden Seils mittels eines sogenannten „Cache‑Loops“ (Seilschlaufen, die als Zwischenlager für das Seil dienen) gemanagt wird.

Wird ein Grigri als primäres Solo‑Sicherungsgerät verwendet (besser gesagt: missbraucht – bei dieser Verwendung außerhalb der Gebrauchsanleitung), ist der „Cache-Loop“ das Bremsseil. Hängt das gesamte Bremsseil frei nach unten, belastet es das Gerät, dieses blockiert und verhindert das Vorankommen. Wenn der Kletterer jedoch einen kleineren „Cache-Loop“ von wenigen Metern Seil hängen lässt, läuft das Seil geschmeidig durch das Gerät.

Am Beginn der Seillänge ist das Seilende am unteren Stand fixiert und das Sicherungsgerät wird so ausgerichtet, als würde man mit ausreichend freiem Seil zum nächsten Stand sozusagen „aufwärts abseilen“. Sicherungen und/oder Bohrhaken werden während des Kletterns in das Lastseil geklippt, wodurch ein relativ normales Vorstiegserlebnis ermöglicht wird. Der Cache-Loop wird gelegentlich mit einer Hand bedient, um das für das Klettern erforderliche lose Seil beizubehalten.

Primäre Sicherungsgeräte

Das serienmäßige Grigri+ funktioniert für das Lead-Rope-Soloing sehr gut, wenn es mit einem Brustgurt „umgedreht und aufrecht gehalten“ verwendet wird (engl.: Held Upwards & Upside- Down (HUUD), Abb. 1 oben). In dieser Ausrichtung verläuft das Seil zwischen der Seite des Lastseils und der des Bremsseils in einem gleichmäßigen Bogen. Je gleichmäßiger dieser Bogen ist, desto leichter läuft das Seil selbstständig durch das Gerät.

Dies lässt sich ohne Umbau des Grigri+ erreichen, indem eine kurze, ca. 2 mm dicke Reepschnur um die Achse der Seitenplatte und geräteseitig durch die Karabineröse geführt und dort verknotet wird (siehe Abb. 2). Diese Schnur liegt im Geräteinneren, wo das Seil verläuft, und kann insbesondere beim Abseilen verschleißen. Der Toprope‑Modus eines Grigri+ ist für das Lead‑Soloing hilfreich, da er die Schwelle für die Aktivierung des Bremsnockens reduziert.

Abb. 2: Grigri+, das mit einer Reepschnur für die Positionierung beim LRS vorbereitet wurde.

Das bedeutet eine zuverlässigere Blockierwirkung des Grigri+ bei dieser Anwendung. Das Grigri+ sollte mithilfe der beschriebenen Einhängeschlaufe so straff wie möglich hochgehalten werden, ohne die Bewegungsfreiheit des Oberkörpers einzuschränken. Ein straffer Brustgurt bietet besseren Halt zum Herausziehen von Schlappseil und es muss zum Klippen weniger oft Seil ausgegeben werden, manche bevorzugen jedoch den Komfort einer straffen Gummikordel.

Vorsicht!

Dieses System wird vermutlich bei Kopfüber-Stürzen nicht blockieren. Verwende immer Knoten zur Hintersicherung. Dieses System beruht zudem auf klarer Fehlanwendung von Sicherungsgeräten, du musst also deine eigene persönliche Risikobeurteilung durchführen. Checke vor dem Losklettern stets jedes Gerät und jede Verbindung erneut.

Ein Risikofaktor beim Grigri oder anderen (Selbst-)Sicherungsgeräten mit nur einem Verbindungspunkt ist die Querbelastung des Karabiners. Dies gilt auch für die Partnersicherung, doch beim Lead‑Rope-Soloing können – bei direkten Stürzen in das fixierte Seil – höhere Kräfte entstehen. Das Risiko, dass ein querbelasteter Karabiner versagt, lässt sich durch den Einsatz moderner Sicherungskarabiner mit Verdrehschutz reduzieren (z. B. Edelrid FG, BD Gridlock, DMM Ceros, usw.).

