Die Zukunft der vertikalen GPS-Navigation: Ein Feldversuch im KlettergartenPräzisere Daten aus Lawinen: Das neue SLF-Messsystem„Umkehr“: bergundsteigen #135 ist da!Hyperstatische Leinen in der Schweizer BergführerausbildungOpenStreetMap und Co: Wo liegen die Grenzen digitaler Karten im Bergsport?Drei Tage in der Gletscherspalte: Bergrettung an der ZugspitzeHaftung bei Alpinunfällen: Selbst schuld! Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. TodestagEine App für alle (Not-)Fälle: 5 Notfall-Apps im Test#alpinhack: 3 Tricks für Skihochtourenbergundsteigen #126 ist da!Schutzbeutel zum Überleben: 3 Biwaksäcke für jeden EinsatzGirth-X beim Südtiroler StandWohlleben/Hinterberger: Die Salbit-Winter-Trilogie„Klimawandel bedeutet nicht, dass jeder Winter wärmer wird“„Sicherheitspapst“: In Memoriam Pit SchubertWenn’s wärmer wird, sollten wir vielleicht die Taktik ändern?Verleiten Lawinenairbags tatsächlich zu riskanterem Verhalten?Die Gefahrenstufe: Teufelszeug oder Allheilmittel?Auf falscher Fährte: Über das blinde Vertrauen in fremde AbfahrtsspurenGefahrenstufe selbst bestimmt: Der Nivocheck des Schweizer BergführerverbandesDie häufigsten Ernährungsfehler von Kletterinnenpro & contra: Klimakrise – keine Flugreisen mehr?Der Extremfall: Lawinenwinter 1999Lawinenairbags und ihr Einfluss auf das RisikoverhaltenNotfall Alpin (12/13): A/B-Problem bei allergischen ReaktionenWinter 2023/24: Was gibt es Neues am Markt?LVS-Gerät: Alkaline- oder Lithiumbatterien?Zwei Millionen Lawinen in GraubündenNotfall Alpin (10/13): Ablaufschema LawinenverschüttungNotfall Alpin (6/9): Erste-Hilfe-Material zur BlutstillungNotfall Alpin (9/9): E-Problem nach SkisturzNotfall Alpin (8/9): Neurologisches Problem (D). Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? Über das Scheitern beim BergsteigenVerhauer: Skitour ohne Sicht – GPS macht’s möglich?bergundsteigen #125 ist da!Kolumne: Das Ruhezonen-ParadoxVor- und Nachteile der Leash beim EiskletternVerhauer: LVS-Gerät auf Skitour aus?+ / – Unterteilung der Gefahrenstufen im Schweizer Lawinenbulletin: Erste ErfahrungenLawinengefahr MenschInterview Thomas Feistl: Neues vom Lawinenwarndienst BayernVergleich probabilistischer Instrumente zur Risikoabschätzung im SchneesportDie Schneebibel – jetzt digital und kostenlosWintersport, Lawinen und die ZukunftKlemmknoten: FB-Kreuzklemmknoten vs. PrusikÜberprüfung Edelrid Mega JulRouten zeichnen: Skitourenguru mit neuem Feature19 Minuten gefangen in einer LawineStefano Ghisolfi: Hart, härter, 9c?Schneller als Dani Arnold: Neue Bestzeit für die Salbit-TrilogieWelchen Seilverbindungsknoten beim Abseilen?Kurzschluss? „Führen am kurzen Seil“ in der Schweizer BergführerausbildungNikolai Schirmer: „Ich habe akzeptiert, dass ich bei dem, was ich tue, sterben kann.“Übertraining: Risiken, Folgen und MusterNasim Eshqi: Die Kraft des WirbelwindsHow to Bigwall (3/3): How to Aid climb!?Schnell, schneller, totRecycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – Die Hersteller (Teil III)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung (Teil I)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – das System (Teil II)Kletterhallen-Unfallstatistik 2022: Wo passieren in der Halle die Unfälle?Pro & Contra: (Null-)Toleranz bei nicht erreichten 8000ern?bergundsteigen #124 ist da!Paul-Preuss-Preis für Marko Prezelj und Laura TiefenthalerNachsichern & Simultanklettern mit Rücklaufsperre: Risiken und GrenzenVerhauer: Abseilen – Achtung Seilende!bergsönlichkeit: In Memoriam Robert RenzlerRobert Renzler: Die letzte BergfahrtHängesyndrom: Warum freies Hängen tödlich sein kannGewinnspiel: 3×2 Tickets für REEL ROCK 17bergundsteigen: 30 Jahre in ZahlenDer Schreckmarathon: Neue Rekord-Traverse in den Berner AlpenWenn der T-Anker zum Geschoss wirdDrohnen in den Alpen: Regeln, Grenzen und RettungseinsätzeAutobelay-Systeme: Mensch vs. MaschineLehrer lämpel: How to teach Bergsport?Klettern: Technologien vor 30 JahrenInternationaler BergrettungstagSo viele Unfälle wie nie: DAV-Bergunfallstatistik 2022Dehydrierung & Bergsport: Was passiert bei Wassermangel?#alpinhacks: Bremsknoten überwinden bei Selbstrettung aus der GletscherspalteLieber sterben lassen? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, PeruLVS-Geräte-Test 2022pro & contra: Digitale TourenplanungDer Weg zum Alpinismus: 6 junge Bergsteiger*innen erzählenKolumne: Denkt Alpinismus die Natur als Ganzes?Die Crux bei der digitalen NavigationSkyrunning: Laufen im Himmel?Beinahe schiefgegangen: Das Unfallpotenzial beim BergwandernNasim Eshqi: „Wir Frauen können alles erreichen“Alpamayo: Ohne Gipfel am schönsten Berg der Welt#alpinhack: Wohin mit dem ganzen Schlingen-Kram?How to Bigwall (1/3): Planung & MaterialInformationslückenfüller: Verlieren wir das Gebirge als Erlebnisraum?bergundsteigen #120 ist da!Live aus dem Basislager: Social-Media-Vermarktung im BergsportKnow-How: Wie funktioniert der „Südtiroler Stand“?Climb first, talk laterPaul-Preuss-Preis 2022 an Thomas HuberVerhauer: Achtung, Stein!Rock’n’Roll: Nachsichern mit der Micro TraxionGünter Schmudlach: „Das Problem ist nicht die Digitalisierung, sondern der Mensch“#powderporn #climbporn: Social Media & BergsportFlugrettung in der Nacht: Geht das?GPS-Sportuhren im 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Hyperstatische Leinen in der Schweizer Bergführerausbildung

