Die Zukunft der vertikalen GPS-Navigation: Ein Feldversuch im KlettergartenPräzisere Daten aus Lawinen: Das neue SLF-Messsystem„Umkehr“: bergundsteigen #135 ist da!Hyperstatische Leinen in der Schweizer BergführerausbildungOpenStreetMap und Co: Wo liegen die Grenzen digitaler Karten im Bergsport?Drei Tage in der Gletscherspalte: Bergrettung an der ZugspitzeHaftung bei Alpinunfällen: Selbst schuld! Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. TodestagEine App für alle (Not-)Fälle: 5 Notfall-Apps im Test#alpinhack: 3 Tricks für Skihochtourenbergundsteigen #126 ist da!Schutzbeutel zum Überleben: 3 Biwaksäcke für jeden EinsatzGirth-X beim Südtiroler StandWohlleben/Hinterberger: Die Salbit-Winter-Trilogie„Klimawandel bedeutet nicht, dass jeder Winter wärmer wird“„Sicherheitspapst“: In Memoriam Pit SchubertWenn’s wärmer wird, sollten wir vielleicht die Taktik ändern?Verleiten Lawinenairbags tatsächlich zu riskanterem Verhalten?Die Gefahrenstufe: Teufelszeug oder Allheilmittel?Auf falscher Fährte: Über das blinde Vertrauen in fremde AbfahrtsspurenGefahrenstufe selbst bestimmt: Der Nivocheck des Schweizer BergführerverbandesDie häufigsten Ernährungsfehler von Kletterinnenpro & contra: Klimakrise – keine Flugreisen mehr?Der Extremfall: Lawinenwinter 1999Lawinenairbags und ihr Einfluss auf das RisikoverhaltenNotfall Alpin (12/13): A/B-Problem bei allergischen ReaktionenWinter 2023/24: Was gibt es Neues am Markt?LVS-Gerät: Alkaline- oder Lithiumbatterien?Zwei Millionen Lawinen in GraubündenNotfall Alpin (10/13): Ablaufschema LawinenverschüttungNotfall Alpin (6/9): Erste-Hilfe-Material zur BlutstillungNotfall Alpin (9/9): E-Problem nach SkisturzNotfall Alpin (8/9): Neurologisches Problem (D). Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? Über das Scheitern beim BergsteigenVerhauer: Skitour ohne Sicht – GPS macht’s möglich?bergundsteigen #125 ist da!Kolumne: Das Ruhezonen-ParadoxVor- und Nachteile der Leash beim EiskletternVerhauer: LVS-Gerät auf Skitour aus?+ / – Unterteilung der Gefahrenstufen im Schweizer Lawinenbulletin: Erste ErfahrungenLawinengefahr MenschInterview Thomas Feistl: Neues vom Lawinenwarndienst BayernVergleich probabilistischer Instrumente zur Risikoabschätzung im SchneesportDie Schneebibel – jetzt digital und kostenlosWintersport, Lawinen und die ZukunftKlemmknoten: FB-Kreuzklemmknoten vs. PrusikÜberprüfung Edelrid Mega JulRouten zeichnen: Skitourenguru mit neuem Feature19 Minuten gefangen in einer LawineStefano Ghisolfi: Hart, härter, 9c?Schneller als Dani Arnold: Neue Bestzeit für die Salbit-TrilogieWelchen Seilverbindungsknoten beim Abseilen?Kurzschluss? „Führen am kurzen Seil“ in der Schweizer BergführerausbildungNikolai Schirmer: „Ich habe akzeptiert, dass ich bei dem, was ich tue, sterben kann.“Übertraining: Risiken, Folgen und MusterNasim Eshqi: Die Kraft des WirbelwindsHow to Bigwall (3/3): How to Aid climb!?Schnell, schneller, totRecycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – Die Hersteller (Teil III)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung (Teil I)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – das System (Teil II)Kletterhallen-Unfallstatistik 2022: Wo passieren in der Halle die Unfälle?Pro & Contra: (Null-)Toleranz bei nicht erreichten 8000ern?bergundsteigen #124 ist da!Paul-Preuss-Preis für Marko Prezelj und Laura TiefenthalerNachsichern & Simultanklettern mit Rücklaufsperre: Risiken und GrenzenVerhauer: Abseilen – Achtung Seilende!bergsönlichkeit: In Memoriam Robert RenzlerRobert Renzler: Die letzte BergfahrtHängesyndrom: Warum freies Hängen tödlich sein kannGewinnspiel: 3×2 Tickets für REEL ROCK 17bergundsteigen: 30 Jahre in ZahlenDer Schreckmarathon: Neue Rekord-Traverse in den Berner AlpenWenn der T-Anker zum Geschoss wirdDrohnen in den Alpen: Regeln, Grenzen und RettungseinsätzeAutobelay-Systeme: Mensch vs. MaschineLehrer lämpel: How to teach Bergsport?Klettern: Technologien vor 30 JahrenInternationaler BergrettungstagSo viele Unfälle wie nie: DAV-Bergunfallstatistik 2022Dehydrierung & Bergsport: Was passiert bei Wassermangel?#alpinhacks: Bremsknoten überwinden bei Selbstrettung aus der GletscherspalteLieber sterben lassen? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, PeruLVS-Geräte-Test 2022pro & contra: Digitale TourenplanungDer Weg zum Alpinismus: 6 junge Bergsteiger*innen erzählenKolumne: Denkt Alpinismus die Natur als Ganzes?Die Crux bei der digitalen NavigationSkyrunning: Laufen im Himmel?Beinahe schiefgegangen: Das Unfallpotenzial beim BergwandernNasim Eshqi: „Wir Frauen können alles erreichen“Alpamayo: Ohne Gipfel am schönsten Berg der Welt#alpinhack: Wohin mit dem ganzen Schlingen-Kram?How to Bigwall (1/3): Planung & MaterialInformationslückenfüller: Verlieren wir das Gebirge als Erlebnisraum?bergundsteigen #120 ist da!Live aus dem Basislager: Social-Media-Vermarktung im BergsportKnow-How: Wie funktioniert der „Südtiroler Stand“?Climb first, talk laterPaul-Preuss-Preis 2022 an Thomas HuberVerhauer: Achtung, Stein!Rock’n’Roll: Nachsichern mit der Micro TraxionGünter Schmudlach: „Das Problem ist nicht die Digitalisierung, sondern der Mensch“#powderporn #climbporn: Social Media & BergsportFlugrettung in der Nacht: Geht das?GPS-Sportuhren im 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Die Zukunft der vertikalen GPS-Navigation: Ein Feldversuch im Klettergarten

