Steinschlag am Mont Blanc: geschlossene Hütten, ein wütender Bürgermeister & ein erzürnter AlpenvereinspräsidentAusprobiert: Lappas-Titan-ExpansionshakenRekord auf der Ostalpen-Haute-Route: Rosanna Buchauer stellt FKT auf der Hoch-Tirol auf5 Typische Gefahrensituationen im Hochgebirge während SommersaisonGipfel, Ego, Risiko: Warum Männern die Umkehr schwerfällt„Hör auf mitzudenken“: Simon Messner im InterviewWenn’s wärmer wird, sollten wir vielleicht die Taktik ändern?Danger trail? Die Risiken des Trailrunning-BoomsDie Zukunft der vertikalen GPS-Navigation: Ein Feldversuch im KlettergartenPräzisere Daten aus Lawinen: Das neue SLF-Messsystem„Umkehr“: bergundsteigen #135 ist da!Hyperstatische Leinen in der Schweizer BergführerausbildungOpenStreetMap und Co: Wo liegen die Grenzen digitaler Karten im Bergsport?Drei Tage in der Gletscherspalte: Bergrettung an der ZugspitzeHaftung bei Alpinunfällen: Selbst schuld! Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? Über das Scheitern beim BergsteigenVerhauer: Skitour ohne Sicht – GPS macht’s möglich?bergundsteigen #125 ist da!Kolumne: Das Ruhezonen-ParadoxVor- und Nachteile der Leash beim EiskletternVerhauer: LVS-Gerät auf Skitour aus?+ / – Unterteilung der Gefahrenstufen im Schweizer Lawinenbulletin: Erste ErfahrungenLawinengefahr MenschInterview Thomas Feistl: Neues vom Lawinenwarndienst BayernVergleich probabilistischer Instrumente zur Risikoabschätzung im SchneesportDie Schneebibel – jetzt digital und kostenlosWintersport, Lawinen und die ZukunftKlemmknoten: FB-Kreuzklemmknoten vs. PrusikÜberprüfung Edelrid Mega JulRouten zeichnen: Skitourenguru mit neuem Feature19 Minuten gefangen in einer LawineStefano Ghisolfi: Hart, härter, 9c?Schneller als Dani Arnold: Neue Bestzeit für die Salbit-TrilogieWelchen Seilverbindungsknoten beim Abseilen?Kurzschluss? „Führen am kurzen Seil“ in der Schweizer BergführerausbildungNikolai Schirmer: „Ich habe akzeptiert, dass ich bei dem, was ich tue, sterben kann.“Übertraining: Risiken, Folgen und MusterNasim Eshqi: Die Kraft des WirbelwindsHow to Bigwall (3/3): How to Aid climb!?Schnell, schneller, totRecycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – Die Hersteller (Teil III)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung (Teil I)Recycling und Nachhaltigkeit für Bergsportausrüstung – das System (Teil II)Kletterhallen-Unfallstatistik 2022: Wo passieren in der Halle die Unfälle?Pro & Contra: (Null-)Toleranz bei nicht erreichten 8000ern?bergundsteigen #124 ist da!Paul-Preuss-Preis für Marko Prezelj und Laura TiefenthalerNachsichern & Simultanklettern mit Rücklaufsperre: Risiken und GrenzenVerhauer: Abseilen – Achtung Seilende!bergsönlichkeit: In Memoriam Robert RenzlerRobert Renzler: Die letzte BergfahrtHängesyndrom: Warum freies Hängen tödlich sein kannGewinnspiel: 3×2 Tickets für REEL ROCK 17bergundsteigen: 30 Jahre in ZahlenDer Schreckmarathon: Neue Rekord-Traverse in den Berner AlpenWenn der T-Anker zum Geschoss wirdDrohnen in den Alpen: Regeln, Grenzen und RettungseinsätzeAutobelay-Systeme: Mensch vs. MaschineLehrer lämpel: How to teach Bergsport?Klettern: Technologien vor 30 JahrenInternationaler BergrettungstagSo viele Unfälle wie nie: DAV-Bergunfallstatistik 2022Dehydrierung & Bergsport: Was passiert bei Wassermangel?#alpinhacks: Bremsknoten überwinden bei Selbstrettung aus der GletscherspalteLieber sterben lassen? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, PeruLVS-Geräte-Test 2022pro & contra: Digitale TourenplanungDer Weg zum Alpinismus: 6 junge Bergsteiger*innen erzählenKolumne: Denkt Alpinismus die Natur als Ganzes?Die Crux bei der digitalen NavigationSkyrunning: Laufen im Himmel?Beinahe schiefgegangen: Das Unfallpotenzial beim BergwandernNasim Eshqi: „Wir Frauen können alles erreichen“Alpamayo: Ohne Gipfel am schönsten Berg der Welt#alpinhack: Wohin mit dem ganzen Schlingen-Kram?How to Bigwall (1/3): Planung & MaterialInformationslückenfüller: Verlieren wir das Gebirge als Erlebnisraum?bergundsteigen #120 ist da!Live aus dem Basislager: Social-Media-Vermarktung im BergsportKnow-How: Wie funktioniert der „Südtiroler Stand“?Climb first, talk laterPaul-Preuss-Preis 2022 an Thomas HuberVerhauer: Achtung, Stein!Rock’n’Roll: Nachsichern mit der Micro TraxionGünter Schmudlach: „Das Problem ist nicht die Digitalisierung, sondern der Mensch“#powderporn #climbporn: Social Media & BergsportFlugrettung in der Nacht: Geht das?GPS-Sportuhren im 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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Danger trail? Die Risiken des Trailrunning-Booms