Bergführerserie. Seit Herbst 2022 sind die Bergführerverbände der Schweiz, von Österreich, Deutschland und Südtirol als Redaktionsbeiräte bei bergundsteigen mit an Bord. Daher erscheint seither in jeder Ausgabe ein Beitrag dieser Verbände. Die Serie soll informieren und zugleich einen konstruktiven Austausch anregen und dadurch indirekt die Bergführerausbildung weiterentwickeln.

Es ist natürlich verführerisch, aus Gewichtsgründen auf den Einsatz eines „dicken“ Einfachseils zu verzichten und anstelle eines solchen eine dünne hyperstatische Leine einzusetzen, ist diese in Bezug auf Reiß- und Kantenfestigkeit doch ebenbürtig.

Wenig hilfreich für das Bewusstsein über die Risiken beim Einsatz dieser leichten Leinen erscheint mir, dass in Werbung und auf Social Media Bergprofis mit dieser Art von Seilen in Aktion gezeigt werden. Während des Expertenkurses der Schweizer Bergführerausbildung im November 2021 wurden verschiedene Praxisversuche mit hyperstatischen Leinen im Vergleich mit dynamischen Einfachseilen durchgeführt: unter anderem in den Techniken beim Gehen am kurzen Seil, als Gletscherseil mit Belastungs- und Sturzversuchen und beim Abseilen in verschiedenen Konfigurationen.

