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Oder doch nicht?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Vorsteigersturz im ÜberhangFree Solos: Sinnlose Heldenspiele?Laura Tiefenthaler: „Wir sollten Solo-Begehungen ignorieren statt feiern“„Women’s first ascents nerven, weil es sich wie eine Abwertung anfühlt“Colin Haley: „Ich hatte dem Rope Solo abgeschworen“Rope-Solo: Die Seiltechnik von Simon GietlFree Solo: Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?Lead Rope Solo: Gesichertes Freiklettern ohne Sicherungspartner:inbergsönlichkeit: Laura TiefenthalerSAC-Bergnotfallstatistik 2025: Mehr Rettungen, weniger Todesfälle„Solo“: bergundsteigen #134 ist da!Wintertrilogie am Piz Palü: 3 Nordwandpfeiler an einem Tag Bergunfälle: Über Eigenverantwortung und Einzelfälle2025/ 26: Ein außergewöhnlicher Winter?Notbiwak: Das Wichtigste im ErnstfallLawine: Nassschneezyklen im Frühjahr How-To: Toprope-Solo-Halsband und geräteseitige VerdrehsicherungKinder & Bergausrüstung: Die richtige Ausrüstung findenBergsteigen mit Kindern: Chancen und GrenzenZwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im InterviewWo Gleichberechtigung aufhört: Muttersein und BergsteigenSexismus in den Bergen: Veraltete Denkmuster und GrenzverletzungenEisstabilität besser beurteilen: Die Ice Selection MethodEiskletterunfall: Beinahe-Absturz beim „Rope Solo“Sieg für Cochamó: Chiles Granit-Paradies geschütztPowder: Gefahrenzeichen von Triebschnee im Gelände wahrnehmen und erkennenSchneebrettlawinen: Bruchmechanik der SchwachschichtDer „Arlbergeffekt“: Mehr Spuren = weniger Lawinengefahr?LVS- und Störquellen-Check in geführten Gruppen: So geht’sFrühwinter & Lawinengefahr: Was man beachten sollte Verhauer: Lehren aus dem Lawinenabgang auf der NordketteMarkus Hofbauer: Eisklettern nach einem schweren UnfallLehren aus Kanadas verheerendstem LawinenunglückSchweizer Lawinenwinter 1951: So kam es zur KatastropheRegen im Hochwinter: Risiken für die SchneedeckeLVS-Ausrüstung: Ab wann muss ich mein LVS-Gerät austauschen?Kälteschutz durch Genvariante: Manche frieren andersLawinen sind für Gletscher entscheidendStefan Kosz: „Bergführen sollte nichts mit Heroik zu tun haben“Kochen unter Extrembedingungen: 4 Kochsysteme im Vergleich„Kinder“: bergundsteigen #133 ist da!Seilaufstiegstechnik: Seilgeräte, Schlingen und Klemmknoten, RücklaufsperrenLVS Geräte Test: Update 2025/26White Risk App: Lawinen melden leicht gemachtKletterseil in die Waschmaschine – ja oder nein?Wann wird der Altschnee zum Altschneeproblem?Sport und Leidenschaft: Alpinismus-Chronik 2024LARA: Local Avalanche Risk AssessmentAbsturz & Kälte: Die unterschätzten Gefahren des WintersVerhauer am Ortler: Die Kunst der Kommunikation„Free Solo“ und warum man nicht darüber schweigen kannKletterunfall: Lebensgefahr in der Marmolada-SüdwandSchnittfestigkeit der neuen BergseileMüll am Gletscher: gekommen, um zu bleiben!Risiken im Lawinenhang mit Munter, Snowcard und Skitourenguru: Same, same but different!UHMW-PE-Rucksäcke: Wenn Weiß das neue Schwarz istRessource Fels: Fürs Ego oder für alle?Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sindRisiko beim Bergsteigen: Von Felsklippen und anderen Unsicherheiten#alpinhacks: Abseil-Looping (Partnercheck beim Abseilen)Dämpfung adé: Barfußschuhe am Berg„Verzicht“: bergundsteigen #132 ist da!Speed-Versuch am Mount Everest: Gelingt Tyler Andrews der Rekord ohne Sauerstoff?Gewichtsausgleich beim Klettern: 5 Bremsassistenten im PraxistestDie Rega: Luftrettung in den AlpenKind statt Gipfel: Wenn die Berge warten müssenSelbstsicherungsgeräte: (Beinahe-)Unfälle und was wir daraus lernen könnenKletterroute vor Gericht: Wem gehört der Fels?Huber und Gietl eröffnen APassionata (9+), HeiligkreuzkofelHow-To: Assistiertes AbseilenVerhauer: Ungesichert in der WandJonas Schild gelingt Joy Division (8b) im Val di MelloHaftung bei Vereinstouren: Wer trägt die Verantwortung? Erstbegehung am Jirishanca, Peru: Gietl, Arnold und Huber eröffnen neue Route „Kolibri“Verhauer: Spaltensturz am Nesthorn NordwestpfeilerTrad-Klettern: Moderne Sicherungsmittel und Best PracticesSonnenschein-Anxiety, wie bitte?