25.7.2025, 18:00 Uhr: Race Briefing

Der kleine Gemeindesaal in Unser Frau im Schnalstal ist gesteckt voll, alle Stühle sind belegt, hinten drängeln sich die Leute. Das Race Briefing für den ersten Schnalstal Alpine Trail (SAT) ist angesagt, für die 93 angemeldeten Läufer der Ultra-Distanz ist es verpflichtend. Dankende Worte vom Bürgermeister höchstpersönlich an alle fleißigen Mithelfer:innen, man hat das Gefühl, dass an diesem Wochenende so ziemlich jeder im Einsatz ist, der zwei Beine hat.

Zwei Jahre Organisationsarbeit stecken hinter der Eröffnungsrede. Dann hat der Race Director Dominik Hartmann das Wort. Ganz entspannt schaut er nicht aus, als er die Bühne betritt. Der Grund dafür ist wohl allen klar: Ende Juli, theoretisch Hochsommer – aber die Prognose ist mies und vor allem kalt. 95 Prozent des Rennens finden auf über 2.000 Metern statt, die Schlüsselstellen der Strecke liegen sogar auf über 3.000 Metern.

„Das ist hochalpines Gelände, in dem ihr da unterwegs seid!“, sagt er ernst. Anschließend geht Hartmann die einzelnen Segmente der Ultra-Strecke durch, erklärt, wo die Verpflegungsstationen sind, wo es Empfang gibt und wo nicht, wo die Bergretter stationiert sind. Im Kurzdurchlauf: Start in Unser Frau, hinauf zur Similaunhütte, hinunter nach Vent im Ötztal, wieder retour über das Hochjoch-Hospiz und die Schöne-Aussicht-Hütte.

Vom Schaftrieb zur Trailrunning-Strecke

57,9 Kilometer, 3.600 Höhenmeter. Es ist auch der Weg der berühmten Transhumanz, dem traditionellen Schaftrieb zwischen dem Schnals- und dem Ötztal, seit mehr als 5.000 Jahren schon. Der Race Director erklärt auch, wo die Strecke potentiell gekürzt wird, sollten die Bedingungen nicht passen. Vor allem der anspruchsvolle Abschnitt bei KM 38 im Hinteren Eis, ein sehr exponierter Grat, der durch Nässe und Eis schnell gefährlich werden kann.