Abb. 2 Die HMS+ erzeugt mehr Reibung beim Abseilen und auch das Krangeln des Seils bzw. der Leine wird dadurch reduziert. Illustration: Georg Sojer

Um die Erkenntnisse aus diesen Versuchen und die vielseitigen Erfahrungen aus dem Bergführeralltag soll es also in diesem Artikel gehen. Zusammenfassend sind wir bei unseren Tests und Erfahrungen auf folgende Erkenntnisse für die wichtigsten Tätigkeitsfelder im Rahmen des Bergführerberufs gestoßen:

Geeignete Einsatzmöglichkeiten

Nun werfen wir doch einen Blick auf einzelne Einsatzbereiche, wo der Einsatz einer hyperstatischen Leine sinnvoll erscheint, bevor wir den Blick auf die ungünstigen Einsatzbereiche werfen. Alle Anwendungen, bei welchen die dynamischen Eigenschaften eines Bergseils nicht erforderlich sind oder sogar nachteilig sein können, eignen sich gut für den Einsatz der hyperstatischen Leinen.

Dies beinhaltet alle Anwendungen, bei welchen die hyperstatische Leine an einem stabilen Fixpunkt fixiert oder an ebensolchen gesichert wird (Bohrhaken, Zackenschlinge). Ideal also zum Abseilen/Ablassen von Gästen, zum Abrutschen mit Skiern oder Snowboard am fixierten Seil, als Geländer- oder Fixseil zur Auf- oder Abstiegshilfe, zum Hochziehen (Haulen) von Material oder auch zum Hochsteigen mit entsprechenden – für den dünnen Durchmesser geeigneten – Seilklemmen.

Risiken beim Abseilen

Das Abseilen gehört auch zu diesen Anwendungen, ist aber eine Anwendung, welche diverse Gefahren birgt. Hier benötigen wir also zusätzliches Wissen und Know-how, um die hyperstatischen Leinen sicher einsetzen zu können.

Beim Abseilen an zwei Seilsträngen (Leine doppelt genommen), aber vor allem beim Abseilen am Einzelstrang, zum Beispiel in Kombination mit dem Escaper von Beal, bietet nur noch die HMS+ (Abb. 2) genügend Reibung für ein dosiertes Abseilen.

Alternativ benötigt man Spezialgeräte wie z. B. das Edelrid Mago (Abb.3). Regelmäßig werden die hyperstatischen Leinen zum Abseilen in Kombination mit einem Einfachseil auf Mehrseillängen-Routen oder auf klassischen Überschreitungen mitgeführt. Gerade bei der zweiten Art von Touren, wo des Öfteren von Seillängen auf Mikroseillängen oder das Gehen am kurzen Seil gewechselt wird, ist das Arbeiten mit Halbseilen umständlich und der Einsatz von einem Einfachseil deshalb praktischer und effektiver.

Abb. 3 Spezialgeräte wie das Mago von Edelrid ermöglichen das Abseilen mit dünneren Seildurchmessern. Foto: Edelrid

Erfolgt der Abstieg durch mehrmaliges Abseilen, ist aus Gewichtsgründen das Mitführen einer hyperstatischen Leine sinnvoll. Die bekannten Abseiltechniken mit der Kombination Einfachseil und hyperstatische Leine bedingen, dass wir die verschiedenen Methoden und Techniken und deren Gefahren respektive Vor- und Nachteile kennen sollten.

Es stellen sich zwei unterschiedliche Sicherheitsprobleme: Seil lässt sich nicht abziehen oder bleibt hängen sowie das „Wandern“ des Verbindungsknotens.