#alpinhacks: Der Stuflesser-KnotenMentale Gesundheit: So stärkt Bergsport die PsycheAlex Honnold: „Die Mondlandung des Free-Solo-Kletterns“FOMO: Haben Profis wie Babsi Zangerl & Co. Angst, etwas zu verpassen?Paul-Preuss-Preis 2025 an Babara Zangerl Klettern im Einklang mit dem Zyklus#alpinhacks: Abbauen ohne AbsturzDünn um jeden Preis: Die Schattenseiten des KletternsVogelschutz und Klettern – geht das?Lawinenunglück: Die ersten 10 Minuten zählenbergundsteigen #131 ist da!Steigeisen-Technik: Auf die Zacken, fertig, los!FOMO, Social Media & AlpinismusBlitzaktivität in den Alpen steigt deutlich durch Klimaerhitzung„Handy App führt Bergsteiger in den Tod“Brechen die Berge durch den Klimawandel auseinander?Kurzschluss 2.0: „Gehen am kurzen Seil“ in der Südtiroler BergführerausbildungHow do mountaineers tick? What psychology revealsBergführerserie: behelfsmäßige Kameradenrettung bei Nachsteigersturz im Quergang#alpinhacks: Abseilen mit Hilfsleinen (Rad Line & Co)Schneearm und Altschneeprobleme: Der Schweizer Winter 24/25Zahl der Alpintoten gestiegen: Alpinunfälle in Österreich 2024Wenn Berglust zur Bergsucht wirdGleitschneelawinen: Die großen Unbekanntenbergundsteigen #130 ist da!Ski & Zug: „Ein Rückflug hätte die ganze Reise zerstört“Schweizer Bergunfallstatisik 2024: Mehr Tote bei SkitourenUnter 3%: Den Bergführern fehlen die FrauenRoutensanierung: Ein Gremium gegen die Anarchie?Kolumne: GrundsätzlichNeutour Punta Pioda Nordwand „Luce e Tenebre“ (M8/A3/700m)bergsönlichkeit: Michael LarcherRückruf: Black Diamond Vision KlettergurtVerhauer Eisklettern: Rausgelüpft beim NachstiegssturzSkitour: Die Kunst der guten AufstiegsspurTourenbindungen: Was ist der Z-Wert?Wie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 3/3: Die GefahrenstufeARVA NEO BT PRO: Freiwilliger RückrufAufruf zur Überprüfung: Klettersteigset: Edelrid Cable Comfort Tri#alpinhacks: Tyrolean Wrap mit der RettungsdeckeFilmkritik: Wanda Rutkiewicz und der Preis der HöchstleistungSpitzkehre?! Ich versteh’ nur Bahnhof!!!SNOBS: Die Community als Teil der Lawinenwarnungbergundsteigen #129 ist da!Lawinenzeit: Ein tödliches PhänomenWie entsteht eine Lawinenvorhersage? Teil 2/3: Die Beurteilung der GefahrenWas gibt es Neues am LVS-Markt im Winter 2024/25?Wie entsteht der Lawinenlagebericht? Teil 1/3: Die DatengrundlageGeführte Bergtouren gefährdet? 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Der (Sport)Soldat in der SpeedwallKlimawandel: die 5 alpinen Gefahren der ZukunftSeilrisse von dynamischen Kletterseilen: Das letzte ungelöste Problem?Katharina Hartmuth: Neuer Ultratrail-Rekord beim TORXOvertourism an den höchsten Bergen Ost-Asiensbergundsteigen #128 ist da!Olympia-Rückblick: Die Kunst des KletternsBohrhaken: Sichere Sache?Die Bohr-Maschinen: 5 legendäre Routen-ErschließerKlettern mit Behinderung: Inklusion auch andersrumDie 18 höchsten Abstürze, die bisher überlebt wurdenDialog: Kletterseil und Säureverhauer: Glück hoch 2 am Schrötterhorn5 historische Klemmkeile (und wer sie entwickelt hat)Lebensversicherung: Dynamische KletterseileJa muss das denn sein?Doping am Berg?Die Rettungsdecke als UV-Schutzbergundsteigen #127 ist da!Solenne Piret: Mit einer Paraclimbing – Weltmeisterin im GesprächAngelino Zeller: Mit einem Paraclimbing – Weltmeister im GesprächIn 7h:25min auf den Mont Blanc: Interview mit Hillary GeraldiOndra/Schubert: «Ziel ist es, die eigene Marke zu verkaufen»Getestet: Die neuen Sicherungsgeräte PINCH & NEOXBergwacht Bayern Wintersaison 23/24: Viele Pisteneinsätze und kuriose Geschichten«Heute ist weniger Ego im Spiel» Adam Ondra & Jakob Schubert im InterviewOndra/Schubert: «Andere Projekte sind nie zu einem Albtraum geworden»bergsönlichkeit: Peter LechnerFehler beim Abseilen: 20 TippsNotruf am Berg: 4 Szenarios#alpinhacks: Kletterschuh abgestürzt?Gleitschneelawinen: Das große Problem im Winter 2024Heiße Karten: Gefahren und Chancen von HeatmapsAI in der Lawinen-RisikobeurteilungWelche Halbseile in Dreierseilschaft?Bouldern in der Stadt: Eine Hommage an Probleme im BetonÖsterreichische Bergunfallstatistik Winter 23/24: Instabile Verhältnisse und mehr VerunfallteDavid Lama: Erinnerungen zum 5. 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Teil 2 be FASTNofall Alpin (7/9): neurologisches ProblemNotfall Alpin (5/9): Kritische Blutung z.B. nach einem SpaltensturzNotfall Alpin (4/9): Erste Hilfe nach einer Lawinenverschüttung – Time is brain!Notfall Alpin (3/9): Einsatz des AEDs durch Notfallzeugen am BergLawinenkunde: Der Mensch ist SchuldNotfall Alpin (2/9): Atmung und KreislaufHauptsache Widerstand? 3 Seilbremsen im PraxistestNotfall Alpin (1/9): die ersten 5 MinutenWeniger Tote, mehr Verletzte: Alpinunfälle in Österreich 2023Hunde in Bergnot: Gibt es einen Anspruch auf Tierrettung?Frauen in den Bergen aus medizinischer Sicht: Tipps für BergsteigerinnenStörquellen bei der LVS-Suche: Wie Smartphones und Co. unsere Sicherheit beeinflussenGescheiter(t)? 