Wenn GPS plötzlich durch den Fels führt

Wer nach einer Klettertour seinen aufgezeichneten Track betrachtet, erlebt häufig eine Überraschung. Die Spur verläuft nicht entlang der tatsächlich gekletterten Linie, sondern springt scheinbar wahllos über die Wand. Teilweise kreuzt sie benachbarte Routen, verschwindet im Fels oder zeigt Bewegungen an Stellen, an denen sich die kletternde Person niemals befunden haben kann.

Während ein Positionsfehler von einigen Metern auf einem Wanderweg oft kaum auffällt, hat derselbe Fehler an einer Felswand deutlich größere Auswirkungen. Viele Sportkletterrouten verlaufen nur wenige Meter voneinander entfernt. Bereits geringe Ungenauigkeiten können deshalb dazu führen, dass eine völlig andere Route angezeigt wird bzw. die gekletterte Route nicht rekonstruiert werden kann.

Abb. 1 zeigt einen realen GPX Track aus dem Klettergarten Stetten. Statt einer klaren Linie entsteht ein chaotisches Muster. Genau dieses Problem bildet den Ausgangspunkt der hier vorgestellten Arbeit.

Warum GNSS am Fels an seine Grenzen stößt

Moderne Smartphones und Sportuhren liefern zwar beeindruckende Leistungen, doch die Bedingungen an steilen Felswänden gehören zu den schwierigsten Umgebungen für satellitengestützte Positionsbestimmung überhaupt.

Moderne GNSS-Systeme – also GPS, Galileo, GLONASS oder BeiDou – bestimmen ihre Position aus den Signalen mehrerer Satelliten. Unter freiem Himmel funktioniert dieses Prinzip erstaunlich gut. Je mehr Satelliten sichtbar sind und je günstiger deren räumliche Verteilung ist, desto genauer wird die berechnete Position. An einer Felswand ändern sich diese Bedingungen jedoch grundlegend.