Es gibt verschiedene Varianten, nur am Einzelstrang des Einfachseils abzuseilen, welche die Hersteller empfehlen. Für diese Techniken muss das Seil zwingend in ein Maillot Rapid oder einen Abseilring gefädelt werden.

Bei diesen Techniken ziehen wir die Seile immer an der hyperstatischen Leine aus (Abb. 4). Durch den voluminösen Knoten und das „Hintersichern“ mit einem Karabiner neigen die Seile dazu hängenzubleiben. Das Abziehen der Seile erweist sich in der Praxis, gerade bei längeren Abseilstrecken in stark strukturiertem Fels, als schwierig (Abb. 5).

Abb. 4 In der Regel ziehen wir an der Hilfsleine ab, weil das dickere und schwerere Seil eher in direkter Linie hinunterfällt und sich weniger leicht verhängt. Illustration: Georg Sojer

Fädeln wir aus diesen Gründen beim Abseilen wie üblich die Seile abwechslungsweise in den Abseilpunkt ein, besteht jedes Mal, wenn die hyperstatische Leine gefädelt wird, die Gefahr, dass der Verbindungsknoten während des Abseilens nach unten „wandert“. Dadurch befinden sich die beiden Seil-enden nicht mehr auf gleicher Höhe.

In dieser Situation besteht die Gefahr, über die Seilenden hinaus abzuseilen, was zum Absturz führt, oder der nächste Abseilstand kann nicht mehr erreicht werden. Natürlich kann und soll durch Knoten am Seilende verhindert werden, dass über die Seilenden hinaus abgeseilt werden kann. Trotzdem kommt es regelmäßig immer wieder zu genau diesen Abstürzen.

2022 stürzte an den Wendenstöcken ein Schweizer Bergführeraspirant tödlich ab, weil der Verbindungsknoten durch die unterschiedliche Reibung im Abseilgerät unerwartet weit und plötzlich nach unten „wanderte“. Das Perfide an diesem Phänomen ist, dass das „Wandern“ des Knotens nicht immer und wenn, dann nicht immer gleich ausgeprägt auftritt.

Je frei hängender und je weniger Auflagepunkte die Seile am Felsen haben und je größer die Reibungsunterschiede im Gerät sind, desto mehr tritt das Phänomen auf. Es besteht also durchaus die Gefahr eines negativen Lerneffekts, indem unter Umständen bei etlichen Abseilvorgängen kein „Wandern“ des Verbindungsknotens festgestellt wurde und dadurch davon ausgegangen wird, dass dies immer so sei.

Abb.5 Karabineraufhängungen zur Hintersicherung neigen leider dazu, beim Abziehen im nicht allzu steilen und stark strukturierten Gelände hängenzubleiben. Illustration: Georg Sojer

Der Einfachheit halber bilden wir folgendes Standardverfahren aus: Einfädeln des dickeren Seils im Abseilring oder Maillot Rapid. Verknoten der Seilenden mit Sackstich oder Paketknoten mit mindestens dreißig Zentimeter langen Enden, welche gut angezogen werden. Nun wird der Gast komplett für das Abseilen vorbereitet (Einhängen Tuber und Prusikschlinge) – siehe hierzu auch bergundsteigen, Ausgabe #127, Assistiertes Abseilen.

Daraufhin seilt sich der Bergführer als Erster ab. Unten angekommen, Selbstsicherungsschlinge am Stand einhängen, der Prusik wird am Seil belassen und wird mit einem Knoten dahinter hintersichert. Nun seilt sich der Gast ab und hängt sich am Stand ein.

Die Seile werden an der Hilfsleine ab- und gleichzeitig im Stand eingezogen. Beide bereiten sich für den nächsten Abseilvorgang vor. Alternativ werden die Seile bis zum Verbindungsknoten ausgezogen, ohne die Leine zu fädeln (teilweise ist dies umständlich). Die Seile sind bei dieser Methode vor dem Hinunterfallen zu sichern.