Dann zeigt er Bilder vom Trail – auf flowige Wanderwege weiter unten folgt ausgesetztes, steiniges Terrain. Bezeichnend das Bild von der Schlüsselstelle oben an der Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch, 3.210 m: Im Hintergrund eine Gruppe Alpinisten am Weg zur Finailspitze, mit großem Rucksack, schweren Bergschuhen, Seil und Pickel. Die Ultraläufer, die morgen Früh hier vorbeirennen, werden gänzlich anders ausschauen – dünne Hose, Trailrunningschuhe, Mini-Rucksack.

Entsprechend dünn auch die Sicherheitsreserven, sollte wirklich ein Unfall passieren oder das Wetter umschlagen. „Da werd i scho a nervös, wenn i des seh, nach acht Jahren Renn-Organisation ist das unser erstes Rennen auf über 3.000 Metern“, sagt Dominik Hartmann. „Aber ihr schaffts das schon, alles Gute morgen!“ Applaus, die letzten Startnummern werden abgeholt, der Saal leert sich. Start um 4:00 Uhr Früh, es wird ein kurzer Abend für die Ultraläufer.

Unfälle und Boom bei Trailrunning-Events

Zugspitz-Extremberglauf (Deutschland, 2008): Bei einem 16-km-Berglauf zur Zugspitze gerieten die Teilnehmer in einen Wettersturz. Starkregen ging in Schneefall über, die Temperaturen fielen unter 0°C. Viele waren nur in kurzer Kleidung unterwegs. Sechs Läufer mussten ins Krankenhaus, zwei von ihnen starben an Unterkühlung.

Ultra Trail du Mont Blanc (Frankreich, 2021): Beim 145-km-Rennen des UTMB kam ein Läufer ums Leben, nachdem er auf dem nächtlichen Abstieg vom Passeur de Pralognan in schwierigem Gelände abgestürzt war. Die Bergrettung war sofort vor Ort, konnte den Läufer aber nicht mehr retten.

Gansu Ultramarathon (China, 2021): Im Mai 2021 starben bei einem 100-km-Ultramarathon in einer Bergregion in Gansu (China) 21 Menschen, weil ein Unwetter aufkam. Die Organisatoren hatten nach offiziellem Untersuchungsbericht Wetterwarnungen ignoriert.

Stubai Ultratrail (Österreich, 2023): Bei der Veranstaltung in Tirol kollabierte ein 47-jähriger Läufer auf der Strecke (K32) nahe der Falbesoner Nockalm und stürzte etwa 30 Meter über eine Böschung. Trotz sofortiger Erster Hilfe durch andere Läufer und dem raschen Eintreffen des Notarztes verstarb der Athlet noch an der Unfallstelle.

Khibiny Ultramarathon (Russland, 2025): Zwei Läufer starben an Hypothermie aufgrund extremen Wetters (Schneesturm, starker Wind) auf der Strecke, die bereits kurzfristig reduziert worden war. Der Organisator wird wegen Mängeln in Sicherheits- und Rettungskonzepten strafrechtlich untersucht.

Mit leichter Ausrüstung dort unterwegs, wo andere Hochtouren gehen: Im hochalpinen Trailrunning sind bei einem Wetterumschwung die Sicherheitsreserven entsprechend geringer.

Natürlich, eine unvollständige Auswahl an Unfällen. Gleichzeitig häufen sich aber auch derartige Pressemeldungen:

Kurz gesagt: Trailrunning boomt, und das weltweit. So gibt es im deutschsprachigen Raum inzwischen Hunderte Trail-Wettkämpfe pro Jahr, Tendenz steigend. Ein Blick nach Frankreich zeigt einen noch deutlicheren Trend: Dort fanden 2022 erstmals mehr Trailruns (ca. 4.200) als Straßenläufe (ca. 3.600) statt. Auch international wächst der Markt rund um den Sport.