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Berge zu uns sprechen könnten, was würden sie sagen?Und Friede auf Bergen: 20 Jahre Tirol DeklarationHitzeschäden am Berg: Was tun?Billi Bierling und die 8.000er-GipfelVideo: Der 1970er-Weltrekord für Skiabfahrten auf 7.492 Meter HöheVerhauer: Vom Einsteigen in eine falsche Route3x Abschlussexpedition: Junge Alpinisten, Exped-Kader & SAC Frauen-ExpeditionsteamNEOX: Neues Sicherungsgerät von PetzlRealistischere Bewertung: Überarbeitung der SAC-WanderskalaKommerzielles Höhenbergsteigen: 4 Fragen an …7h 25min: Neuer Rekord am Mont BlancIst das GriGri-Problem wirklich so groß?Numerische Wetterprognose: Sicherheitsgewinn im Bergsport?30 Jahre Outdoorindustrie: „Unser Modell wird nicht überleben“Klettern mit mobilen Sicherungen: Wie verlässlich sind Friends?8.000er-Alpintourismus, Harila und die fehlende Stil-DiskussionHochtourismus: 30 Jahre kommerzielles Höhenbergsteigen in NepalSchäli, Gietl und Maynadier gelingt Erstbegehung am Meru PeakAlle 8.000er: Kristin Harila im InterviewMenschen – Massen – Mount Everest: 30 Jahre Höhentourismus im HimalayaBergsteigen in Zeiten der Klimakrise: Prof. Georg Kaser im InterviewBergsturz, Steinschlag und Co.: Wie gefährlich sind sie?Verhauer: Schicksalsseilschaft – wann ausbinden?Verhauer: Partnercheck sonst Partner (fast) wegAlarmmeldung „Kreislauf“ – Traubenzucker oder Defi?Drei Tage in Gletscherspalte: Rettungsaktion im HimalayaDie 7 häufigsten KletterverletzungenKarabinerbruch durch ZusatzsystemTag der offenen Tür 2023 am SLFRückruf: Wild Country Superlight RocksSpace Blanket: 6 Einsatzmöglichkeiten der RettungsdeckeHöhenbergsteiger Noel Hanna tödlich verunglücktNeuer Job: Sachbearbeiter*in SicherheitsforschungNachwuchsalpinisten: Balanceakt zwischen Bremsen und FördernProzessionsspinner: Feine Haare, heftige Reaktion Expeditionskader: „Es gibt mehr als Plastikklettern“Verhauer: LängsspaltensturzKolumne: Flugscham bei Alpinisten?Schweizer Bergunfallstatistik 2022: Weniger tödliche Unfällebergundsteigen #122 ist da!Freiwillige Rückrufaktion: 2023 Recon LT LVS-GerätSchön und gefährlich: Wie entstehen Wechten?Posttraumatische Belastungsstörung im alpinen Rettungsdienst„Hall of Fame“ – Die anspruchsvollste alpine Mixed-Route der Welt?#alpinhack: selfmade-Seilhalter für Mehrseillängen4x Alpinklettern: Der Reiz der VielfaltFree and High: Wo liegt die Zukunft des Spitzen-Alpinismus?Simon Gietl: Winter-Soloüberschreitung der GeislerspitzenDer Bergsportkommentar: Hilfe bei rechtlichen Fragestellungen rund um den Bergsportbergundsteigen BergmedienWisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko?Citizen Scientists: Saharastaub & die SchneedeckeSchmelzumwandlung: Was passiert mit den Schneekristallen im Frühjahr?Verhauer Eisklettern: Kollaps einer EissäuleSüdtiroler Stand: Erwin Steiner im InterviewDas Auslösen einer Lawine und seine strafrechtlichen Folgen„Achtung Lawinen!“ – Was ist neu im Faltblatt?Winter 22/23: Was gibt es Neues bei den Lawinenlageberichten?Was wir von Albert Wenk über die Entwicklung der Bergsport-Ausrüstung lernen könnenAngewandte Rangdynamik: Über die Gruppendynamik am BergTrauerseminar: Wenn ein nahestehender Mensch in den Bergen verunglückt ist Schneebeobachtung: WMO ernennt das SLF zum KompetenzzentrumKältekunde: Über Erfrierungen am BergIch gehʼ mit meiner Laterne: Über Nachtskitourenpro & contra: NachtskitourenLawinenwarner: Fabianos Blick in die Schneedecke von morgen8 Fakten über die KälteHow to Bigwall (2/3): Richtig Haulenbergundsteigen #121 ist da!Schweiz: Neue Unterteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin mit + und –Grönland: Abschluss-Expedition DAV ExpedkaderJorg Verhoeven: Über Klettern & psychische ProblemeEinfach-, Zwillings- & Halbseile: Welches Seil wofür?Staatsanwaltschaft warnt vor gebrauchten Lawinenrucksäcken, Mammut kontertSeil verkürzen: 7 Methoden im VergleichPeru: Alpine Erstbegehungen in San Marcos und KreinSail & Climb: Frauen-Erstbegehung „Via Sedna“ auf GrönlandExpeditionsbericht: Die Jungen Alpinisten im Inshincatal, 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Oder einfach keine gute Idee?Wieder nichts gelernt!Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? Teil 1Notfall Alpin (11/13): Pandemie – quo vadis? 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Symposium für Alpin- und Höhenmedizin/ Mountain Medicine SymposiumDie W-Fragen zum BiwaksackBergundsteigen im Gespräch mit Berufsjäger Maximilian KoflerBe a social hero!Shitstorm Heaven – Willkommen in der alpinen Empörungs-CommunityÜbersicht über alle Beiträge im #bergundsteigen105(Druck-)VerbandEditorial #bergundsteigen105Nachgefragt bei Roman DirnböckPostest du noch oder bergsteigst du schon?Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL)Nachgefragt beim Lawinenwarndienst SteiermarkKonsistenz in den Lawinenbulletins in den Alpen: ein Blick über die Landesgrenzen hinwegLawinengrössen „neu“Blauer EngelNachgefragt bei Markus HofbauerWildnis – eine Frage des LoslassensLukas Furtenbach über seine Everest-(Flash-)ExpeditionenNachgefragt bei Lukas FurtenbachObacht: Kette von FIXE gebrochenbergundsteigen fragt nach: GPS-Navigation am Berg. Teil 1bergundsteigen #104Noch mehr Eindrücke von Freitag, 12. Oktober, ISSW 2018Eindrücke von Donnerstag, 11. 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bergundsteigen im Gespräch mit Philipp Brugger und Simon Messner