Bevor der Bergführer erneut abseilt, wird der Knoten gelöst, das dicke Seil gefädelt und die beiden Enden werden neu verknotet. Durch dieses Vorgehen steht der Knoten bei praktisch allen gängigen Standplätzen am Ring oder Maillot Rapid an und kann dadurch nicht nach unten „wandern“. Da an beiden Seilsträngen abgeseilt wird, besteht auch keine direkte Gefahr, sollte der Knoten trotzdem einmal durch den Abseilring ge-zogen werden.

Zwei gewichtige Nachteile dieser Methode bleiben. Das Ausziehen der Seile am dünnen, meist glatten Strang der hyperstatischen Leine ist mühsamer und anstrengender. Mehr ins Gewicht fällt folgende Situation, da sie ein Sicherheitsproblem darstellt: Verhängt sich das Einfachseil beim Herunterfallen, haben wir kein dynamisches Seil mehr, welches zum Hochklettern genutzt werden kann.

Abb. 6 Beide Seilstränge werden in dasselbe Tuberauge eingelegt, wodurch das Wandern des Verbindungsknotens verhindert wird. Illustration: Georg Sojer

Einzelne Hersteller begegnen dieser Problematik mit Leinen, welche über eine gewisse Dynamik verfügen und somit bedingt geeignet sind, einen allfälligen Vorstiegssturz verletzungsfrei zu halten. Bei zwei Ausnahmen weichen wir von unserem Standardverfahren ab. Befürchten wir bei einer Abseilstelle, dass das Seil verhängen könnte (starker Wind, ungünstige Felsstrukturen), möchten wir möglicherweise zuerst das Kletterseil einziehen, damit dieses für einen allfälligen Wiederaufstieg vorhanden ist.

Hier gilt es nun, das „Wandern“ des Verbindungsknotens zu verhindern. Wir wenden folgendes Vorgehen an: Gefädelt wird hier die hyperstatische Leine. Wir verbinden diese mit dem Seil (Sackstich). Nun bereiten wir den Gast für das Abseilen vor, indem wir beide Seilstränge in dasselbe Auge des Abseilgeräts (Tuber) einlegen (Abb. 6).

Dadurch ist das Abseilen für diesen zwar ein bisschen mühsamer, aber durch diese Maßnahme wird das „Wandern“ des Verbindungsknotens effektiv verhindert. Der Bergführer seilt ganz normal als Erster ab. Hierbei wird das „Wandern“ des Verbindungsknotens durch das bereits eingehängte Abseilgerät des Gastes unterbunden.

Am nächsten Stand angekommen wird die Selbstsicherungsschlinge eingehängt. Der Prusik bleibt eingehängt und wird mit einem Knoten dahinter hintersichert. Dieselbe Technik wenden wir auch an, wenn das Seil nicht in einem Metallring oder Maillot Rapid gefädelt wird und somit der Verbindungsknoten die „Seite wechseln könnte“.

Das beschriebene Vorgehen eignet sich nicht für alle Kombinationen von Seil, Leine und Tuber und soll vorgängig ausprobiert werden. Bei Leinen mit klassischem Kern-Mantel-Aufbau kann starker Mantelrutsch auftreten.

Je nach Gelände und Felsbeschaffenheit macht es aus unserer Sicht durchaus Sinn, anstelle einer hyperstatischen Leine zum Abseilen ein dünnes Halb- oder Zwillingsseil mitzuführen. Dadurch lassen sich beide beschriebenen Sicherheitsprobleme nicht gänzlich eliminieren, jedoch markant verringern.

Als Fazit sehen wir folgenden idealen Einsatzbereich beim Abseilen mit einer hyperstatischen Leine: Maillot Rapid am Standplatz, steiles Gelände vom Typus Wendenstöcke, Seilverhänger unwahrscheinlich, Seile lassen sich leicht ausziehen. Ergo in alpinen Mehrseillängenrouten, bei welchen nicht in Halbseiltechnik geklettert wird.