Ein wesentlicher Faktor ist die sogenannte Abschattung. Große Teile des Himmels werden durch die Wand verdeckt. Satelliten, die sich hinter der Felsstruktur befinden, können nicht mehr empfangen werden. Die Zahl der verfügbaren Signale sinkt, und damit verschlechtert sich die Qualität der Positionslösung.

Hinzu kommt die Satellitengeometrie. Für eine präzise Positionsbestimmung sollten die empfangenen Satelliten möglichst gleichmäßig über den Himmel verteilt sein. An einer senkrechten Wand befinden sich die sichtbaren Satelliten jedoch oft nur in einem begrenzten Himmelsbereich. Die Positionsberechnung wird dadurch deutlich empfindlicher gegenüber Messfehlern.

Noch problematischer sind sogenannte Multipath-Effekte. Dabei erreicht ein Satellitensignal das Empfangsgerät nicht nur direkt, sondern zusätzlich über Reflexionen an Felsflächen. Das Signal legt dadurch einen längeren Weg zurück. Für den Empfänger sieht es so aus, als sei der Satellit weiter entfernt, als er tatsächlich ist. Bereits geringe Laufzeitfehler können zu Positionsabweichungen von vielen Metern führen.

Genau diese Kombination aus Abschattung, ungünstiger Satellitengeometrie und Signalreflexionen macht Felswände zu einer der schwierigsten Umgebungen für satellitengestützte Navigation.

Die eigentliche Herausforderung besteht also nicht darin, dass GNSS an Felswänden komplett versagt. Die Systeme liefern weiterhin Positionsdaten. Das Problem ist vielmehr, dass die verbleibende Unsicherheit plötzlich dieselbe Größenordnung erreicht wie die Abstände zwischen den Routen selbst.

Genau deshalb stoßen klassisch aufgezeichnete Tracks im vertikalen Gelände an ihre Grenzen. Und genau deshalb wird die Frage immer interessanter, wie sich Positionsdaten künftig mit zusätzlichen Informationen über Gelände, Höhe und Bewegungszusammenhang kombinieren lassen, um die tatsächliche Bewegung an einer Felswand besser zu verstehen.

Abb. 2 zeigt das Prinzip des Multipath Effektes: Die roten Signale werden an den Felswänden reflektiert und sind deshalb deutlich länger als die direkten ungestörten Signale.

Ein anderer Blick auf die Positionsbestimmung

Die eigentliche Schwierigkeit besteht nicht nur darin, dass einzelne Messungen ungenau werden. Vielmehr fehlt dem System der Zusammenhang. Ein GPS-Empfänger weiß nicht, dass sich eine Person an einer senkrechten Wand befindet. Er kennt weder die Geometrie des Geländes noch den Verlauf einer Route. Für einen Menschen hingegen sind diese Informationen selbstverständlich.

Genau dieser Gedanke führte zu einem anderen Blick auf die Positionsbestimmung. Anstatt die Position ausschließlich aus einzelnen GNSS-Messungen abzuleiten, lässt sich die Umgebung selbst als zusätzliche Informationsquelle betrachten. Geländeform  und Höhenverlauf zusammen mit statistischen Berechnungen liefern Hinweise darauf, welche Positionen wahrscheinlich sind und welche eher ausgeschlossen werden können.

Dadurch entsteht aus vielen unsicheren Einzelmessungen ein deutlich stabileres Gesamtbild der Bewegung entlang einer Route. Die genaue technische Umsetzung dieser Idee ist Gegenstand laufender Entwicklungsarbeiten und Feldversuche. Entscheidend ist jedoch das zugrunde liegende Prinzip: Die Position wird nicht mehr ausschließlich gemessen, sondern im Kontext der Umgebung interpretiert.

Der Blick verschiebt sich damit von der einzelnen Koordinate hin zur gesamten Bewegung. Nicht mehr die Frage: „Wo sagt das GNSS, dass ich mich befinde?“ steht im Mittelpunkt, sondern:„Wo befinde ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb dieser Felswand?“

Gerade im Klettersport könnte dieser Perspektivwechsel zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Denn die entscheidende Information ist häufig nicht der einzelne Punkt auf einer Karte, sondern die tatsächliche Linie einer Bewegung im vertikalen Raum.

Feldversuche im Klettergarten Stetten

Zur Untersuchung der Praxistauglichkeit unseres Verfahrens wurden mehrere Testläufe im Klettergarten Stetten im Remstal durchgeführt. Das Gebiet eignet sich besonders gut als Testumgebung, da die steilen Felsstrukturen typische Herausforderungen für GNSS-Systeme darstellen und die Routen dort eng beieinander liegen.