Abb. 3: Sicherungskarabiner mit eingebautem Verdrehschutz unten und dem Avant Flex-Link, einer geräteseitigen Verdrehsicherung, oben.

Weiter reduziert werden kann es durch eine geräteseitige Verdrehsicherung, einen sogenannten Anti-Crossload- Protector, wie den Avant Flex-Link (Abb. 3). Ein Aluminiumkarabiner ist mit diesen redundanten Verdrehsicherungen vor ungünstigen Belastungsrichtungen geschützt. Aber manche Kletterer verwenden Stahlkarabiner oder sogar Rapidglieder für ein größeres Sicherheitsgefühl. Ein absolut zuverlässiger Verschluss wie ein Drei-Wege-Twist‑Lock ist in jedem Fall empfehlenswert.

Backup des Primärgeräts

Zur Herstellung einer hochfesten Materialschlaufe zur Befestigung von Backupknoten kann eine 30‑cm‑Bandschlinge mit einem Ankerstich vor oder zwischen beiden Materialschlaufen um die Hüftschlaufe des Klettergurts gebunden werden (Abb. 4). Diese Schlinge kann mit Klettverschlüssen oder (Klett-)Kabelbindern an Materialschlaufen fixiert werden. Manche Klettergurte verfügen über integrierte, hochfeste Materialschlaufen, aber für gelegentliche LRS‑Einsätze kann unser herkömmlicher Gurt mit dieser Do-ityourself- Methode erweitert werden.

Abb. 4: Eine 30-cm-Bandschlinge, die als zusätzliche, hochfeste Materialschlaufe dient und mit Ankerstich und (Klett-)Kabelbindern am Gurt fixiert wird.

Der Cache‑Loop ist der Schlüssel für dieses System mit selbstständigem Seildurchlauf durch das Sicherungsgerät („auto-feeding-system“). Betrachten wir die möglichen Optionen, um über eine gesamte Seillänge einen korrekt dimensionierten Cache‑Loop aufrechtzuerhalten. Dies lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: „Pre‑Cache“ (dt.: Vorab-Zwischenlager) und „Continuous- Cache“ (dt.: stufenloses Zwischenlager).

Das Verstauen des Seils in mehreren Cache‑Loops am Gurt vor dem Losklettern ermöglicht es, dass das Seil die gesamte Seillänge selbständig durch das Grigri läuft, und erfordert nur gelegentliches Aushängen, wenn die jeweilige Cache-Schlaufe aufgebraucht ist. Ich nehme beim Lead-Rope-Soloing meistens Pre-Cache-Schlaufen von drei bis fünf Metern auf, beginnend am Seil, das aus dem Gerät läuft, und anschließend größere Schlingen in Richtung Seilende.

Das Gewicht des Seils hängt am Gurt des Kletterers und die herunterhängenden Seilschlaufen wirken unübersichtlich, verwirren beim Klettern aber weniger, als es auf den ersten Blick scheint. Das Gewicht des Seils auf der Lastseite wird durch „Backfeed‑Keeper“ gehalten (dt.: „Rücklauf- Halter“; siehe unten), sodass sich das Gesamtgewicht des Seils am Kletterer nicht so sehr von der normalen Partnersicherung unterscheidet. Die meisten harten LRS‑Rotpunktbegehungen wurden mit einem Pre‑Cache‑System absolviert.

Die Cache‑Loops können mit locker gelegten Mastwürfen an nach unten zeigenden Schnappkarabinern ohne Nase (Keylock etc.) am Gurt gehalten werden (Abb. 5). Dadurch entsteht ein lösbarer Knoten, der gleichzeitig eine vollwertige Hintersicherung ist, sofern er an einer hochfesten Materialschlaufe hängt. Der Halbmastwurf lässt sich leicht – mit einer einhändigen Bewegung – aus dem Schnappkarabiner lösen. Der letzte Knoten, der die Schlaufen fixiert, kann ein Sackstich an einem Verschlusskarabiner sein — diese finale Hintersicherung wird nie gelöst.