Weshalb die hyperstatischen Leinen nicht zum Bergsteigen geeignet sind

Das hat viel mit den Eigenschaften dieser Leinen zu tun. Auf den ersten Blick fällt auf, dass diese Leinen sehr dünn sind. Optisch nicht erkennbar, aber umso wichtiger zu wissen ist, dass diesen Leinen dynamischen Eigenschaften fehlen. Dies wiederum heißt, dass wir unter keinen Umständen in diese Leinen stürzen wollen und auch nicht sollten. Bereits kleine Stürze und auch Rutscher generieren sehr hohe Belastungen auf den Menschen und das Material.

Das heißt, für alle Anwendungen, bei welchen nicht an zuverlässigen Fixpunkten wie Bohrhaken, Zackenschlingen und so weiter gesichert werden kann, sind diese Leinen denkbar ungeeignet. Insbesondere für alle Arten des Vorsteigens sind die hyperstatischen Leinen nicht konzipiert und daher ein absolutes No-Go.

Nun mögen einige Bergführer einwenden, dass man im Vorstieg im alpinen Gelände eh nicht stürzen darf. Das ist richtig, kommt aber offensichtlich trotzdem gelegentlich vor. Wie verhalten sich die hyperstatischen Leinen also? Wenn der Bergführer unter keinen Umständen stürzt, dann sollten sie doch eigentlich funktionieren.

Alle unsere Tests haben gezeigt, dass bereits kleine Rutscher und Sturzbelastungen deutlich höhere Kraftspitzen ergeben (bis zum Doppelten im Vergleich zu einem dynamischen 9-mm-Einfachseil). Das heißt, dass auch im Nachstieg, gerade wenn das Seil nicht komplett straff nachgeführt wird oder ein wenig Schlappseil zwischen zwei Nachsteigern besteht, im Fall einer Belastung deutlich erhöhte Kräfte beim Bergführer ankommen.

Dieses sehr harte und statische Verhalten der hyperstatischen Leinen ist gerade bei den Techniken beim Gehen am kurzen Seil ein entscheidender Nachteil. Kommt hinzu, dass durch den geringen Durchmesser sehr viel mehr Handkraft nötig ist, um auch nur einen kleinen Rutscher im Ansatz stoppen zu können.

Das bedeutet, dass bei einem Rutscher des Gastes oder der Gäste die Leine sehr viel schneller in der Haltehand durchzurutschen beginnt als ein dickeres Seil, dadurch wird es schwieriger, den Rutscher im Ansatz zu bremsen und zu halten.

Gerade bei den verschiedenen Techniken am kurzen Seil ist Reibung der Freund des Bergführers. Sei es die Seilreibung in der Hand oder aber zusätzlich generierte Reibung an Felsstrukturen, hinter Felszacken und Vorsprüngen oder beim Sichern um Hüfte oder Schulter.

Es scheint mir offensichtlich, dass die hier besprochene Seilart mit ihren Charaktereigenschaften – dünn und glatt – uns in vielen (zu vielen) Aspekten unserer Arbeit nicht allzu gut gesinnt ist. Spätestens hier werden wir verstehen, was es mit dem ersten Satz dieses Textes auf sich hat.

Wieso also sollten wir hyperstatische Leinen beim Gehen am kurzen Seil einsetzen, bei einer Technik, welche auch bei sehr professioneller Anwendung bereits ein beträchtliches Risiko birgt. Dieses Risiko sollten wir definitiv nicht mit der Nutzung von Leinen mit ungünstigen Eigenschaften für die verschiedenen Techniken beim Gehen am kurzen Seil noch zusätzlich erhöhen.