Die Messungen wurden mit handelsüblichen Smartphones durchgeführt. Ziel war es, die Unterschiede zwischen der reinen GNSS-Aufzeichnung und einer kontextbasierten Auswertung nach unserer entwickelten Methode sichtbar zu machen.

Im ersten Testlauf zeigte sich bereits deutlich, dass die Rohtracks erhebliche Unsicherheiten aufweisen. Der zweite Testlauf bestätigte zahlreiche Beobachtungen und lieferte zusätzliche Datengrundlagen für die Auswertung. Besonders interessant war dabei, dass sich bestimmte Muster reproduzieren ließen. Dies deutet darauf hin, dass die beobachteten Effekte nicht zufällig entstehen, sondern systematische Ursachen besitzen. Außerdem gelang es in beiden Testungen die gekletterten Routen mit unserem entwickelten Verfahren sehr präzise zu rekonstruieren.

Abb. 3: Der Testklettergarten Stetten im Remstal aus der Luft fotografiert.

Abb. 4: Ein Screenshot aus Google Earth zeigt beispielhaft eine mit unserem Verfahren rekonstruierte gekletterte Route. Hierbei sind die weißen Punkte (die einzelnen berechneten Standpunkte in der Wand) zu einer plausiblen Linie verbunden

Vom Track zum alpinen Informationssystem

Die Frage, die sich nach den ersten Feldversuchen in Stetten stellte, war überraschend einfach: Was passiert eigentlich, wenn sich eine Bewegung an einer Felswand tatsächlich zuverlässig rekonstruieren lässt? Zunächst scheint die Antwort offensichtlich. Der aufgezeichnete Track wird genauer.

Doch bei näherer Betrachtung wird schnell klar, dass die eigentliche Bedeutung weit darüber hinausgeht. Die letzten zwanzig Jahre des Outdoorsports wurden im Wesentlichen durch eine einzige Entwicklung geprägt: die digitale Karte.

Der Klettersport blieb dabei jedoch weitgehend außen vor. Die Ursache liegt nicht darin, dass Klettern weniger interessant wäre. Es fehlt schlicht die räumliche Grundlage.

Solange ein Track mehrere Meter Unsicherheit besitzt, kann eine Route nicht eindeutig erkannt werden. Ohne präzise Position gibt es keine objektive Route, keine Bewegungsanalyse und letztlich keinen digitalen Zwilling der Wand.

Eine präzisere Positionsbestimmung im vertikalen Gelände eröffnet zahlreiche Anwendungen:

Die Route als digitale Linie

Heute dokumentieren Kletterer ihre Begehungen meist manuell. Die Route wird eingetragen. Der Schwierigkeitsgrad wird angegeben. Vielleicht wird noch ein Kommentar ergänzt. Die tatsächliche Bewegung in der Wand bleibt unsichtbar.

Eine präzisere Positionsbestimmung könnte erstmals die gekletterte Linie selbst sichtbar machen. Nicht mehr: „Ich bin die Südkante geklettert.“ sondern: „Hier verlief meine tatsächliche Bewegung.“

Automatische Routenerkennung

Jeder Kletterer kennt die Situation: War das jetzt wirklich Route A oder doch Route B? Insbesondere in stark strukturierten Wänden verlaufen viele Linien nur wenige Meter auseinander. Ein zukünftiges System könnte die Bewegung automatisch einer bekannten Route zuordnen.

Der Nutzer müsste die Route nicht mehr auswählen. Sie würde erkannt. Ähnlich wie Komoot erkennt, auf welchem Weg man unterwegs war, könnte eine Kletter-App feststellen:

Diese Linie entspricht mit hoher Wahrscheinlichkeit Route X.

Verifizierung von Begehungen

Viele Begehungen werden heute ausschließlich manuell dokumentiert. Ein präziser Bewegungsverlauf könnte erstmals eine objektive Rekonstruktion ermöglichen.

Dies könnte insbesondere für professionelle Kletterer und Alpinisten relevant sein, die offiziell eine Begehung nachgewiesen haben wollen, aber auch für Freizeitkletterer, welche ihre Begehungen sauber dokumentiert haben wollen.