Abb. 5: Eine Pre‑Cache‑Methode: Cache-Loops werden mit Mastwürfen an Schnappern vorbereitet. An einer hochfesten, zusätzlichen Materialschlaufe fixiert, dienen sie auch als Hintersicherung. Das Seilende wird mittels Sackstichs an einem Verschlusskarabiner fixiert.

Ein etwas weniger sicherer, aber auch einhändig lösbarer Cache‑Knoten ist der sogenannte „Slip‑Knot“, den Alex Huber und Fabian Buhl viel verwendet haben (Abb. 6). Bei dieser Methode wird ein Knoten geknüpft, der in Richtung Grigri hält — stark genug, um dieses bei einem Kopfüber-Sturz zu blockieren — und sich dennoch mit einhändigem Zug auf der Seite der Cache- Schlaufe lösen lässt. Da der Knoten nur etwa 4 kN hält, kann er an einer normalen Materialschlaufe hängen und als Blockierknoten dienen.

Abb. 6: Einzelner Slip-Knot an einer hochfesten, zusätzlichen Materialschlaufe, als Pre-Cache-Variante.

Eine zusätzliche, hochfeste Materialschlaufe am Gurt hält die Cache-Loops vom Material fern, doch der Knoten selbst ist keine Hintersicherung im gleichen Sinn wie der oben genannte Halbmastwurf an einer soliden Materialschlaufe. Zur Herstellung des Knotens wird eine Seilschlaufe durch die Innenseite der Materialschlaufe geführt und einmal eingedreht, sodass ein Auge entsteht. Anschließend wird eine separate Seilschlaufe von außen durch dieses Auge gesteckt und diese Schlaufe in einer Länge von ca. 15 cm festgezogen.

Eine aktivere Cache‑Methode ist es, einen einzelnen Cache-Loop zu haben, der ca. alle zwei bis fünf Meter mit einer einhändigen Bewegung nachgezogen wird. Man muss dabei stets wachsam sein und das Seil für den Cache‑Loop häufig nachziehen, damit es einem nicht ausgeht, das Grigri durch das straffe Bremsseil blockiert und das Vorankommen behindert. Die stufenlose Cache‑Methode basiert üblicherweise auf einer Seilrollenklemme am Gurt, also einer Umlenkrolle mit Rücklaufsperre (z. B. Spoc, Micro Traxion etc.; Abb. 7).

Abb. 7: LRS-System mit Continuous- Cache – v.l.n.r.: Karabiner und Express- Set zur Herstellung einer Reihenschaltung am unteren Standplatz, Grigri+ in der Anseilschlaufe und zum Cache- Management ein Edelrid Spoc an einer zusätzlichen, hochfesten Materialschlaufe.

Das übrige Seil wird auf den Boden gelegt oder in einen Seilsack gestopft. Diese Methode bietet zu diesem Zeitpunkt keine Hintersicherung des Grigris! Knoten, die die Seilrollenklemme blockieren würden, wären zur Hintersicherung nötig. Solche Knoten verhindern jedoch einige Vorteile der Continuous-Cache-Methode, erhöhen das Risiko für Seilverhänger deutlich und sind außerdem beim Klettern schwer einhändig zu lösen. Das System eignet sich am besten für zügiges Vorankommen ohne Hintersicherung. Die Continuous-Cache-Methode mit Backup-Knoten ist eine gute Option für das technische Klettern, wo ohnehin mehr Ausrüstung am Gurt hängt und jederzeit pausiert werden kann, um mit beiden Händen Backup‑Knoten zu lösen.

Pre‑ und Continuous-Cache sind situationsabhängig beide nützlich, teilweise sogar in derselben Seillänge. „Clove Dumps“ sind eine gute Standardwahl aufgrund des Sicherheitsgefühls in einer Seillänge oder wenn eine Passage das Risiko für einen ungewöhnlichen Sturz hat.

Die Continuous-Cache- Methode kann dann für einen leichteren Ausstieg weit oben sinnvoll sein, um Gewicht am Gurt zu sparen oder wenn die exakte Länge einer Seillänge unbekannt ist. Um während des Kletterns für Übersichtlichkeit zu sorgen, können diese Cache‑Systeme alle nebeneinander an einer hochfesten, zusätzlichen Materialschlaufe befestigt werden.