Trailrunning boomt, und das weltweit.


So wurde der globale Umsatz mit Trailrunningschuhen 2018 auf ca. 6 Mrd. Dollar geschätzt, 2025 bereits auf ca. 9 Mrd. Dollar. Über 40 Laufschuh-Marken bieten allein in Europa mittlerweile spezielle Trailrunning- Modelle an. Dieser Boom bringt immer mehr Läufer in anspruchsvolles Gelände.

Zugleich steigen die Teilnehmerzahlen bei Wettbewerben, was statistisch die Wahrscheinlichkeit von Zwischenfällen erhöht. Weshalb wir uns hier die Frage stellen:

19:10 Uhr: Race Office Unser Frau, Schnalstal

Wir treffen uns mit den Organisatoren im Race Office in den Räumlichkeiten des Schnalser Sportvereins. Das Wandregal übervoll mit goldenen Pokalen, auf den Tischen ein Chaos aus Bildschirmen und Zetteln. Warum überhaupt so ein hochalpines Rennen organisieren, wenn das Risiko potentiell hoch ist?

„Weil die Strecke und die Gegend einfach unglaublich genial sind. Und weil wir den Läufern ein unvergessliches Erlebnis bieten wollen, das sie prägt“, sagt Stefan Ehrmeier, einer der Gründer von SALTY Trailrunning aus Bayern. Und auch, weil sich die Gegebenheiten eben ändern: „Vor zwanzig Jahren wäre so was in dieser Höhenlage noch gänzlich undenkbar gewesen. Aber tatsächlich eröffnet uns der Klimawandel im Trailrunningsport neue Wege. Aber so ein hochalpines Event, das ist natürlich auch für uns Veranstalter eine ziemliche Challenge, die Gefahren da oben sind real.“ Warum macht man das dann trotzdem? „Weil wir uns dem Risiko sehr bewusst sind und alles dafür tun, es zu minimieren“, sagt Dominik Hartmann, der Renndirektor.

Klimawandel eröffnet im Trailrunningsport neue Wege.

Stefan Ehrmeier

Die punktgenaue Eventwetter- Prognose kommt von Ubimet, für alle Ultra-Runner gibt es ein Live- Tracking via GPS. „Ich verfolge die Läufer während des ganzen Rennens am Bildschirm. Sobald ich eine Auffälligkeit beobachte, rufe ich den Läufer direkt an und frage, ob alles okay ist, da bin ich mir nicht zu schade“, sagt Hartmann.

Dass im Fall des Falles auch wirklich ernst gemacht wird, zeigt ein Vorkommnis beim Oberaudorf Trail Festival 2024: Das Signal eines Läufers war verschwunden, er war telefonisch nicht erreichbar, also folgte prompt ein Bergrettungs-Sucheinsatz mit 15 Mann vom letzten bekannten Signalpunkt aus. Alles ging gut aus, der Läufer war auf der Strecke, seine Gore-Tex-Jacke über der Startnummer schirmte das GPS-Signal ab und sein Handy war auf Flugmodus. „Deshalb kontrollieren wir vor dem Start nun immer, ob das Telefon eingeschaltet und auf laut gestellt ist“, meint Hartmann. „Und schauen, dass die Startnummer möglichst auf der äußersten Bekleidungsschicht getragen wird.“

Überhaupt wird die obligatorische Sicherheitsausrüstung der Läufer streng kontrolliert: Erste-Hilfe-Paket, Stirnlampe, Regenjacke, Mütze und Handschuhe, eine zweite, trockene Langarm-Schicht am Oberkörper, lange Hose. Und ein Telefon mit vollem Akku. Das Sicherheitskonzept wurde mit den Bergrettungs-Dienststellen aus dem Schnalstal und aus Vent erarbeitet.