Hakenabstände und Runouts

Jede Sportkletterroute besitzt ihre eigene Struktur. Die Abstände zwischen den Sicherungspunkten bestimmen das Risiko und den Charakter der Route.

Lange Hakenabstände erzeugen Runouts.

Kurze Abstände erhöhen die Sicherheit.

Ein digitales Modell könnte diese Informationen erstmals objektiv erfassen. Die Wand würde nicht nur als Geometrie verstanden, sondern auch als Sicherungssystem.

Der Absicherungsindex

Zwei Routen mit demselben Schwierigkeitsgrad können sich völlig unterschiedlich anfühlen.

Ein zukünftiger Absicherungsindex könnte diese Unterschiede erstmals objektiv beschreiben.

Dadurch würden Routen besser vergleichbar.

Crux-Erkennung

Fast jede Route besitzt einen entscheidenden Abschnitt. Die Crux.

Heute wird sie meist verbal beschrieben: „Schwerer Zug im oberen Drittel.“

Die Analyse der Bewegung könnte diese Schlüsselstellen automatisch sichtbar machen.

Dadurch entstünde eine Art topographische Karte der Schwierigkeit.

Bewegungs- und Flow-Analyse

Nicht jede Route wird gleich geklettert. Manche Bewegungen wirken flüssig. Andere erzeugen Stop-and-go-Muster. Ein Bewegungsprofil könnte erstmals zeigen:

Dies könnte sowohl für das Training als auch für die Routenbewertung interessant sein.

Echtzeit-Feedback

Moderne Sportuhren liefern bereits heute:

Im vertikalen Gelände könnten zukünftig weitere Informationen hinzukommen:

Da man die genaue Position in der Wand kennt könnten relevante Informationen zukünftig wie ein digitaler Partnercheck direkt auf der Uhr angezeigt werden, z.B:

Für diese Route benötigst du 12 Expressen.

Beim Abseilen: Die nächste Abseilpiste ist 30 Meter lang. Vergesse nicht Endknoten ins Seil zu machen. Diese Infos werden dann nur an der entsprechenden Stelle angezeigt/ vorgelesen/ mit Piktogrammen angezeigt.

Abb. 5: Beispielhafte Visualisierung von relevanten Informationen im vertikalen Gelände auf einer modernen Bergsportuhr.

Heatmaps und Frequentierung

Ein weiterer Aspekt betrifft die Nutzung von Klettergebieten.

Heatmaps könnten diese Informationen sichtbar machen. Dies wäre nicht nur für Kletterer interessant, sondern auch für Gebietsbetreuer und Naturschutz.

Sturzsimulationen und Sicherheitsanalyse

Ein besonders spannender Bereich betrifft die Sicherheit. Es entstand die Idee, Bewegungsdaten mit Informationen über Sicherungspunkte und Hakenabstände zu kombinieren.

Dadurch könnten theoretisch berechnet werden:

Die Route würde nicht nur geometrisch beschrieben. Sie würde als dynamisches Sicherheitssystem verstanden. Außerdem würde dies auch die Materialbeanspruchung gut dokumentierbar machen.

z.B. Mein Seil hat insgesamt 40 Stürze halten müssen. Härtester Sturzfaktor war 1.0 mit geschätztem Fangstoß von 5KN. Es entstünde eine Art Materialtagebuch, welches genutzt werden könnte, um Materialverschleiß besser zu dokumentieren.

Präzise Rettungs- und Notfallpositionen

Im alpinen Gelände entscheidet die Genauigkeit einer Positionsangabe häufig über wertvolle Minuten in einer Notfallsituation.

Während beim Wandern eine Positionsangabe im Bereich von zehn oder zwanzig Metern oft ausreichend ist, kann dieselbe Unsicherheit an einer Felswand problematisch werden. Befindet sich eine Person beispielsweise an einer mehrseillängigen Route oder in einem komplexen Wandbereich, genügt die Angabe des Wandfußes häufig nicht.

Die entscheidende Frage lautet: An welcher Stelle der Wand befindet sich die Person tatsächlich?

Eine präzisere Rekonstruktion der Bewegung könnte zukünftig deutlich genauere Positionsangaben ermöglichen. Rettungskräfte würden nicht nur den Sektor einer Wand kennen, sondern auch die Höhe, die gekletterte Linie und die genaue Position in der Wand.