Seilrücklauf („Backfeeding“) stellt ein erhebliches Risiko beim LRS-Klettern dar. Sobald der Kletterer genug vertikale Meter zurückgelegt hat, kann das Seilgewicht auf der Lastseite dazu führen, dass Seil durch das Grigri nach unten läuft und unten am Stand unbemerkt zusätzliches Schlappseil erzeugt. Ein kleiner Sturz direkt an einer Zwischensicherung könnte unbemerkt sehr groß werden!

Dies wird vermieden, indem das Seil mehrmals pro Seillänge nach oben hin abgespannt wird. Es gibt inzwischen kleine Gummieinsätze für Karabiner, wie den Avant Soft‑Cinch (Abb. 8), die am Rücken eines Karabiners angebracht werden und eine Art Seilklemme schaffen, um den Seilrücklauf im System zu managen. Die seilseitigen Karabiner von Expressschlingen werden damit ausgestattet.

Abb. 8: Der Avant Soft-Cinch ist ein spezielles LRS-Zubehörteil, mit dem das Seil in den Karabiner geklemmt werden kann, um Seilrücklauf (backfeeding) zu vermeiden.

Die Expressschlingen werden wie üblich geklippt, anschließend wird das Seil straff in den Einsatz gezogen, wo es durch die Klemmwirkung dann gehalten wird. Diese speziellen Expressen sollten alle paar Zwischensicherungen oder ca. alle sechs Meter eingesetzt werden und sind ein entscheidender Bestandteil eines modernen Lead‑Rope- Solo‑Systems — für die Gewissheit, dass kein verborgenes Schlappseil in der Sicherungskette vorhanden ist, bevor man sich zu einem schweren Zug committet.

Man kann die Klemm‑Einsätze an einzelnen Schnappern montieren und sie vor einem LRS‑Einsatz mit den seilseitigen Karabinern der Expressen tauschen oder einen Satz spezieller LRS‑Klemm‑Expressen haben. Das Seil mit einem Mastwurf an einer Zwischensicherung zu fixieren, ist eine verlockende Methode zur Verhinderung des Seilrücklaufs, verhindert jedoch jegliche Energieaufnahme des Seils darunter. Dies bedeutet harte Stürze und das Risiko von Faktor‑2‑Stürzen in diese fixierten Sicherungspunkte.

Allgemein ist im Grigri+ Toprope‑Modus ein dünneres Seil besser, da es den selbstständigen Seildurchlauf verbessert und das Gewicht der Cache‑Loops am Gurt reduziert. Ich verwende meist die dünnsten am Markt verfügbaren Einfachseile (8,5 mm bis 9,0 mm). Allerdings ist ein dünnes Seil anfälliger für Mantelschäden oder sogar Seilrisse, daher ist Vorsicht geboten, um beim wiederholten Belasten des Seils Abriebstellen zu vermeiden. LRS‑Klettern ist für den Seilmantel besonders belastend, da das Seil fixiert ist und es dadurch wiederholt zu Seilabrieb am selben Punkt kommt.

Außerdem erfolgt das Abbauen der Seillängen in Mehrseillängenrouten meistens durch das Aufsteigen am Seil, was den Seilmantel stärker beansprucht als ein nachsteigender Freikletterer. Dieses Risiko lässt sich mit modernen Manteltechnologien etwas reduzieren (z. B. Edelrid Protect, Mammut Core Protect oder Beal Unicore).

Bei modernen, eng gebohrten Sportkletterrouten kann man mit einem Clip- Stick direkt vom Boden aus eine Reihenverankerung an den ersten zwei Bohrhaken installieren! Ein langer Clip- Stick (ich nutze eine 320‑cm‑Lawinensonde mit einem gelben Metolius Superclip) hilft dabei, einen Verschlusskarabiner aus Stahl in die Bohrhaken einzuhängen.

Abb. 9: Avant Comfort Catch Absorbers sind steife Gummischlingen, die eine gewisse Dynamik in die Sicherungskette beim Lead-Rope-Solo-Klettern bringen. Sie müssen immer mit einer Bandschlinge oder dem Kletterseil hintersichert werden.