„Wir wissen, wo es am gefährlichsten ist. Wir kennen die Wege, wir sind da aufgewachsen“, sagt Tobias Oberhofer von der Bergrettung Schnals. „Aber eines ist am Ende auch ganz klar: Der Berg ist der Chef, nicht wir.“

Gefahren beim Trailrunning: Studie zu schwerwiegenden Unfällen

Mehr Events, mehr Teilnehmer:innen, mehr mediale Aufmerksamkeit. Doch mit der Dynamik des Sports rücken auch dessen Risiken stärker in den Fokus. In der Bergunfallstatistik des SAC und in den Analysen des Kuratoriums für Alpine Sicherheit in Österreich werden die Zahlen zu Trailrunning-Unfällen nicht explizit ausgegeben.

Die Häufigkeit & Klassifikation tödlicher Ereignisse beim Trailrunning. Quelle: Trail Running Safety: A Review of Serious Adverse Events Reported in Online News Articles, In: Wilderness & Environmental Medicine Volume 36, Issue 3, September 2025

Eine neue Analyse von Viljoen et al. (2025) liefert erstmals einen systematischen Überblick über die schwersten Zwischenfälle im Trailrunning, basierend auf 94 internationalen Nachrichtenmeldungen. Erfasst wurden 127 Fälle von schweren bis tödlichen Unfällen weltweit, die zwischen 2010 und 2023 in Online-Medien dokumentiert wurden. 104 dieser Fälle endeten tödlich – ein Hinweis darauf, dass primär die dramatischsten Vorfälle medial sichtbar werden und weniger ein Abbild der realen Unfallquote im Sport.

Unterwegs im technisch, anspruchsvollen Gelände: Abstürze beim Bergablaufen zählen dabei zu den häufigsten Ursachen schwerer Unfälle. Foto: Simon Schöpf

26.7.2025, 04:00 Uhr: Race Day

Nieselregen, Temperaturen auf Oktober-Niveau, Schnee in der Höhe: Der Start der Ultra-Distanz findet trotz herausfordernder Bedingungen planmäßig statt, ein Bulk aus 93 Stirnlampenkegeln läuft los Richtung Similaunhütte. Nur einer war noch früher dran, Paul Pirnpamer von der Bergrettung Schnalstal.

Er wartet bereits oben am Grat, als sich die Schlange an Stirnlampenkegeln den steilen Weg emporquält. „Durch den Wind war es schon empfindlich kalt, man hat vielen Läufern und Läuferinnen schon angesehen, wie sie vor Kälte zitterten“, wird er sich am Abend erinnern. Und dann verschlechtert sich auch noch die Wetterprognose: Nebel und Niederschlag kommen früher als gehofft.

Wieder einmal bestätigt sich: Der Berg ist der Chef. Gut so.

Race Director Dominik Hartmann entscheidet nach Abstimmung mit der Bergrettung, die Ultra-Distanz nach 22 Kilometern um 8:00 Uhr bei der Verpflegungsstation in Vent abzubrechen. Die Läufer:innen, die schon vor 8:00 Uhr den Checkpoint in Vent passiert haben, dürfen das Rennen fortsetzen. Allerdings auf verkürzter Strecke, Plan B kommt zum Einsatz, der exponierte Grat im Hinteren Eis wird abgekürzt.

Alle anderen Läufer werden gestoppt und mit einem Shuttlebus zurück zum Start gebracht. „Die Absicherung über die Bergrettung hätte nicht gewährleistet werden können. Vor allem dichter Nebel machte einen Heli-Einsatz unmöglich, es war kein Flugwetter mehr. Und ein bodengebundener Einsatz im Falle eines Unfalls wäre einfach zu aufwändig und zu langsam“, erklärt Hartmann seine Entscheidung. Unglücklich scheint er mit ihr aber nicht zu sein, auch nach zwei Jahren intensiver Organisation.