Philipp Brugger Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben, weil sich bei mir in den letzten Jahren und besonders auch in den letzten Monaten viel verändert hat: Zuerst war ich ein Wettkampfsportler im Bereich Skibergsteigen und Berglauf bzw. Trail-Running. Mittlerweile bin ich viel mehr beim Bergsteigen, möchte die Berge entdecken und widme mich dem Alpinismus mit seinen Abenteuern. Ich laufe zwar immer noch gerne Rennen, aber wenn mir Simon schreibt, dass an diesem Wochenende die Verhältnisse an den Grandes Jorasses gut sind, dann würde ich lieber mit ihm nach Frankreich fahren. Wettkämpfe sind immer noch Teil von mir, aber die Prioritäten haben sich geändert.

Simon Messner Ich bin hauptberuflich Student der Molekularbiologie und schreibe gerade meine Masterarbeit im Bereich der Epigenetik. (Nachdem er die fragenden Blicke der Interviewer bemerkt, folgt die Erklärung) Dabei geht es vereinfacht gesagt darum, ganz flexibel Gene „aus- und einzuschalten“. Zum Alpinklettern bin ich eher spät mit ungefähr 15 Jahren gekommen, danach erst zum Sportklettern und in den letzten Jahren habe ich für mich das Bergsteigen im klassischen Zuschnitt entdeckt. Beim Alpinismus, der mich jetzt begeistert, fasziniert mich das Abenteuer – wobei dieser Abenteuerbegriff ist einfach schon so abgelutscht, dass ich ihn gar nicht gerne in den Mund nehme. Mir gefällt es einfach, sich zu „exponieren“ – das trifft es da wohl am besten.