In den ersten Haken wird das Seil in einen robusten Stahlkarabiner geklippt (z. B. Edelrid Bruce Steel Triple Twist Lock), der zweite Haken erhält ein maßgefertigtes Express-Set: Verschlusskarabiner aus Stahl im Bohrhaken, kurze Expressschlinge und seilseitig ein 8-mm‑Rapidglied aus Stahl. Sollte der erste Bohrhaken aus irgendeinem Grund versagen oder sich der Karabiner aushängen, klemmt der untere Knoten im Rapidglied und dient als redundanter Fixpunkt.

Um den Karabiner im ersten Bohrhaken stabil nach oben zu halten, ist ein Zubehörteil zum Einklemmen des Seils am Rapidglied, wie der Avant Slide‑Cinch (Abb. 10), hilfreich. Bei dieser Standplatzmethode ist das Seil fixiert und es gibt keinen Sichernden, der Stürze weicher macht. Mittlerweile gibt es Lead‑Solo‑Dämpfer, die Dynamik am fixierten Standplatz ermöglichen und die Sicherung dynamischer machen. Avant Climbing verkauft die „Comfort Catch Absorbers“ (Abb. 9) — diese steifen Gummischlingen können je nach Gewicht des Kletterers zusammengestellt werden, um einen kurzen Dämpfer zu bilden.

Abb. 10: LRS-Standplatz (von unten nach oben): Ein Verschlusskarabiner im unteren Bohrhaken dient als primärer Fixpunkt. Die Avant Comfort Catch Absorbers darüber machen das Sicherungssystem dynamischer. Ein spezielles Express-Set aus Verschlusskarabiner, kurzer Expressschlinge und einem 8-mm‑Rapidglied mit dem Avant Slide-Cinch im oberen Bohrhaken dient als Redundanz.

Dieser Dämpfer wird am unteren Bohrhaken des Standplatzes befestigt und von unserem maßgefertigten Express-Set (s.o.) nach oben gehalten (Abb. 10). In Mehrseillängenrouten ist es oft am einfachsten, direkt am Standplatz eine Reihenverankerung zu bauen, anstatt eine mit den Zwischenhaken zu basteln. Etwas Kreativität kann jedoch hilfreich sein, um bei Bedarf Bohrhaken der vorherigen Seillänge zu nutzen.

Im Klettergarten lohnt es sich, das zusätzliche Gewicht am Gurt in Kauf zu nehmen und genügend Seil mitzuführen, um den Umlenker einhängen und sich dann sofort abseilen zu können – auf einen Knoten im Seilende achten! Beim Klettern hängt das Restseil hinter dem letzten Cache‑Loop bis auf den Boden. Somit ist rasches Abseilen ohne Umbau am Umlenker möglich. In steilen Seillängen kann man sich sogar, wie beim normalen Ablassen, zusätzlich am nach oben laufenden Seil fixieren und sich so direkt zum unteren Standplatz ziehen.

Eine Nischenoption fürs harte LRS-Sportklettern ist die Verwendung eines Seils, das gerade lang genug für die Wandhöhe ist, und eine gleich lange Tagline. Das reduziert das Seilgewicht am Gurt. Der Kletterer nutzt das gesamte Seil bis zum Umlenker und zieht die Tagline zum Abseilen nach. Wie bei der Tagline-Methode benötigt man in Mehrseillängen nur so viel Seil, dass es zum nächsten Standplatz reicht, jedoch nicht so viel, um am Doppelstrang abseilen zu können .

Oben wird das Seilende fixiert, zum unteren Stand abgeseilt, die Seillänge abgebaut und anschließend per Aufstieg am Fixseil oder im Toprope‑Solo nachgestiegen. Wenn hinter der Fixierung noch Restseil übrig ist, ist es sinnvoll, das Seilende abzuknoten! Man kann leicht am falschen Strang abseilen, wenn man nicht genau aufpasst.

Mehr dazu

How-To-Videos von Avant Climbing Innovations auf YouTube.

Übersetzung aus dem Englischen: Christoph Pirchmoser