Auch Bergretter Paul Pirnpamer gratuliert dem Rennleiter zur Entscheidung: „Wir haben im Laufe des frühen Morgens live am Berg beobachtet, wie das Wetter sehr viel schneller schlechter wurde als ursprünglich vorhergesagt.“ Prognostiziert für den weiteren Tagesverlauf wurden nicht nur schlechte Sicht, Nebel, Regen und leichter Schneefall in der Höhe.

Auch das Risiko, dass die Läufer:innen bis dahin schon lang unterwegs sein würden und die eisigen Temperaturen zur Auskühlung führen könnten, war zu groß. Nicht zuletzt hat man aus bereits passierten Unglücken gelernt. Pirnpamer: „Die Entscheidung wurde schweren Herzens, aber einstimmig getroffen.“ Wieder einmal bestätigt sich: Der Berg ist der Chef. Gut so.

Drei Blickwinkel auf einen Boom

Trailrunning in den frühen Morgenstunden im hochalpinen Gelände. Foto: Simon Schöpf

Trailrunning ist im Schnelldurchlauf von der Nische in den Breitensport gekippt – mit allen Wachstumsschmerzen, die dazugehören. Drei Stimmen, drei Rollen, ein Konsens, der alle vereint: Ohne Eigenverantwortung läuft nichts. Darüber hinaus setzt jeder an einem anderen Hebel.

Auch bei den Alpenvereinen ist das Thema Trailrunning längst aufgeschlagen. Es gibt Laufgruppen wie die „Flinkfüßer“ der DAV-Sektion München& Oberland, es gibt buchbare Trailrunning- Camps beim DAV Summit Club, es gibt einzelne Ausflüge wie einen Trailrun auf den Pilatus mit dem SAC. Aber wie gut ist die Sportart derzeit institutionell verankert?

Für Thomas Wanner aus der Abteilung Bergsport beim ÖAV passt Trailrunning wie kaum eine andere Sportart zum Alpenverein: lokal, simpel, modern, geringer ökologischer Fußabdruck. Und die Zielgruppe zwischen 20 und 50 schließt genau jene Lücke zwischen Jugendklettergruppe und Seniorenwandergruppe.

Seit 2025 gibt es beim ÖAV eine eigene Übungsleiterausbildung, die Rückmeldungen aus den Sektionen sind positiv. „Um das Thema wirklich voranzutreiben, braucht es aber mehr Ressourcen – ähnlich wie beim Sportklettern oder Mountainbiken, wo eigene Fachpersonen dahinterstehen.“ Die zentralen Risikofaktoren benennt Wanner präzise: Hypothermie, Stürze, Überforderung, Orientierungslosigkeit.

Ein kompaktes Wochenendmodul – Erste Hilfe, Notruf, Orientierung mit alpenvereinaktiv, Tourenplanung – könne vieles reduzieren, perspektivisch sogar Teilnahmevoraussetzung für bestimmte Rennen werden. Einen blinden Fleck sieht er in der Pflichtausrüstung vieler Veranstalter, stehen doch auf Listen noch Mullbinden statt Israeli Bandage oder die klassische Rettungsdecke statt eines wasserdichten Alu-Ponchos. Hier gebe es „deutlich Luft nach oben“.

Der ÖAV könnte Standards setzen – etwa durch die Vermittlung von gegenseitiger Erstversorgung im Notfall. Thomas Wanner


Ein möglicher Hebel: Der ÖAV könnte das Vakuum eines Trailrunning-Breitensportverbandes füllen, Standards setzen und – über die Mitgliederversicherung, die nahezu alle Events abdeckt – zur zentralen Anlaufstelle für Prävention werden. Großes Potenzial sieht er in der Kameradenrettung: Bei Wettkämpfen sind so viele Läufer:innen gleichzeitig am Berg, dass gegenseitige Erstversorgung realistisch möglich ist, bis die professionelle Rettung eintrifft.