Was heißt hier eher spät …? Ich habe mit 23 meine erste Alpintour gemacht. Das war die Mayerlrampe am Großglockner 2014. Meine Eltern haben eigentlich vom Alpinismus „keinen Plan“, waren aber sportlich aktiv und so habe ich meinen ersten Berglauf schon mit sieben Jahren gemacht, wobei die Motivation ganz von mir ausging. Am Ende der Wettkampfsaison habe ich dann mit Kollegen angefangen, steile und lange Touren zu gehen und auch steile Abfahrten – z.B. die Monte-Rosa-Ostwand – zu machen. Wobei wir hier im Nachhinein gesehen ziemlich riskant unterwegs waren: Wir hatten zwar ein Seil mit, wussten aber nicht wirklich, was wir damit anfangen sollten.

Bergsteigen hat für mich in der Kindheit bzw. ganz lange Zeit überhaupt keine Rolle gespielt. Mich haben Reiten und v.a. das Fischen viel mehr begeistert – Klettern war zu dieser Zeit kein Thema.

Für uns steht ihr stellvertretend für eine junge Generation an Bergsteigern, die mit Erstbesteigungen und – oft schnellen – Wiederholungen klassischer Ziele auf sich aufmerksam machen. Was sind eure persönlichen Ziele?

(schüttelt den Kopf) Keine Ahnung. Für mich geht es darum, das konditionelle und skitechnische Fundament, das ich mir über die Jahre erarbeitet habe, um eine klettertechnische Komponente zu erweitern. Für mich wäre es schon reizvoll, auch höhere Berge in Angriff zu nehmen, unter dem Motto: „schnell und leicht“. Gerade mit sehr guter Kondition kann man hier viel erreichen und das macht mir auch Spaß – doch es muss unkompliziert und ohne riesigen Aufwand möglich sein. Dabei bin ich beim Bergsteigen auch nicht wirklich leidensfähig und deshalb muss ich einfach einmal schauen, was geht.

Dabei geht es für mich nicht um einen Wettstreit, denn am Berg ändert sich alles so schnell, dass die Leistungen ohnedies kaum zu vergleichen sind: An manchen Tagen muss man umkehren, weil es einfach nicht passt, und an anderen Tagen klappt alles wie geplant. Wenn die Grundvoraussetzungen so unterschiedlich sind, kann es gar keinen echten Wettstreit geben. 