Gerade bei schlechter Sicht, Dunkelheit oder in großen alpinen Wänden könnte dies die Orientierung erheblich erleichtern. Langfristig wäre sogar eine freiwillige Freigabe der aktuellen Position für Bergwacht oder Rettungsdienste denkbar – ähnlich wie heute bereits Notfallfunktionen bei Smartphones oder Sportuhren existieren.

Die präzise Verortung an einer Felswand wäre damit nicht nur ein Komfortgewinn, sondern könnte im Ernstfall einen sicherheitsrelevanten Beitrag leisten.

Ein Trainingszustand für den Klettersport

Im Ausdauersport haben sich Kennzahlen wie CTL (Chronic Training Load), Trainingsbelastung oder Form etabliert. Sportuhren und Trainingsplattformen können heute relativ gut einschätzen, wie belastbar ein Athlet ist oder wie sich seine Leistungsfähigkeit über die Zeit entwickelt.

Im Klettersport existiert eine vergleichbare Kennzahl bislang kaum. Eine Route wird meist lediglich über ihren Schwierigkeitsgrad beschrieben. Die tatsächliche Belastung hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren ab:

Eine zukünftige Analyse könnte daraus erstmals eine kletterspezifische Belastungsgröße ableiten. Eine lange, technisch anspruchsvolle Mehrseillänge würde anders bewertet als eine kurze Sportkletterroute.

Der Trainingszustand eines Kletterers könnte damit nicht nur anhand des Schwierigkeitsgrades, sondern anhand der tatsächlich absolvierten Belastung beschrieben werden. Ähnlich wie CTL im Ausdauersport könnte ein langfristiger Kletter-Load entstehen, der Training, Regeneration und Leistungsentwicklung sichtbar macht.

Der digitale Zwilling einer Felswand

Letztlich führen all diese Anwendungen zu einer gemeinsamen Vision. Ein vollständiger digitaler Kartenzwilling der Vertikalen Welt .

Nicht nur ein Topo. Nicht nur eine Karte. Sondern ein vollständiger dreidimensionaler digitaler Zwilling für Alpinisten und Kletterer.

Alles wäre miteinander verknüpft.

Ein Komoot für die Vertikale

Komoot beantwortet heute die Frage: Welchen Weg soll ich gehen?

Strava beantwortet: Wie schnell war ich?

Garmin und Suunto beantworten: Wie hat mein Körper gearbeitet?

Ein zukünftiges vertikales Informationssystem könnte eine andere Frage beantworten: Wie habe ich mich tatsächlich durch diese Wand bewegt?

Die eigentliche Vision besteht deshalb vielleicht nicht darin, GNSS genauer zu machen. Die eigentliche Vision besteht darin, den vertikalen Raum erstmals digital verständlich zu machen.

Vision: Der digitale Zwilling eines Klettergebiets

Langfristig könnte aus solchen Verfahren ein digitales Abbild von Klettergebieten entstehen. Routen, Bewegungen und sicherheitsrelevante Informationen würden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der realen Geometrie des Geländes.

Denkbar wären digitale Karten für vertikale Aktivitäten, die ähnlich selbstverständlich genutzt werden wie heutige Wander- oder Radportale. Neben der Navigation könnten dabei auch Sicherheitsinformationen, Nutzungsanalysen und detaillierte Routendaten integriert werden.

Abb. 6: Vision eines 3d Routenportals für Kletterer und Alpinisten mit exakt angezeigten Routenverläufen mit einem Communityportal, getrackten Aktivitäten, einer interaktiven 3d Karte zum Erkunden der nächsten Tour etc.


Die in diesem Artikel vorgestellten Untersuchungen stellen einen wichtigen ersten Schritt in diese Richtung dar.

Fazit

GPS funktioniert im Gebirge erstaunlich gut – bis man an eine Felswand tritt. Dort werden Positionsfehler plötzlich sichtbar und können die Interpretation einer Kletterroute erheblich erschweren.

Die bisherigen Feldversuche im Klettergarten Stetten zeigen, dass die Kombination von Satellitendaten mit zusätzlichen Kontextinformationen vielversprechende Möglichkeiten zur exakten Routenrekonstruktion eröffnet. Bereits heute zeichnet sich ab, dass die Zukunft der Positionsbestimmung im Klettersport nicht allein in besseren Satellitensignalen liegen wird, sondern in der intelligenten Verknüpfung verschiedener Informationsquellen.