Wir empfehlen, auf klassischen Fels- und Hochtouren ausschließlich dynamische Einfachseile mit gutem Gripp zu nutzen. Hier benutzen wir oft eher kürzere, dafür dickere Seile mit einem Durchmesser von mindestens 9 mm. Mit einem dreißig bis vierzig Meter langen Seil und einer ebenso langen hyperstatischen Leine im Rucksack (falls mehrmals abgeseilt werden muss) sind wir für die meisten klassischen Westalpentouren gut gerüstet.

Abb. 1 Beim Abseilen mit Einfachseil kann mit einer zusätzlichen hyperstatischen Leine über die gesamte Seillänge abgeseilt werden – manchmal von Vorteil, aber nicht immer. Foto: Reto Schild

Verzichten wir auf das Mittragen einer hyperstatischen Leine, kann das Mitführen eines sogenannten Escapers eine gute Alternative sein, um auf die ganze Seillänge bei einem Abseilvorgang zurückgreifen zu können oder um für länger gewordene Abseildistanzen zwischen Felsen und Gletscher gerüstet zu sein.

Auch auf klassischen Firntouren, welche ja in der Regel ebenfalls mit Felspassagen gespickt sind, ist bei Seilschaften mit mehr als einem Gast aus unserer Sicht ein Einsatz der hyperstatischen Leinen auch mit geknoteter Handschlaufe (welche das Durchlaufen der Leine verhindert) nicht angezeigt.

Fazit: Beim klassischen Bergsteigen haben die hyperstatischen Leinen außer als Hilfsleine für Abseilvorgänge keine zu rechtfertigende Einsatzberechtigung.

Verkauft werden die hyperstatischen Leinen auch gerne als Gletscherseil. Nun ist ein Spaltensturz eben auch ein Sturz und in der Praxis erfolgt dieser wohl eher selten am gänzlich gestrafften Seil. Die Tests haben gezeigt, dass für den Stürzenden ein solcher Sturz deutlich härter ausfällt und dass das Halten deutlich schwieriger ist, da die Kraft sehr direkt und unvermittelt beim Haltenden auftritt.

Deshalb ist die Anwendung als Gletscherseil bei der Schweizer Bergführerausbildung nur bedingt empfohlen bei schneebedeckten, spaltenarmen und flachen Gletschern in Seilschaften mit drei oder mehr Personen. Für den Selbstaufstieg oder die Spaltenrettung von oben müssen zwingend die geeigneten Klemmen und Rollenklemmen (Micro Traxion etc.) mitgeführt werden.

Ein Spezialfall scheint uns die Anwendung beim Heliski in der Schweiz zu sein. Die Abfahrten erfolgen oft über Gletscher, in aller Regel wird nicht oder nur für einzelne kurze Passagen angeseilt. Natürlich führen die Bergführer hier das nötige Material für eine allfällige Spaltenbergung mit und alle Teilnehmer tragen einen Klettergurt.

Muss in einer Spaltenzone kurz angeseilt werden, sind in der Regel genügend Teilnehmer vorhanden, um eine größere Seilschaft bilden zu können.

Fazit: Die hyperstatischen Leinen sind zwar sexy, insbesondere im Winter begleiten sie mich regelmäßig bei meiner Arbeit als Bergführer. Im Sommer jedoch kommen sie selten zur Anwendung, gibt es für sie hier doch nur wenige sinnvolle Einsatzgebiete.

In den letzten Jahren hat sich an der Ausrüstungsfront sehr viel getan. Wir haben in vielen Bereichen die Qual der Wahl. Alle diese Entwicklungen erleichtern uns die Arbeit als Bergführer enorm, gleichzeitig sind wir aber auch immer mehr gefordert mit den neusten Entwicklungen Schritt zu halten, diese kritisch zu hinterfragen, auszuprobieren, uns untereinander auszutauschen, zu informieren und nicht zuletzt unser Handeln am Berg täglich kritisch zu reflektieren.

Weiterführende Literatur