Ich sehe mich als Teil einer jungen Szene, die rausgeht, um am Berg etwas zu erleben. Persönlich möchte ich bis zum Sommer mein Studium abschließen und dann ist die Bergführerausbildung in Südtirol mein Ziel. Bergsteigen an sich ist für mich eine fortlaufende Entwicklung, bei der jede neue Tour auf der letzten Tour aufbaut und zur nächsten Tour führt. Im Herbst möchte ich nach Nepal fahren, um ein Projekt in einer bislang unbestiegenen Wand zu probieren; dabei ist es mein primäres Ziel, neue Erfahrungen zu sammeln. 

Ich sehe es als Chance unserer Generation, mit besserer – weil leichterer – Ausrüstung und gutem Wetterbericht etwas Tolles umzusetzen, das früher wesentlich schwieriger war. Mit den „Eisgeräten“ von früher ist es definitiv viel schwieriger – wenn nicht unmöglich –, richtig schwere Wasserfälle zu klettern. Allerdings liegt der Schlüssel sicher in der Planung und einer guten Vorbereitung, wobei nach wie vor die kreative Idee entscheidend ist. Mit Philipp rede ich oft über die Ausrüstungsentwicklung, was die Leistungen der Vergangenheit umso mehr hervorhebt. Der Nebeneffekt der leichten Ausrüstung ist aber auch, dass sie nicht so lange hält …


Warum möchtest du in die Bergführerausbildung?

Das habe ich schon seit ca. vier Jahren im Kopf. Ich kann es mir nicht vorstellen, immer im Labor zu bleiben, und mein Ziel ist tatsächlich nicht nur die Ausbildung zu machen, sondern auch als Bergführer zu arbeiten. Ich sehe das ganz pragmatisch und weiß, dass die Arbeit hart ist, wenn man davon leben möchte – aber ich finde es reizvoll und interessant. 

Welche Unterschiede bemerkt ihr, wenn ihr als Seilschaft unterwegs seid, oder anders gefragt: Stimmt es wirklich, dass Philipp am Einstieg immer eine Stunde warten muss und Simon alles vorsteigt?

(lacht) Wir haben im Grunde genommen die gleiche Philosophie und uns taugt das klassische Bergsteigen einfach irrsinnig gut. Jeder von uns hat andere Stärken. Das nützen wir aus und so ergänzen wir uns auch perfekt, ohne eine Konkurrenz aufzubauen. Den Zustieg spurt oft Philipp und ich klettere dann die schweren Seillängen. So profitieren wir voneinander und jeder gewinnt. Wir agieren als Seilschaft und das funktioniert so gut. Das Gemeinsame steht bei uns beiden klar im Vordergrund.

Jeder von uns hat ja auch andere Seilschaftspartner, aber gerade in letzter Zeit haben wir viel gemeinsam gemacht. Die Tour am Eiger vor wenigen Wochen z.B. hätte ich auch mit niemand anderem klettern wollen als mit Simon. Er ist für mich der ideale Tourenpartner und wir haben auch schon wieder gemeinsame Projekte im Auge. Ich bin oft ängstlicher oder zurückhaltender und horche immer sehr auf meinen Bauch und mein Gefühl.

In den ersten Jahren war ich auch viel ängstlicher und bin sehr oft umgekehrt. Das Bauchgefühl ist schon wichtig, aber wenn man schon einmal vor Ort ist, dann sollte man auch die sich bietenden Chancen nutzen. Deshalb reden wir sehr viel miteinander, besprechen die Situationen und entscheiden dann gemeinsam. Zwei Meinungen sind einfach besser als Einzelentscheidungen. (denkt nach) … wobei wir noch nie eine wirklich ernste Situation meistern mussten.

Was bedeutet das Bergsteigen für dich, Philipp?

Intensiveres Leben. Ich muss mich nur um die Wand, den Seilpartner und die Tour kümmern. Der ganze Alltagsschmarrn hat hier keine Bedeutung.

Und für dich, Simon?

Konzentriertes Leben. Teilweise vielleicht auch Flucht aus dem Alltag. Am Berg sind Erlebnisse möglich, die anderen Menschen nicht zugänglich sind. Und es ist auch gar nicht nötig, dass es andere Menschen verstehen.

Auch nicht, wenn ihr an die Nachvollziehbarkeit aus dem Blickwinkel eurer Sponsoren denkt?

Außer mir kennt kaum jemand meine Touren oder meine Tourenberichte. Ich habe eine Facebook-Seite, auf der ich das eine oder andere poste, und mit Adidas habe ich einen guten Firmenpartner, der mir viele Freiheiten lässt. Das empfinde ich als großes Glück. 

Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können und habe durch den Sport auch den Beruf bekommen. Mein Arbeitgeber Gecko ist sehr entgegenkommend und versteht meine Leidenschaft und mein Sponsor Salomon ist perfekt einverstanden damit, was ich mache. Er verlangt nur, dass ich meine Aktivitäten teile, egal ob es ein Trailrun ist oder eine alpine Aktion. Deshalb habe ich zwei Facebook-Seiten: eine Sportlerseite, wo ich meine Unternehmungen poste, und eine private Seite.

Bei uns im Skitourenrennsport ist es mit dem ganzen Sponsoring ja teilweise extrem: Da kleben sich Leute, die weit weg von der Spitze sind, ein Abziehbild von Powerbar auf den Helm, nur damit die Leute glauben, dass man ein Profisportler ist. Das ist insgesamt gesehen natürlich lächerlich.

Ein eigenes Thema sind dann noch die Blogger, von denen manche fast alles tun würden, um von einer Firma unterstützt zu werden, d.h. dann vor allem kostenlos Material zu bekommen.

Ich finde das auch lächerlich: Das ganze „Geposte“ mit dem Bergsteigen nicht unbedingt gut. Weniger ist, wie so oft, mehr.

Was wäre, wenn ihr keine Sponsoren mehr hättet?

Unsere Einstellung würde sich nicht ändern und wir würden auch alles gleich machen. Das wäre dann schwieriger und anstrengender, weil wir mehr arbeiten müssten. In der Folge würde es auch länger dauern, bis die angestrebten Ziele realisiert werden könnten. Die Leidenschaft wäre aber die gleiche.

Ein guter Sponsor schafft mehr Möglichkeiten. Und obwohl es heute viel leichter und vor allem billiger ist, weltweit bergsteigen zu gehen, hilft einem die Unterstützung der Firmen sehr.


Wohin entwickelt sich das Skibergsteigen als Wettkampf?

Das Skibergsteigen entwickelt sich in erster Linie weg vom Skibergsteigen. Das Bergsteigen sollte man eigentlich überhaupt streichen, weil es nichts mehr damit zu tun hat. Die meisten Athleten sind auch gar nicht mehr in der Lage, bergsteigerische Schwierigkeiten selbstständig zu meistern. Interessante und herausfordernde Rennformate scheitern nicht zuletzt daran, dass die Veranstalter berechtigte Angst vor der Haftung haben. Selbst die großen hochalpinen Veranstaltungen wie die Patrouille des Glaciers oder die Trofeo Mezzalama sind von den Rahmenbedingungen her komplett abgesichert: Die Teilnehmer müssen nur noch laufen. Außerdem ist in den Regelwerken alles so festgelegt, dass ein Risiko möglichst ausgeschlossen wird. Diese Entwicklung ist natürlich nachvollziehbar, aber schade. 

Es gibt bei den Athleten natürlich auch sehr gute Alpinisten, aber viele Skibergsteiger können nicht einmal eine gute Spur anlegen oder haben kaum Ahnung von Berg, Schnee und Lawinen. Es ist legitim, irgendwo schnell hinaufzulaufen, aber man sollte doch auch über das Gelände, in dem man sich bewegt, Bescheid wissen.

Für mich ergeben sich daraus allerdings auch Vorteile, weil ich Projekte wie z.B. die schnellste Begehung des Piz Bernina realisieren kann: Das ist für einen klassischen Wettkampf-Skibergsteiger zu schwierig und für einen superfitten Alpinisten zu wenig technisch. 

Wohin entwickelt sich der Alpinismus?

Ein Beispiel: Wir konnten bei unserer Erstbegehung in der Lüsener Fernerkogel Nordwand im November 2016 das Phänomen feststellen, dass – sobald es im Internet war – unzählige Seilschaften kamen und die Tour gemacht haben. Nach der Erstbegehung haben wir uns gedacht, das wird niemand wiederholen, weil die Linie zwar schön, aber der Zustieg einfach zu lang ist. Tatsächlich scheint vielen Leuten oft die Kreativität zu fehlen und sie laufen lieber den gebahnten Wegen nach; und wenn es „eingepickelt“ und ausgestattet ist, lässt sich alles auch viel leichter wiederholen. 