Markus Kröll ist einer der frühen österreichischen Bergläufer und Trailrunner und steht sinnbildlich für die Entwicklung des Sports: vom Außenseiter-Phänomen der späten 1980er-Jahre – er selbst lief 1987 seine ersten Rennen – hin zum heutigen Massenereignis. Was früher belächelt wurde („Bei Asics haben’s g’sagt: Kein Mensch läuft im Gelände“), ist heute Lifestyle und Breitensport zugleich.

Drei Trailrunner im alpinen Gelände. Foto: Simon Schöpf

„Weil’s online so leicht ausschaut, glauben viele, sie können das sofort auch“, sagt Kröll – und erlebt zum Teil draußen am Berg Menschen in technisch anspruchsvollem Terrain, wo sie augenscheinlich gar nicht sein sollten. Aus jahrzehntelanger Erfahrung benennt er die größten Gefahren: mangelnde Vorbereitung, Selbstüberschätzung, das unberechenbare alpine Umfeld.

Der große Boss am Berg ist immer das Wetter.


Die Professionalisierung – Pflichtausrüstung, Streckenposten, schnelle Rennabbrüche – habe sich enorm verbessert, oft aber erst nach tragischen Ereignissen wie dem Zugspitz-Unglück. Absolute Sicherheit wird es nie geben: „100 Prozent safe gibt es nicht. Aber genau das macht es irgendwo auch spannend.“ Sein Grundprinzip bleibt ein simples: langsames Hineinwachsen in alpines Terrain, Schritt für Schritt, „weil du so viel mehr Freude hast und viel weniger Gefahr.“

Gerhard Gstettner war zehn Jahre lang Veranstalter des Pitz Alpine Glacier Trails und ist seit 2025 verantwortlich für den Kaiserkrone Trail. Er hat die Professionalisierung des Trailrunnings aus nächster Nähe miterlebt. Pflichtausrüstung wird bei seinen Rennen konsequent kontrolliert – von der Regenjacke bis zum geladenen Handy samt installierter Notfall-App. Bei längeren Distanzen sind die Strecken in Sektoren unterteilt, damit bei Gewitter oder anderen alpinen Gefahren schnell reagiert werden kann:„Suche Schutz!“ lautet dann die Ansage, im Ernstfall folgt der Rennabbruch. Race-Briefings sind verbindlich und umfassen Wettersituation, Schneelage, Gefahrenstellen und Helmpflicht in kritischen Passagen. Seit dem Zugspitz-Unglück ist der Ton härter geworden: „Von keinem Läufer reinreden lassen.“ Cut-off-Zeiten und kurzfristige Streckenänderungen werden durchgesetzt, auch gegen ambitionierte Athleten.

Die Hauptgefahr sieht Gstettner in fehlender technischer Erfahrung, besonders wenn Läufer aus weniger alpinen Regionen plötzlich auf 2.600 Metern unterwegs sind. Wie ernst es werden kann, zeigt ein Fall bei der Kaiserkrone: Ein Topläufer kollabierte wegen Hitze. „Der ist an der letzten Verpflegung einfach vorbeigelaufen, weil’s ums Stockerl ging – und musste eine längere Zeit im Krankenhaus verbringen.“

Zahlen untermauern den Boom: Laut „The State of Trail Running“ (Run Repeat 2022) ist die Sportart in zehn Jahren um rund 23 Prozent gewachsen. Eine Umfrage auf der Alpinmesse 2025 (n=300) identifizierte soziale Medien als wichtigsten Treiber. Gstettners Fazit: „Die Pflichtausrüstung ist eine wichtige Mindestabsicherung – ersetzt aber nie Umsicht, Vorbereitung und Eigenverantwortung. Wer sich den technischen Herausforderungen einer alpinen Strecke stellt, muss bereit sein, entsprechende Entscheidungen zu treffen, um sicher ins Ziel zu kommen.“