Viele haben keine eigenen Ideen und machen am liebsten das, was alle machen. Wir waren auch heuer am Eiger sehr überrascht, dass niemand unterwegs war, obwohl die Verhältnisse sehr gut waren. Immer wenn in der Vergangenheit aber jemand wie z.B. Ueli Steck eine seiner Begehungen veröffentlichte, wurde die Nordwand regelrecht überrannt. Man könnte den Eindruck bekommen, dass viele Alpinisten von heute mit gepacktem Rucksack vor dem Computer sitzen und dann auf einen Startschuss, sprich Posting, warten. Die Wände und Touren werden nicht gemacht, sondern nachgemacht. Mir persönlich ist das egal, ich beobachte es nur und wundere mich.

Dasselbe konnten wir auch bei der Diagonalen am Schrammacher beobachten: Sobald eine Begehung bekannt wird, kommen die Massen, und dann wird es auch gefährlich, wenn mehrere Seilschaften hintereinander in einer alpinen Route unterwegs sind. Außerdem tauchen auch Seilschaften auf, die eigentlich nur deshalb hinaufkommen, weil es eine Spur gibt oder die Absicherung vorhanden ist. Ich kann darüber aber lachen, da es mir um mein persönliches Erlebnis geht, und was andere machen, ist deren Ding.

Möchtet ihr euch von der „alten Generation“ unterscheiden?

Hut ab vor den vorherigen Generationen. Wieso sollten wir uns von den „Alten“ unterscheiden wollen? Im Grunde suchen wir doch nach demselben wie die Pioniere von damals, nur eben in einer anderen Zeit. Ich möchte nur für mich eine gewisse Eigenverantwortung in Anspruch nehmen dürfen, und das auch in Zukunft.

Ich bin ich und ich sehe es als Inspiration, was Leute wie Paul Preuss oder andere damals mit ihren Möglichkeiten gemacht haben. Und ich mache heute einfach mein Ding.

Wie ist der Frauenanteil in der jungen Alpingeneration?

Ja, es gibt schon einige gleichaltrige Bergsteigerinnen, aber in den großen Touren sieht man nicht wirklich viele. Schade eigentlich!

Vielleicht sind Frauen doch einfach intelligenter und nicht so risikofreudig. Das Ganze war schon immer männerdominiert – und das ist auch bei uns „Jungen“ nicht anders.

Gibt es irgendetwas, das ihr noch loswerden möchtet?

Es wäre schön, wenn einem nicht permanent auf die Finger geschaut, nicht alles bewertet und jede Kleinigkeit beurteilt wird. Die Leute, auch die Bergsteiger, sollen auf sich selber schauen und nicht immer andere ausbessern. In der Anonymität der sozialen Medien gibt heute jeder seinen Senf ab, redet bei Dingen mit, von denen er selbst keine Ahnung hat, und verurteilt andere Bergsteiger aus dem warmen Wohnzimmer heraus. Am Berg ist jeder frei und kann tun, was er will!

Auch ich würde mir wünschen, dass die Leute mehr bergsteigen gehen und weniger darüber reden oder kommentieren, was andere machen. Außerdem sollte jeder seine Eigenverantwortung wahrnehmen!

Ein Anliegen ist uns auch, dass wir als junge Generation erkennen müssen, dass die unberührten Wände nicht technisch erschlossen werden sollen, weil wir uns dadurch das Potenzial der Zukunft verbauen – aber auch das ist bereits ein „alter Hut“.   


Simon Messner / Philipp Brugger

alter 26 / 25

wohnort  Innsbruck / Sistrans

heimat Meran / Sistrans

beruf  Student & Freelancer bei Messner Mountain Movie / Ich habe einen Job bei Gecko, arbeite aber nicht viel ☺

freundin verpartnert / zufrieden

drogen Pueblo gewuzelt & Cafè / Snus Swedish Match

trainingspensum durchwachsen / 15 -20 Stunden pro Woche

sicherungsgerät  Grigri & Reverso / Reverso

mittelbreite 78 / Rennski 68,5 & Tourenski 79

bindung so a Dynafit / Gignoux

leidenbereitschaft vorhanden / ausbaufähig

tourenproviant Zirbentschurtschensirup & CliffBar / Mars & CocaCola oder Bachwasser

literatur Robert Steiner: Selig wer in Träumen stirbt / Fernsehzeitschrift

führerschein Ja, aber kein Auto / Ja, und Citroen C4, 120 PS

seillänge So kurz wie möglich, so lange wie nötig: von RadLine bis zum normalen 60er-Strick 

getränk Cafe / Bier

pulsmesser & ruhepuls nein & keine Ahnung / nie & 32